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Autor Thema: Chemnitz und die Lüge  (Gelesen 10140 mal)

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Heico

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #135 am: 14. September 2018, 08:36:53 »


Hier in CH wird nun versucht, Asylbewerber und vorläufig aufgenommene Asylanten mittels einer "Agrarpraktiker-Ausbildung" in der Landwirtschaft zu plazieren.
Die gesellschaftliche Akzeptanz der Asylpolitik wird wohl so steigen, wenn die Asylmenschen nicht mehr nur rumhängen müssen, sondern arbeiten gehen.
Die Herausforderungen für Asylmensch und Arbeitgeber sind jedoch dabei nicht zu unterschätzen!

Das wäre hier auch machbar, wenn man denn wollte und nicht nur über den Status diskutiert.
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nofear

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #136 am: 14. September 2018, 08:51:50 »

Die Herausforderungen für Asylmensch und Arbeitgeber sind jedoch dabei nicht zu unterschätzen!

Ich nehme an über diesen Teil sprichst Du aus Erfahrung?

Tja so ist das, von oben spricht sichs leicht und mit der Umsetzung haben die unteren Ebenen die Last/den Spass  ;)
Aber auch dafür hatte ich noch Tatkraft, wenn man mich endlich mal von diversen sinnlosen bürokratischen, weil mir und auch der Allgemeinheit nix bringenden, Vorschriften und Regelungen befreien würde...
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

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Berry

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #137 am: 14. September 2018, 08:52:56 »



Das wäre hier auch machbar, wenn man denn wollte und nicht nur über den Status diskutiert.
[/quote]

Asylanten zum Spargelstechen.
so was ähnliches hatten wir in D doch unter Schröder schonmal.
Damals waren die faulen Arbeitslosen die Buhmänner der Nation und sollten so publikumswirksam wieder in die Gesellschaft integriert werden.
Es gab auch eine Zwangsquote - ich glaube es waren 10% -, für 9 genehmigte Arbeiter aus Polen etc musste ein Arbeitsloser (AL) aus D beschäftigt werden.
Das ging alles dermaßen in die Hosen....
voller Euphorie hatten die Behörden Transporter für die "Unmengen" an AL angeschafft, in großen Hallen wurden künstliche Spargeldämme gezogen und mit Holzstöckchen geübt...
gekommen ist so gut wie keiner, geblieben eine Hand voll in ganz D, und wenn dann auf einem anderen Arbeitsplatz als Verkäufer am Stand etc.

und jetzt: das hat doch für keinen einen Perspektive:
-der Landwirt kann nix gescheites mit gezwungenen anfangen, weiß nicht wer morgen noch kommt
- die Asylanten lernen nix dazu, weder sprachlich noch handwerklich und werden auch nicht integriert. Das gibt doch eine neue Gesellschaftsschicht: Landarbeiter. wie die Marokkaner in Spanien.
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farming.ch

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #138 am: 14. September 2018, 09:11:06 »

Die Herausforderungen für Asylmensch und Arbeitgeber sind jedoch dabei nicht zu unterschätzen!

Ich nehme an über diesen Teil sprichst Du aus Erfahrung?

Tja so ist das, von oben spricht sichs leicht und mit der Umsetzung haben die unteren Ebenen die Last/den Spass  ;)
Aber auch dafür hatte ich noch Tatkraft, wenn man mich endlich mal von diversen sinnlosen bürokratischen, weil mir und auch der Allgemeinheit nix bringenden, Vorschriften und Regelungen befreien würde...

Ja, spreche aus Erfahrung (Hof mit Spezialkulturen), aber bin nicht in diesen aktuellen Projekten eingebunden. Habe meine langjährigen Mitarbeiter, Polen, mit denen bin ich sehr zufrieden. Daher im Moment keine Bedarf nach Mitarbeitern bei mir.

