www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
23. Oktober 2014, 23:14:08 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:     mir fällt da was ein    Clever gelöst - Ideen aus der Praxis   mir fällt da was ein   
 
   Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren Chat  
Seiten: [1] 2 3   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: ATS als Schwefeldünger  (Gelesen 10950 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Ansgar
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beruf: Agraringenieur
Beiträge: 4 690


« am: 13. Februar 2009, 23:33:11 »

Hallo,

hat schon jemand Erfahrungen mit Ammonium-Thio-Sulfat-Lösung (ATS) sammeln können?
Weil ASS ja fast nicht mehr zu bezahlen ist, bin ich immer noch auf der Suche, nach einem günstigen und halbwegs praktikabel anwendbaren Schwefeldünger. Je länger ich Vor- und Nachteile gewisser Strategien abwäge, umso eher bin ich bereit, auf ATS zurückzugreifen, welches in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit AHL ausgebracht werden soll. Dass damit dann Mischungen mit Pflanzenschutzmittel und Mangansulfat ausgeschlossen sind, ist für meine Verhältnisse noch zu verkraften.

Weiß jemand, ob der Schwefel im ATS ausschließlich in Sulfatform vorliegt (Beim googlen habe ich diesbezüglich nichts recherchieren können.)?
Macht eine grobtropfige Ausbringung oder gar die Verwendung von Schleppschläuchen wegen der höheren Aggressivität Sinn?
Einmal im Spritzbehälter gemischt, besteht da die Gefahr einer Entmischung, wenn das Rührwerk nicht ständig läuft?

Gruß
Ansgar
« Letzte Änderung: 13. Februar 2009, 23:35:27 von Ansgar » Gespeichert
Heiner
Gast
« Antworten #1 am: 14. Februar 2009, 11:24:57 »

Hallo Ansgar,

vor einigen Jahren habe ich auch "geplämpert" ATS mit AHL gemischt. Dann wurde das preislich uninteressant, so daß ich flüssige Schwefeldüger verwendet habe. Für die laufende Saison habe ich eine Harnstoff-Schwefellösung 20+6 eingelagert. Diese müßte sich auch hinter der Bezeichnung AGRAVIS 20/6 im angefügten Link verbergen.
http://www.agravis.de/pdf/pflanze/duengemittel/N_S_fluessig_anwendung.pdf

Speziell zum ATS :
Bei mir ist die Anwendung seinerzeit nur zum Raps immer mit Mehrlochdüsen erfolgt. Dieses liegt ja auch in den auszubringenden Mengen begründet. Bei Mengen um 300 l/ha ist mir die Ausbringung mit Flachstrahldüsen nicht geheuer, zumal ich dann auch bei Nachtfrost fahre und somit die Aggressivität noch zunimmt. Die Streifen der Mehrlochdüsen sind oft deutlich zu sehen.

Genaue informationen ob der Schwefel zu 100% als Sulfat vorliegt habe ich nicht, ich bin bislang immer davon ausgegeangen, daß dem aufgrund der Düngerbezeichnung (AmmoniumThioSulfat)so ist.

Da ATS und AHL unterschiedliche Dichten haben (1,32 : 1,28) ist eine Entmischung gegeben. Wie schnell die sich vollzieht kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. (Laufendes Rührwerk schadet zumindest nicht)

Ich hoffe fürs erste ausreichend informiert zu haben;
Heiner
Gespeichert
J-P-K
Vereinsmitglied
***
Offline Offline

Beiträge: 525


« Antworten #2 am: 14. Februar 2009, 11:27:29 »

Hallo Ansgar,

Ich habe jahrelang nur flüssig gedüngt auf meinem Betrieb, unter anderem auch mit ATS. Damls war es im verhältnis zu SSA und Co auch noch wesentlich teurer als heute. Ich habe sowohl in Mischung mit ahl, als auch in Mischung mit wasser gearbeitet, denn wenn zu Gerste o.ä. schon 4dt Kornkali fieln, brauchten ja für rund 30 kg S zu getreide nur noch 14 kg S in form von ats Fallen, dass wären ja nur so rund 60l/ha gewesen und so schnell konnte ich mit der früheren spritz und düsentechnik dann irgendwie doch noch nicht arbeiten.

