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Autor Thema: Chemnitz und die Lüge  (Gelesen 12410 mal)

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charlie

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #15 am: 05. September 2018, 18:48:14 »

Ich möchte hier mal auf die Äußerungen von Serdar Somuncu bei Anne Will verweisen.



Auch hier wird von ihm die offene Diskussion angemahnt und auch seitens der AfD eingefordert.
Doch dieser demokratischen Diskussion scheint die AfD (noch) nicht gewachsen.
Solange sie sich nicht klar von rechtsextremen Kräften distanziert und wie in Chemnitz geschehen sogar noch in vorderster Reihe mitmarschiert, hat sie mMn mit den demokratischen Grundwerten unseres Landes nichts gemein.
Gleiches gilt im übrigen für die Grünen und ihre Nähe zu linksextremen „Aktivisten“.

Solange Wahrheit oder Lüge anhand von aus dem Zusammenhang gerissen Satz-Bruchstücken definiert werden, Menschen in Klassen anhand von Aussehen und vermeintlicher Herkunft oder ausgeübten Berufen eingeteilt werden, wird unsere Gesellschaft weiter auseinanderdriften.
Und genau da wird eine faktenbasierte Diskussion schwierig, da dann wohl jede Seite eigene „Fakten“ hat…

So wenig wie alle Landwirte Brunnenvergifter und Tierquäler sind, so wenig sind alle Flüchtlinge Messerstecher oder Islamistische Terroristen, oder gar jeder Dunkelhäutige oder jeder orientalisch ausschauende Mitbürger.

Dieses Problem ist im übrigen nicht neu. Ich lebe hier in direkter Nachbarschaft zu Rüsselsheim, einer Stadt mit sehr hohem Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, teilweise in 3. Generation.
Opel, dem Flughafen und der ehemaligen Hoechst AG sei dank...
Ich erlebe immer wieder, dass diese Menschen aufgrund der Herkunft ihrer Großeltern bei der Wohnungssuche benachteiligt werden. Also finden sie Wohnungen bei Hausbesitzern mit ähnlichem Hintergrund, haben Nachbarn mit ähnlichem Hintergrund usw. ... so bilden sich Ghettos.
Ein paar Straßen weiter das gleiche nur mit deutschen Vorfahren, sozialer Wohnungsbau, niedriges Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit oder Niedriglohnsektor, Perspektivlosigkeit...
Ihr dürft raten wo die Kriminalitätsrate höher ist...

Aber ich schweife ab...
Aufgrund von Erlebnissen aus meinem familiären Umfeld habe ich aber eine tiefe Abneigung gegenüber Menschen, die sich all zu leicht von tumben Parolen rechter Rattenfänger mitreißen lassen und jeglichen Respekt vor Menschenwürde verloren haben...
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

wernerzwo

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #16 am: 05. September 2018, 21:45:11 »

Ich denke das Hauptproblem bei unseren Wutbürgern ist eine nicht vorhandenen Medienkompetenz.
Ob etwas eine Hetzjagd oder ein Mob oder eben nichts dergleichen ist, ist ja keine Schwarz-Weiss Entscheidung.
Ich war früher viel auf linken Demos unterwegs und kann sagen, dass die Medienberichterstattung nie den Eindruck widergespiegelt hat, den man vor Ort
gewonnen hat. Im Fernsehen waren immer die drei Idioten zu sehen, die aus der letzten Reihe Steine geworfen haben etc.
 Da dann aber gleich von Lüge mit Vorsatz zu sprechen, ist in meinen Augen sehr tief in die moralische Kiste gegriffen und stellt Ansprüche und Forderungen an Journalisten und Politiker, die diesen nicht gerecht werden können, auch nicht die von der AFD (Im meinen Augen diese noch am allerwenigsten, aber da werden wir uns wohl nicht einig),


Das Hauptproblem liegt wo anders!
Journalisten sollen informieren - unabhängig und ausgewogen. Das wird aber immer weniger gemacht, sondern die persönliche Meinung wir veröffentlicht. Das ist o.k. wenn es auch so gekennzeichnet wäre als "Kommentar", aber es wird redaktionell gemacht.

Hier ein Beitrag, den ich vor kurzem wo anders gelesen habe:

"Und nur mal so am Rande, von wegen Fakten etc.:
Zitat Georg Restle: "Ganz grundsätzlich glaube ich, dass Journalisten überhaupt wieder über einen werteorientierten Journalismus nachdenken sollten – statt permanent nur abbilden zu wollen, was ist‘.“ Quelle: journalist - Das Medienmagazin 08/2018.