Hier mehr dazu:

"Eckdaten des Projekts 2015-2018

Die Einsätze im Rahmen des Pilotprojekts in den Jahren 2015-17 dauerten zwischen drei und zwölf Monaten. Die mitwirkenden Betriebe zahlten den Flüchtlingen nach dem Einführungsmonat mit reduzierter Entschädigung den landwirtschaftlichen Mindestlohn von gut 3200 Franken pro Monat. Sie erhielten für den zusätzlichen Aufwand wie die regelmässigen Mitarbeitergespräche, das Ausfüllen von Unterlagen und die Auskunftserteilung im Rahmen der Schlussevaluation eine monatliche Entschädigung von 200 Franken. Es standen 45 Plätze auf 17 unterschiedlichen Betrieben (gemischt, Gemüse, Obst) zur Verfügung, von denen 30 besetzt werden konnten. 24 Teilnehmende schlossen den Arbeitseinsatz ab. 14 von ihnen bekamen ein Stellenangebot des Arbeitsbetriebes, das zehn Personen auch annahmen. Weitere sieben Personen fanden eine andere Stelle in der Landwirtschaft oder in einer anderen Branche. Das dreijährige Pilotprojekt kostet rund 280 000 Franken und wurde je zur Hälfte vom Schweizer Bauernverband und vom Staatssekretariat für Migration finanziert."

"Welche Rahmenbedingungen es braucht, merkte man vor allem, weil das Projekt auch Schwachstellen aufwies. Die Suche nach geeigneten Teilnehmern (Betriebe und Flüchtlinge) war schwierig, da die Suche direkt vom SBV und nicht von den kantonalen Verbänden, die näher an den Betrieben sind, durchgeführt wurde. Ausserdem taten sich die Betriebsleiter zum Teil schwer mit der Einarbeitung der Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommenen. Für einige der Angestellten war wiederum die körperliche Arbeit zu anstrengend, der Tagesrhythmus oder die Wohnsituation auf den Betrieben belastend. Hinzu kamen kulturelle und sprachliche Barrieren.

Erkenntnisse für künftige Projekte

Dieses Fazit führte zur Erkenntnis, dass künftige Projekte von den kantonalen Bauernverbänden durchgeführt werden sollten. Es solle seriös abgeklärt werden, wer sich für die Projekte eigne, die Betriebsleiter müssten intensiv begleitet werden und sie sollten die Situation der Flüchtlinge möglichst gut verstehen. Zudem müssten die Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommenen intensiv deutsch, französisch, oder italienisch lernen, hiess es an der Medienkonferenz."

Quelle:
https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarpolitik/landwirtschaft-neue-lehre-43823.html

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Rohana

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #139 am: 14. September 2018, 10:13:01 »

Auch unter den Flüchtlingen gibt es welche die Hof und Vieh zurücklassen mussten, ich kann mir schon vorstellen dass diese gern wieder landwirtschaftlich arbeiten würden. Was man sich ab und zu klarmachen muss: Das sind alles Menschen, mit menschlichen Eigenschaften, genau wie der Mensch, der dich im Spiegel anschaut.
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nofear

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #140 am: 14. September 2018, 10:27:43 »

Auch unter den Flüchtlingen gibt es welche die Hof und Vieh zurücklassen mussten, ich kann mir schon vorstellen dass diese gern wieder landwirtschaftlich arbeiten würden. Was man sich ab und zu klarmachen muss: Das sind alles Menschen, mit menschlichen Eigenschaften, genau wie der Mensch, der dich im Spiegel anschaut.

Ja. Viele haben landwirtschaftliche Erfahrungen.
Habe auch schon welche zu größeren Betrieben mit AK-Mangel geschickt. Ob und wie lange die dann dort bleiben wollte ich keine Garantie übernehmen, nur wenn man sonst niemand bekommt, kann man auch sowas probieren.
Wobei die Vorstellungen da schon speziell sind. Großbetrieb war nicht so gut. Viele wollen was eigenes (Geflügel) haben aber verständlicher weise keinen Plan von den Auflagen/Bürokratie. So nach dem Motto ging at home muss hier auch so gehen...
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canuck

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #141 am: 14. September 2018, 13:58:57 »