Ich kann sagen: Mische es nie nur mit wasser. Selbst bei Trockener Bedingungen wenn eine richtige Wachsschicht vorhanden ist, hast irre ätzschäden. Am Besten geht dass zeugs gemischt mit ahl und dann in schönem leichten landregen, so meine erfahrung.

Bedenke, dass ATS nitrifikationshemmer enthält. bei hohen startgaben mit ats, meist zu Raps wo rund 90-100 kg N in der ersten Gabe und bis 60 kg S Ausgebracht werden, ist die gefahr gross, dass der Raps den ausgebrachten Stickstoff nicht rechtzeitig aufnehmen kann.

Ansonsten is das Zeugs recht gut zu handeln, entmischen tut es sich nach meinen Erfahrungen nicht mit AHL, allerdings kann man das im Spritzbehälter auch nicht 100 %ig sehen. Ich denke wenn du von der Ausbringung einmal etwas rührst, dürfte das kein Problem sein. DieAusbringgenauigkeit ist natürlich gegenüber Festdüngern erheblich besser, aber das ist ja mit ahl auch so.

Zur Form: Ich würde daruf tippen, da das zeug ja ThioSULFAT heisst, dass der Schwefel auch in Sulfatform vorliegt. sicher bin ich mir aber nicht.

Dürfte ich fragen, was du für 100kg/100 lzahlen musst? hier in der Gegend ist es überhaupt nicht verfügbar und ssa kostet immer noch um 36,-€/100 kg. Ich werde dieses JAhr Piamon streuen, hab ich für 28,-€/100 kg kaufen können.


mfg J.P.
Gespeichert
Heiner
Gast
« Antworten #3 am: 14. Februar 2009, 11:34:27 »

Bedenke, dass ATS nitrifikationshemmer enthält. bei hohen startgaben mit ats, meist zu Raps wo rund 90-100 kg N in der ersten Gabe und bis 60 kg S Ausgebracht werden, ist die gefahr gross, dass der Raps den ausgebrachten Stickstoff nicht rechtzeitig aufnehmen kann.

Hallo J-P-K

daß ATS Nitrifikationshemmer enthält ist mir neu ???
Preislich soll es bei ca. 29,- €/dt angesiedelt sein.

Heiner
Gespeichert
J-P-K
Vereinsmitglied
***
Offline Offline

Beiträge: 525


« Antworten #4 am: 14. Februar 2009, 11:53:52 »

Hallo Heiner,

Mir nicht, dass mit dem Nitrifikationshemmer ist eigentlich allgemein bekannt. Kritisch wirds aber erst ab 200l/ha Aufwärts.

@Ansgar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Thiosulfate

damit ist denke ich klar, dass es sich um ein Sulfat handelt. ist eben dass salz der thioschwefelsäure.

mfg J.P.

Gespeichert
Ansgar
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beruf: Agraringenieur
Beiträge: 4 690


« Antworten #5 am: 14. Februar 2009, 12:13:16 »

Hallo Heiner, hallo Jan Peter,

vielen Dank für Eure umfassenden Stellungnahmen, die mich alle ein gehöriges Stück weitergebracht haben. Insbesondere die Existenz der Harnstoff-Ammoniumsulfat-Lösung war mir bis heute noch nicht bekannt gewesen und wegen der zumindest im Link propagierten problemlosen Mischbarkeit werde ich diesbezüglich mal nachhaken, obwohl ich mich mit meinem Jahresbedarf an AHL schon mehr als eingedeckt habe (aber interessant ist das Produkt alle male). Von daher wird es in diesem Jahr bei mir aller Wahrscheinlichkeit nach zur Zumischung von ATS zum AHL hinauslaufen.


Dürfte ich fragen, was du für 100kg/100 lzahlen musst? hier in der Gegend ist es überhaupt nicht verfügbar und ssa kostet immer noch um 36,-€/100 kg. Ich werde dieses JAhr Piamon streuen, hab ich für 28,-€/100 kg kaufen können.


Ich bin mir derzeit nicht ganz sicher, welcher Preis in einem lockeren Gespräch mit meinem Händler in den Raum geworfen worden ist. Es waren entweder 32,70 €/dt oder 37,20 €/dt (oder pro 100 l?) bei Abnahme eines 1.000 l-Containers. Ich will es aber noch mal genauer in Erfahrung bringen wollen und Dich/Euch davon in Kenntnis setzen.


