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Autor Thema: Phosphonate im Pflanzenbau  (Gelesen 2839 mal)

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Gutbrod1032

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #15 am: 30. Mai 2018, 12:06:26 »

Hilft Kaliumphosphonat auch gegen Mehltau an Gurken, Kürbissen und Stachelbeeren?
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Niederbayer

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #16 am: 31. Mai 2018, 09:09:46 »

Nur gegen Falschen Mehltau, gegen Echten Mehltau nicht.
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agri

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #17 am: 09. Juni 2018, 14:31:15 »

Gestern habe ich die Applikation des Nährstoffcocktails zu einer kleinen Streifenversuchsanlage genutzt:

Hat Lebosol Kalium plus mit dem darin enthaltenen Kaliumphosphonat einen positiven Einfluss auf die Widerstandsfähigkeit der Rüben gegen Blattkrankheiten sowie der allgemeinen Stressfähigkeit zB bei Trockenheit?

Ausgebracht wurde folgendes:
8 kg Epso microtop
1,5 l Borethanolamin 150
0,75 l Mangannitrat 235
20 l ASL

Mit 250l AWM

Dazu wurden folgende Varianten angelegt:
- Komplett ohne Nährstoffcocktail
- nur der o.g. Nährstoffcocktail
- zusätzlich 1 l/ha Kalium plus
- zusätzlich 2 l/ha Kalium plus

Die Kosten für das Kalium plus betragen ca 6€/l also nicht unbedingt ein Schnäppchen, sollte sich dadurch aber eine Fungizidmaßnahme gegen Cercospora und Co einsparen lassen, oder mit einem späteren Spritzstart der Blattapparat länger bis zur Ernte gesund erhalten lassen, dann könnte das wirtschaftlich werden.

Wir sind hier ein Rübenanbaugebiet mit mittlerem bis hohem Krankheitsdruck und die Fungizide Spyrale oder reine Strobilurine verzeichnen bereits Wirkungseinbußen.
In den letzten Jahren waren im Extremfall trotz der Wahl gesünderer Sorten bis zu 3 Behandlungen notwendig, meist kommen wir aber mit 1-2 Behandlungen aus.

Charlie hast du nicht dieses Kalium Plus bei anderen Pflanzen schon eingesetzt , hast du da etwas bemerkt .
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charlie

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #18 am: 09. Juni 2018, 14:44:31 »

@agri

Nein, außer einem kleinen Versuch mit einer Nutriphite-Spritzung in Gerste, wo ich keinen optischen Effekt feststellen konnte. Getrennte Ertragserfassung war leider nicht möglich.
Dagegen habe ich bei einer Beizung deutliche optische Effekte bei äußerst geringen AWM festgestellt, so dass in der nächsten Saison das komplette Saatgut eine Nutriphite-Beizung erhält.

Bin aber gespannt, ob sich da was verfeinern lässt und sich zusätzliche Möglichkeiten eröffnen
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

agri

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #19 am: 09. Juni 2018, 17:27:18 »

Na Charlie ,

dann sind wir ja beide noch nicht viel schlauer und doch auf gleichem Wissensstand ,

Bei Zukerrüben darf ich nicht mitreden , hab ja sowas nie angebaut .  Aber zum Thema Phosponate hatte ich ja schon ein eigenes Thema eröffnet .

Also mir gehts wie Dir , nur ein Versuch im Raps sieht man jetzt deutlich aber nur einer von vielen . Dadurch sehe ich die Sache sehr positiv .
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charlie

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #20 am: 09. Juni 2018, 18:19:05 »

Ja agri,
Nur Versuch macht kluch...
Und probieren geht über studieren...

Alles noch ein bissl Spielwiese um gewisse Effekte näher zu beleuchten, ob sich letztendlich was Handfestes und weiter Nutzbares ergibt, steht in den Sternen

PS. Werd die letzten 4 Beiträge mal zu deinem Phosphonat-Thema verschieben
« Letzte Änderung: 09. Juni 2018, 18:21:35 von charlie »
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

agri

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #21 am: 10. Juni 2018, 08:30:24 »

Ich machs mal ganz kurz ,

Auf der Versuchsfläche bei Raps hat nutrifit bei laubblatt beginn enorm der Entwicklung geholfen .

Die Anwendung von Kaliumplus hat bei Raps im 4 Blatt stadium zu gesünderen kräftigeren Beständen geführt , auch im Vergleich mit Pflügendem Kollegen Geführt bei Gleicher Sorte .
Die Spritzungen im Frühjahr konnte ich bei keinem Mittel wieder finden bis jetzt wo die Nullecke aufhellt .

Im Weizen war die Gebeitzte Variante im Vorteil mit Nutri.
Hat sich aber bis zum St 32 verwachsen .
Spritzungen konnte ich keine wiederfinden , die mehrfach von vegetationsbeginn bis St 39 durchgeführt wurden .
Ich werde beide Produkte jedoch weiter beobachten und Beizen ist gesetzt.
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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #22 am: 11. Juni 2018, 15:14:03 »


Im Weizen war die Gebeitzte Variante im Vorteil mit Nutri.
Hat sich aber bis zum St 32 verwachsen .
Spritzungen konnte ich keine wiederfinden , die mehrfach von vegetationsbeginn bis St 39 durchgeführt wurden .
Ich werde beide Produkte jedoch weiter beobachten und Beizen ist gesetzt.

Hallo agri,

ich probiere damit auch rum. Im Weizen zur 1. Fungizidmaßnahme habe ich mit 0,5 l Phosfik das Moddus um 20% reduziert, weil es auch eine verstärkende Wirkung auf den Wachstumsregler haben soll. Letztes Jahr und dieses Jahr hat das geklappt (war aber aufgrund der Trockenheit auch nicht unbedingt eine Bewährungsprobe für Wachstumsregler...).

Heuer in Rüben als Versuch zusammen mit der Borspritzung... mal schauen.

Zur Beizung bei Getreide hätte ich bitte ein paar Fragen:

Welches Beizmittel?

Hast Du das Wasser beim Beizen ersetzt durch Nutriphite oder danach als "Eigene Anwendung"? Beim googeln habe ich eine Empfehlung gefunden mit 30 ml/dt, aber keine weiteren Hinweise.

Welche Aufwandmenge hast Du genommen?

Danke!
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agri

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #23 am: 11. Juni 2018, 17:06:14 »

Aha jetzt weiss ich auch warum der Weizen so kurz ist trotz meiner geringen Aufwandmenge an WR , doch bei meinen Nachbarn ohne PP ist er auch nicht länger .

Die Beizung wurde bei meinem Landhandel durch geführt , ich frag da mal nach wie das geht .
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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #24 am: 11. Juni 2018, 18:16:32 »

Danke!
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agri

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #25 am: 19. Juni 2018, 18:29:37 »

Danke!

oh Gott , beinah vergessen , schäm .

Also beim Landhandel wird das über den Beizautomat von der zweiten Seite in den Beizvorgang gegeben .

Ach Auskunft geht das auch wenn es direkt zur Beize eingemischt wird .

Damit das nicht so klebt werden ca. 125 ml Wasser benötigt und ca. 40ml Kantor dazu dann 35ml Nutrifit ,
natürlich für 100 kg Weizen .

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Re: Phosphonate im Pflanzenbau
« Antwort #26 am: 19. Juni 2018, 22:09:45 »

Danke für die ausführliche Info!

Dann werde ich das mal so probieren
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