Integrierung als landw. Arbeitskräfte ist schwierig.
Speziell wenn das der Staat organisiert,geht das kaum.
Kanada hatte schon viele Fluechtlinge und ein grosser Aufgabe bei der Integration besteht bei der Selbsthilfe.Kurz gesagt ,irgendwer meist eigene Landsleute ,verpflichten sich die Person zu Sponsoren .
Ihnen Arbeit zu geben und moeglichst zu helfen in sozialer Sicht.
Das schlimmste ist einem Fluechtling seine Herkunft und Kultur auszutreiben.
Ein Beispiel bei uns waren die Indianer als alle Kinder in die Internats gesteckt wurden,um Ihnen unsere westliche Lebensweise aufzuzwingen.
Lebenskultur eines Landes wird sich ändern.Aber vor dem haben die meisten Angst und ist ein Grund weil viele feindlich gegen Immigranten eingestellt sind.
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sebastian

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #142 am: 14. September 2018, 16:46:35 »

Mensch, hatte ich doch glatt vergessen, dass es in Ostdeutschland keine Sozialsysteme gab. Da musste wohl nie einer einzahlen...
Oder könnte es so sein, dass man zwei Sozialsysteme zusammengelegt hat?!?

Es gibt auch immer Leute, die das Rentensystem nicht verstehen. Man spart nicht für sich selbst an, sondern zahlt für die ältere Generation.
Dadurch erhält man das Recht, später einen Anteil vom Kuchen zu bekommen, den die jüngere Generation dann bezahlt.

Und genau das war die Crux bei der Wiedervereinigung:
Gerade die Rentenversicherung wurde in der DDR zum Ende der 80ger Jahre des letzten Jahrhunderts zu über 50% aus staatlichen Zahlungen und nicht aus Beiträgen finanziert.
Durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion wurden 1990 aber 1 zu 1 die BRD-Bedingungen in den NBL eingeführt, was zu massiven Transferzahlungen führte und auch die dann rapide ansteigende Arbeitslosigkeit führte zu Beitragsausfällen, was die Sozialkassen und Lohnnebenkosten stark belastete.

Hierzu empfehle ich die Lektüre: Gerhard A. Ritter „Der Preis der deutschen Einheit“ (2007)

Hier mal vom gleichen Autor ein Beitrag von 2009 in der „Zeitschrift für Sozialreform“
zum gleichen Thema

http://www.z-sozialreform.de/ccm/cms-service/stream/asset/55_01_05%20Ritter.pdf?asset_id=1010038



Gefährliches Terrain, charlie – den Spruch, das man sich für das viele Geld auch ein gescheites Land hätte kaufen können hört man neuerdings wieder (gefühlt) öfter…  :P :P :P




Ich schreibe gerne noch mal, dass Wirtschaftsimigranten die sind, die früher Auswanderer genannt wurden, zB Deutsche die nach Amerika gingen. Grundsätzlich sollte das doch kein Problem sein, wenn Jemand hier Arbeiten will um mehr Erfolg zu haben als im Heimatland und wir haben großen Bedarf an Arbeitskräften.

Zu den Auswanderern im letzten Jahrtausend hab ich eine eigene Sichtweise:

Die Zielländer waren doch Kolonien.
Da standen nicht die Ureinwohner winkend am Strand und warfen Teddybären – die Landstriche wurden mit Waffengewalt erobert.
Und danach von den Eroberern die Ansiedlung mit eigener Bevölkerung initiiert/gefördert um den Anspruch  zu festigen. Das Kapitel ist alles andere als ein Ruhmesblatt für die sog. „zivilisierte Welt“ und m. M. längst nicht annähernd aufgearbeitet…

Die Neubürger nahmen nicht die Lebensweise der bisherigen Bewohner (sofern denn noch jemand da war) an sondern „zwang“ der neuen Heimat die eigene/bisherige Lebensweise auf.
Und suchten sicher auch die Nähe zueinander – ob das jetzt beispielsweise Little Italy in den Staaten ist oder Blumenau in Brasilien – egal:  Das Land war weit – und mit „störenden“ Eingeborenen wurde ggf. kurzer Prozess gemacht…
Eine ganz wichtige Klammer der Emigranten war m. M. der christliche Glauben in all seinen Varianten.

Warum ich die Geschichte erzähle – es findet doch heutzutage – prinzipiell – ähnlich statt:
Das die Leute aus ihrer Heimat weglaufen und ins „gelobte Land“ wollen kann ich ja sogar verstehen.

Das Deutschland seine Grenzen einfach so öffnet und jeden rein lässt der kommen kann und will nicht.

