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Autor Thema: Wirtschaftsdüngeraufnahme  (Gelesen 1774 mal)

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Maximus

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Wirtschaftsdüngeraufnahme
« am: 16. Mai 2018, 19:36:46 »

Kurz und knapp:
Wie macht man es am fairsten für beide Seiten?

Kurz zur Situation:
Ich stelle meine Flächen nun seit 3 Jahren zur Wirtschaftsdüngeraufnahme (Schweinegülle) einer offiziellen Nährstoffbörse mit nahegelegenem Lohnunternehmen zur Verfügung.
Bis dato sind jedes Jahr leider erhebliche Diskrepanzen bei den Megen und Inhaltsstoffen festzustellen. Die vorab Analyse weicht teilweise um bis zu 50% nach oben ab,
da die Gülle meiner Vermutung nach nicht aufgerührt wird und somit die ersten LKWs qualitativ minderwertigeren "Dünger" liefern oder es wird von 2 Ställen (Mastschweine und Sauen), wie dieses Jahr geschehen, geliefert. Die vor Ort am LKW gezogenen Proben weichen dann ebenfalls erheblich ab und es wird vom Lohner zum einen troz Durchflussmegenmesser gerne auch mal mehr Menge mit den höheren Inhaltsstoffen gemeldet. Mir ist bewusst, das für den abgebenden Betrieb sicherlich auch erhebliche Kosten dahinter stecken und will auch keine absichtliche Täuschung unterstellen, aber wie bekommt man die Situation sinnvoll gelöst?  :frage: :frage: :frage:
Wäre für Ideen oder Ratschläge wirklich dankbar!
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troentken

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #1 am: 16. Mai 2018, 20:33:02 »

Am Besten alles wechseln, da dort einfach was nicht stimmt.
Der Landwirt könnte falsche Proben genommen haben, der LU evtl falsch ausgebracht oder sonstwas.

Brauchst du zufällig noch Rindergülle?  ;D
Münsterland hört sich so nah an....  ;)
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Farmer

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #2 am: 16. Mai 2018, 20:38:06 »

Hallo
Ich gebe auch Gülle ab. Die Probenahme ist nicht so einfach. Bei mir ist es nur ein Betrieb. Wir rühren den Behälter auf wenn  er das lezte mal vor der Ausbringung befüllt wird. Dann ziehen wir die Probe und schicken Sie ein. Das Ergebnis liegt vor der Ausbringung vor und der Aufnehmer sagt wie Viel er nehmen will. Das ist dann für beide Seiten fest. Den Lieferschein erstelle ich aus dem Programm heraus und alles hat seine Ordnung. Wenn nicht bekannt ist wo die Gülle herkommt würde ich als Aufnehmer von jedem Fass eine Probe ziehen und diese dann als Sammelprobe untersuchen lassen. Heutzutage ist meistens weniger drinn als gedacht wird bei Schweine und Rindergülle. Zu Gärsubstrat kann ich nichts sagen.
Gruß Walter
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Cat-Driver

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #3 am: 17. Mai 2018, 00:38:14 »

Hi, ich nehme Gärreste auf und Festmist auf. Kommt alles aus 5 bis 10km Entfernung, kenne alle Lieferanten persönlich.

Da, so glaube ich, hapert es bei Maximus. Mein Tipp: such dir einen Abgeber, sei es hier aus dem Forum, aus ebay-Kleinanzeigen etc. und verhandel direkt mit ihm.

Habe auch meine Erfahrungen sammeln dürfen: warme Gärreste aus der Hygienisierung gefahren (Geruchsbelästigung beschreibt es nur ansatzweise), Fahren bei suboptimlaen Bedingungen, unzählige Plastikteilchen in der Ware, plötzlich keine Ware mehr verfügbar etc..

Seit 8 Jahren kommt das Gärsubstrat von dem selben Lieferranten... Noch nicht perfekt, aber auf gutem Weg: Felder sind mittlerweile bekannt, Sauerei hält sich in Grenzen, jetzt muss ich nur noch dem Fahrer beibringen das man den 27m Schleppschlauchverband (für Keile) halbseitig abschalten kann ...

