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Autor Thema: Winterraps 2019  (Gelesen 35051 mal)

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Mathias

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #375 am: 14. September 2018, 20:10:38 »

Die natürliche Dichtlagerung eines Bodens nach intensiver Bearbeitung passiert nicht in einem Jahr Bodenruhe! Da braucht es schon n bischen mehr Zeit.
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angusy

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #376 am: 14. September 2018, 20:31:21 »

Die Diskussion um die "Richtige" Bodenbearbeitung zur Rapsaussaat ist HIER völlig müßig. Es fehlt einfach an Wasser.

Meine Zwischenfruchterbsen, direkt in die Stoppel gedrillt, sind wunderbar gleichmäßig gekiemen, um dann genauso gleichmäßig zu verdursten......
Dem Raps wäre es genauso gegangen.

Der einzig denkbare Weg hier:
Rapssaat direkt nach der Getreideernte Mitte Juli. Scheinbar gab es noch so etwas wie Restfeuchte, die dem Raps reichte um Wurzeln zu bilden.
Der Ausfallraps meines Nachbarn steht jedenfalls super. So wie man sich Raps zu dieser Jahreszeit wünschen würde.

Wäre es meiner - ich würde ihnen stehen lassen !!!
« Letzte Änderung: 14. September 2018, 20:39:10 von angusy »
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Felix

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #377 am: 14. September 2018, 20:46:40 »

So, bei mir passiert auch was im Raps  ;D

Hier zu sehen der Memori CS mit Lumiposa Beize. Bisher Butisan Gold in frühen NA und am Montag Graminizid um den Weizen loszuwerden.
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Felix

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #378 am: 14. September 2018, 20:48:12 »

Und hier der DK Exception und der Cristiano KWS. Maßnahmen sind überall gleichermaßen erfolgt.
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Desperado

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #379 am: 14. September 2018, 21:43:09 »

Die Diskussion um die "Richtige" Bodenbearbeitung zur Rapsaussaat ist HIER völlig müßig. Es fehlt einfach an Wasser.

Meine Zwischenfruchterbsen, direkt in die Stoppel gedrillt, sind wunderbar gleichmäßig gekiemen, um dann genauso gleichmäßig zu verdursten......
Dem Raps wäre es genauso gegangen.

Der einzig denkbare Weg hier:
Rapssaat direkt nach der Getreideernte Mitte Juli. Scheinbar gab es noch so etwas wie Restfeuchte, die dem Raps reichte um Wurzeln zu bilden.
Der Ausfallraps meines Nachbarn steht jedenfalls super. So wie man sich Raps zu dieser Jahreszeit wünschen würde.

Wäre es meiner - ich würde ihnen stehen lassen !!!

Du wirst vielleicht auch mit dem Ausfallraps noch 30-35dt/ha ernten, aber Dir mus eines klar sein:

- der Ausfallsraps ist keine Hybride mehr und die Pflanzen sind sehr heterogen
- Du wirst auf Problemstandorten die Verunkrautung kaum noch in den Griff bekommen
- der Krankheits- und Schädlingsdruck wird bei Raps in Selbstfolge zunehmen
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NobbyNobbs

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #380 am: 15. September 2018, 00:49:39 »



Ich bezweifle es ein wenig, daß nach über einem Jahr der Effekt so deutlich sichtbar ist!
Es hat doch zwischenzeitlich im Herbst / Winter doch auch einiges geregnet, oder? Daher denke ich, daß die Wasserführung nach einem Jahr nicht mehr so stark leiden kann - außer Dein Nachbar hat eine massive Schmierschicht fabriziert.

Es gibt keine andere Erklärung. Der Effekt ist zur Zeit gegeben und nicht anders erklärbar. Mal schauen wie es weiter geht.
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Ich mach's einfach mal!

Kreuzschiene

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #381 am: 15. September 2018, 07:27:37 »

Die Diskussion um die "Richtige" Bodenbearbeitung zur Rapsaussaat ist HIER völlig müßig. Es fehlt einfach an Wasser.

