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Autor Thema: Wer von Euch macht beim Milchstreik mit?  (Gelesen 21459 mal)
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Georg
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« am: 27. Mai 2008, 08:49:23 »

Es sind ja einige Milcherzeuger hier im Forum.

Wer macht von Euch bie diesem "seltsammen" Milchstreik des BDM mit?

Was soll damit eigentlich erreicht werden? Hab heute früh in der Zeitung gelesen, das im "Notfall" 3 bis 4 Wochen gestreikt werden muss.....

Ich weiß nun nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll! Muss ich mir heute noch 5 Litter Milch kaufen damit ich morgen noch welche bekomme?

Sind Diejenigen die bei einem solch diletantisch (meine Meinung) oranisierten Streik mitmachen, nachher die Dummen? Oder profitieren die "Trittbrettfahrer" die schön "brav und ordentlich" jetzt jeden Tag ihre Milhc abliefern nachher dei Gewinner?

Ich weiß, das heir einige mitlesen die beim Streik mitmachen und welche die nicht mitmachen. Den EIínen oder Anderen hab ich vieleicht nun mit meinem Geschreibsel beleidigt weil er ja nur zu einen der beiden Gruppen gehören kann!

Dies ist nicht meine Absicht, sondern es gilt für beide Gruppen darüber nachzudenken, und vor allen DIngen zu reageiren! SO wie der Streik im Moment angelegt ist, bringt er gar nichts!
Doch er wird ein bischen was bringen, denn am Ende wird es wahrscheinlcih dre oder 4 Cent mehr fürs kg Milch geben und das wird dann als großer Sieg von irgendwelchen Verbandsgurus gefeiert! SOweit ich gelesen habe sind 43 Cent das Ziel! Irgendwei haben die Milchebauenr anscheinend noch nicht kapeirt, das die DIfferenc von 30 auf 43 cent gerade mal der Mehrkostenausgeleich ist, der in den letzen 15 Monaten entstanden ist!

Angeblich waren doch die 30 cent schon "runinös"?!?! Oder etwa doch nicht? Wennich Streicks verfolge dann werden vonden Verbänden erstmal "unmögliche Forderungen" gestellt und am Ende gibts nen Kompromiss! Nun ist die Forderung 43 Cent und am Ende kommen 35 Cent raus?

Hey, die Forderung müssten 60 Cent sein und der Kompromiss dann 50 Cent! Dann würd das Ganze Sinn machen!

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Hage
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« Antworten #1 am: 27. Mai 2008, 09:09:11 »


Hallo,

habe gestern im Reginalprogramm einen kleinen Bericht zum angesagten Streik
gesehen, sonst wenig in den Medien...


Hey, die Forderung müssten 60 Cent sein und der Kompromiss dann 50 Cent! Dann würd das Ganze Sinn machen!


...seh ich auch so, meinetwegen können Aldi&CO die Milch weiter für 45 Cent verkaufen wenn
der Erzeugerpreis passt Augen rollen
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Gruß
Hage
ackerdiesel
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« Antworten #2 am: 27. Mai 2008, 09:12:56 »

Hallo Georg,

auch ich habe gestern mt Erstaunen vom Milchlieferstreik in der Tagesschau gehört. Gefordert werden übrigens mindestens 40 Cent. 88% der Mitglieder im BDM haben sich für einen Streik ausgesprochen. Ob die alle mitmachen ? Der BDM empfiehlt übrigens Milch zu bunkern, da es zu Lieferengpässen kommen kann. Stellt sich mir nur die Frage, wer den längeren Atem hat. Die Molkerei oder die Landwirte. Mein Vater hat ja schon vor ca. 15 Jahren die Milchwirtschaft aufgegeben. Darum kann ich eigentlich nicht wirklich mitreden. Aber soweit ich mich erinnern kann, hat es bis jetzt noch keinen Lieferstreik gegeben.

Mich würde ja mal interessieren, wie die rechtliche Seite aussieht, haben die Landwirte nicht bindende Lieferverträge ? Wer steht denn für evtl. Schadensersatzforderungen gerade ? Ist der BDM rechtlich gesehen wie eine Gewerkschaft ?


Klaus
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Georg
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« Antworten #3 am: 27. Mai 2008, 09:31:09 »

Hallo Klaus

Wenn alle Mitmachen, wird es keine rechtliche Folgen geben! Die Bedonung leigt aber auf ALLE!
Es wird aber nur funktionieren wenn heute Nacht alle An und Zufahrten der Molkeirein zugestellt werden, damit kein LKW mehr rein und raus fahren kann! Innerhalb 3 Tagen wird die ganze Sache erledigt sien! Wnen die Schnweinbauern schnell sind ,schließen Sie sich gleich an!
Aber wir hatten diese Thema ja schn mal vor ein paar Wochen hier!
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ackerdiesel
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« Antworten #4 am: 27. Mai 2008, 10:14:28 »

Hallo Georg,

ich glaube man darf die Molkereien wie Sachsenmilch und Weihenstephan nicht unterschätzen. Ich denke die Geschäftsführung ist algemein bekannt. Hier wurden Lieferverträge mit Landwirten nicht verlängert, solange sie Mitglied in einer Milcherzeugergemeinschft sind. Demonstriert wurde da schon. Unter andern mit Ottfried Fischer. War auch ein Bericht im Fernsehen.