Wir haben – aus guten Gründen – ein Asylrecht.
Welches m. M. durch die aktuelle Praxis ad absurdum geführt wird…

Was wir haben und – wenn denn die ganzen Geflüchteten, die subsidiären Schutz in Deutschland fanden, letztlich bleiben – verstärkt bekommen werden, sind Zustände wie sie Sven1971 in einem anderen Thread beschrieben hat:

Ausland im Inland.
Bereiche, in denen die Scharia gilt und nicht das Grundgesetz.
Wo der Clan die Ordnungsmacht ist und nicht staatliche Justiz und Polizei.

Das kann nicht sein und darf nicht sein – und wird trotzdem seit Jahren so hingenommen!

In diesem Zusammenhang ein Spruch vom AfD-Wahlplakat welchen ich vollends unterstütze:
Zurück zum Rechtsstaat!






........................
D.h. im Umkehrschluß würden sich die etablierten Parteien mal um die tatsächlichen Probleme im Land kümmern wäre der AFD das Wasser abgegraben.
................

Mit dem Satz kann ich mich anfreunden und wir kommen wieder ins Geschäft. ;)

dito!!!


 ;)



Na gut... dann mach mal Bayern first... viel Spaß  :wall:

und p.s.:
carlie,
ich würde die "bayrische Unabhängigkeitsbewegung" nicht auf die ganz leichte Schulter nehmen.
Noch drei Jahre Merkel, danach womöglich 4 Jahre AKK - wie dann wohl ein Volksbegehren (welches beispielsweise die Bayernpartei schon auf der Hompage hat) ausgehen würde ?!?
« Letzte Änderung: 14. September 2018, 16:55:14 von sebastian »
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Biobauer

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #143 am: 14. September 2018, 17:36:39 »

Mensch, hatte ich doch glatt vergessen, dass es in Ostdeutschland keine Sozialsysteme gab. Da musste wohl nie einer einzahlen...
Oder könnte es so sein, dass man zwei Sozialsysteme zusammengelegt hat?!?

Es gibt auch immer Leute, die das Rentensystem nicht verstehen. Man spart nicht für sich selbst an, sondern zahlt für die ältere Generation.
Dadurch erhält man das Recht, später einen Anteil vom Kuchen zu bekommen, den die jüngere Generation dann bezahlt.

Und genau das war die Crux bei der Wiedervereinigung:
Gerade die Rentenversicherung wurde in der DDR zum Ende der 80ger Jahre des letzten Jahrhunderts zu über 50% aus staatlichen Zahlungen und nicht aus Beiträgen finanziert.
Durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion wurden 1990 aber 1 zu 1 die BRD-Bedingungen in den NBL eingeführt, was zu massiven Transferzahlungen führte und auch die dann rapide ansteigende Arbeitslosigkeit führte zu Beitragsausfällen, was die Sozialkassen und Lohnnebenkosten stark belastete.

Hierzu empfehle ich die Lektüre: Gerhard A. Ritter „Der Preis der deutschen Einheit“ (2007)

Hier mal vom gleichen Autor ein Beitrag von 2009 in der „Zeitschrift für Sozialreform“
zum gleichen Thema

http://www.z-sozialreform.de/ccm/cms-service/stream/asset/55_01_05%20Ritter.pdf?asset_id=1010038



Gefährliches Terrain, charlie – den Spruch, das man sich für das viele Geld auch ein gescheites Land hätte kaufen können hört man neuerdings wieder (gefühlt) öfter…  :P :P :P




Ich schreibe gerne noch mal, dass Wirtschaftsimigranten die sind, die früher Auswanderer genannt wurden, zB Deutsche die nach Amerika gingen. Grundsätzlich sollte das doch kein Problem sein, wenn Jemand hier Arbeiten will um mehr Erfolg zu haben als im Heimatland und wir haben großen Bedarf an Arbeitskräften.

