www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Sattelauflieger in der Landwirtschaft  (Gelesen 918 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 703
Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« am: 11. Juli 2018, 17:40:25 »

Hole das hier aus gegebenem Anlass nochmal hoch:
Hat hier jemand die Kombi aus Einachs-Dolly und gebrauchtem Sattelauflieger (womöglich sogar walkingfloor) im Einsatz?
Wie sieht das Zulassungsmäßig aus? Hätte gern 40km/h. Wie siehts da mit Bremsen SP aus (ohne)?
Worauf sollte man beim Aufligergebrauchtkauf unbedingt achten?
Gespeichert


„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

muh

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 468
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #1 am: 11. Juli 2018, 19:43:46 »

Das wird zu lang mit normalem Walkigfloor.
Gespeichert

EWD

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 590
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #2 am: 11. Juli 2018, 20:21:37 »

Meine Nachbaren fahren alles mögliche mit
ihren Dollyachsen.
Gülletonnen, Plattformauflieger für 48 Rundballen,
Walkingfloor gelegentlich.
25km/h :), 40km/ha und 80km/h
Problem ist immer die Länge, je nach Schlepper
bis über 21m, nicht unter 18m und die geringe Nutzlast.
Leergewichte 17 bis 20t.
Gespeichert

Wetterauer

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 251
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #3 am: 11. Juli 2018, 20:30:51 »

Ich fahr ja ab und zu lkw bei unserer Rübenabfuhrgruppe
Wir haben 4 Walkingfloor Auflieger von Knappen 2 x 60 m3 und 2x 90 m3
Die großen sind hinter dem LKW ein richtiges Geschoss in den Kurven in Ortschaften ...

Wir können damit 26 to Kompost laden
Gespeichert

bayernfarmer

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 124
  • langsam reiten, Pferde kosten Geld
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #4 am: 11. Juli 2018, 20:47:55 »

Hallo,
maximale Zuglänge ist 18,75 m, da Dolly + Auflieger als 2 Anhänger gezählt werden. Ich hab mit Dolly + Kippauflieger + Schlepper 200 PS ne Nutzlast von 24100 Kg bei ner Länge von 15,80 m (gerade gemessen, da das Gespann vor der Werkstatt steht).
Mit 2 18 to Anhängern biste in der Regel über 18,75 m und Nutzlast ist auch nicht höher, wenn nicht weniger.
Ein Gülleauflieger  ( Alurahmen)geht, da sind wir bei 18,20 m, aber max 25 m³ , sonst gehts über 40 to gesamt.
Walkingflor geht normal legal nicht.

mfg
Gespeichert

tractechniker

  • Frischling
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 10
  • Beruf: Landwirt
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #5 am: 11. Juli 2018, 21:40:39 »

Walkingfloor gibt's auch als Dreiachser Anhänger mit Drehschemel. Wichtig sind in meinen Augen trommelgebremste Achsen wenn der Wagen nicht ganzjährig im Einsatz ist. Und Vorsicht bei Walkingfloor mit seitlichen Türen das kann nicht jeder Hersteller stabil genug bauen. Ansonsten das übliche auf Rahmenrisse, Undichtigkeit an der Hydraulik und Verzug beim Aufbau achten.
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 703
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #6 am: 12. Juli 2018, 10:33:24 »

Vielen Dank erstmal für die Tipps und Anregungen :daumen1:

Regelmäßig bewegt würde da Stand heute vermutlich erstmal nicht so viel, eher unregelmäßig... gut, wenn die Möglichkeiten einmal da sind, ergeben sich auch uU neue Betätigungsfelder. Mensch und Technik sollen ja schließlich ausgelastet werden und ihr Geld verdienen  ;)
Kippsattel fällt einfach von der Höhe her raus, weil ich weder bei mir, noch beim Handel damit überall wo muss entladen kann.
Also müsste man nach kurzen Aufliegern mit Trommelbremsen schauen... boar, das scheint mir Goldstaub zu sein...  ;)

Was passiert den mit den Scheibenbremsen wenn die stehen? Rost an den Scheiben oder gehen die fest?

Bisher muss ich nicht unbedingt Nutzlastoptimert fahren. Mir geht's eher um ne halbwegs bezahlbare Vielseitigkeit (Tank/Schüttgut/Stückgut). Sicher könnte man das auch günstig mit Zügen lösen, nur fehlt mir dann wieder die Stützlast auf dem Schlepper, was ich für hier in der Region für sehr wichtig erachte, wenn man nicht mit extrem (großen) schweren Schleppern den Transport machen möchte.
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

bayernfarmer

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 124
  • langsam reiten, Pferde kosten Geld
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #7 am: 12. Juli 2018, 11:33:26 »

Hallo,
die Bremssattel werden fest, und wenn du Pech hast kannste jedes Jahr einen tauschen. Die scheiben putzen sich schon wieder.
Momentan stehen sogar einige kurze Dreiseiten Kippsattel bei mobile.
Ich such momentan ne 45 m³ Mulde - kurz, da ist derzeit gar nicht am Markt. Wenn ich sowas kriegew wär mein kipper zu haben.
Bei Weizen bring ich bis 26 to drauf und kann in Gebäuden mit 5.5 m Höhe Weizen komplett entleeren nach hinten.
Seitlich brauchts weniger, aber das öffnen der ZV is ne heisse Sache,weil der Druck der Ladung gewaltig ist, so das nur nach hinten entleert wird.

mfg

fritz
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 703
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #8 am: 12. Juli 2018, 12:06:51 »

Danke Fritz.

