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Autor Thema: Bienen  (Gelesen 48992 mal)

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Tobi.

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Re: Bienen
« Antwort #165 am: 17. Dezember 2017, 19:39:47 »

Die Betriebsweise, die von der Autorin empfohlen wird nennt sich „einfach Imkern“.
Bis auf die relativ aufwendige Varroabehandlung mit organischen Säuren lehnt sich meine daran auch an.
Das Problem ist eher, dass viele meinen das Rad ständig neu erfinden zu müssen und dumme Experimente machen um möglichst „öko“ zu imkern. Es viel zu kompliziert machen und dabei Dinge komplett aus dem Zusammenhang gerissen übernehmen die nicht zur restlichen Betriebsweise passen.
Das denken im System kommt dabei einfach oft zu kurz.
Wer stumpf ein einfaches und bewährtes Konzept übernimmt und ohne Experimente umsetzt hat normal keine Probleme.
...aber das reicht vielen zur Selbstverwirklichung nicht aus. Könnte ja jeder...
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Hilko

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Re: Bienen
« Antwort #166 am: 17. Dezember 2017, 19:44:04 »

Moin,

als Faustwert werden bei uns immer ca. 4 Völker pro ha Raps genannt. Müsste mit 60 genau aufkommen... ...ob´s vom Ertrag her was bringt müssen andere bewerten. Aber ein hübsches Bild für die Öffentlichkeit wird es wohl abgeben.

Letztendlich hat Tobi mit seiner Aussage recht, wer es im Spätsommer verbockt... ...hat nun schon keine Bienen mehr.

Bayvarol war bei uns vor 4 Jahren bei uns nicht mehr ausreichend wirksam, daher haben wir das Konzept umgestellt und die Oxalsäure ist im Grunde die Rückversicherung für wenig Milben übers Jahr.

Wir fahren nun bei den Wirtschaftsvölkern nach dem Abschleudern im Juli eine totale Brutentnahme, bei den Ablegern eine Milchsäurebhandlung bei der Bildung und im September eine Ameisensäurebehandlung. Die Brutscheunen ziehen selber nach oder es wird eine Königin zugesetzt. Sobald diese Völker wieder weiselrichtig sind (Stifte und Maden vorhanden) bekommen die Völker eine Kurzzeitbehandlung mit Ameisensäure.

Mir persönlich gefällt das System der Brutentnahme sehr gut, ist aber relativ Arbeitsaufwendig.

Mit freundlichem Gruß

Hilko
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Tobi.

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Re: Bienen
« Antwort #167 am: 18. Dezember 2017, 18:12:37 »

Werd wohl nächstes Jahr zwecks Resistenzvermeidung Apitraz nehmen.
Hatte dieses Jahr noch soviel Bayvarol übrig und übernächstes Jahr wird es evtl. das Varroagate werden...
Mittlerweile kann man ja schon zwei ganz ordentliche systemische Wirkstoffe im Wechsel einsetzen.
Der dritte ist auch in der Pipeline und Resistenzen dann wohl auch vermeidbar...

Ableger brutfrei mit MS (künftig OS) sprühen und Drohnenbrut schneiden mach ich aber auch. (Letzteres würd ich schon allein des unbelasteten Wachses wegen tun.)

Warum sprühst Du den Brutling im brutfreien Zustand nicht auch, wenn Du Dir schon die Arbeit mit der TBE machst. AS zu vermeiden ist doch einer der Vorteile der Sache. Und jetzt wo auch die wirksamere OS zum Sprühen zugelassen ist...
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Mukubauer

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Re: Bienen
« Antwort #168 am: 18. Dezember 2017, 19:39:12 »

Hallo,

schon jemand in den Raps gewandert?

