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Autor Thema: Neumaschinen Einkauf im Internet  (Gelesen 2863 mal)

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Mulchsaat

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #15 am: 30. Oktober 2018, 11:38:20 »

So weit habe ich es ja nicht  ;D
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Man sieht nicht, wie lange du auf dem Acker warst,
aber lange sieht man, wie du auf dem Acker warst 😉
🚜💨🌾🌽

Friedhelm

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #16 am: 30. Oktober 2018, 11:47:30 »

Hallo,

das kann schon sein und für bestimmte Produkte wird das sicher auch so sein. Ob das für alles und bei allem aber passt.....

Die Einstellung in die Richtung findet im Handel schon statt.
Der Verkauf wird immer mehr zum notwendigen Übel um die Werkstatt auszulasten und ET-Teile zu verkaufen.
Da sind sicher schon einige dabei die froh wären das nicht mehr am Hals zu haben.
Aber dann werden wir eben zum Servicebetrieb der Reparatur und Wartung vornimmt für diverse Marken und deren Garantiearbeiten ausführt.....
Ob das dann aber auf Dauer wirklich günstiger ist und vom Service dem entspricht was der Kunde möchte....

Hier, extra etwas provokant, was die Folgen sein könnten:

Arbeiten wird dann nicht mehr für 50 oder 60 € die Stunde gehen ...... da wird es sich wie in den anderen Bereichen auch auf 100,-€ +  bewegen....

Leihmaschinen und Vorführungen kostenlos sind  dann auch Geschichte.
Lagermaschine dicht vor Ort sind dann auch nicht mehr da.

Wer legt sich dann noch möglichst viele Ersatzteile hin um die Betriebssicherheit zu gewährleisten?

Irgendeine Wartung kostenlos im Preis mit drin..... Geschichte

Jeder Handschlag und Dienstleistung muß bezahlt werden.

Wenn der Hersteller die Garantie nicht übernimmt oder Kulanz muss der Kunde den offen stehenden Betrag ausgleichen bei mir und kann dann mit dem Hersteller vor Gericht toben. Nicht mehr meine Baustelle und Interesse.

Einacher ausgedrückt, die Zeiten der Mischkalkulation sind dann endgültig Geschichte!

Ich bezweifle auch das das dann besser vergleichbar wird und das es unterm Strich wirklich für euch günstiger wird.....

ABER, wir werden sehen.

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wolf

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #17 am: 30. Oktober 2018, 12:11:26 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschinen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Weshalb sich die Stundensätze verändern sollten, erschließt sich mir jetzt nicht. Das der Neumaschinenverkauf die Werstattstunde subventioniert erscheint mir weit hergeholt. Im PKW-Bereich haben freie KfZ Werkstätten ohne Neuwagengeschäft meist günstigere Sätze als Marken-Läden. Da ist es eher umgekehrt, die Werkstattstunde muss auch den Glaspalast mit finanzieren. 
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2018, 15:53:52 von wolf »
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no-tiller

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #18 am: 30. Oktober 2018, 13:02:05 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschienen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Weshalb sich die Stundensätze verändern sollten, erschließt sich mir jetzt nicht. Das der Neumaschienenverkauf die Werstattstunde subventioniert erscheint mir weit hergeholt. Im PKW-Bereich haben freie KfZ Werkstätten ohne Neuwagengeschäft meist günstigere Sätze als Marken-Läden. Da ist es eher umgekehrt, die Werkstattstunde muss auch den Glaspalast mit finanzieren.
Ist so. Ich hatte diesen Herbst das erste mal in meinem Leben eine Vorführmaschine auf dem Betrieb. Ich hätte null Problem damit dafür Miete zu bezahlen. Eigentlich habe ich keine Lust die ewige "Vorführerei" für andere Landwirte mit meinem Kauf zu bezahlen.....
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wollomo

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #19 am: 30. Oktober 2018, 13:53:56 »

Sehe ich genauso. Bei uns wird sogar bei Schleppern ab 5h zu Maschinenringtarifen abgerechnet, bei Bodenbearbeitung ab 5ha. Kauft man das Teil anschließend wird das im Kaufpreis wieder mit abgezogen.

