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Autor Thema: Welche ZF-Mischung?  (Gelesen 2166 mal)

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charlie

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #15 am: 13. April 2018, 18:10:40 »

Ich habe es oben schon einmal geschrieben: man muss sich wirklich rantasten an den Zwischenfruchtanbau. Machen das jetzt schon ein paar Jahre und bisher war kein Jahr dabei, wo ich zu 100% mit den Ergebnissen zufrieden war.

Dem kann ich mich auch nur anschließen...
Probieren und Beobachten sind die wichtigsten Punkte.
Es gibt keine Patentrezepte, die immer und überall funktionieren.

Zum Gelbsenf habe ich die gleiche Meinung wie Tomiq. Oben hui, unten pfui... und gerade die Konkurrenz zu den anderen Komponenten führt häufig zum Scheitern.
Den Bodengare-Nachteil einer senflastigen Mischung mit Top-Aufwuchsmenge vor Winter gegenüber meinen doch zierlicher entwickelten Mischungen durfte ich letzte Woche beim Rübendrillen selbst erfahren.
Außerdem ist er bei mir auf den meisten Flächen sowieso wegen der Raps u. Rüben-FF außen vor.
Ebenso meide ich Ölrettich, der auch hier in der Wärmelage nur selten sicher abfriert und auch mechanisch nicht sicher auszuschalten ist, zudem erfordert er höhere Glyfosmengen, die ich nur ungern vor ZR ausbringe.

Unter relativ ähnlichen Bedingungen wie bei Tomiq, mit etwas leichteren Böden wird der Ölrettich inzwischen durch Öllein ersetzt, der Sonnenblumenanteil beschränkt sich bei mir auf die berühmte Handvoll fürs Auge, ansonsten arbeite ich auch mit den Komponenten Alex-Klee, Phacelia, Ramtill, Kresse und Sommerwicke.
Ab nächstem Jahr werde ich wohl auch wieder Erbsen zumischen, obwohl denen wundersamerweise wohl mit Vorliebe per Einzelselektion von den Karnickeln der Garaus gemacht wird...
Auch der Öllein ist nicht problemfrei, wovon ich mich dieses Jahr leider trotz strahlender Sonne und trockener Luft bei der Saatbettbereitung überzeugen konnte: auch das gut erfrorene Leinstroh ist äußerst zäh. Aber er hat ein der Lupine ähnliches Wurzelbild mit guter Tiefenwirkung und gedeiht bei unseren kalkhaltigen Böden mit natürlich hohen pH-Werten sehr viel besser.

Zum Aussaattermin:
Der größte Teil meiner ZF steht nach WG. In unseren Frühdrusch-Gefilden lässt sich dann recht sicher die Ausfallgerste per flacher Bodenbearbeitung bekämpfen, Mist ausbringen, Grundbodenbearbeitung durchführen und die ZF ordentlich per Drille aussäen. Damit ist der Acker auch schon eben und somit für eine flache Saatbettbereitung im Frühjahr vorbereitet. Nicht alle meine ZF-Flächen dienen auch zum Greening, und der Anteil wird eigentlich eher geringer statt größer, da die Auflagen so ziemlich alles an ackerbaulicher Freiheit nehmen.
So möchte ich in Zukunft stärker am Thema Unkrautunterdrückung durch flaches Einarbeiten oder Walzen/Messern im Herbst experimentieren. Hat hier schon jemand Erfahrungen mit den „Grenzschichten“ und deren keimhemmende Wirkung und kann darüber berichten?
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Gruß

Charlie

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tomiq

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #16 am: 13. April 2018, 19:56:45 »

... beim Senf muß ich seit heute etwas differenzierter Argumentieren.

Ein guter Bekannter von mir hat im Jahr 2017 abessinischen Senf in die ZF Mischung mit
eingemischt ... dieser sieht beim auflaufen aus, wie ein rötlicher Ölrettich. Unterdrückt sehr
stark Unkraut bzw. Wiederwuchs. Ich habe ihn aber auch nicht weiters beobachtet während
der Vegetation im Herbst.

Gestern habe ich paar Exemplare vor die Haustüre gelegt bekommen ... die Wurzelausbildung
ist wesentlich stärker als beim Gelbsenf.