Meine Zwischenfruchterbsen, direkt in die Stoppel gedrillt, sind wunderbar gleichmäßig gekiemen, um dann genauso gleichmäßig zu verdursten......
Dem Raps wäre es genauso gegangen.

Der einzig denkbare Weg hier:
Rapssaat direkt nach der Getreideernte Mitte Juli. Scheinbar gab es noch so etwas wie Restfeuchte, die dem Raps reichte um Wurzeln zu bilden.
Der Ausfallraps meines Nachbarn steht jedenfalls super. So wie man sich Raps zu dieser Jahreszeit wünschen würde.

Wäre es meiner - ich würde ihnen stehen lassen !!!
Kohlhernie lässt grüßen und die nächsten zwei Generationen müssen sich keine Gedanken mehr über Raps machen...
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Tim

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #382 am: 15. September 2018, 09:28:48 »

Am schönsten geht hier aktuell arabella-nachbau und Raps in zwischenfruchtmischung (easy green winter + terra life enthält futterrapssorten) auf - als ob die Beize nochmal 2-3mm mehr Niederschlag braucht um den keimling frei zu geben

Die Flächen die direkt in die stoppel kamen waren am Anfang schön feucht - sind jetzt aber viel schneller ausgetrocknet als die, wo die gülle oberflächlich mit supermaxx unmittelbar vorher eingekratzt wurde (die gülle wird auch noch bissl zur bodenfeuchtigkeit beigetragen haben)

Ich denke,bzw. Sehe aktuell wo wir eher sandige/schluffige/alluviale böden haben, liegt der Raps schön eingepackt und erdfeucht Und läuft auf.
Auf den tonbrocken gab's immer mal probleme die Arbeitstiefe zu halten - die bodenaggregate sind gröber und die vom Schar abgeschnittene Fläche ausgetrocknet- ergo - Samen liegen trocken - ausser sie liegen 10cm tief im lockerungsschlitz .

Ich kann , BEI UNS!!, keine Verbindung zur bodenbearbeitungsvergangenheit herstellen ..  beispiel:

2016
Combimix mit dammformer + zwischenfrucht
2017
Mais mit 1x grubbern
2018
Nach nasser Ernte combimix - Vario zum glatt prügeln (mehr bb geht glaub ich nicht - fehlt nur noch kreiselegge )

Gülle - supermaxx - raps gedrillt

Läuft perfekt auf , ist aber auch schön zarter alluvialer zuckerboden

Gegenteil dazu
Auch guter Boden,  aber eben roter Ton
2016
Weidelgraszwischenfrucht in stoppel gestriegelt
2017
2x Vario auf maissaattiefe
2018
Bei frost
1x Vario auf 8cm , danach sommerweizen gesäht, auf einer teilfläche Hafer direkt in die maisstoppel gesäht .. Ertrag lag bei beiden über 60dt/ha - guter Boden halt- bei der Betrachtung der stoppel viel schon auf das die sommerungen im Vergleich zu den winterungen scheinbar weniger Wasser im Boden zurückgelassen haben

Das saatbeet sieht wirklich schick aus - hat auch ne Top wasserführung und bodenstruktur- aber liegt gefühlt deshalb auch trocken ... evtl hätte das tröpfchen gülle und das einarbeiten der Feuchtigkeit hier geholfen? Ich weiss es nicht - ich glaube eher das der Boden an sich da den Unterschied macht.

Die Erfahrung das krumentiefes durcharbeiten in einem trockenen Herbst ertragswirksam Wasser für die gesähte Kultur kosten kann haben wir 2016/2017 zur wintergerste schon fest stellen können.
2017/2018 wär's wohl weniger das bodenwasser ,als mehr die bodenstruktur und das bodenleben was nach den schlammaktionen (Die wir in der Dimension gar nicht hatten) restlos hinüber war..

Auf der (direktsaat) in die stoppel vom 31.08. Mit dem arabella nachbau fällt auf , das gerade die erste arbeitsbreite der drille aussen rum nicht aufläuft - sind flächen tief im Wald (wollte es probieren ohne das die Öffentlichkeit mich gleich in Stücke hackt  ;D) - dachte zuerst die drille hat irgendwie rumgesponnen- aber mittlerweile glaube ich die Bäume haben den Niederschlag durchs blätterdach oder die Wurzeln abgefangen...