Hallo J-P-K

daß ATS Nitrifikationshemmer enthält ist mir neu ???


Hallo Heiner,

ganz aktuell dazu: Ich habe vorgestern bei einem Düngungsseminar der Hanse-Agro auch davon gehört, dass dem Thio-Sulfat ammoniumstabilisierende Eigenschaften zugesagt wird. Ob diese von der (Dauer-)Wirkung her den bekannten zugelassenen Nitrifikationshemmern wie Piadin oder Entec gleichzusetzen sind, entzieht sich momentan meiner Kenntnis, ich kann´s mir aber nicht vorstellen.

Gruß
Ansgar
Gespeichert
Markus
****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 449


« Antworten #6 am: 14. Februar 2009, 18:46:02 »

Hallo Angar,

Hallo Heiner,

ganz aktuell dazu: Ich habe vorgestern bei einem Düngungsseminar der Hanse-Agro auch davon gehört, dass dem Thio-Sulfat ammoniumstabilisierende Eigenschaften zugesagt wird. Ob diese von der (Dauer-)Wirkung her den bekannten zugelassenen Nitrifikationshemmern wie Piadin oder Entec gleichzusetzen sind, entzieht sich momentan meiner Kenntnis, ich kann´s mir aber nicht vorstellen.

Gruß
Ansgar

So wie ich das bei Dr. S....berger verstanden habe, entsteht dieser Effekt durch die starke PH-Absenkung im Boden, die die Nitrifikation behindert bzw. für eine Weile nach hinten verschiebt, bis sich der PH-Wert wieder stabilisiert hat.
Dieser Effekt wurde beschrieben wenn (zu) hohe Mengen an SSA (liegt bei ca. PH 4) ausgebracht werden. Ist mir in den letzten Jahren auch schon aufgefallen dass 80 N als SSA langsamer wirrkten als die gleiche Menge an HST.
Diese Dünger (auch Piamon S) haben daher eine Nitrifikationshemmende Eigenschaft, ohne dass dort spezielle Subtanzen zugemischt sind.

Gruß

Markus

 
Gespeichert
Rogler
**
Offline Offline

Beiträge: 85



« Antworten #7 am: 17. Februar 2009, 01:13:17 »

Hallo,
ATS ist das Düngemittel mit der stärksten bodenversauernden Wirkung (sechsmal stärker als Harnstoff).
Thiosulfat entsteht als Zwischenprodukt bei der Oxidation von elementarem Schwefel zu Sulfat und ist erst nachdem es zu Sulfat umgewandelt wird in dieser Form pflanzenverfügbar.
Diese Angaben sind entnommen aus folgender Veröffentlichung der FAL, Braunschweig:
http://www.fal.de/cln_045/nn_787908/SharedDocs/01__PB/DE/Downloads/Naehrstofftage/S-Tag/S-Tag-download-7.html
(siehe dazu Folie Nr. 19 und Nr. 12)

Was mich etwas irritiert ist folgende Angabe unter der schon zitierten Wkipedia-Adesse
http://de.wikipedia.org/wiki/Thiosulfate:
"Wässrige Lösungen von Thiosulfaten... zerfallen in Gegenwart von Säuren... langsam zu Schwefel, Schwefeldioxid und Wasser"

Da müßte also das Thiosulfat im ATS bei den entstehenden niedrigen pH-Werten zu elemantarem Schwefel und gasförmigem Schwefeldioxid zerfallen (also nicht pflanzenverfügbar)? Oder geschieht das nur unter Laborbedingungen?

Leider bin ich nicht der große Chemiker, um das zu beantworten. Kann da jemand helfen?

Herzliche Grüße
Helmut

Gespeichert
Ansgar
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beruf: Agraringenieur
Beiträge: 4 690


« Antworten #8 am: 17. Februar 2009, 10:13:06 »

Hallo Helmut,

vielen Dank für den sehr interessanten Link.