Der abessinische Senf hat, wie auf dem Wurzelbild zu erkennen ganz tief gewurzelt und war
von der Pflugsohle relativ unbeeindruckt.



ade
tomiq
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tomiq

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #17 am: 13. April 2018, 19:58:28 »




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tomtex

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #18 am: 15. April 2018, 16:51:11 »

Mitte/Ende August klingt spät für mich (ein Tag im Juli ist besser als eine Woche im August oder der ganze September), keine Ahnung wieviel Vegetation bei dir da noch passiert. Aber jede Stunde Sonne zählt ;) Vor Kreuzblütlern in Rapsfruchtfolgen hätte ich keine Angst, zumindest solange deren Anteil nicht die Hauptkomponente ausmacht und die Mischung vielfältig ist. Zur Anregung: http://www.camena-samen.de/Camena_Regenerative_Landwirtschaft_Wenz_Naeser.pdf
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johndeere820

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #19 am: 17. April 2018, 17:28:27 »

Ebenso meide ich Ölrettich, der auch hier in der Wärmelage nur selten sicher abfriert und auch mechanisch nicht sicher auszuschalten ist, zudem erfordert er höhere Glyfosmengen, die ich nur ungern vor ZR ausbringe.

Ölrettich kommt hier aufgrund identischer Probleme nicht mehr in die Zwischenfrucht. Es soll aber mittlerweile Sorten geben, die deutlich besser abfrieren. Die Bodengare nach Ölrettich gefällt mir aber nach wie vor gut. Vielleicht probiere ich den Meliorationsrettich mal aus, der ist wohl weniger winterhart.

Unter relativ ähnlichen Bedingungen wie bei Tomiq, mit etwas leichteren Böden wird der Ölrettich inzwischen durch Öllein ersetzt, der Sonnenblumenanteil beschränkt sich bei mir auf die berühmte Handvoll fürs Auge, ansonsten arbeite ich auch mit den Komponenten Alex-Klee, Phacelia, Ramtill, Kresse und Sommerwicke.
Ab nächstem Jahr werde ich wohl auch wieder Erbsen zumischen, obwohl denen wundersamerweise wohl mit Vorliebe per Einzelselektion von den Karnickeln der Garaus gemacht wird...
Auch der Öllein ist nicht problemfrei, wovon ich mich dieses Jahr leider trotz strahlender Sonne und trockener Luft bei der Saatbettbereitung überzeugen konnte: auch das gut erfrorene Leinstroh ist äußerst zäh. Aber er hat ein der Lupine ähnliches Wurzelbild mit guter Tiefenwirkung und gedeiht bei unseren kalkhaltigen Böden mit natürlich hohen pH-Werten sehr viel besser.

Öllein stand letztes Jahr in der Mischung, ist aber u.a. aufgrund der Witterung und des dominanten Gelbsenfs ziemlich untergegangen. Blüht der Öllein im Herbst noch? Die blauen Blüten sehen ja doch ganz nett aus ;)
Bei Sonnenblume und Phacelia bin ich mir noch nicht sicher, wie hoch der Pflanzenanteil in der Zwischenfrucht sein soll. Für die Optik reicht sicher eine kleine Menge. Die abgefrorenen Phaceliapflanzen sind ja im Vergleich zu bspw. Gelbsenf oder Erbsen eher dunkel, wenn nicht sogar fast schwarz. Spiegelt sich das in der Bodenerwärmung wieder?

Werde in diesem Jahr sowohl Erbsen, als auch Lupinen in der Zwischenfrucht stehen haben. Bin gespannt, wie die Lupine sich entwickelt. Der pH-Wert wird auf den Rübenflächen auch aufgrund der Kalkung vor der Zwischenfruchtsaat eher zu hoch für die Lupine sein. Danke für den Hinweis mit dem Öllein. Wenn sich die Lupine nicht wie erhofft entwickelt, werde ich wohl zukünftig nochmal Öllein ausprobieren. Hätte vor Zuckerrüben schon gerne einen guten Tiefwurzler in der ZF stehen.

So möchte ich in Zukunft stärker am Thema Unkrautunterdrückung durch flaches Einarbeiten oder Walzen/Messern im Herbst experimentieren. Hat hier schon jemand Erfahrungen mit den „Grenzschichten“ und deren keimhemmende Wirkung und kann darüber berichten?

