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Autor Thema: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft  (Gelesen 8342 mal)

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joe

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #30 am: 01. August 2018, 17:58:25 »

vielleicht mag sich ja mal jemand "verbandsnahes"  zu den forderungen des präsidenten und unseren ansichten äußern ?

hört oder besser ließt die obrigkeit nicht was das gemeine fußvolk will , oder ist es ihnen wurst wie wir mitglieder denken ?

an rücktritt denkt denkt der gute mann sicher nicht , deshalb sollten wir ihn stürzen !
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ct

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #31 am: 01. August 2018, 18:52:11 »

joe, da stürzt nix. Die sitzen fest im Sattel, sind mit Teflon überzogen haben ihre Finger überall drin und verteidigen ihren Platz am Trog. Da tritt keiner zurück.
Und ich glaube die "Verbandsnahen" sind auch eher beschämt und auf Tauchstation.
Ich glaube der gute Herr Rukwied wollte mal so richtig einen raushauen und hatte das nicht mit der PR Abteilung abgeklärt. Der Schuß ging dann aber voll nach hinten los.
« Letzte Änderung: 01. August 2018, 18:54:12 von ct »
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Gruß ct

NobbyNobbs

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #32 am: 01. August 2018, 18:53:43 »

Und vor allem wenn staatliche Hilfe, dann zu gleichen Teilen für alle. Wenn ich als Ackerbauer lange Jahre überdurchschnittlich vorausschauend und gut wirtschafte, deshalb auch in schlechten Jahren überleben kann, dann ist es eine Beleidigung, dass ich nichts bekomme, weil mein Ertrag nicht um xx % abfällt. Es wird wieder nur der Nichtsnutz belohnt, der schon immer an die Substanz ging. Typisch für unser Prämiensystem. Das kann ja wohl nicht sein!

ahja, also wieder mal giesskannensystem.

du scheinst ja recht gut geerntet zu haben, so wie viele andere  auch, das liegt aber sicherlich nicht an deinen hervorragenden kenntnissen und deiner überlegenen wirtschaftsweise, sondern schlichtweg daran , das du gute böden und doch den einen oder andern tropfen abbekommen hast. warum solltest du nun was dafür bekommen ??

ich hatte gestern des öfterern das vergnügen , das gestammel des bauernpräsi zu hören, da war fremdschämen angesagt. und ich versteh absolut nicht, warum man jetzt wieder nach staatlichen hilfen schreit, der tenor hier im forum lautet ja grossteils auch anders

Weil du's offensichtlich nicht verstehst. Ich habe guten Winterweizen gedroschen. Eigentlich überlegenen, was aber auf viele viele Gedankenspiele und langjährige Arbeit zurück zu führen ist (bestimmt auch auf's System). Bis auf den Winterweizen war aber alles nicht so prickelnd. Mag also auch sein, dass mein System zum Beispiel dieses Jahr beim Raps nicht überdurchschnittlich gut war. Egal, wie dem auch sei, ich muss als Unternehmer selbst dafür sorgen, dass ich solche Jahre abwende. Ob ich nun in Nachhaltigkeit investiere und meine Böden deshalb auch in solchen Jahren mehr abwerfen oder ich Geld zurücklege (oder oder oder), ist egal. Aber ich muss eben was tun. Dicke Maschinen zu kaufen, nur weil grade mal ein nettes Sümmchen auf dem Konto ist, ist der falsche Weg. Den gehen aber viele. Viele, die jetzt keine Rücklagen haben um ihre schlechte oder ausgefallene Ernte zu kompensieren. Pech gehabt. Weiter so in Zukunft, ein paar mal geht's bestimmt; Papa Staat hilft ja vielleicht wieder, ansonsten schönen Bankrott.
« Letzte Änderung: 01. August 2018, 18:56:34 von NobbyNobbs »
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halbspaenner

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #33 am: 01. August 2018, 18:58:36 »

Moin,
@ Joe: Hatte heute Kontakt mit dem stellvertr. Landesvorsitzenden: Ist auch angepieselt von diesem Blödsinn, ging aber nicht auf meine Rücktrittsforderung ein :rolleyes:..... Ebenso einer der Geschäftsführer des hiesigen Kreisverbandes.
Hoffentlich dringt der Protest mal bis ganz oben vor und wenn R. ein bißchen A..... in der Hose hat, zieht er seine Konsequenzen!
Gruß, Rudolf
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BNT

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #34 am: 01. August 2018, 19:46:42 »

du scheinst ja recht gut geerntet zu haben, so wie viele andere  auch, das liegt aber sicherlich nicht an deinen hervorragenden kenntnissen und deiner überlegenen wirtschaftsweise, sondern schlichtweg daran , das du gute böden und doch den einen oder andern tropfen abbekommen hast.