Gruß
Hermann
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postman

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #4 am: 17. Mai 2018, 07:05:45 »

Die verarschen dich... Würde mir auch jemand anderes suchen.
Hier geht auch viel im direktbezug, da traut sich das keiner. Gülleaufnehmer sitzten am längeren Hebel, also nutzt ihn.
MfG
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sten

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #5 am: 17. Mai 2018, 07:35:49 »

Egal was nun stimmt, ob Du verarscht wirst oder nicht, wenn Du solche Bedenken hast, beende die Beziehung. Da bekommst Du nie wieder Vertrauen rein. Es sollte in Deiner Gegend doch echt auch andere Abgeber in der Nähe geben, die das besser aufziehen.
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Sven1971

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #6 am: 17. Mai 2018, 13:00:54 »

Kurz und knapp:
Wie macht man es am fairsten für beide Seiten?

Kurz zur Situation:
Ich stelle meine Flächen nun seit 3 Jahren zur Wirtschaftsdüngeraufnahme (Schweinegülle) einer offiziellen Nährstoffbörse mit nahegelegenem Lohnunternehmen zur Verfügung.
Bis dato sind jedes Jahr leider erhebliche Diskrepanzen bei den Megen und Inhaltsstoffen festzustellen. Die vorab Analyse weicht teilweise um bis zu 50% nach oben ab,
da die Gülle meiner Vermutung nach nicht aufgerührt wird und somit die ersten LKWs qualitativ minderwertigeren "Dünger" liefern oder es wird von 2 Ställen (Mastschweine und Sauen), wie dieses Jahr geschehen, geliefert. Die vor Ort am LKW gezogenen Proben weichen dann ebenfalls erheblich ab und es wird vom Lohner zum einen troz Durchflussmegenmesser gerne auch mal mehr Menge mit den höheren Inhaltsstoffen gemeldet. Mir ist bewusst, das für den abgebenden Betrieb sicherlich auch erhebliche Kosten dahinter stecken und will auch keine absichtliche Täuschung unterstellen, aber wie bekommt man die Situation sinnvoll gelöst?  :frage: :frage: :frage:
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Da gibt es nur eine Lösung, die viel Geld kostet, z.B. sowas hier:
http://www.garant-kotte.de/produkte/specials/nirs-sensor/ueberblick/


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Die Größe macht es nicht allein, sonst holt die Kuh den Hasen ein.

klausg

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #7 am: 17. Mai 2018, 13:37:15 »

Wie ist es denn eigentlich in den anderen Bundesländern? Werden Nirs Sensoren und die Summenermittlung daraus schon anerkannt?
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Mettigel

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #8 am: 18. Mai 2018, 08:07:23 »

Bei uns geht alles im Direktbezug weg, es werden Proben gezogen und zusätzlich mit Quantofix bei Proben aus dem Fass überprüft. Wenn ich zu viel liefere ist das mein Problem, gerade mit der Düngerbedarfsberechnung hat derAufnehmer ja sonst auch ein Problem, man bekommt es aber auch mit Vakuumfass sehr genau drauf.
Falls da unterschiedliche Gülle geliefert wurde müsste man es auf Getreide doch ganz deutlich sehen. Kann man nicht wenn geliefert wird schauen wo auf dem Hof abgezapft wird? Oder abmachen, dass eine Probe von der Gülle auf dem Feld genommen wird?
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granola

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #9 am: 18. Mai 2018, 09:05:09 »

@ Maximus: wie hier schon viele geschrieben haben: Such Dir einen anderen Partner! Händler bleiben Händler, letztendlich wollen die nur zusätzlich an etwas verdienen was bei Deiner Lage auch im Dirketgeschäft klapen sollte
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Felix

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Re: Wirtschaftsdüngeraufnahme
« Antwort #10 am: 29. Mai 2018, 21:24:18 »

Wir machen es derzeit nach zwei Methoden:
1. Wir bekommen für jeden cbm Gülle einen Betrag von x €. Die Kosten für die Ausbringung trage in dem Fall, ich selbst entweder über den Lohnunternehmer oder über den Abgeber welcher dann den Betrag entsprechend verrechnet.

2. Abgeber zahlt die Ausbringung oder erledigt diese selbst, auch hier bestimme ich wie, wann und wo.

Es handelt sich zum einen um Gärrest einer BGA welche auch unseren Mais kauft und einen Bullen- und Schweinemastbetrieb. Beide Betriebe liegen hier in direkter Nähe zu unserem Betrieb.
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"Dem Mutigen gehört die Welt, frisch gewagt ist halb gewonnen"
 

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