Zu den Auswanderern im letzten Jahrtausend hab ich eine eigene Sichtweise:

Die Zielländer waren doch Kolonien.
Da standen nicht die Ureinwohner winkend am Strand und warfen Teddybären – die Landstriche wurden mit Waffengewalt erobert.
Und danach von den Eroberern die Ansiedlung mit eigener Bevölkerung initiiert/gefördert um den Anspruch  zu festigen. Das Kapitel ist alles andere als ein Ruhmesblatt für die sog. „zivilisierte Welt“ und m. M. längst nicht annähernd aufgearbeitet…

Die Neubürger nahmen nicht die Lebensweise der bisherigen Bewohner (sofern denn noch jemand da war) an sondern „zwang“ der neuen Heimat die eigene/bisherige Lebensweise auf.
Und suchten sicher auch die Nähe zueinander – ob das jetzt beispielsweise Little Italy in den Staaten ist oder Blumenau in Brasilien – egal:  Das Land war weit – und mit „störenden“ Eingeborenen wurde ggf. kurzer Prozess gemacht…
Eine ganz wichtige Klammer der Emigranten war m. M. der christliche Glauben in all seinen Varianten.

Warum ich die Geschichte erzähle – es findet doch heutzutage – prinzipiell – ähnlich statt:
Das die Leute aus ihrer Heimat weglaufen und ins „gelobte Land“ wollen kann ich ja sogar verstehen.

Das Deutschland seine Grenzen einfach so öffnet und jeden rein lässt der kommen kann und will nicht.

Wir haben – aus guten Gründen – ein Asylrecht.
Welches m. M. durch die aktuelle Praxis ad absurdum geführt wird…

Was wir haben und – wenn denn die ganzen Geflüchteten, die subsidiären Schutz in Deutschland fanden, letztlich bleiben – verstärkt bekommen werden, sind Zustände wie sie Sven1971 in einem anderen Thread beschrieben hat:

Ausland im Inland.
Bereiche, in denen die Scharia gilt und nicht das Grundgesetz.
Wo der Clan die Ordnungsmacht ist und nicht staatliche Justiz und Polizei.

Das kann nicht sein und darf nicht sein – und wird trotzdem seit Jahren so hingenommen!

In diesem Zusammenhang ein Spruch vom AfD-Wahlplakat welchen ich vollends unterstütze:
Zurück zum Rechtsstaat!






........................
D.h. im Umkehrschluß würden sich die etablierten Parteien mal um die tatsächlichen Probleme im Land kümmern wäre der AFD das Wasser abgegraben.
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Na gut... dann mach mal Bayern first... viel Spaß  :wall:

und p.s.:
carlie,
ich würde die "bayrische Unabhängigkeitsbewegung" nicht auf die ganz leichte Schulter nehmen.
Noch drei Jahre Merkel, danach womöglich 4 Jahre AKK - wie dann wohl ein Volksbegehren (welches beispielsweise die Bayernpartei schon auf der Hompage hat) ausgehen würde ?!?


premiumpost, sebastian

des mitn bayern first dachte ich mir gestern auch schon, wir könnten recht gut alleine.....
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Stanky

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #144 am: 14. September 2018, 18:24:47 »

Moin,

Hier in CH wird nun versucht, Asylbewerber und vorläufig aufgenommene Asylanten mittels einer "Agrarpraktiker-Ausbildung" in der Landwirtschaft zu plazieren.
Die gesellschaftliche Akzeptanz der Asylpolitik wird wohl so steigen, wenn die Asylmenschen nicht mehr nur rumhängen müssen, sondern arbeiten gehen.
Die Herausforderungen für Asylmensch und Arbeitgeber sind jedoch dabei nicht zu unterschätzen!

Das wäre hier auch machbar, wenn man denn wollte und nicht nur über den Status diskutiert.
ganz speziell hier zu: Ich bilde aus, seit einem Jahr steht in den Ausbildungsverträgen: Bei Abschluss des Ausbildungsvertrages liegt die Prüfung der Aufenthalts- und Arbeitsberechtigung des Auszubildenden in der Verantwortung des Ausbilders! Haben die eine Klatsche? Wann soll ich mich mit so einem Scheiß noch befassen? Ich würde aufgrund dessen, und nur deshalb! keinen Asylanten einstellen!
Ein sehr guter Freund von mir ist selbstständiger Elektriker mit vier Mitarbeitern, der hatte einen syrischen Praktikanten, der sehr gut war und auch passabel deutsch sprechen kann. Den wollte er einstellen, hat aber an der Flut der Formalitäten und was er alles garantieren soll kapituliert. Das ist doch unser Hauptproblem, schaff mal die halben Verwaltungsfuzzies auf'n Bau zum Arbeiten, dann läuft das auch! :ironie:
Gruß
Frank
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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #145 am: 14. September 2018, 18:26:52 »