Ich kann dir aber auch sagen, dass heuer eine gute Bodenstruktur und Nährstoffversorgung den Weizen über die eine oder andere schwierige Woche gehievt hat und das hoffentlich auch beim Mais so sein wird.
Wir sprechen da von keinen Wundern, aber wenn die Kultur deswegen um eine Woche länger durch halten, ist das schon was.

Im Ausnahmegebiet hilft das natürlich alles nichts.
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Mukubauer

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #35 am: 01. August 2018, 20:39:23 »

Eure Interessenvertrettung hatt alles verbrannt was möglich ist
In Zeiten von neuer Gap und immer mehr werden Wetterkapriolen wäre das die Möglichkeit gewesen eine Umfassende Ertragsversicherung zu fordern und der Staat hätte sich an der Prämie beteiligt
das wäre aus meiner Sicht sinnvoller als diese Einmalaktion mit der Gieskanne wo gewisse sicher wieder besser dran sind wie andere

Hätte ich mir von Eurer Deutschen Bauernvertrettung da wirklich mehr erwartet als so einen Sommerlochfüller raus zu bringen
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NobbyNobbs

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #36 am: 01. August 2018, 21:25:35 »

Hätte ich mir von Eurer Deutschen Bauernvertrettung da wirklich mehr erwartet als so einen Sommerlochfüller raus zu bringen

Ernsthaft? Ich nicht.
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bayernfarmer

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #37 am: 01. August 2018, 21:36:31 »

Hallo,
at Mukubauer: Bin ja auch in OOE tätig, unter anderem heute. Bei Euch herrscht weit mehr Vernunft als in D, du kannst nicht unbedingt beurteilern wies hier abgeht, vor allem weil das Agrowissen Forum nicht den Durchschnitt der LW darstellt.

At Biobauer: Nobynobs hat deshalb die Gieskanne gewält, wie du schreibst, weil viele Betriebe zurückhaltend pachten und sich mit Vorsorgeprinzip entwickeln um solche Zeiten zu überstehen und andere ans Limit gehen ( der Staat wird schon helfen ;D) wenn Hilfe, dann für alle gleich.
Die Kamikatzeunternehmer, die auf irgendwelche Hilfen spekulieren, wenns mal nicht so raus geht wie geplant braucht keiner mehr.
Mir zahlt auch keiner einen Cent wenn ein LKW Motor verreckt, der 30000 € kostet. In meinem zweiten großen Pachtjahr gingen auch 25 % in die Binsen, weil es genauso trocken war wie jetzt. Ich habs überlebt, weil ich vorsichtig kalkuliert habe, bgenauso hab ich mit dieser Kalkulation in den letzten 5 Jahren 56 ha verloren. Diese Pächter mit 1200 € sollen jetzt provitieren????? das sollen sie schon selbst aushalten oder zumachen.
Wenn Hilfe dann für alle, ich bin für keine Hilfe, denn den Vernünftigen gehört die Zukunft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

PS: ich hab über 12 Jahre als reiner Pächter gearbeitet - nix Sicherheit bei der Bank!!!! Eine Mark Investition - 2 Mark Sicherheit!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Fritz
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Henrik

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #38 am: 01. August 2018, 21:56:26 »

Hallo,
at Mukubauer: Bin ja auch in OOE tätig, unter anderem heute. Bei Euch herrscht weit mehr Vernunft als in D, du kannst nicht unbedingt beurteilern wies hier abgeht, vor allem weil das Agrowissen Forum nicht den Durchschnitt der LW darstellt.

Das kann ich so unterschreiben. Bin ja auch recht gut in Österreich vernetzt und da in mehreren Dingen dabei.
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Mukubauer

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #39 am: 01. August 2018, 22:16:40 »

Fritz da hast du schon recht
Ich finds halt Schade, wenn da in einem großen Land der EU was weitergehen würde hätten die anderen ja auch was davon
weiter will ich nicht ausholen das ist zu sehr Gap dann
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derKarsten

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #40 am: 01. August 2018, 22:24:38 »

du scheinst ja recht gut geerntet zu haben, so wie viele andere  auch, das liegt aber sicherlich nicht an deinen hervorragenden kenntnissen und deiner überlegenen wirtschaftsweise, sondern schlichtweg daran , das du gute böden und doch den einen oder andern tropfen abbekommen hast.


Ich kann dir aber auch sagen, dass heuer eine gute Bodenstruktur und Nährstoffversorgung den Weizen über die eine oder andere schwierige Woche gehievt hat und das hoffentlich auch beim Mais so sein wird.
Wir sprechen da von keinen Wundern, aber wenn die Kultur deswegen um eine Woche länger durch halten, ist das schon was.