Mein Chemieunterricht ist zwar schon einige Zeit her, aber ich entnehme dann aus den bereit gestellten Infos, dass das Thio-Sulfat im Boden nicht so schnell zur Verfügung steht wie der Sulfat-Schwefel. Daraus leite ich dann wiederum ab, dass ich das ATS ruhigen Gewissens schon zur ersten N-Gabe verabreichen kann, ohne dass es stark auswaschungsgefährdet ist, denn wir wollen ja für die Pflanze (=Ertrag) und nicht für die Auswaschung düngen. Desweiteren sollten sich die pH-Werte der Böden eher im neutralen bzw. schwach sauren Bereich einstellen, so dass dem zu schnellen Zerfall der Thio-Sulfate diesbezüglich schon Einhalt geboten wird. Oder liege ich da vollkommen verkehrt?
Von den ersten geringen Schwefelmengen kann mein Getreide zudem durch eine frühe Kali-Düngung profitieren, außerdem hat eine aktuelle Smin-Untersuchung bei mir auf dem Acker in der Bodenschicht bis 30 cm einen S-Gehalt von 3,7 kg/ha ausgewiesen.

Da ich beabsichtige, im Maximum nur 60 l/ha ATS (z.B. zusammen mit 140 l/ha AHL entspricht das einer Gabe von 60 kg/ha N und 20 kg/ha S) auszubringen, behaupte ich mal, dass sich der Effekt der starken Bodenversauerung und auch der ammoniumstabilisierenden Wirkung in Grenzen halten wird. Ansonsten gebe ich Dir recht, dass beim ATS die sechsfache bodenversauernde Wirkung gegenüber dem Harnstoff schon echt ein Hammer ist und mir dies auch so noch nicht bekannt gewesen ist.

Gruß
Ansgar
Gespeichert
Rogler
**
Offline Offline

Beiträge: 85



« Antworten #9 am: 20. Februar 2009, 20:06:17 »

Hallo Ansgar und alle anderen,
ehrlich gesagt kannte ich ATS nur vom Namen, eine praktische Anwendung war mir bis zu deiner Frage hier nicht bekannt. Das hat mich neugierig gemacht und ich hab´ etwas recherchiert. Hier nun die Ergebnisse:

Chemische Eigenschaft von Thiosulfat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thiosulfate
Einsatz als Laborbedarf (das kg zu 20 Euro):
http://www.baacklab.de/shop/produkte/chemikalien_weitere_chemikalien_a_ammoniumthiosulfat_773_app7243a_1_0.html
Andere Bezeichnungen für ATS: Ammoniumhyposulfit
http://www.muenzberg.symmedia.net/synonyme.htm

Was mich auch sehr erstaunt ist, dass ATS nicht im Anhang der Düngemittel-Verordnung DüMV aufgeführt ist, somit also nicht verkehrsfähig wäre (?):
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/d_mv_2008/gesamt.pdf

Andererseits habe ich in folgender Produktbeschreibung gelesen, dass ATS ein „EG-Düngemittel" ist:
http://www.saatzucht-flettmar.de/duenger-ats.pdf

In der „EG-Verordnung Nr. 2003/2003 vom 13. Oktober 2003 über Düngemittel“ werden „EG-Düngemittel“ definiert und ausgewiesen. Eine Zusammenfassung der VO steht unter
http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l21278.htm

Im Anhang 1 der VO konnte ich aber auch kein ATS finden (oder habe ich es übersehen?):
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2003:304:0001:0194:DE:PDF

Deshalb meine Frage:
Welche Bezugsquellen gibt es? In welcher Gegen der Republik wird ATS stärker eingesetzt?

Herzliche Grüße
Helmut
Gespeichert
Schorsch
Vereinsmitglied
***
Offline Offline

Beruf: Landwirt
Beiträge: 1 155


« Antworten #10 am: 20. Februar 2009, 23:28:53 »

Hallo,

Lorenz hatte mal auf die folgende Firma hingewiesen.
http://www.geyerduenger.de/seite1ats.htm
Gespeichert
Heiner
Gast
« Antworten #11 am: 21. Februar 2009, 10:03:55 »

Deshalb meine Frage:
Welche Bezugsquellen gibt es? In welcher Gegen der Republik wird ATS stärker eingesetzt?

Hallo,

hier im südlichen Westfalen ist es bei den meisten Genossenschaften vorrätig. Es wird über die Agravis vertrieben und auch empfohlen. (siehe auch meinen Link in Beitrag Nr.2)

Es werden hier üblicherweise folgende N/S Dünger eingesetzt :
ASS, SSA als feste Dünger und ATS zum Zumischen zum AHL.
Einige wenige Landhändler die ein AHL-Lager aus mehreren Tanks betreiben haben eventuell auch Domammon bzw. HAS26 vorrätig.