War es gerade nicht Audi oder BMW die mit ihren Händlern harte Verhandlungen hatten? Die Händler müssen sich immer mehr Geraffel auf den Hof stellen, Schulungen besuchen, den Laden mit Werbematerial "dekorieren" und und und. Das kostet alles Geld und dazu werden angeblich auch noch die Margen für die Autohäuser schlechter. Flottengeschäft übernimmt der Hersteller dann gerne selbst und angeblich wird in der Autobranche selbst von den Herstellern der Internethandel fokussiert. Das kann nicht der richtige Weg sein! Auch hier zahle ich für die freie Werkstätte deutlich weniger, dazu ist er noch kompetenter, berät mich beim nächsten Autokauf und ich muss nicht Wochen auf einen Termin warten.
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Euro-T

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #20 am: 30. Oktober 2018, 16:22:32 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschinen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Halte ich schon lange so und kommuniziere das im Vorfeld auch aktiv so - dafür erwarte ich aber dann in manchen Fällen auch mehr, als die acht Stunden Schnelltest.

Das wiederum stösst auf Händlerseite nicht immer auf Begeisterung - wie man`s macht, macht man`s verkehrt  :P
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Gruß

~~ Olli

Michi

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #21 am: 30. Oktober 2018, 18:53:33 »

Hallo,

das kann schon sein und für bestimmte Produkte wird das sicher auch so sein. Ob das für alles und bei allem aber passt.....

Die Einstellung in die Richtung findet im Handel schon statt.
Der Verkauf wird immer mehr zum notwendigen Übel um die Werkstatt auszulasten und ET-Teile zu verkaufen.
Da sind sicher schon einige dabei die froh wären das nicht mehr am Hals zu haben.
Aber dann werden wir eben zum Servicebetrieb der Reparatur und Wartung vornimmt für diverse Marken und deren Garantiearbeiten ausführt.....
Ob das dann aber auf Dauer wirklich günstiger ist und vom Service dem entspricht was der Kunde möchte....

Hier, extra etwas provokant, was die Folgen sein könnten:

Arbeiten wird dann nicht mehr für 50 oder 60 € die Stunde gehen ...... da wird es sich wie in den anderen Bereichen auch auf 100,-€ +  bewegen....

Leihmaschinen und Vorführungen kostenlos sind  dann auch Geschichte.
Lagermaschine dicht vor Ort sind dann auch nicht mehr da.

Wer legt sich dann noch möglichst viele Ersatzteile hin um die Betriebssicherheit zu gewährleisten?

Irgendeine Wartung kostenlos im Preis mit drin..... Geschichte

Jeder Handschlag und Dienstleistung muß bezahlt werden.

Wenn der Hersteller die Garantie nicht übernimmt oder Kulanz muss der Kunde den offen stehenden Betrag ausgleichen bei mir und kann dann mit dem Hersteller vor Gericht toben. Nicht mehr meine Baustelle und Interesse.

Einacher ausgedrückt, die Zeiten der Mischkalkulation sind dann endgültig Geschichte!

Ich bezweifle auch das das dann besser vergleichbar wird und das es unterm Strich wirklich für euch günstiger wird.....

ABER, wir werden sehen.

friedhelm, genau darauf soll es hinauslaufen. das läuft dann wie beim tesla, ikea kühlschrank oder iphone. oder bei lkw und baumaschinen kennt man das so. und es ist kein geheimnis das grosse landtechnikhersteller genau dies forcieren.

ob darin eine mehr oder weniger unabhängige werkstatt überleben kann vermag ich auch nicht zu sagen. aber es werden sich sicher einige spezialisierte nischen finden die es ermöglichen landtechnik auch nach der garantiezeit am leben zu halten. oder du kannst als lohnbetrieb oder grosser landwirt dir erlauben service und reparatur selber durchzuführen. was mit zunehmendem betriebswachstum immer wahrscheinlicher wird. vielleicht braucht man auch neue service konzepte in dem man als hersteller jedem erlaubt und und dabei unterstützt seine marke zu reparieren. für hersteller zählt eigentlich nur maximaler umsatz an stückzahl um geld um ihre fabriken und lager auszulasten. wer da am ende das verkauft ist poker der vertriebsgesellschaften die auch noch sich ne scheibe von der wurst schneiden.