Im Ausnahmegebiet hilft das natürlich alles nichts.

Ich sehe es auch kritisch das denen, die immer sehr spitz arbeiten geholfen wird und der, der mittelfristig arbeitet dabei ehr abgestraflt wird.
Ich habe täglich eine Fläche im Blick die dieses Jahr für einen  Kartoffelbauern aus zwei Teilfläche zusammengelegt wurde. Die eine Teil hat die letzten 12 Jahre zwar eine volle Nährstoffversorgung, aber Humuszehrende Fruchtfolge mit Silo Mais,  Stroh absurd und Kartoffeln gesehen, die andere mehr Vielfalt in der Fruchtfolge, Pferdemist und alle 3 bis 4 Jahre Kalk. Vom vertrocknungszustand liegen mittlerweile 4, 5 Hitzetage zwischen den Teilfläche, . Dem teil der grüner ist gebe ich Chance mit einem regen wieder durchzugrünen, beim anderen bin ich mir nicht sicher ob das Blatt wieder kommt.
Ich hätte mir nie vorgestellt das die Wassernachlieferung an einem Schlag so anders sein kann,  wo ein Wind weht, eine Sonne brennt, eine Höhenlage zum Grundwasser hin. Warum soll hier der eine Teil ggf mit einer Entschädigung honoriert werden, der grünere nicht?
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EWD

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #41 am: 01. August 2018, 22:38:43 »

Hat sich einer von euch tollen Kerlen, die ihren Laden so prima im Griff haben,
das bischen Dürre locker wegstecken, genau wissen wie der Bauernverband zu
handeln und zu reagieren hat, immer am Verband meckern weil auch alles nicht
richtig ist, gefragt warum der Verband so ist wie er ist ????
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agricola

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #42 am: 01. August 2018, 22:59:31 »

Der Bauernverband bringt die Milliardenforderung medienwirksam, damit es auch die Mitglieder merken, daß hier was gemacht wird.
Ich persönlich bin auch nicht dafür, daß man hier gleich mit Forderungen kommt. Finde das ist ein Signal in die falsche Richtung, der Verbraucher denkt, die Bauern jammern sowieso immer.
Nächstes Jahr haben wir Nässe oder Kahlfrost, dann verlangen wir wieder Unterstüzung. Die Verbraucher schreiben im Internet schon die klügsten Kommentare, daß das Klima von den Bauern gemacht wird Massentierhaltung usw. bla bla. Ich denke man hätte erst mal die Ernte abwarten sollen, und wenn es Regionen besonders hart trifft, dann hätte man es auch nicht so öffentlich forden müssen.
Mit solchen Forderungen ist ein hoher Imageschaden verbunden, (die Bauern fahren dicke Autos und bekommen ihr Geld nachgeschmissen, so in der Art).
Auf der anderen Seite will der Bauernverband fürs Image werben, siehe "Unsere Bayerischen Bauern.de", hier wird ein bisschen auf heile Welt gemacht, und jeder Erzeuger soll was dafür bezahlen.
Und dann kommen solche kontraproduktiven Forderungen.

Falls es Geld gibt, nehm ich es übrigens auch, auch wenn ich ohne Unterstützung über die Runden komme. Bin aber der Meinung der Imageschaden für die Landwirtschaft ist nicht zu unterschätzen.
Und es wird Geld geben, da bin ich mir ziemlich sicher, in Bayern steht die Landtagswahl an, die Politik kann es sich momentan nicht leisten, die Bauern zu vergraulen, von daher ist die Forderung zu der Zeit wieder ein geschickter Schachzug.
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NobbyNobbs

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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #43 am: 01. August 2018, 23:42:00 »

Hat sich einer von euch tollen Kerlen, die ihren Laden so prima im Griff haben,
das bischen Dürre locker wegstecken, genau wissen wie der Bauernverband zu
handeln und zu reagieren hat, immer am Verband meckern weil auch alles nicht
richtig ist, gefragt warum der Verband so ist wie er ist ????

Mir ist der Verband einfach scheiß egal. Mir ist's immer am liebsten, er hält einfach die Klappe.
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Re: Dürrebeihilfen für die Landwirtschaft
« Antwort #44 am: 02. August 2018, 06:37:26 »

Hat sich einer von euch tollen Kerlen, die ihren Laden so prima im Griff haben,
das bischen Dürre locker wegstecken, genau wissen wie der Bauernverband zu
handeln und zu reagieren hat, immer am Verband meckern weil auch alles nicht
richtig ist, gefragt warum der Verband so ist wie er ist ????

Mir ist der Verband einfach scheiß egal. Mir ist's immer am liebsten, er hält einfach die Klappe.

Was wohl auf Gegenseitigkeit beruht- welcher Verband will schon so ein Mitglied ;-)?
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