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Autor Thema: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?  (Gelesen 6478 mal)

Henrik, CB56 und 4 Gäste betrachten dieses Thema.

farming.ch

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #60 am: 12. August 2018, 18:52:01 »

Ich betrachte das jetzt mal aus Konvi-Sicht:
Mein Ziel ist ein höherer Nährstoffpool im Boden, organisch gebunden, der
a) das Bodenleben, das ja auch Stickstoff und andere Nährstoffe benötigt, am Laufen zu halten und
b) aus diesem Pool zu schwierigen Bedingungen schöpfen zu können
Hier sehe ich meine Möglichkeiten Ertragsstabilität und Stresstoleranz zu beeinflussen um nicht ständig von außen vor allem sehr stickstofflastig Korrekturen vornehmen zu müssen.
Wenn ich mich hier aber ständig am unteren Limit bewege, belaste ich das System genau so wie mit unausgewogenen Eingriffen an oder über dem oberen Limit.
Vieles funktioniert über mehrere Rotationen ohne negativ auffallende Effekte, wird dann aber immer schwieriger zu händeln. Um hier frühzeitig gegensteuern zu können, brauche ich aber einen gut gefüllten Werkzeugkasten. Hab ich dann nur Konvi-Hammer oder Bio-Zange zur Verfügung,  oder bin nicht in der Lage mit einem Schraubenzieher zu arbeiten, dann werde ich scheitern.

das ist aber nur eine Theorie oder? Man könnte auch die Theorie vertreten dass du mit den Fungiziden auch die Pilze im Boden schädigst und damit das Werkzeug in deinem Werkzeugkasten nicht so richtig funktioniert. Ob das stimmt hab ich keine Ahnung... Nur als Gedankennstoß.
Ich bin mitlerweile im Geiste ein Fan von Früchten bei denen ich eher weniger Ernte aber trotzdem einen hohen DB generieren kann. Damit wird auch weniger Nährstoffe entzogen bzw es verbleibt mehr Stroh etc auf dem Feld. Sind aber meist Nischen und auch nicht für alle gleichzeitig geeignet, irgendwo muss auch der Weizen für die Brötchen herkommen weil nicht alle nen Brot aus BioEmmer kaufen wollen/können.

Ums vorweg zu nehmen, ich bin in der Sache ganz auf der Seite von Charlie.

Super- da ist ja die ganze Diskutiererei hier für nix. Wenn man so voreingenommen ist. Pure Zeitverschwendung, ausser ich hab ein klein wenig was davon, meine Gedanken mal wieder zu ordnen, wenn ich hier was schreibe. AW als Luxus-Uebung für langweilige Momente im Leben, oder so.
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farming.ch

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #61 am: 12. August 2018, 18:55:38 »

@farming.ch
Es macht keinen Spaß über Ideologie zu diskutieren...
Schade, dass konventionelle Landwirtschaft für dich per se eine Sackgasse ist, der du die Chance sich weiterzuentwickeln von vorneherein absprichst...
Die Biolandwirtschaft sich aber für dich als Entwicklungspfad darstellt, der dann auch gern seine selbstgesteckten ideologischen Grenzen wie Düngung wieder missachten darf  :rolleyes:
Die Erforschung von Leguminosenmüdigkeit als Gegenleistung für die Gesselschaft...
Mir ist die Ernährung der selben dann doch die wichtigere Gegenleistung  8)

Jetzt diskutiere ich dann lieber mit Heico, derhauderer, sten oder jotesen ohne Scheuklappen über die Möglichkeiten sich gegenseitig zu ergänzen weiter...

???
Du liest meine Sätze nicht richtig ??? Oder arbeitest mit Unterstellungen ?
Ich schrieb ausdrücklich, "nachhaltige Landwirtschaft". Und wo soll ich was von der Sackgasse Konvi geschrieben haben? Nirgends. Definiere mal Deine Auffassung von Konvi, dann kommen wir beim Diskutieren weiter.
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Wade

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #62 am: 12. August 2018, 20:41:55 »

Ums vorweg zu nehmen, ich bin in der Sache ganz auf der Seite von Charlie.