wenn man bisschen professionell sich präsentiert, kann man sicher auch als endkunde gut maschinen handeln. dazu gehören vollständige beschreibungen in verständlichem deutsch, wenige gute fotos und vor allem eine reale preisangabe. vor allem profi pkattformen wie technikbörse und traktorpool nutzen und nicht sich dilletantisch mit mondpreisen auf ebay kleinanzeigen verbrennen.

was noch zu bedenken ist das viele maschinen nicht zu den inserierten preisen verkauft werden, d.h. man muss da schon bisschen handlungsbereit sein. anzeigen ohne preis werden meistens gar nicht angeklickt.

wer da gutes händchen hat, der kann bestimmt noch mal im neumaschinengeschäft was rausholen wenn am ende der joker ohne inzahlungnahme ausgespielt wird.
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Michi

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #22 am: 30. Oktober 2018, 19:00:23 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschinen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Halte ich schon lange so und kommuniziere das im Vorfeld auch aktiv so - dafür erwarte ich aber dann in manchen Fällen auch mehr, als die acht Stunden Schnelltest.

Das wiederum stösst auf Händlerseite nicht immer auf Begeisterung - wie man`s macht, macht man`s verkehrt  :P

halte ich auch für sinnvoll die maschine länger zu einem günstigen mietsatz zu vergeben anstatt für die 8 stunden irgendwo abgeworfen wird, damit der verkäufer sich am nächsten schützenfest profilieren kann.
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Friedhelm

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #23 am: 01. November 2018, 17:06:54 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschinen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Weshalb sich die Stundensätze verändern sollten, erschließt sich mir jetzt nicht. Das der Neumaschinenverkauf die Werstattstunde subventioniert erscheint mir weit hergeholt. Im PKW-Bereich haben freie KfZ Werkstätten ohne Neuwagengeschäft meist günstigere Sätze als Marken-Läden. Da ist es eher umgekehrt, die Werkstattstunde muss auch den Glaspalast mit finanzieren.

Wenn sich dieser Umgang mit Kosten und deren Verrechnung als Standard durch setzt und das dann zu wirtschaftlich vernünftigen Sätzen: Ja, warum den nicht.
So lange aber noch Schlepper mit 200 Ps + X für 15 bis 18,-€ die Stunde vermietet werden, muss von irgendwo her der wirtschaftliche Ausgleich erfolgen.

Im Bereich der Landtechnik ist es so das es sehr oft Mischkalkulationen sind.
Wir dürfen offensichtlich für die gleichwertigen, oft sogar höheren, Leistungen unserer Mechaniker nicht die Verrechnungssätze nehmen die in vergleichbaren Bereichen wie KFZ und Baumaschinen üblich sind. Das wird von vielen Kunden einfach nicht akzeptiert. Dort ist es aber eben oft so das die Werkstatt den Rest mit durch ziehen muss, da im Verkauf wenig bis nichts zu verdienen ist.

Freie Werkstätten haben auch nicht die Auflagen zu erfüllen die Markenwerkstätten zu erfüllen haben.
Daher können diese günstiger sein. Diese haben aber immer wieder das Problem das die universellen Testgeräte und Werkezuge nicht alles in der Elektronik programmieren und auslesen können wie es teilweise nötig wäre, bzw. Arbeiten ohne Spezielle Werkzeuge  nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich sind.
Dort sind Sie wieder auf die Markenkollegen angewiesen.
Das versucht die EU ja aus zu hebeln, aber welche freie Werkstatt kauft sich zum Beispiel ein Marken Testgerät samt Wartungsvertrag für 8000,-€ + 850,-€ jährliche Kosten. Das ist nach 5 jahren veraltet und man darf nochmal 8000,-€ ausgeben.
Da sind Servicegebühren für Onlinetools und Servicegeräte von mehreren tausend Euor pro Jahr ganz normal! Auch der zugang zu Lehrgängen und Änderungen und Updates ist dort eingeschränkt bzw. so teuer das es sich für Freie oft nicht rechnet.
Diese Kosten müssen in den Verrechnungssatz umgelegt werden.