Wo sind die goldenen Tage hin in denen Tau gereicht hat um den Raps zum keimen zu bringen ? In was für einer traurigen Welt leben wir mittlerweile  ;D

MfG tim

EDIT: ich sehe auch das Problem das sich der ein oder andere gemüssigt fühlt den ausfallraps stehen zu lassen - insofern das nicht die Mäuse erledigen sollten die landwirtschaftsämter da mal ein Auge drüber werfen - das wird flächenübergreifend probleme heraufbeschwören.
« Letzte Änderung: 15. September 2018, 09:47:58 von Tim »
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nofear

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #383 am: 15. September 2018, 11:29:54 »

Ich schiebe hier viel auf kleinräumig unterschiedliche Schauerverteilung. Man hat ja nicht überall nen Regenmesser stehen.

2-3mm (was heuer oftmals doppelte Menge bedeutet) macht uU beim Raps in diesem Stadium viel aus. Gut, die Probleme Waldrand sind was anderes, schon klar.
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dirkk

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #384 am: 15. September 2018, 12:00:29 »

Zitat
ich sehe auch das Problem das sich der ein oder andere gemüssigt fühlt den ausfallraps stehen zu lassen
Das Experiment hat der eine oder andere im Herbst 2016 schon gemacht .......  im Frühjahr 17 noch ganz ordentlich , aber 1 - 2 Monate vor der Ernte dann das Zusammenbrechen durch diverse Krankheiten .

gruss
dirkk
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Tim

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #385 am: 15. September 2018, 12:32:14 »

Ich schiebe hier viel auf kleinräumig unterschiedliche Schauerverteilung. Man hat ja nicht überall nen Regenmesser stehen.

2-3mm (was heuer oftmals doppelte Menge bedeutet) macht uU beim Raps in diesem Stadium viel aus. Gut, die Probleme Waldrand sind was anderes, schon klar.

Naja die kleinräumigkeit war da nicht mehr relevant - waren eh immer nur 1-3mm , der echte Regen ist an der werra stehen geblieben.

Ich denke unser Vorteil zu den Nachbarn war die unbearbeitete stoppel und eben die kühleren Temperaturen im September- das relativiert sich aktuell recht stark ...
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wernerzwo

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #386 am: 15. September 2018, 13:00:55 »

mal abgesehen von den Krankheiten, aber der Ausfallraps braucht doch massiv Wasser und saugt den Boden komplett leer!

Ein Nachbar hat einen richtig schönen Ausfallraps stehen - der wäre fast für Grünfutter geeignet. Wenn er da in zwei Wochen Gerste bringen will, hat er vermutlich ein Problem - trotz der 40 Liter, die wir in den letzten zwei Wochen hatten!
Sowas verstehe ich einfach nicht...
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Tim

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #387 am: 15. September 2018, 13:12:36 »

Die urwälder werden  hier aktuell wegen den Mäusen platt gemacht
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angusy

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #388 am: 15. September 2018, 14:31:35 »

Zitat
ich sehe auch das Problem das sich der ein oder andere gemüssigt fühlt den ausfallraps stehen zu lassen
Das Experiment hat der eine oder andere im Herbst 2016 schon gemacht .......  im Frühjahr 17 noch ganz ordentlich , aber 1 - 2 Monate vor der Ernte dann das Zusammenbrechen durch diverse Krankheiten .

gruss
dirkk

Hier hat das mal einer gemacht vor genau 20 Jahren
Er hat dann schlicht gar nix gemacht !!!!!

Ertrag war gut; allerdings war der Insektendruck damals auch geringer - zumindest gefühlt.

Dieses Jahr steht auf der gleichen Fläche der LSV.
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Florian

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Re: Winterraps 2019
« Antwort #389 am: 16. September 2018, 18:45:01 »

Penn, gesät am 28.8 mit 50 Kö/m². Bilder vom 9.9 & 16.9.
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