Dazu hätte ich eine Frage aus Sicht eines Rapsanbauers:
Lohnt es sich, einen Imker zu kontaktieren, um im Raps eine bessere Bestäubung/Ertrag zu haben?
Wir haben in der Nähe einen Imker mit etwa 60 Völkern. Wenn ich dem einen Hänger zur Verfügung stellen würde, wär der sicherlich bereit einige Völker in den Schlag zu stellen.
Wieviel Völker wären bei 15 ha sinnvoll?

in der Vermehrung geht man von 2 Völkern/ha aus
für die wird auch bezahlt
gibt Sorten und Jahre da läuft dann unten der Honig raus wenn 3 Wochen das Wetter past und der imker krank wird zwischendurch
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Panta rhei

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Re: Bienen
« Antwort #169 am: 18. Dezember 2017, 19:44:02 »

Ich hab gestern auf nem Weihnachtsmarkt mit dem Imker gesprochen.
Wir werden vermutlich 10-15 Völker dort aufstellen. Im 1.000 m Radius wären wohl 30 ha Raps zu erreichen.
Er hat eine Stockwaage mit Sim Karte, wäre interessant wenn er die dort positionieren könnte.
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Hilko

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Re: Bienen
« Antwort #170 am: 18. Dezember 2017, 21:44:23 »

Werd wohl nächstes Jahr zwecks Resistenzvermeidung Apitraz nehmen.
Hatte dieses Jahr noch soviel Bayvarol übrig und übernächstes Jahr wird es evtl. das Varroagate werden...
Mittlerweile kann man ja schon zwei ganz ordentliche systemische Wirkstoffe im Wechsel einsetzen.
Der dritte ist auch in der Pipeline und Resistenzen dann wohl auch vermeidbar...

Ableger brutfrei mit MS (künftig OS) sprühen und Drohnenbrut schneiden mach ich aber auch. (Letzteres würd ich schon allein des unbelasteten Wachses wegen tun.)

Warum sprühst Du den Brutling im brutfreien Zustand nicht auch, wenn Du Dir schon die Arbeit mit der TBE machst. AS zu vermeiden ist doch einer der Vorteile der Sache. Und jetzt wo auch die wirksamere OS zum Sprühen zugelassen ist...

Moin,

wir "experimentieren" nun ja auch seit vier Jahren mit der Ameisensäure und wenn es nicht gerade bei Völkern angewandt wird die massiv junge Maden aufziehen, dann gab es kaum Schäden bei der Behandlung. Bei den Brutvölkern wird zu Anfang so selektiert, das die schwärzesten Schwarten außen hängen und im Frühjahr danach rausfliegen. Der Rest ist zwar bebrütet aber noch gut zu verwerten, somit muss ich dann nicht bei allen Brutvölkern nochmal jede Wabe ziehen und sprühen. Würde an diesem Punkt ein Ausscheiden der alten Waben passieren, wäre sprühen evtl. auch eine Maßnahme. Aber eigentlich habe ich dann keine Lust nochmal alles durchzurühren und zu zerpflücken. 100ml Oxalsäure muss ich da auch nicht unbedingt auf die Völker duschen und vor allem ist die Wirkung auch nicht optimal (ich meine Dr. Büchler hat das untersucht, müsste ich nun aber nachsehen) und dort schneidet die Ameisensäure vom Wirkungsgrad halt am besten ab. Die Bienen sind eh jung und somit mache ich mir keine großen Sorgen im Extremfall die Maden von 3 Tagen wegzuätzen. Dafür sind die Völker sicher frei von Varroa und können in den Winter gehen.

Es hat sich bei uns auch rausgestellt, dass sich die "schwächeren" Einheiten (aufgeteilt durch die Brutentnahme - für die von uns angewandte Einraumüberwinterung ebenfalls von Vorteil) im Herbst besser entwickeln und weniger Varroen besitzen.

Mit freundlichem Gruß

Hilko
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Hilko

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Re: Bienen
« Antwort #171 am: 12. Januar 2018, 20:09:14 »

Hallo,

da die Bilder zur Oxalsäurebhandlung noch ausstehen und ich gerade die Bilder von der Kamera runtergenommen habe, einmal zwei Fotos dazu.

Da die 35 ja bereits in einem Beitrag vorher einmal zu sehen war, gibt es das Volk nochmal zu sehen in der Wintertraube (Foto vom 17.12.2017 - vor der Oxalsäurebehandlung).
Dazu ist zu sagen, das bei diesem Blick der Futterbestand als knapp angesehen werden kann, dies täuscht allerdings ein wenig.

Im weiteren noch ein Bild von einem stärkeren Volk (4) - hier ist die Futterversorgung besser zu sehen (Foto ebenfalls vom 17.12.2017 - vor der Oxalsäurebehandlung). Beide Völker sind Ableger von diesem Jahr.

Mit freundlichem Gruß

Hilko
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