Zukunft:
Wie sich das auf die Verfügbarkeit von Servicemonteuren auswirken wird........ spannend, wenn dann irgendwann für große Gebiete nur noch ein paar Mann da sind und alles nur noch online angefragt und bestellt werden kann und wenn der Monteur dann sagt: Ich schaue mal....... Nächste Woche Mittwoch bin ich bei dir!...... Das aber am Donnerstag der Vorwoche.
Hatten das im privaten gerade: Geschirrspüler tut es nicht mehr ........ da wartet man 5 Tage, ganz normal. Oder Telekom Telefonanschluss paar Wochen ohne Telefon.... Pech...
Da würden mich die allermeisten meiner Kunden ans Hallentor nageln...

Ich will nur kurz auf zeigen was es an negativen Folgen haben könnte..... wissen tue ich das auch nicht. Aber es wäre nicht das erstemal das man wegen ein paar hundert Euro Gewinn vorne, hinten um mehrere tausend euro geschröpft wird, nicht in einmal, aber dann eben in 10 Schritten.
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Friedhelm

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #24 am: 01. November 2018, 17:19:26 »


friedhelm, genau darauf soll es hinauslaufen. das läuft dann wie beim tesla, ikea kühlschrank oder iphone. oder bei lkw und baumaschinen kennt man das so. und es ist kein geheimnis das grosse landtechnikhersteller genau dies forcieren.

ob darin eine mehr oder weniger unabhängige werkstatt überleben kann vermag ich auch nicht zu sagen. aber es werden sich sicher einige spezialisierte nischen finden die es ermöglichen landtechnik auch nach der garantiezeit am leben zu halten. oder du kannst als lohnbetrieb oder grosser landwirt dir erlauben service und reparatur selber durchzuführen. was mit zunehmendem betriebswachstum immer wahrscheinlicher wird. vielleicht braucht man auch neue service konzepte in dem man als hersteller jedem erlaubt und und dabei unterstützt seine marke zu reparieren. für hersteller zählt eigentlich nur maximaler umsatz an stückzahl um geld um ihre fabriken und lager auszulasten. wer da am ende das verkauft ist poker der vertriebsgesellschaften die auch noch sich ne scheibe von der wurst schneiden.

wenn man bisschen professionell sich präsentiert, kann man sicher auch als endkunde gut maschinen handeln. dazu gehören vollständige beschreibungen in verständlichem deutsch, wenige gute fotos und vor allem eine reale preisangabe. vor allem profi pkattformen wie technikbörse und traktorpool nutzen und nicht sich dilletantisch mit mondpreisen auf ebay kleinanzeigen verbrennen.

was noch zu bedenken ist das viele maschinen nicht zu den inserierten preisen verkauft werden, d.h. man muss da schon bisschen handlungsbereit sein. anzeigen ohne preis werden meistens gar nicht angeklickt.

wer da gutes händchen hat, der kann bestimmt noch mal im neumaschinengeschäft was rausholen wenn am ende der joker ohne inzahlungnahme ausgespielt wird.

Michi, wie das werden wird weiß noch niemand.
Ich finde es auffallend das hier, zumindest die die sich äußern, das ganze soviel anders sehen wie viele Kunden hier bei mir vor Ort.

Mich würde es nicht stören wenn ich in Zukunft als reiner Servicebetrieb arbeiten würde. Dazu mit im Angebot die professionelle Aufbereitung und Vermarktung der Gebrauchttechnik im Kundenauftrag ohne das Risiko was ich jetzt gehe..... Warum nicht?
Aber selbst da denke ich sollte man sich auf Marken beschränken und sich auf diese spezialisieren, ansonsten wird es schwer die Service Qualität zu bieten die die Kunden dann erwarten.