Werte (also Meinung) statt Fakten!
Georg Restle ist übrigens Moderator beim WDR (Monitor), die zitierte Zeitschrift die Mitgliederzeitschrift des Deutschen Journalisten Verbandes."


Und mit dieser Art von Journalismus habe ich und viele andere Menschen immer mehr ein Problem!
Das trifft die Landwirtschaft genauso - unabhängig von der Politik - wenn der Reporter meint, seine eigenen Vorurteile und Halbwahrheiten verbreiten zu müssen. Das hat somit wenig mit "Medienkompetenz" der User zu tun, sondern mehr mit der "journalistischen Kompetenz" der Erzeuger von Nachrichten!
Wenn sich alle an den Pressekodex halten würden, dann wäre das Problem bedeutend geringer:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex
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charlie

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #17 am: 05. September 2018, 22:11:25 »

Die Art der Berichterstattung der Medien über bestimmte Dinge ist sicher diskussionswürdig.

Trotzdem lenkt der Verweis auf „Lügenpresse“ vom eigentlichen Thema ab:
Egal wer und wie berichtet: Führungsmitglieder der AfD standen mit Pegida, Hooligans und offen rechtsradikal auftretenden Neonazis in der ersten Reihe...
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Charlie

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Biobauer

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #18 am: 05. September 2018, 22:16:16 »


Egal wer und wie berichtet: Führungsmitglieder der AfD standen mit Pegida, Hooligans und offen rechtsradikal auftretenden Neonazis in der ersten Reihe...

des haben sie von den grünen gelernt :)
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Mathilde

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #19 am: 05. September 2018, 22:28:56 »

Hallo,

auch mich beschäftigen die Vorfälle in Chemnitz. Mir wird so langsam klar wie das zur Zeit meiner Großeltern vor 1933 abgelaufen sein muss. Wiederholt sich Geschichte doch?
Hier mal ein Bericht von „Frauenseite“ her.
https://www.emma.de/artikel/frau-w-und-nesrin-chemnitz-336085

So sieht’s aus! Wir diskutieren lieber über Hitlergruß und Nazi anstatt uns mit den Problemen auseinanderzusetzen.

LG Mathilde

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charlie

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #20 am: 05. September 2018, 22:32:12 »


Egal wer und wie berichtet: Führungsmitglieder der AfD standen mit Pegida, Hooligans und offen rechtsradikal auftretenden Neonazis in der ersten Reihe...

des haben sie von den grünen gelernt :)

Siehe meinen Post weiter oben:

...
Gleiches gilt im übrigen für die Grünen und ihre Nähe zu linksextremen „Aktivisten“.
...
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Charlie

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BNT

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #21 am: 06. September 2018, 07:46:49 »

Der Zweck heiligt die Mittel.  :rolleyes:
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Biobauer

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #22 am: 06. September 2018, 08:20:21 »

Hallo,

auch mich beschäftigen die Vorfälle in Chemnitz. Mir wird so langsam klar wie das zur Zeit meiner Großeltern vor 1933 abgelaufen sein muss. Wiederholt sich Geschichte doch?
Hier mal ein Bericht von „Frauenseite“ her.
https://www.emma.de/artikel/frau-w-und-nesrin-chemnitz-336085

So sieht’s aus! Wir diskutieren lieber über Hitlergruß und Nazi anstatt uns mit den Problemen auseinanderzusetzen.

LG Mathilde

das ist doch der kern der sache, die leute wollen das einfach nicht, sie sind unzufrieden mit der situation, warum auch immer. dafür werden sie dann weder von der politik ernst genommen, sie werden auch noch beschimpft.

ich prophezeie bei den nächsten wahlen der afd lockere 20 prozent, in manchen bundesländern vieleicht sogar den wahlsieg. und was ist dann, das ist doch dann auch ein wählerauftrag?

ich wunder mich sowieso, in d wird der untergang der demokratie beschworen wegen einer rechten partei, in unsern nachbarländern haben sie teilweise regierungsverantwortung. das wird akzeptiert

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wernerzwo

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #23 am: 06. September 2018, 08:25:35 »

Hallo,

auch mich beschäftigen die Vorfälle in Chemnitz. Mir wird so langsam klar wie das zur Zeit meiner Großeltern vor 1933 abgelaufen sein muss. Wiederholt sich Geschichte doch?
Hier mal ein Bericht von „Frauenseite“ her.
https://www.emma.de/artikel/frau-w-und-nesrin-chemnitz-336085

So sieht’s aus! Wir diskutieren lieber über Hitlergruß und Nazi anstatt uns mit den Problemen auseinanderzusetzen.