wusste garnicht, dass es 3-Seiten-Kipsattel für LKW gibt. Sieht man halt nicht so oft  :)
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Ede

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 341
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #9 am: 12. Juli 2018, 13:23:23 »

Bei ner Mulde kann nur hinten die Klappe undicht werden, bei 3-Seiten is das abdichten dann deutlich aufwändiger  ;D

Gruß
Ede
Gespeichert

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 8 761
    • Unser Hof
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #10 am: 12. Juli 2018, 15:18:04 »

Danke Fritz.

wusste garnicht, dass es 3-Seiten-Kipsattel für LKW gibt. Sieht man halt nicht so oft  :)

Gibt im Nutzfahrzeugbereich quasi nix was es nicht gibt. Kurze und Lange Auflieger. Dreiseiten Kipper, aber auch Zweiseiten Kipper (links und hinten) musst mal die Börsen durchschauen.
Gespeichert

bayernfarmer

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 124
  • langsam reiten, Pferde kosten Geld
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #11 am: 12. Juli 2018, 16:20:10 »

Hallo,
das mit dem Abdichten ist die Frage, was transportierst du?
Bei uns läuft der nur für Getreide, Dünger, Sägespänne und Abputz aus der Maistrocknung, gelegentlich mal ne Fuhre Schotter für den Eigenbedarf. Im Erdbau haben wir in 7 Jahren genau 5 Fuhren gefahren, als ein LKW einer befreundeten Spedition nachmittags ausfiel.
Die Seitenklappen sind heute noch Raps dicht und den Gummi der Heckklappe mal alle paar Jahre wechseln und die Verriegelung nachstellen.
Unten Alu, oben 50 cm Stahlklappen, die werden beim Abputzladen an der Trocknung doch immer wieder mit dem Telelader geküsst, vor allem nachts, wenn im November der Dampf der Trocknung in Verladebereich mit Nebel gedrückt wird, da is die Sicht nicht so gut.
Für ne größere Baumasnahme hab ich mal ne 20m³Mulde mit 5 Monaten TÜV billig geschossen und dann wieder verkauft fürs gleiche an nen Kroaten.
Lediglich 2 Luftbälge für 250 € brauchte ich und 7 € Versicherung.
Wenn man bisschen drauf schaut, dann hält so ein Ding ne Generation aus, und Teile wie Federbälge, Bremstrommeln etc sind billig, auch Bremsscheiben (ca 60 €), nur Bremssattel sind sehr teuer.
Bei den LKW lassen wir sie mitlerweile vorsorglich mit neuen Dichtungen und Schwimmbolzen Überholen sobald wir merken die Bremsbeläge verschleissen nicht mehr gleich. 6 Sattel überhohlen = ein Bremssattel im Austausch, und der Verschleiß ist auch wieder weniger.

mfg

Fritz

Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 703
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #12 am: 12. Juli 2018, 18:25:33 »

Bei uns läuft der nur für Getreide, Dünger, Sägespänne und Abputz aus der Maistrocknung, gelegentlich mal ne Fuhre Schotter für den Eigenbedarf.

Wird hier nicht anders werden...

Nächste Frage: Lieber Doppelbereifung oder einfach?
Hintergrund: Kann es sein, dass ne Doppelbereifung einfacher/bzw. überhaupt erst den Wechsel auf Einfachfelge mit Breitreifen ermöglicht?

PS: Evtl. kann man (ein Mod) ja ein neues Thema "Sattelauflieger" draus machen?
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Metbauer

  • Frischling
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 12
  • Beruf: Landwirt
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #13 am: 12. Juli 2018, 22:11:07 »

Servus

Haben auch so ein Gespann.
Pro:
- sehr gutes Fahrverhalten durch Luftfederung
- kein stoßen da „fest“ durch k 80 und königszapfen verbunden
- beim landhändler nur eine Plane zu öffnen
- restlose Entleerung beim kippen ( beim unseren Zweiachsern bleibt immer was in den Ecken)
- Stützlast auf HA
- vergleichsweise günstig in der Anschaffung


Kontra:
- Versicherung sehr teuer im Vergleich zu 18 Tonner
- große Kurvenradien von Nöten (Hof darf nicht zu eng gebaut sein)
- hohe Gebäude zum kippen von Nöten

War alles neu da gute gebrauchte das gleiche Geld kosten wie der wielton neu und man hat was man braucht
Ist auf 40 km/h zugelassen und bekommt alle zwei Jahre Tüv
« Letzte Änderung: 12. Juli 2018, 22:18:09 von Metbauer »
Gespeichert

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 8 761
    • Unser Hof
Re: Sattelauflieger in der Landwirtschaft
« Antwort #14 am: 31. Juli 2018, 19:34:54 »

Bei uns läuft der nur für Getreide, Dünger, Sägespänne und Abputz aus der Maistrocknung, gelegentlich mal ne Fuhre Schotter für den Eigenbedarf.

Wird hier nicht anders werden...

Nächste Frage: Lieber Doppelbereifung oder einfach?
Hintergrund: Kann es sein, dass ne Doppelbereifung einfacher/bzw. überhaupt erst den Wechsel auf Einfachfelge mit Breitreifen ermöglicht?

PS: Evtl. kann man (ein Mod) ja ein neues Thema "Sattelauflieger" draus machen?

Persönlich gefällt mir Einfach Bereifung besser. Gibt doch auch kaum noch Auflieger mit Doppelbereifung. Das war vor 30-40 Jahren noch anders. Problem der Doppelreifen ist bei Nässe auf dem Acker.
Gespeichert
 

Alles zum Thema Area51