Darum würde ich mir schon die Frage nach rechtlichen Konsequenzen stellen.

Klaus
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hanna
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« Antworten #5 am: 27. Mai 2008, 10:18:48 »

Also, wir liefern heute nicht...
und übermorgen nicht....
und überüberübermorgen nicht....

Sorry, aber in meinen Augen ist es so, wer für 25 cent nicht rundgekommen ist, der kommt für 40 cent auch nicht rund. Jeder cent mehr ist lekker mitgenommen, sollte aber nicht zum Überleben notwendig sein.
Selbstständige zum Streik bewegen ist ein Ding der Ünmöglichkeit, es geht immer direkt aus unserem eigenen Portemonnaie. Und da sind nicht nur Landwirte empfindlich. Wenn der Bäcker streikt, verkauft er auch keine Brötchen...und das merkt er auch gleich im eigenen Säckl.

Inga,
von da, wo die Milch nur jeden zweiten Tag abgeholt wird.
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Henrik
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« Antworten #6 am: 27. Mai 2008, 11:34:29 »

http://www.n-tv.de/Milchindustrie_wiegelt_ab_Boykott_verfehlt_Wirkung/270520083808/970054.html

Bin mal gespannt wie das ausgeht. Meine Lieblingsmilch ist jedenfalles seit gestern 20 ct billiger geworden, habe mich erstmal eingedeckt  Grinsend
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Man sieht sich immer zweimal im Leben, außer in der Landwirtschaft da vier mal im Jahr.
Georg
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« Antworten #7 am: 27. Mai 2008, 11:46:00 »

http://www.n-tv.de/Milchindustrie_wiegelt_ab_Boykott_verfehlt_Wirkung/270520083808/970054.html

Bin mal gespannt wie das ausgeht. Meine Lieblingsmilch ist jedenfalles seit gestern 20 ct billiger geworden, habe mich erstmal eingedeckt  Grinsend

Ich bekomme nen Schreikrampf!
Orginal Kommentar des BDM Vorsitzenden in dem N.TV Bericht: "BDM-Chef Romuald Schaber hatte zuvor einen flächendeckenden Boykott angekündigt. "Die Aktion läuft zur Stunde an. Wir sind entschlossen erst dann wieder zu liefern, wenn wir die Zusage erhalten, dass kostendeckende Preise bezahlt werden".....


Hallo ,Wie, Was????? Die Milchbaueern wollen nur kostendekende Preise???????? Von was leben die eigentlich? Schlachten die in Zukunft ihre Katzen und aus dem Verkauf von der Mehr-Menge Milch die die Katzen nicht saufen leben sie dann?
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Thomas
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« Antworten #8 am: 27. Mai 2008, 12:39:44 »

Na ja, Georg,

der BDM spricht ja immer von Vollkosten und da ist dann ja auch eine angemessene Stundenentlohnung und alles pi-pa-po mit drin. So ist das sicher gemeint.

Gruß
Thomas
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Rupert
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« Antworten #9 am: 27. Mai 2008, 13:02:30 »

und wie gewählt er sich in der Öffentlichkeit präsentiert:

(Schaber erklärte, er mache auch selbst bei dem Lieferstopp mit. Die Milch verfüttere er an seine Jungtiere: "Und was die nicht saufen, kommt in die Gülle." )

Naja die werden das schon machen.
Mal ein anderer Gedanke: Die Meiereien sind doch Genossenschaften? Und wenn Ich in einer Genossenschaft bin habe ich doch auch das Recht den Vorstand zu wählen oder nicht? Und warum schaffen die Milcherzeuger es nicht einen fähigen Mann aus Ihrer Mitte, der Verhandlungen in ihrem Interesse führt, dort hin zu setzen??
Mit dem Lieferbojkott untergraben die doch ihre eigene Vermarktung?!

Gruß
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Moin
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« Antworten #10 am: 27. Mai 2008, 13:12:48 »

Es ist das letzte Aufbäumen vom BDM. Diese Aktion wird so sicher in die Hose gehen, das BDM dann eh bald am Ende ist.
Der ganze BDM lebt nur von diesem Populismus von solchen Aktionen.

Entscheident ist der Markt und nichts anderes, wenn die Bauern zuviel Milch produzieren dann fällt eben der Preis. Den Schweinehaltern geht es auch dreckig, aber die haben sich an die Zyklen gewöhnt.
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Peter
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« Antworten #11 am: 27. Mai 2008, 13:34:47 »

Hallo,

wir machen mit beim Milchstreik.