Erfahrungen mit der Herbsteinarbeitung bzw. -bearbeitung von Zwischenfrüchten habe ich bisher keine. Was erhoffst du dir dadurch? Hier zeigt sich, dass eine gut entwickelte Zwischenfrucht den Acker sauber hinterlässt, wenn man vorher das Ausfallgetreide beseitigt.
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johndeere820

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #20 am: 17. April 2018, 17:35:21 »




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charlie

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #21 am: 17. April 2018, 20:21:52 »

Vielleicht probiere ich den Meliorationsrettich mal aus, der ist wohl weniger winterhart.

Der Tillage Radish lässt sich recht gut durch Walzen bei Frost umbringen. Sofern du eine Sorte wählst, deren Rettiche recht weit aus dem Boden ragen, zB „Deeptill“ von der DSV, dann kannst du den Rettich unterhalb des Vegetationspunktes brechen und er treibt nicht wieder aus (problematisch bei tiefsitzenden Rettichen). Die Löcher der verrottenden Rettiche bieten manchmal Schnecken aber ideale Bedingungen.

Blüht der Öllein im Herbst noch? Die blauen Blüten sehen ja doch ganz nett aus ;)
Bei Sonnenblume und Phacelia bin ich mir noch nicht sicher, wie hoch der Pflanzenanteil in der Zwischenfrucht sein soll. Für die Optik reicht sicher eine kleine Menge. Die abgefrorenen Phaceliapflanzen sind ja im Vergleich zu bspw. Gelbsenf oder Erbsen eher dunkel, wenn nicht sogar fast schwarz. Spiegelt sich das in der Bodenerwärmung wieder?

Bei einer zeitigen Julisaat und langer Vegetation könnte die Öllein-Blüte an einem Gunststandort möglich sein. Bei Frühjahrsaussaat beträgt die Vegetationszeit von Öllein etwa 120 Tage.
Eine Blüte ist aber nicht unbedingt erstrebenswert, da mit der Blüte auch die Lignineinlagerung in die Stängel beginnt und die Faserzellen dann sehr zäh werden. Das erschwert die nachfolgende Bearbeitung.

Meinen Sonnenblumenanteil halte ich recht gering, auch wegen der Sklerotinia-Gefahr. Für den optischen Gesichtspunkt reichen geringste Anteile. Auch bergen höhere Anteile durch Form und Gewicht des Saatgutes die Gefahr des „Aufschwimmens“ (Entmischung) in der Drille.
Phacelia nimmt bei mir einen größeren Anteil (ca 20% Pflanzen), Probleme durch schlechte Erwärmung durch die dunklere Farbe der abgestorbenen Pflanzenteile haben sich bei mir noch nicht negativ ausgewirkt. Sehr positiv ist die sehr gute Bodengare gerade im oberen Krumenbereich.

So möchte ich in Zukunft stärker am Thema Unkrautunterdrückung durch flaches Einarbeiten oder Walzen/Messern im Herbst experimentieren. Hat hier schon jemand Erfahrungen mit den „Grenzschichten“ und deren keimhemmende Wirkung und kann darüber berichten?

Erfahrungen mit der Herbsteinarbeitung bzw. -bearbeitung von Zwischenfrüchten habe ich bisher keine. Was erhoffst du dir dadurch? Hier zeigt sich, dass eine gut entwickelte Zwischenfrucht den Acker sauber hinterlässt, wenn man vorher das Ausfallgetreide beseitigt.

Mir geht es im Herbst um die sogenannten Flächenrotte zur Nährstoffixierung und Verhinderung von Verlusten. Bei der flachen Einarbeitung wird ein anaerober Abbauprozess und somit Fäulnis vermieden.
Trotzdem erfolgt durch den Rotteprozess wohl eine gute Unterdrückung des neukeimenden Unkrauts.
Vielleicht kann ja hier jemand über solche Erfahrungen berichten.
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Gruß

Charlie

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johndeere820

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #22 am: Gestern um 18:50:58 »

Bei einer zeitigen Julisaat und langer Vegetation könnte die Öllein-Blüte an einem Gunststandort möglich sein. Bei Frühjahrsaussaat beträgt die Vegetationszeit von Öllein etwa 120 Tage.
Eine Blüte ist aber nicht unbedingt erstrebenswert, da mit der Blüte auch die Lignineinlagerung in die Stängel beginnt und die Faserzellen dann sehr zäh werden. Das erschwert die nachfolgende Bearbeitung.