LG Mathilde

Ich habe vor ein paar Tagen was ähnliches in diese Richtung gelesen:
https://www.huffingtonpost.de/entry/ich-habe-eine-verangstigte-frau-begleitet-jetzt-habe-ich-angst-um-deutschland_de_5b8e90f7e4b0511db3dc5f38?l29

Genau so ging es Menschen, die ab 2015 (mein Landkreis war der Hotspot) davor gewarnt haben, was kommen würde:
"Bist Du jetzt ein Rassist / Nazi?" (selbst erlebt im Bekanntenkreis - seine eigene Tochter ist dann 2017 knapp einer (Gruppen-)Vergewaltigung entgangen, seitdem ist er um 180° gedreht, was selbst mir zu weit geht)

Diese Debatte hat nur noch ideologische Züge - bist Du für oder gegen Migranten. Wer mit guten Argumenten dagegen ist - daß jeder kommen und bleiben darf - ist automatisch in der ganz rechten Ecke verortet! Und dann wundert man sich, warum die wirklich Radikalen immer mehr Oberwasser bekommen...
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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #24 am: 06. September 2018, 08:37:34 »

Ihr habt in D ja nur wenige Migranten!

Euer Problem ist die seit Jahrzehnten schwache Binnenwirtschaft, meiner bescheidenen Meinung nach.
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Heico

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #25 am: 06. September 2018, 08:59:37 »

Nein, wir brauchen dringend Arbeitskräfte. Alle Betriebe in Süd und Nord suchen Arbeitskräfte.
Schwache Innenwirtschaft kann ich nicht nachvollziehen.
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Wade

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #26 am: 06. September 2018, 09:16:29 »

Hallo,

auch mich beschäftigen die Vorfälle in Chemnitz. Mir wird so langsam klar wie das zur Zeit meiner Großeltern vor 1933 abgelaufen sein muss. Wiederholt sich Geschichte doch?
Hier mal ein Bericht von „Frauenseite“ her.
https://www.emma.de/artikel/frau-w-und-nesrin-chemnitz-336085

So sieht’s aus! Wir diskutieren lieber über Hitlergruß und Nazi anstatt uns mit den Problemen auseinanderzusetzen.

LG Mathilde

Ich habe vor ein paar Tagen was ähnliches in diese Richtung gelesen:
https://www.huffingtonpost.de/entry/ich-habe-eine-verangstigte-frau-begleitet-jetzt-habe-ich-angst-um-deutschland_de_5b8e90f7e4b0511db3dc5f38?l29

Genau so ging es Menschen, die ab 2015 (mein Landkreis war der Hotspot) davor gewarnt haben, was kommen würde:
"Bist Du jetzt ein Rassist / Nazi?" (selbst erlebt im Bekanntenkreis - seine eigene Tochter ist dann 2017 knapp einer (Gruppen-)Vergewaltigung entgangen, seitdem ist er um 180° gedreht, was selbst mir zu weit geht)

Diese Debatte hat nur noch ideologische Züge - bist Du für oder gegen Migranten. Wer mit guten Argumenten dagegen ist - daß jeder kommen und bleiben darf - ist automatisch in der ganz rechten Ecke verortet! Und dann wundert man sich, warum die wirklich Radikalen immer mehr Oberwasser bekommen...

Ih bin selbst nichtmal für Zuwanderung um jeden Preis, ich hätte auch gern dass nicht jeder kommt der lustig drauf ist. Kriegsflüchtlingen einen vorrübergehende Schutz zu bieten sollte für keinen ein Problem sein, den Halbstarken aus aller Welt alles in den Hintern blasen ist die andere Seite der Medallie.
Ich würde auch nicht sagen dass man deswegen als Rechter abgestempelt wird, was aber einen ziemlich in die Rechte Ecke stellt ist der umgang mit den Rechtsextremen, oder eine Partei vehement zu verteidigen die eben den Schulterschluß mit den Rechtsextremen sucht, die Bevölkerung noch animiert zur Selbstjustiz oder das ganze in richtung Bürgerkrieg anstachelt.