Das , auch große, Kunden immer mehr selbst machen werden sehe ich als eher unwahrscheinlich bzw. einzelfall.
Wer will dort ständig auf dem Laufenden bleiben? Ersatzteilvorrrat, Werkzeuge, Lehrgänge, usw........... Bei der Technisierung und immer weiter um sich greifenden Elektronik wird das für den Kunden auch annähernd unmöglich das alles selber beherrschen zu können.

Aber, wie ich schon schrieb, wir werden sehen....
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wollomo

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #25 am: 05. November 2018, 08:31:12 »

Für mich stehen die Werkstätten und der Maschinenbau gerade in einem sehr blöden Loch! Die Entwicklung zeigt doch gerade, dass es immer mehr wie bei Autos kommt. Teile tauschen statt reparieren. Das ist zum Teil auch heute schon so. Viele Komponenten sind eben einfach zu komplex und werden anscheinend auch zu selten kaputt um dafür separat Serviceleute zu schulen. Wenn heute ein Display, Variogetriebe, Armlehne etc. kaputt ist wird es ausgebaut und ein Austauschmodell oder ein neues wird verbaut. Das wird auch in Zukunft immer mehr werden. Ob gut oder schlecht mag ich nicht zu beurteilen. Ich halte es eher für eine teurere Lösung. Schon mal die ganzen Displays, die bei euch an den Maschinen sind, beim Hersteller oder Händler angefragt?!
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nofear

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #26 am: 06. November 2018, 21:46:28 »

Friedhelm, ist es nicht einfach transparenter, fairer, für die Leistung, die erbracht wurde auch entsprechend abzurechnen? Ich hätte kein Problem damit, für Vorführmaschinen auch einen entsprechenden Mietsatz zu bezahlen. Warum denn nicht?

Weshalb sich die Stundensätze verändern sollten, erschließt sich mir jetzt nicht. Das der Neumaschinenverkauf die Werstattstunde subventioniert erscheint mir weit hergeholt. Im PKW-Bereich haben freie KfZ Werkstätten ohne Neuwagengeschäft meist günstigere Sätze als Marken-Läden. Da ist es eher umgekehrt, die Werkstattstunde muss auch den Glaspalast mit finanzieren.

Wenn sich dieser Umgang mit Kosten und deren Verrechnung als Standard durch setzt und das dann zu wirtschaftlich vernünftigen Sätzen: Ja, warum den nicht.
So lange aber noch Schlepper mit 200 Ps + X für 15 bis 18,-€ die Stunde vermietet werden, muss von irgendwo her der wirtschaftliche Ausgleich erfolgen.

Im Bereich der Landtechnik ist es so das es sehr oft Mischkalkulationen sind.
Wir dürfen offensichtlich für die gleichwertigen, oft sogar höheren, Leistungen unserer Mechaniker nicht die Verrechnungssätze nehmen die in vergleichbaren Bereichen wie KFZ und Baumaschinen üblich sind. Das wird von vielen Kunden einfach nicht akzeptiert. Dort ist es aber eben oft so das die Werkstatt den Rest mit durch ziehen muss, da im Verkauf wenig bis nichts zu verdienen ist.

Freie Werkstätten haben auch nicht die Auflagen zu erfüllen die Markenwerkstätten zu erfüllen haben.
Daher können diese günstiger sein. Diese haben aber immer wieder das Problem das die universellen Testgeräte und Werkezuge nicht alles in der Elektronik programmieren und auslesen können wie es teilweise nötig wäre, bzw. Arbeiten ohne Spezielle Werkzeuge  nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich sind.
Dort sind Sie wieder auf die Markenkollegen angewiesen.
Das versucht die EU ja aus zu hebeln, aber welche freie Werkstatt kauft sich zum Beispiel ein Marken Testgerät samt Wartungsvertrag für 8000,-€ + 850,-€ jährliche Kosten. Das ist nach 5 jahren veraltet und man darf nochmal 8000,-€ ausgeben.
Da sind Servicegebühren für Onlinetools und Servicegeräte von mehreren tausend Euor pro Jahr ganz normal! Auch der zugang zu Lehrgängen und Änderungen und Updates ist dort eingeschränkt bzw. so teuer das es sich für Freie oft nicht rechnet.
Diese Kosten müssen in den Verrechnungssatz umgelegt werden.