Und ich glaub auch, dass Du die Auswirkung von Pflanzenschutzmittel auf die Mikroorganismen (Pilze, Bakterienr) massiv überschätzst. Wenn Du z.B. ein Fungizid auf die Pflanzen sprühst, nehmen wir mal an, ein Strobilurin, dann verhindert dieses Fungizid, dass Schwärzepilze die Pflanze besiedeln und ihr wertvolle Energie entziehen können.
Dieser Schutz hält aber nur wenige Wochen an, weil sich natürlich auch dieses Fungizid metabolisch abbaut bzw. veratmet wird. Mit diesem Fungizid verzögerst Du nur die Zersetzung der Pflanze, Du hälst sie aber nicht auf.
Die Zahl der Pilze und Bakterien im Boden hängt natürlich vom Humusgehalt ab. Und wenn Charlie davon spricht, den Kohlenstoffanteil im Boden erhöhen zu wollen - was ja auch Tenor dieses Prinzen zu Löwenstein vor ein paar Tagen war, dann geht das nur über höhere Restpflanzenerträge zum Humusaufbau. Gleichzeitig muss man aber auch den Humusabbau, bei dem wiederum sehr viel Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt, reduzieren. Das gelingt eigentlich nur, wenn der Boden auch ständig bewachsen ist und die Bodenbearbeitung auf ein Minimum reduziert wird.
Mit Fungiziden kannst Du die Zahl der Mikroorganismen im Boden nicht reduzieren.

ich schätze hier gar nichts ein, das war eine Theorie hier ausm Forum...
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Ruebe

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #63 am: 12. August 2018, 21:06:04 »

mal ganz provokant gefragt:

Was bringt ein Humusaufbau wenn man diesen Humus mit seinen gebundenen Nährstoffen nicht irgendwann nutzt


Humus bindet Nährstoffe, Nährstoffe (N, P) sind begrnezt also bringt dem Landwirt, egal ob Konvi oder Bio, der Humusuafbau ausser Kosten gar nix ...

stammt übrigens von einem renommierten Berater ....

die Landwirtschaft wird (bisher) nicht für die C Bindung bezahlt, wieso sollen wir da etwas tun?
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derhauderer

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #64 am: 12. August 2018, 21:09:53 »

also ich bringe hohe humusgehalte im ackerboden irgendwie mit fruchtbarem boden in zusammenhang ;-)
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Desperado

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #65 am: 12. August 2018, 21:19:12 »

Ums vorweg zu nehmen, ich bin in der Sache ganz auf der Seite von Charlie.

Und ich glaub auch, dass Du die Auswirkung von Pflanzenschutzmittel auf die Mikroorganismen (Pilze, Bakterienr) massiv überschätzst. Wenn Du z.B. ein Fungizid auf die Pflanzen sprühst, nehmen wir mal an, ein Strobilurin, dann verhindert dieses Fungizid, dass Schwärzepilze die Pflanze besiedeln und ihr wertvolle Energie entziehen können.
Dieser Schutz hält aber nur wenige Wochen an, weil sich natürlich auch dieses Fungizid metabolisch abbaut bzw. veratmet wird. Mit diesem Fungizid verzögerst Du nur die Zersetzung der Pflanze, Du hälst sie aber nicht auf.
Die Zahl der Pilze und Bakterien im Boden hängt natürlich vom Humusgehalt ab. Und wenn Charlie davon spricht, den Kohlenstoffanteil im Boden erhöhen zu wollen - was ja auch Tenor dieses Prinzen zu Löwenstein vor ein paar Tagen war, dann geht das nur über höhere Restpflanzenerträge zum Humusaufbau. Gleichzeitig muss man aber auch den Humusabbau, bei dem wiederum sehr viel Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt, reduzieren. Das gelingt eigentlich nur, wenn der Boden auch ständig bewachsen ist und die Bodenbearbeitung auf ein Minimum reduziert wird.
Mit Fungiziden kannst Du die Zahl der Mikroorganismen im Boden nicht reduzieren.

ich schätze hier gar nichts ein, das war eine Theorie hier ausm Forum...


Diese Theorie ist aber genauso verrückt wie die, die das angebliche Insektensterben auf den Einsatz von Insektiziden zurückführt, die sich aber noch schneller zersetzen / abgebaut werden und wo der Wirkungsgrad meist deutlich schlechter ist. Insektizide werden auch nur eingesetzt, um die Population von Schadinsekten kurzzeitig unter eine bestimmte Schadschwelle zu drücken.

Wenn Du ein paarmal mit dem Striegel über den Acker fährst, keine grünen Brücken zulässt und keine Wirtspflanzen anbaust, wirst Du die Insekten stärker dezimieren als ein Kovi, der zweimal ein Insektizid im Raps spritzt.
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charlie

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #66 am: 12. August 2018, 21:23:59 »

Hohe Humusgehalte verbessern die Wasserspeicherfähigkeit und Nährstoffaneignung, also Bindung und auch wieder Abgabe.
Die Überbrückung von Stressphasen wird einfacher. Wer darin nur Kosten sieht, sollte vielleicht bedenken, dass eine Aussaat auch nur Kosten verursacht.
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Desperado

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #67 am: 12. August 2018, 21:27:33 »

mal ganz provokant gefragt:

Was bringt ein Humusaufbau wenn man diesen Humus mit seinen gebundenen Nährstoffen nicht irgendwann nutzt


Humus bindet Nährstoffe, Nährstoffe (N, P) sind begrnezt also bringt dem Landwirt, egal ob Konvi oder Bio, der Humusuafbau ausser Kosten gar nix ...

stammt übrigens von einem renommierten Berater ....

die Landwirtschaft wird (bisher) nicht für die C Bindung bezahlt, wieso sollen wir da etwas tun?


Humus ist Wasser- und Nährstoffspeicher und Humus wird auch zum Aufbau von Kohlenhydraten benötigt. Insofern ist Humus auch immer ein Reservespeicher im Boden. Wenn der Humusgehalt zurückgeht, merkst Du das recht schnell an nachlassenden Erträgen. Die freie Natur ist schließlich kein Gewächshaus, wo man in einem geschützten, geschlossenen Klima mit hohen CO2-Konzentrationen operieren kann.
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Heico

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #68 am: 12. August 2018, 22:20:55 »

Wenn ich Humus abbaue, dann habe ich erhöhte Erträge, weil N freigesetzt wird. Alles nur in der Theorie. :)

Hat @Ruebe und sein Berater natürlich Recht, dass es sicht nicht lohnt.

Ein garer Boden kann allerdings begeistern, wenn er lebend verbaut ist und die Krümel eine gute Stabilität gegen Wasser haben. Obwohl man das seit 80 Jahren weiß, platzt der Knoten nicht.
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canuck

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #69 am: 12. August 2018, 22:41:01 »

Ideologien frueher sagte man Glaube
Und ueber Glaube oder Religion zu diskutieren dazu noch den anderen zu ueberzeugen bringt’s gar nicht.
Schlagwörter wie Nachhaltigkeit sind ja nicht einmal genau definiert oder koennen ganz verschieden ausgelegt werden.
Ganz ähnlich wie die verschiedenen Religionen.Jeder denkt er sei auf dem richtigen Pfad.
Ich weiß das meine Anbauweise von vielen als nicht nachhaltig angeschaut wird.
Ich weiß aber auch das organische Landwirtschaft seine Mehrkosten hat und vor allem ein Konsument braucht der sein Geldbeutels fuer eine Ideologie zueckt.
Auch das viele Staaten diese Anbauweise stark finanziell unterstützen.Nicht so bei uns!
Nein es bringt’s nicht ueber diese Sachen zu diskutieren.(siehe Abtreibung)
Ich bleibe beiGMO und viele BIOS sollen weiter machen,habe absolut nichts dagegen.
Als Ackerbau Exote aus Kanada, werde ich meist nur belächelt .Wenn ich dann noch Rodung,Hecken Eleminierung,Wild Regulierung usw. schreibe verstehen das die so zivilsierten meisten Erdenbuerger nicht mehr.
Etwas ganz anderes . 1 Hektar Mais ueber nimmt den CO2 Ausstoß von 60000kmgefahrenen Autokilometern.
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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #70 am: 12. August 2018, 23:38:24 »

Ideologien frueher sagte man Glaube
Und ueber Glaube oder Religion zu diskutieren dazu noch den anderen zu ueberzeugen bringt’s gar nicht.
Schlagwörter wie Nachhaltigkeit sind ja nicht einmal genau definiert oder koennen ganz verschieden ausgelegt werden.
Ganz ähnlich wie die verschiedenen Religionen.Jeder denkt er sei auf dem richtigen Pfad.
Ich weiß das meine Anbauweise von vielen als nicht nachhaltig angeschaut wird.
Ich weiß aber auch das organische Landwirtschaft seine Mehrkosten hat und vor allem ein Konsument braucht der sein Geldbeutels fuer eine Ideologie zueckt.
Auch das viele Staaten diese Anbauweise stark finanziell unterstützen.Nicht so bei uns!
Nein es bringt’s nicht ueber diese Sachen zu diskutieren.(siehe Abtreibung)
Ich bleibe beiGMO und viele BIOS sollen weiter machen,habe absolut nichts dagegen.
Als Ackerbau Exote aus Kanada, werde ich meist nur belächelt .Wenn ich dann noch Rodung,Hecken Eleminierung,Wild Regulierung usw. schreibe verstehen das die so zivilsierten meisten Erdenbuerger nicht mehr.
Etwas ganz anderes . 1 Hektar Mais ueber nimmt den CO2 Ausstoß von 60000kmgefahrenen Autokilometern.

Jo, die Diskussionen sind oft mühsam. Aber notwendig. Es müssen Entscheide gefällt werden, Persönlich, in der Familie, in Unternehmen, in Organisationen, im Dorf, in Städten, Bezirk, Bundesland, Nation, International....

Wer Verantwortung übernehmen will und sich nicht einfach dem "Schicksal" ergeben will, macht sich Gedanken über die Zukunft. Die hat es nun mal in sich, Hellseher ist niemand. Liegt in der Natur der Sache. Im Nachhinein ist man immer klüger. Die "Wahrheit" im Nachhinein finden ist nicht so ne Kunst. Aber das sollte jeder unternehmerische Bauer ja kennen. Chancen und Risiken.

Nachhaltige Landwirtschaft ist ein weiter Begriff, kann auch Gentechnik einschliessen.

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Wade

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #71 am: 12. August 2018, 23:52:47 »

Etwas ganz anderes . 1 Hektar Mais ueber nimmt den CO2 Ausstoß von 60000kmgefahrenen Autokilometern.
Aber nur wenn der Mais dann konserviert wird und niemals verrottet, verdaut oder verbannt wird. Dann ist das "schöne" CO2 wieder frei.
Würde man stattessen 500kw Photovoltaikanlage auf dem 1ha errichten, könnte man mit dem Strom in E-Autos 2.000.000km zurücklegen. (1000kwh/kwp, 25kwh/100km)
Würde man ein Windrad mit 3MW hin stellen welches 0,5ha braucht, wären es schon 56.000.000km pro ha. (7Gwh, 25kwh/100km)



Ich kenn dich zwar nicht, aber verstehe ich richtig dass du stolz bist dass es bei euch keine Förderung für Biologische Landwirtschaft gibt? Bist stolz Hecken zu Roden, findest extensive Wiesen zum lachen und willst möglichst nichts für Artenvielfalt und Ökologie allgemein tun? Oder versteh ich das grad falsch?

Und dann soll man sich wundern dass der Verbraucher irgendwann die Schnauze voll hat von den Landwirten?
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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #72 am: 13. August 2018, 00:12:27 »

Etwas ganz anderes . 1 Hektar Mais ueber nimmt den CO2 Ausstoß von 60000kmgefahrenen Autokilometern.
Aber nur wenn der Mais dann konserviert wird und niemals verrottet, verdaut oder verbannt wird. Dann ist das "schöne" CO2 wieder frei.
Würde man stattessen 500kw Photovoltaikanlage auf dem 1ha errichten, könnte man mit dem Strom in E-Autos 2.000.000km zurücklegen. (1000kwh/kwp, 25kwh/100km)
Würde man ein Windrad mit 3MW hin stellen welches 0,5ha braucht, wären es schon 56.000.000km pro ha. (7Gwh, 25kwh/100km)



Ich kenn dich zwar nicht, aber verstehe ich richtig dass du stolz bist dass es bei euch keine Förderung für Biologische Landwirtschaft gibt? Bist stolz Hecken zu Roden, findest extensive Wiesen zum lachen und willst möglichst nichts für Artenvielfalt und Ökologie allgemein tun? Oder versteh ich das grad falsch?

Und dann soll man sich wundern dass der Verbraucher irgendwann die Schnauze voll hat von den Landwirten?

Er lebt in Kanada, eine Nation mit vielen Ethnien, und viel Fläche pro Einwohner. Biodiversität gibt es da glaub ich zum Nulltarif. Einfach Restflächen, um die sich niemand kümmert. Und endlose Wälder.
 
Zu den Hecken: Auch ich würde in CH auf meinem Hof Hecken anlegen- aber nur, wenn ich sie auch wieder entfernen darf. Darf ich aber nicht mehr, sie sind auf Dauer geschützt. Also pflanze ich keine... Wildtiere regulieren ist auch hier in CH ein Thema, in dicht besiedelten Gebieten und für Nutztiere sind Wölfe und Bären einfach nicht problemlos. Irgend so ein dämlicher Verein will hier in CH sogar Wisente auswildern. An die Folgen für Wälder, Wiesen, Aecker, Strassenverkehr, Hausgärten, etc. denken die Deppen nicht.... Niemand hätte was dagegen, wäre noch eine tolle Attraktion für Naturtouristen, aber nur in Zäunen. Und wenn die Flächeneigentümer wollen plus die Anwohner auch.

Und warum soll man Biologische Landwirtschaft fördern, wenn sie sich auch ohne diese Förderung entwickelt ? In manchen Gegenden der Welt ist sie einfach so als Produktionsmethode und als Marke konkurrenzfähig.
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canuck

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #73 am: 13. August 2018, 00:49:53 »

@ wade
Kenn dich zwar auch nicht aber ich hab nur ein leichtes Lachen fuer deine Beiträge uebrig.
Versteh was du willst und halte deine Gruene Bibel dicht vor deinen Augen .
Ich jedenfalls fuehle mich geschätzt von den nicht bäuerlichen Einwohnern.
Und fuer deine klugscheisserei
Ein Kernkraftwerk auf einer ha produziert ..............kw haha.   Oh sorry sollte ja mit Braunkohle nicht mit Uran betrieben werden, um deine Wind- und Solar Kraftwerke zu supplementieren.
« Letzte Änderung: 13. August 2018, 05:24:02 von canuck »
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Heico

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Re: Wie "gut" ist die Biobodenbewirtschaftung wirklich?
« Antwort #74 am: 13. August 2018, 06:43:35 »

@canuck
Ich lese deine Beitrag gerne, um zu erfahren wie die Landwirtschaft in Kanada funktioniert.
Deine Bio-Beiträge sind ohne Erfahrungen und wirken hier sehr einseitig.
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