Es ist schon hart, die tägliche schweißtreibende Arbeit und das wertvolle Lebensmittel Milch wegzukippen.

Aber ich sehe im Moment keine andere Möglichkeit. Hoffentlich geht der Streik nicht unter.


Wie die Streikbeteiligung bei uns hier ist, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Grüße


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donnershag
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« Antworten #12 am: 27. Mai 2008, 13:46:24 »

Hab gerade schweren Herzens geliefert, obwohl die ganze Gegend streikt. Aber unseren Spediteur zu blockieren, hilft ja doch keiner, ist ja Nötigung??-

Außerdem kann ich mich mit den Zielen des Bundes deutscher Mädels nur wenig idendifizieren. Wenn ich schon seit 20 Jahren die Quote weg haben will, führe ich doch keine neue Mengensteuerung ein.

Martin

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Mathilde
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« Antworten #13 am: 27. Mai 2008, 15:45:39 »

Also, wir liefern heute nicht...
und übermorgen nicht....
und überüberübermorgen nicht....

Sorry, aber in meinen Augen ist es so, wer für 25 cent nicht rundgekommen ist, der kommt für 40 cent auch nicht rund. Jeder cent mehr ist lekker mitgenommen, sollte aber nicht zum Überleben notwendig sein.
Selbstständige zum Streik bewegen ist ein Ding der Ünmöglichkeit, es geht immer direkt aus unserem eigenen Portemonnaie. Und da sind nicht nur Landwirte empfindlich. Wenn der Bäcker streikt, verkauft er auch keine Brötchen...und das merkt er auch gleich im eigenen Säckl.

Inga,
von da, wo die Milch nur jeden zweiten Tag abgeholt wird.


Hallo Inga,

also das oben grenzt ja mehr wie an Ironie  Ärgerlich
Deine Äusserungen bezüglich des Milchpreises kannst Du ja so sehen aber warum streikt dann der halbe Süden der Republik? Diese Pachtpreise oder Grundstückskaufpreise kannst Du dort über Generationen nicht mehr erarbeiten.
Wer auf dem hohen Ross der Flächen sitzt sollte sich so ab und an auch mal seine Gedanken um die anderen machen.
Nix für ungut aber das ist meine Meinung.
Man müsste aber mal herausbekommen wer von den Kollegen überliefert in rauhen Mengen den sollte  man mal an der Abholung seiner Milch hindern....... Augen rollen

LG Mathilde
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« Antworten #14 am: 27. Mai 2008, 16:17:47 »

Moin!

Meiner Meinung nach erzielen solche Lieferstreiks nur kurzfristige Wirkung. Wahrscheinlich werden die Preise für eine kurze Zeit schnell ansteigen, wenn der Streik lange genug anhält. Danach wird es aber genauso schnell wieder runter gehen, sodass das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder den Preis bestimmt.

Ich habe unten mal eine Grafik angehängt. Darauf sieht man einmal die relativen Preise für Milch, die die Erzeuger bekommen haben und die relativen Preise, die die Verbaucher bezahlen mussten. Darauf kann man sehr gut erkennen, wie die Erzeugerpreise zwischen 2000 und Anfang 2002 gestiegen und danach wieder abgefallen sind. Da sich die Vergangenheit sehr oft wiederholt, gehe ich davon aus, dass es diesmal wieder so kommen wird.
- Die Verbraucherpreise stiegen kräftig an, deutlich weniger aber, als die Erzeugerpreise. Der Handel hat also einen Teil der erhöhten Preise nicht an den Verbraucher weitergegeben (!!!), vermutlich aus Voraussicht. Die Verbraucherpreise sind weiterhin auf hohem Niveau konstant und die Erzeugerpreise brechen langsam wieder ein. Genauso wie 2001/02, nur eine Etage höher.
- 2007 haben viele Milcherzeuger ihre Produktion in der Hoffnung auf immer steigende Preise ausgeweitet (z.T. auch durch Berater getrieben). Dies ist aber völlig normal, weil wir uns hier auf einem Markt mit vielen Anbietern und vielen Nachfragern befinden, was bedeutet, dass kein Marktteilnehmer die Größe und die Macht hat, den Preis zu beeinflussen. In Folge dessen hatten viele Betriebe den Anreiz, ihre Produktion erhöhen. Höheres Angebot = sinkende Preise.
- 2007 wurden die stark steigenden Verbraucherpreise damit begründet, dass die Chinesen mehr Milch nachfragen. Durch den seitdem weiterhin immer stärker gewordenen Euro, ist die europäische Milch für diese real teuerer geworden, auch wenn der Preis, in Euro gemessen, konstant geblieben ist. Weniger Nachfrage aus China = grundsätzlich erstmal fallende Preise.
- Der deutsche Verbraucher zeigt, dass er auch gut und gerne mit weniger Milch auskommt und dafür auf Substitutive wie Sojamilch ausweicht.

Gruß
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