Zukunft:
Wie sich das auf die Verfügbarkeit von Servicemonteuren auswirken wird........ spannend, wenn dann irgendwann für große Gebiete nur noch ein paar Mann da sind und alles nur noch online angefragt und bestellt werden kann und wenn der Monteur dann sagt: Ich schaue mal....... Nächste Woche Mittwoch bin ich bei dir!...... Das aber am Donnerstag der Vorwoche.
Hatten das im privaten gerade: Geschirrspüler tut es nicht mehr ........ da wartet man 5 Tage, ganz normal. Oder Telekom Telefonanschluss paar Wochen ohne Telefon.... Pech...
Da würden mich die allermeisten meiner Kunden ans Hallentor nageln...

Ich will nur kurz auf zeigen was es an negativen Folgen haben könnte..... wissen tue ich das auch nicht. Aber es wäre nicht das erstemal das man wegen ein paar hundert Euro Gewinn vorne, hinten um mehrere tausend euro geschröpft wird, nicht in einmal, aber dann eben in 10 Schritten.

Prinzipiell stimme ich dir bei dieser Einschätzung (wie häufig) schon zu.
Nur hierzu möchte ich nochwas anmerken:
Zitat
...Wir dürfen offensichtlich für die gleichwertigen, oft sogar höheren, Leistungen unserer Mechaniker nicht die Verrechnungssätze nehmen die in vergleichbaren Bereichen wie KFZ und Baumaschinen üblich sind. Das wird von vielen Kunden einfach nicht akzeptiert...

Dürfen dürft Ihr alles  ;)

Nur ist es mMn bei vielen Eurer landwirtschaftlichen Kunden eben so, dass Einnahmen und Ausgaben häufig über längere Zeit (ums mal vorsichtig zu formulieren) nicht im rechten Verhältnis zueinander stehen. Und da ich jeden Euro nur einmal ausgeben (z.B. für Pacht) kann wird halt woanders geknausert.
Könnte ich wenigstens versuchen Eure, bzw. am Ende ja meine, gestiegenen Kosten weiterzureichen würde ichs auch eher akzeptieren können. (Der Baubetrieb kann wenigstens versuchen die höheren Kosten für Wartung im nächsten Angebot einzupreisen, ob er dann den Auftrag noch bekommt steht auf nem anderen Blatt. Wobei derzeit wohl fast alle Preisaufschläge akzeptiert werden um überhaupt ne Baufirma zeitnah zu bekommen...Angebot und Nachfrage halt)

Aber da es ist wie es ist, wird halt auch in der Landwirtschaft quersubventioniert oder mischkalkuliert...

Wenn mans mal bis zum Ende spinnt, kann man auch sagen, dass wir mit unseren niedrigen Erlösen/Preisen überhaupt erst ermöglichen, dass Ottonormalverbraucher 100€/h beim der PKW-Vertragswerkstatt lassen kann.
« Letzte Änderung: 07. November 2018, 08:58:35 von nofear »
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Friedhelm

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Re: Neumaschinen Einkauf im Internet
« Antwort #27 am: 08. November 2018, 09:03:34 »



Wenn sich dieser Umgang mit Kosten und deren Verrechnung als Standard durch setzt und das dann zu wirtschaftlich vernünftigen Sätzen: Ja, warum den nicht.
So lange aber noch Schlepper mit 200 Ps + X für 15 bis 18,-€ die Stunde vermietet werden, muss von irgendwo her der wirtschaftliche Ausgleich erfolgen.

Im Bereich der Landtechnik ist es so das es sehr oft Mischkalkulationen sind.
Wir dürfen offensichtlich für die gleichwertigen, oft sogar höheren, Leistungen unserer Mechaniker nicht die Verrechnungssätze nehmen die in vergleichbaren Bereichen wie KFZ und Baumaschinen üblich sind. Das wird von vielen Kunden einfach nicht akzeptiert. Dort ist es aber eben oft so das die Werkstatt den Rest mit durch ziehen muss, da im Verkauf wenig bis nichts zu verdienen ist.