Und sich hier hin stellen und auf die "Lügenpresse" zu verweisen und dann eine Partei zu verteidigen die gefühlt in jedem dritten Satz irgend einen Bullshit bringt, ist an Ironie kaum zu überbieten... Die Partei wäre um ein vielfaches Glaubwürdiger wenn entschieden gegen den radikalen rechten Rand vorgegangen würde, zb gegen Leute wie Björn Höcke.
https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/afd-lugt-chemnitz/
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Wade

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #27 am: 06. September 2018, 09:35:53 »

Nein, wir brauchen dringend Arbeitskräfte. Alle Betriebe in Süd und Nord suchen Arbeitskräfte.
Schwache Innenwirtschaft kann ich nicht nachvollziehen.

Doch, Deutschland ist wirtschaftlich zu stark im Gegensatz zu anderen Ländern, auch gegenüber den EU Ländern. Industrie siedelt sich lieber in Deutschland an als im Ausland. Hier gibt es aktuell zu viel Arbeit, wie du selbst schon angesprochen hast. Mehr Arbeit als es überhaupt dafür die nötigen Arbeitskräfte gibt.

Das hat mehrere Gründe
-> die Produktivität der Arbeitskräfte (Lohnstückkosten) ist in Deutschland sehr gut (man kann es eigentlich kaum Glauben wenn man sich die Arbeitsmoral und den Lohn in der Industrie wie zb SKF etc anschaut)
-> Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind ebenfalls überdruchschnittlich (hohe Planungs- und Investitionssicherheit, hohes Bildungsniveau usw)

Die Folgen davon sieht man zb auch im großen Handelsbilanzüberschuß von Deutschland. Wir produzieren sehr viel für den Export, die Binnenwirtschaft wächst dagegen kaum. Die Reallöhne (Lohnsteigerung im Vergleich zur Inflation) sind seit 30 Jahren stagnierend bis Rückläufig.
Weitere Folgen sind zb auch dass es einen "Braindrain" Richtung Deutschland aus den anderen Ländern. Deren gute Leute wandern nach Deutschland um hier zu arbeiten. Zurück bleiben weniger gut gebildete, deren Wirtschaft geht weiter zurück.

Abhilfe könnte zb eine Lohnsteigerung in Deutschland sein, oder die anderen Länder müssten wirtschaftlich attraktiver werden. "Dank" dem Euroraum oder auch Freihandelszonen können diese sich aber nicht gegen die Wirtschaftliche Überlegenheit von Deutschland schützen (zb durch Zölle, abwerten der eigenen Währung). 


Das ganze ist natürlich relativ vereinfacht ausgedrückt, es gibt noch sehr viele weiteren Facetten und jeder Punkt müsste noch viel detailierter Ausgearbeitet werden, aber ich denke die Hauptaspekte kommen rüber.

Ein kleines Beispiel warum Deutschland zu billig arbeitet: Bei Mercedes Benz stehen Zeitarbeiter am Band, die so wenig Verdienen dass sie vom Arbeitsamt noch Geld dazu bekommen (Aufstocker), verrichten aber die gleiche Arbeit wie Festangestellt. Das könnte man sehr schnell behabene indem man Leih/Zeitarbeitern nicht WENIGER als Tarifangestellten bezahlt, sondern 10 oder 20% MEHR. Schließlich wurde das nur eingeführt um kurzfristige Arbeitsspitzen bewältigen zu können ohne Leute fest einzustellen zu müssen. Aber diese Flexibilität der Angestellten sollte höher vergütet werden, nicht schlechter...
« Letzte Änderung: 06. September 2018, 09:38:58 von Wade »
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sven69

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #28 am: 06. September 2018, 19:54:12 »

Dunja Halali diskutiert mit Jörg Meuthen und Karin Göring-Eckhardt. Die Grüne sieht dabei ganz schlecht aus. Dunja Halali ist ansonsten eigentlich überflüssig, in dieser Sendung gewinnt aber auch sie an ansehen.

Sendung am 5. September 2018
https://www.zdf.de/politik/dunja-hayali
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Wade

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Re: Chemnitz und die Lüge
« Antwort #29 am: 06. September 2018, 23:08:34 »

heute nen sehr gutes Interview im DLF über dazu die heutige Aussage vom Horst, aber auch über Chemnitz und die Stellungsnahme von Kretschmer.
Finde ich sehr Hörenswerte 10 Minuten die es genau treffen.

https://www.deutschlandfunk.de/seehofers-aeusserungen-zur-migration-die-absolute.694.de.html?dram:article_id=427420
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