Bayern ist alleine größer, als die meisten EU-Staaten! Sowohl was Einwohner, Fläche und Wirtschaftskraft angeht. Und wir haben tatsächlich eine über 1200 jährige Geschichte als eigenständiger Staat, die jetzt mal für 100 Jahre unterbrochen ist. Könnte man auch als Fliegenschiess in der bayerischen Geschichte bezeichnen...  ;D

Und wir betreiben eigentlich schon seit Strauß wieder eine eigene "Außenpolitik", was die CSU bisher immer sehr gut gemachte hat. Ehre, wem Ehre gebührt! Oder wieviele Ministerpräsidenten eines deutschen Bundeslandes werden regelmäßig im Kreml, Weißen Haus oder Peking wie Staatsoberhäupter empfangen? Und daher würde ich dieses "Bayern first" ebenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen - vor allem wenn manch Rot-Grün regiertem Bundesland die gegenwärtige Situation noch mehr entgleitet und gleichzeitig ständig die Hand aufgehalten wird.

In der gegenwärtigen politischen Lage, würde ich Gewohntes nicht mehr als stabil für alle Ewigkeiten ansehen. Das fängt im Bund an und setzt sich über die EU fort. Der Brexit sollte eigentlich Warnung genug sein, oder?
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Heico

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #146 am: 14. September 2018, 19:06:20 »


......... keinen Asylanten einstellen!
Ein sehr guter Freund von mir ist selbstständiger Elektriker mit vier Mitarbeitern, der hatte einen syrischen Praktikanten, der sehr gut war und auch passabel deutsch sprechen kann. Den wollte er einstellen, hat aber an der Flut der Formalitäten und was er alles garantieren soll kapituliert. Das ist doch unser Hauptproblem, schaff mal die halben Verwaltungsfuzzies auf'n Bau zum Arbeiten, dann läuft das auch! :ironie:
Gruß
Frank

Genau diese bürokratischen Hürden verhindern, dass die Leute hier arbeiten.
Ich hatte mich auch schon vor Jahren erkundigt. Leute vom Fach haben abgeraten wegen Bürokratie.
Gab auch Veranstaltungen vom Arbeitsamt.
Die Ausländer müssen erstmal Deutsch lernen, dann müssen sie noch weitergebildet werden, damit sie für den Arbeitsmarkt zugelassen werden.
Man kann die Stufen nicht einfach überspringen und anfangen!!

Wenn ein 50 Jähriger arbeitswilliger sofort gebraucht wird und anfangen möchte, dann wird ihm das verwehrt und am Ende verzweifelt der Arbeitssuchende und die einstellungswillige Firma an der Hürde und da versagt die Politik weiterhin.
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Settembrini

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #147 am: 14. September 2018, 20:34:19 »

Na gut... dann mach mal Bayern first... viel Spaß  :wall:

60 Mrd für die Flüchtlinge ist ja ein Schnäppchen im Vergleich zu den 1,3 - 2,0 BILLIONEN € für die Wiedervereinigung... und das war gut angelegtes Geld! Auch wenn dabei etliche Fehler gemacht wurden... aber so what!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kosten_der_deutschen_Einheit
Hast Du vergessen , wie Raffelhüschen und Hans Werner Sinn die Kosten der Flüchtlingspolik beziffert haben ? auf 1,5 Billiarden :
https://www.welt.de/wirtschaft/article157171883/Auf-unsere-Kinder-wartet-die-7-7-Billionen-Euro-Luecke.html

Mit dem Unterschied , dass wir für die Flüchtlingsmilliarden nicht anderes bekommen als Paralellgesellschaften , Drogenhandel , Messerstecher ( Liste unvollständig )

Deine Polemik gegen Ostdeuschland finde ich übrigens degoutant. Anderen hältst du vor gegen Ausländer zu hetzen ?

Übrigens habe ich heute beim Früstück ein Gedankenexperiment durchgeführt.

