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Autor Thema: Tesla  (Gelesen 31057 mal)

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JueLue

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Re: Tesla
« Antwort #270 am: 01. September 2017, 10:16:16 »

...
Die legen doch nicht drauf, die verdienen pro Auto was. Jedes verkaufte Auto hat einen positiven DB. Nur wird das Geld direkt in Gigafactory, Stores, Supercharger oder F&E INVESTIERT und machen deshalb keinen Gewinn. Das ist der Unterschied... Der "Verlust" stammt daher, dass die mehr Geld investieren als sie durch den Verkauf der bisherigen Modelle einnehmen können.

Dir ist schon klar, dass Investitionen nicht 1:1 gewinnmindernd wirken, sonder nur in Höhe der Abschreibung?

Was du beschreibst führt eher zu einem Liquiditätsproblem als zu Verlusten in der Bilanz.

Mag sein, dass die variablen Produktionskosten geringer sind, als die Verkaufserlöse, aber das ist eben (bei weitem) nicht alles.

JueLue
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 10:25:01 von JueLue »
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Christian2

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Re: Tesla
« Antwort #271 am: 01. September 2017, 10:52:48 »

Die legen doch nicht drauf, die verdienen pro Auto was. Jedes verkaufte Auto hat einen positiven DB. Nur wird das Geld direkt in Gigafactory, Stores, Supercharger oder F&E INVESTIERT und machen deshalb keinen Gewinn. Das ist der Unterschied... Der "Verlust" stammt daher, dass die mehr Geld investieren als sie durch den Verkauf der bisherigen Modelle einnehmen können.



Wie Juelue schon geschrieben hat, eine Investition ist zunächst gewinnneutral und bewirkt nur eine Bilanzverlängerung, erst die Abschreibung ist gewinnwirksam. Eine Investition, die sofort abgeschrieben werden muss ist eine Fehlinvestition. Außerdem reicht es natürlich auch in der Autoindustrie nicht, einen positiven Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Auch dort müssen die Festkosten gedeckt werden.

Die ganze Debatte um E-Autos als umweltfreundliche Alternative ist aber ohnehin irreführend. Es gibt keine umweltfreundliche Mobilität, die verschiedenen Varianten unterschieden sich nur im Maß der Schädlichkeit. Auch eine E-Auto braucht Straßen und Parkplätze, die die Umwelt zerschneiden und versiegeln. Und selbst, wenn der benötigte Strom irgendwann aus alternativen Energien stammt: Die Haupteinwände gegen neue Windmühlen, Biogasanlagen oder Photovoltaik auf Freiflächen kommen von Umweltschützern, gefolgt von Nachbarn, die die Emmissionen fürchten. Darüber hinaus sind auch die für die sogenannte Energiewende nötigen neuen Stromtrassen weder bei Umweltschützern noch bei Anliegern beliebt. Sie bedeuten im Gegenteil ebenso einen massiven Umwelteingriff.

Wer in Bezug auf die Mobilität ernsthaft etwas für die Umwelt tun will, der muss Verkehr reduzieren und nicht ständig neue Autobahen, Eisenbahnen und Flughäfen bauen. Schon die Zunahme des Luftverkehrs macht die möglichen Reduzierungen bei den Autos wieder zunichte.
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juliusjr

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Re: Tesla
« Antwort #272 am: 01. September 2017, 11:37:15 »

Eine fabrik anzufahren kostet bedeutet  halt zusätzliche kosten als wie die fabrik selbst. Noch schlimmer is wahrscheinlich  eine fabrik schließen -  bzgl Abfindungen. ...
Tesla is halt eine wette. Tesla kann s evtl auch in 10 jahren nicht mehr geben.....
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Wade

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Re: Tesla
« Antwort #273 am: 01. September 2017, 13:07:44 »

...
Die legen doch nicht drauf, die verdienen pro Auto was. Jedes verkaufte Auto hat einen positiven DB. Nur wird das Geld direkt in Gigafactory, Stores, Supercharger oder F&E INVESTIERT und machen deshalb keinen Gewinn. Das ist der Unterschied... Der "Verlust" stammt daher, dass die mehr Geld investieren als sie durch den Verkauf der bisherigen Modelle einnehmen können.

Dir ist schon klar, dass Investitionen nicht 1:1 gewinnmindernd wirken, sonder nur in Höhe der Abschreibung?

Was du beschreibst führt eher zu einem Liquiditätsproblem als zu Verlusten in der Bilanz.

Mag sein, dass die variablen Produktionskosten geringer sind, als die Verkaufserlöse, aber das ist eben (bei weitem) nicht alles.

JueLue

Das ist mir schon klar. Die Investitionen schieben das Geld nur von der einen Seite der Bilanz auf die andere. Wird bei Forschung & Entwicklung auch irgend ein Wert für das entwickelte Know How hinzugebucht? Ich glaube nicht, das schlägt voll auf die Bilanz und muss durch Schulden vorfinanziert werden.
Tesla hat nen F&E Anteil von knapp 20%, die anderen Autobauer liegen da um 5%. Ist bei Tesla zwar in absoluten Zahlen (~250mio) wesentlich weniger als bei VW, aber relativ halt sehr viel. Auch der ganze Ramp-Up Prozess um mehr Autos (500.000 im Jahr 2020) verkaufen zu können kostet viel Geld. Amazon hat Jahrelang auch nur Miese geschrieben, da zählt halt Wachstum > alles


Wenn man sagt dass Tesla 20.000€ pro Auto verbrennt ist das schlicht falsch. Die haben z.T. bessere Margen als VW & BMW, vor allem in Zukunft mit steigender Auslastung.
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juliusjr

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Re: Tesla
« Antwort #274 am: 01. September 2017, 13:33:20 »

Ich denke schon dass man auch forschung und Entwicklung bilanzieren kann. Wenn zb bayer Medikamente entwickelt kostet das unmengen an geld und dann wird jahre später geerntet. ...
Und in der erntephase kann man das patent auf die laufzeit abschreiben.
Is aber nur meine Vermutung. ...
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Komet

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Re: Tesla
« Antwort #275 am: 01. September 2017, 13:46:00 »

Bald kann sich jeder selbst sein E-Auto zusammenbasteln. Bosch hat jetzt soetwas im Angebot.
Das Ding treibt den Blutdruck der Manager bei den Autokonzernen sicher in die Höhe...

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/elektromobilitaet-elektroantrieb-soll-bosch-milliarden-einbringen/20263404.html

http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/neuentwicklung-von-bosch-was-bringt-die-e-achse/20267824.html
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:48:30 von Komet »
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juliusjr

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Re: Tesla
« Antwort #276 am: 01. September 2017, 13:51:26 »

Hab kurz gegooglet. Is wohl nicht so einfach Forschung  entwicklung als immaterielle vermögenswerte zu bilanzieren und es gibt da spielräume..... egal......
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JueLue

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Re: Tesla
« Antwort #277 am: 01. September 2017, 15:47:25 »

Es bleibt aber dabei, dass meiner Meinung nach das (Elektro-) Pferd von der falschen Seite aufgezäumt wird.

Elektroautos werden vorerst nicht auf breiter Front die Mittelklasse-Reiselimousine ersetzten sondern das Brot und Butter Pendler/Kurzstreckenauto.

Aber auch wenn der Tesla - Renner nur eine Nische bleibt, sind das schon hochinteressante Entwicklungen, wenn ein Zulieferer wie Bosch den Autokonzernen zumindest bei einem Teil der Fahrzeuge eine der Kernkompetenzen - Motoren und Achsen/Fahrwerksbau wegnimmt.

JueLue
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