Heiner
Gespeichert
Ansgar
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beruf: Agraringenieur
Beiträge: 4 690


« Antworten #12 am: 21. Februar 2009, 10:15:06 »

Hallo Ansgar und alle anderen,
ehrlich gesagt kannte ich ATS nur vom Namen, eine praktische Anwendung war mir bis zu deiner Frage hier nicht bekannt. Das hat mich neugierig gemacht und ich hab´ etwas recherchiert. Hier nun die Ergebnisse:

...

Deshalb meine Frage:
Welche Bezugsquellen gibt es? In welcher Gegen der Republik wird ATS stärker eingesetzt?

Herzliche Grüße
Helmut


Hallo Helmut,

seit wann und vornehmlich wo das ATS zum Einsatz kommt, kann ich Dir leider nicht beantworten. Auch wenn mir die Existenz dieses Düngers aber wohl schon ein paar Jahre bekannt ist, werde ich ihn erstmalig in dieser Saison einsetzen. In den vergangenen Jahren haben mich immer die sehr immensen Verträglichkeitsprobleme in Mischungen mit Herbiziden von einem Einsatz abgehalten. Diesjährig ist es so, dass ich ATS in erster Linie wegen der im Verhältnis zum ASS günstigen Schwefelkomponente großflächig einsetzen werden, und habe deswegen knapp 16 t geordert. Meinen Landhändler habe ich auch "auf den Geschmack" gebracht - der hat weitere 13 t bestellt.

Ich werde die ATS-Lösung auf einen Großteil der Gersten-, Weizen-, Triticale- und Roggenbestände zusammen mit AHL in Verbindung mit Schleppschläuchen mit einer Aufwandmenge von 60 l/ha ausbringen und habe damit den Schwefelbedarf der Kulturen mehr als gedeckt.

Gruß
Ansgar
Gespeichert
Manfred
***
Offline Offline

Beiträge: 114


« Antworten #13 am: 21. Februar 2009, 17:35:03 »

Hallo Ansgar,
ich hatte zu diesem Thema bereits einen Beitrag geschrieben, nur leider finde ich Ihn nicht mehr. Ich setzte ATS seit ca. 9 Jahren ein, immer in der Mischung mit AHL. Im Getreide ohne irgenwelche Probleme bis jetzt. Beim Raps ist es so, daß große starke Pflanzen die Verätzungen leichter wegstecken als verkümmerte. Da ich aber darauf achte, daß der Raps immer eine ausreichende Vorwinterentwickung hat, ist das auch kein Problem.

Im Raps mache ich meißt Mischungen mit Insektiziden. Im Getreide(Weizen) mache ich seit einiger Zeit auch den Herbizideinsatz mit. Auch hier konnte ich noch nichts negatives feststellen. Das N-S Verhältnis ist günstig und so bekommt man fast jedes N - S Mischungsverhältnis hin.

Ich beziehe ATS auch über den oben genannten Händler.

MfG
Manfred

Gespeichert
Ansgar
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beruf: Agraringenieur
Beiträge: 4 690


« Antworten #14 am: 21. Februar 2009, 17:45:32 »

Hallo Manfred,

schön, dass Du Dich hier auch einbringst! (Aber dass Du Dich diesbezüglich schon einmal geäußert haben sollst, wäre mir neu! keine Ahnung)

Welche Herbizide mit welcher Aufwandmenge setzt Du denn im Weizen zusammen mit dem AHL/ATS-Gemisch ein? In welchem Mischungsverhältnis und in welchen Entwicklungsstadien?
Vom Hörensagen würde ich mal behaupten, dass das ein ganz schön riskantes Unterfangen sein kann. Aber wenn´s bei Dir geklappt hat, warum nicht?
Ich kann mir vorstellen, dass eine sehr gut ausgebildete, intakte Wachsschicht an den Weizenblättern zwingende Voraussetzung ist oder etwa nicht?

Gruß
Ansgar
Gespeichert
Seiten: [1] 2 3   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Desktop Hintergrund
Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.18 | SMF © 2011, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS