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Autor Thema: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft  (Gelesen 11225 mal)

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granola

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #90 am: 31. August 2018, 12:40:36 »

so, jetzt kommt ein Programm das nur bestimmten Leuten nützt, ganz sicher nicht die kleinen und vielfältigen Betriebe. Wenn Du wegen Tiehaltung und Gewerblichkeit mit einer ganzen Handvoll Betriebe unterwegs bist ist es ja viel einfacher in einem betrieb die 30% Minderertrag zu haben....
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hanna

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #91 am: 31. Oktober 2018, 18:39:48 »

Bild des Tages....ganz ohne Beihilfen eingekauft
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Wer nicht gegen den Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.

kitkat1975

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #92 am: 07. Dezember 2018, 08:32:55 »

beantragt jemand von euch dürrebeihilfe?
Ich war die Tage im Amt um mich zu informieren,
Das Ergebnis ist ernüchternd.
mit diesem Programm werden diejenigen bevorzugt und privilegiert die keine futtervorräte und keine finanziellen , auch private; Rücklagen haben.
Wenn beides wie bei mir vorhanden kan kam man sich den.antrag sparen.
auf mich bezogen heisst das wir brauchen nix zukaufen  weil genug Vorräte vom letzten Jahr deswegen gibt's auch nix.
Das das ich genauso ne missernte hatte wie der der keinevirräte hat interessiert nicht.
so was nennt man dann wohl wettbewerbsverzerrung....
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Andi

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #93 am: 07. Dezember 2018, 09:11:49 »

Ich bin anderer Meinung . Wer bedürftig ist soll was bekommen. Mit der Gieskanne ausschütten? Wie sollen wir das unseren lieben Mitbürgern erklären.....?
Andi
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Alle sagten das geht . Dann kam einer ,der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.

Euro-T

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #94 am: 07. Dezember 2018, 09:19:51 »

Ich bin anderer Meinung . Wer bedürftig ist soll was bekommen. Mit der Gieskanne ausschütten? Wie sollen wir das unseren lieben Mitbürgern erklären.....?
Andi

So richtig es auch ist, so schwierig ist die Bemessung der Bedürftigkeit.

Wie unterscheidet man zwischen Bedürftigkeit und langjähriger Misswirtschaft?

Oder Bedürftigkeit, entstanden durch Pachtpreistreiberei?

Ganz, ganz schwierige Kiste, am Besten hätte man wohl ganz die Finger davongelassen - diejenigen, die wirklich Hilfe bräuchten (und verdient hätten), werden am Ende sowieso in die Röhre gucken.

Kann man sich einmal mehr bei unserer Berufsvertretung bedanken, das sie da so unreflektierend vorgeprescht sind.
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Gruß

~~ Olli

jotesen

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #95 am: 07. Dezember 2018, 10:09:06 »

Also, es gilt zu unterscheiden. Es gibt Betriebe, die unverschuldet in Not geraten sind, denen muss geholfen werden. Das Instrument dafür ist schlicht scheiße.

Die Prosperitätsgrenze hat zur Folge, dass eigentlich nur Betriebe in Frage kommen, die die letzten 8 Jahre nicht nennenswert investiert haben, denn die Tilgung wird ja nicht mit abgebildet. Damit werden also alle die belohnt, die nicht versucht haben sich zu modernisieren und leistungsstark aufzustellen. Aus meiner Sicht ist das ganz nah an staatlich verordneter Insolvenzverschleppung.

Klar das ist jetzt etwas zu sehr vereinfacht und überspitzt und es gibt bestimmt Betriebe, auf die das nicht gilt, aber das als großen Wurf zur Rettung der LAndwirtschaft hinzustellen halte ich für sehr gewagt.

Im Nachhinein ist es lächerlich, das solch einem Paket überhaupt Raum in den Medien eingeräumt wurde. Das ist ein Fliegenschiss auf das, was der Staat an anderer Stelle verschleudert.
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charlie

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #96 am: 07. Dezember 2018, 11:42:02 »

Ich bin immer noch der Meinung, dass zum nachhaltigen Wirtschaften auch die Risikovorsorge in einem Unternehmen gehört.
In einem landwirtschaftlichen Unternehmen besteht nunmal das Risiko einer Missernte.