Freie Werkstätten haben auch nicht die Auflagen zu erfüllen die Markenwerkstätten zu erfüllen haben.
Daher können diese günstiger sein. Diese haben aber immer wieder das Problem das die universellen Testgeräte und Werkezuge nicht alles in der Elektronik programmieren und auslesen können wie es teilweise nötig wäre, bzw. Arbeiten ohne Spezielle Werkzeuge  nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich sind.
Dort sind Sie wieder auf die Markenkollegen angewiesen.
Das versucht die EU ja aus zu hebeln, aber welche freie Werkstatt kauft sich zum Beispiel ein Marken Testgerät samt Wartungsvertrag für 8000,-€ + 850,-€ jährliche Kosten. Das ist nach 5 jahren veraltet und man darf nochmal 8000,-€ ausgeben.
Da sind Servicegebühren für Onlinetools und Servicegeräte von mehreren tausend Euor pro Jahr ganz normal! Auch der zugang zu Lehrgängen und Änderungen und Updates ist dort eingeschränkt bzw. so teuer das es sich für Freie oft nicht rechnet.
Diese Kosten müssen in den Verrechnungssatz umgelegt werden.

Zukunft:
Wie sich das auf die Verfügbarkeit von Servicemonteuren auswirken wird........ spannend, wenn dann irgendwann für große Gebiete nur noch ein paar Mann da sind und alles nur noch online angefragt und bestellt werden kann und wenn der Monteur dann sagt: Ich schaue mal....... Nächste Woche Mittwoch bin ich bei dir!...... Das aber am Donnerstag der Vorwoche.
Hatten das im privaten gerade: Geschirrspüler tut es nicht mehr ........ da wartet man 5 Tage, ganz normal. Oder Telekom Telefonanschluss paar Wochen ohne Telefon.... Pech...
Da würden mich die allermeisten meiner Kunden ans Hallentor nageln...

Ich will nur kurz auf zeigen was es an negativen Folgen haben könnte..... wissen tue ich das auch nicht. Aber es wäre nicht das erstemal das man wegen ein paar hundert Euro Gewinn vorne, hinten um mehrere tausend euro geschröpft wird, nicht in einmal, aber dann eben in 10 Schritten.

Prinzipiell stimme ich dir bei dieser Einschätzung (wie häufig) schon zu.
Nur hierzu möchte ich nochwas anmerken:
Zitat
...Wir dürfen offensichtlich für die gleichwertigen, oft sogar höheren, Leistungen unserer Mechaniker nicht die Verrechnungssätze nehmen die in vergleichbaren Bereichen wie KFZ und Baumaschinen üblich sind. Das wird von vielen Kunden einfach nicht akzeptiert...

Dürfen dürft Ihr alles  ;)

Nur ist es mMn bei vielen Eurer landwirtschaftlichen Kunden eben so, dass Einnahmen und Ausgaben häufig über längere Zeit (ums mal vorsichtig zu formulieren) nicht im rechten Verhältnis zueinander stehen. Und da ich jeden Euro nur einmal ausgeben (z.B. für Pacht) kann wird halt woanders geknausert.
Könnte ich wenigstens versuchen Eure, bzw. am Ende ja meine, gestiegenen Kosten weiterzureichen würde ichs auch eher akzeptieren können. (Der Baubetrieb kann wenigstens versuchen die höheren Kosten für Wartung im nächsten Angebot einzupreisen, ob er dann den Auftrag noch bekommt steht auf nem anderen Blatt. Wobei derzeit wohl fast alle Preisaufschläge akzeptiert werden um überhaupt ne Baufirma zeitnah zu bekommen...Angebot und Nachfrage halt)

Aber da es ist wie es ist, wird halt auch in der Landwirtschaft quersubventioniert oder mischkalkuliert...

Wenn mans mal bis zum Ende spinnt, kann man auch sagen, dass wir mit unseren niedrigen Erlösen/Preisen überhaupt erst ermöglichen, dass Ottonormalverbraucher 100€/h beim der PKW-Vertragswerkstatt lassen kann.

Ja, da ist viel Wahres dran.
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