Ich habe mir vorgestellt, ich würde zur Rentenbehörde kommen und folgendes behaupten : Ich bin 66, habe im Leben 50 Jahre gearbeitet und jeden Monat für 2000€ Bruttolohn Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt und möchte jetzt meine Rente.

 Voraussichtliche Antwort : Wo sind Ihre Dokumente Nachweise etc. Auf der von Ihnen genannten Basis werden wir Ihnen niemals einen Rentenbescheid geben.

Gleicher Fall vor der Asylbehörde : Ich bin minderjähriger Flüchtling aus Syrien aber Papiere habe ich keine. Alternativ :Ich bin Baraber und werde in meiner Heimat politisch verfolgt oder werde in einem muslimischen Land wegen Homosexualität mit der Todesstrafe bedroht. Beweise habe ich keine , aber ihr müsst erst das Gegenteil beweisen.

Vorausichtliche Antwort : selber nachdenken

Noch ein  Gedanke zur politschen Philosophie : Nicht die Menschen sind gleich , sondern die Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Wer es begreifen kann , begreife es.

Übrigens : Du musst mir nicht das Grundgesetz erklären.Das kenne ich , steht bei mir griffbereit im Regal ( Der Bundeswehr sei Dank ) (Grundgesetz und Nordatlantikvertrag über die Nato)

Übrigens ist rechts eine politische Lagerbeschreibung innerhalb des demokratischen Spektrums.
« Letzte Änderung: 14. September 2018, 20:39:51 von Settembrini »
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charlie

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #149 am: 15. September 2018, 08:06:17 »

Na gut... dann mach mal Bayern first... viel Spaß  :wall:

60 Mrd für die Flüchtlinge ist ja ein Schnäppchen im Vergleich zu den 1,3 - 2,0 BILLIONEN € für die Wiedervereinigung... und das war gut angelegtes Geld! Auch wenn dabei etliche Fehler gemacht wurden... aber so what!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kosten_der_deutschen_Einheit
Hast Du vergessen , wie Raffelhüschen und Hans Werner Sinn die Kosten der Flüchtlingspolik beziffert haben ? auf 1,5 Billiarden :
https://www.welt.de/wirtschaft/article157171883/Auf-unsere-Kinder-wartet-die-7-7-Billionen-Euro-Luecke.html

Mit dem Unterschied , dass wir für die Flüchtlingsmilliarden nicht anderes bekommen als Paralellgesellschaften , Drogenhandel , Messerstecher ( Liste unvollständig )

Deine Polemik gegen Ostdeuschland finde ich übrigens degoutant. Anderen hältst du vor gegen Ausländer zu hetzen ?

Übrigens habe ich heute beim Früstück ein Gedankenexperiment durchgeführt.

Ich habe mir vorgestellt, ich würde zur Rentenbehörde kommen und folgendes behaupten : Ich bin 66, habe im Leben 50 Jahre gearbeitet und jeden Monat für 2000€ Bruttolohn Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt und möchte jetzt meine Rente.

 Voraussichtliche Antwort : Wo sind Ihre Dokumente Nachweise etc. Auf der von Ihnen genannten Basis werden wir Ihnen niemals einen Rentenbescheid geben.

Gleicher Fall vor der Asylbehörde : Ich bin minderjähriger Flüchtling aus Syrien aber Papiere habe ich keine. Alternativ :Ich bin Baraber und werde in meiner Heimat politisch verfolgt oder werde in einem muslimischen Land wegen Homosexualität mit der Todesstrafe bedroht. Beweise habe ich keine , aber ihr müsst erst das Gegenteil beweisen.

Vorausichtliche Antwort : selber nachdenken

Noch ein  Gedanke zur politschen Philosophie : Nicht die Menschen sind gleich , sondern die Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Wer es begreifen kann , begreife es.

Übrigens : Du musst mir nicht das Grundgesetz erklären.Das kenne ich , steht bei mir griffbereit im Regal ( Der Bundeswehr sei Dank ) (Grundgesetz und Nordatlantikvertrag über die Nato)

Übrigens ist rechts eine politische Lagerbeschreibung innerhalb des demokratischen Spektrums.

Sorry, aber das tönt nach viel Gejammer.... Kaum was für die praktische Politik. Die Leut sind nun mal in D., und es kommen täglich mehr.
Was willst denn konkret mit ihnen tun?
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