Unsere Gesellschaft hat sich sehr weit zu einem „Rundum-Sorglos-Paket“ entwickelt, was im Sinne von Solidarität und Lastenverteilung auch eigentlich begrüßenswert ist.
Leider ist der Grat zwischen Bedürftigkeit und Ausbeutung der Solidargemeinschaft sehr schmal und der Übergang von der einen zur anderen Seite wird auch sehr subjektiv gesehen.

Nun führt eben die Ausgestaltung der Dürrebeihilfe nicht nur zu einer Neiddebatte von Nichtlandwirten und Landwirten, was schlimm genug ist, sondern auch leider zu gleichen Neiddebatte innerhalb der Landwirtschaft.
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Christian2

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #97 am: 07. Dezember 2018, 17:45:29 »

Ich bin auch eher unglücklich mit der Dürrehilfe. Es ist sehr schwer, anderen Unternehmern zu erklären, warum hier die Landwirtschaft so hervorgehoben ist. Bei uns in der Region hat im übrigen der nasse letzte Herbst viel größere Schäden verursacht als jetzt die Trockenheit, hier hätte es ein "Nässehilfe" geben müssen. Die halte ich aber für ebenso überflüssig.
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Corpy

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #98 am: 07. Dezember 2018, 20:18:04 »

Ich bin immer noch der Meinung, dass zum nachhaltigen Wirtschaften auch die Risikovorsorge in einem Unternehmen gehört.
In einem landwirtschaftlichen Unternehmen besteht nunmal das Risiko einer Missernte.

Unsere Gesellschaft hat sich sehr weit zu einem „Rundum-Sorglos-Paket“ entwickelt, was im Sinne von Solidarität und Lastenverteilung auch eigentlich begrüßenswert ist.
Leider ist der Grat zwischen Bedürftigkeit und Ausbeutung der Solidargemeinschaft sehr schmal und der Übergang von der einen zur anderen Seite wird auch sehr subjektiv gesehen.

Nun führt eben die Ausgestaltung der Dürrebeihilfe nicht nur zu einer Neiddebatte von Nichtlandwirten und Landwirten, was schlimm genug ist, sondern auch leider zu gleichen Neiddebatte innerhalb der Landwirtschaft.

Amen  :beuge:

Betriebe, die schon stehend K.O. sind, bekommen hier nochmal ihr Gnadenbrot. Eine Risikovorsorge gehört für jeden guten Unternehmer dazu. Und da lasse ich auch keine Ausreden gelten. Ich bin gegen diesen Bullshit der Dürrehilfen. Rege mich aber nicht mehr auf, da es sowieso nur eine lebensverlängernde Maßnahme ist. Gibt natürlich auch ganz schlaue Leute, die mit Lug und Betrug versuchen, hier noch etwas abzuschöpfen.

Es wird in meinen Augen noch spannend, ob die Bedingungen sich noch zum Boomerang entwickeln. Die Gesellschafter oder Genossen müssen ihr Vermögen offenlegen. Im Gegenzug formiert sich hier schon der Gegenschlag. Für die Zahl der Genossen und Gesellschafter müssen nun auch die ersten Hektare mit berücksichtigt werden, wenn sie im Gegenzug mit in die Pflicht genommen werden.

Aus den 2-3 schlechteren Jahren ziehe ich aber auch Gutes. Es zeigt sich, dass die hochriskanten Modelle der Holländer nicht auf Dauer funktionieren. Hier haben sich einige Großgewichte der Branche so enorm verhoben, dass sie nun verkaufen müssen.
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EWD

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #99 am: 07. Dezember 2018, 21:20:04 »

Wohl denen, die keine Hilfe brauchen.

ich halte das Instrument und das Vorgehen auch für unglücklich.

Aber was ist mit Betrieben die aufgrund der z.B. Milchpreiskrise
gar keine Chance auf Risikomanagement hatten?
Oder anders rum, wie sieht man jetzt die Glücksritter,
die schamlos den Futternotstand ausnutzen?

Das schreibt einer, der keine Hilfe braucht oder beantragt.
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Christian2

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #100 am: 08. Dezember 2018, 16:39:11 »

Also bei der Milchpreiskrise soll der Staat helfen. Und wenn wegen niedriger Weizenpreise keine Risikovorsorge betrieben wurde? Hilft der Staat denn im verregneten Sommer dem Eisverkäufer oder dem Campingplatzbetreiber?
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