Lignin spielt im Humusaufbau eine wichtige Rolle, daher wäre blühender Öllein nicht nur als Insektenfutter interessant. Die Bearbeitung im Frühjahr übernimmt die KSE, eventuell mit vorhergehendem Arbeitsgang durch den Mulcher. Da sollten geringe Anteile Öllein eigentlich nicht allzu schlimm sein. Gehe aber aufgrund deiner Aussage mal davon aus, dass der Öllein bei Aussaat Anfang August nicht in die Blüte geht. 

Meinen Sonnenblumenanteil halte ich recht gering, auch wegen der Sklerotinia-Gefahr. Für den optischen Gesichtspunkt reichen geringste Anteile. Auch bergen höhere Anteile durch Form und Gewicht des Saatgutes die Gefahr des „Aufschwimmens“ (Entmischung) in der Drille.
Phacelia nimmt bei mir einen größeren Anteil (ca 20% Pflanzen), Probleme durch schlechte Erwärmung durch die dunklere Farbe der abgestorbenen Pflanzenteile haben sich bei mir noch nicht negativ ausgewirkt. Sehr positiv ist die sehr gute Bodengare gerade im oberen Krumenbereich.

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt: die abgefrohrerenen Phaceliapflanzen sollen durch die dunkle Färbung die Bodenerwärmung fördern, was gerade auf den schweren Teilflächen wünschenswert wäre.

Mir geht es im Herbst um die sogenannten Flächenrotte zur Nährstoffixierung und Verhinderung von Verlusten. Bei der flachen Einarbeitung wird ein anaerober Abbauprozess und somit Fäulnis vermieden.
Trotzdem erfolgt durch den Rotteprozess wohl eine gute Unterdrückung des neukeimenden Unkrauts.
Vielleicht kann ja hier jemand über solche Erfahrungen berichten.

Ach so, dann möchtest du deine Zwischenfrucht ähnlich behandeln, wie Dietmar Näser und Friedrich Wenz das in ihrem Bodenkurs vermitteln.
 
Hier wird dazu etwas erklärt.


Könnte man die Flächenrotte nicht auch im Frühjahr durchführen?
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tomtex

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #23 am: Gestern um 22:04:01 »

Könnte man die Flächenrotte nicht auch im Frühjahr durchführen?
Sicherlich. Aber da wir alle irgendwie ein "je früher desto besser Gen" haben muss man sich da ganz schön in Geduld üben. Aber vor Mais sollte das wohl machbar sein, bzw. eigentlich sinnvoll die lange Zeit zwischen Getreidernte und Maisaussat mit einer nicht abfrierenden Mischung zu Nutzen. Laut Näser und Wenz sollte man auch in einer Zwischenfrucht immer Gräser, Kreuzblütler und Leguminosen vertreten haben.
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johndeere820

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Re: Welche ZF-Mischung?
« Antwort #24 am: Gestern um 23:51:25 »

Sicherlich. Aber da wir alle irgendwie ein "je früher desto besser Gen" haben muss man sich da ganz schön in Geduld üben. Aber vor Mais sollte das wohl machbar sein, bzw. eigentlich sinnvoll die lange Zeit zwischen Getreidernte und Maisaussat mit einer nicht abfrierenden Mischung zu Nutzen.

Da ich dazu keine Erfahrungen habe und mich hier mit dem bisherigen Mulchsaatverfahren auf dem richtigen Weg sehe, kann ich da leider nicht viel zu beitragen. Ohne zu wissen, wie lange der Prozess der Flächenrotte dauert, halte ich die Idee eine überwinternde Zwischenfrucht vor Zuckerrüben anzubauen und diese über die Flächenrotte abzutöten aber durchaus für reizvoll.

Laut Näser und Wenz sollte man auch in einer Zwischenfrucht immer Gräser, Kreuzblütler und Leguminosen vertreten haben.

Einige Wissenschaftler und Landwirte sind auch der Meinung, dass auch Pflanzen aus anderen Familien ergänzt werden sollten, also z.B. Knöterichgewächse (Buchweizen) oder Korbblütler (Ramtillkraut). Aus Sicht des Bodenlebens ergibt es Sinn, da jede Pflanzenfamilie/-art andere Wurzelexsudate abgibt. Gräser mykorrhizieren bspw. deutlich besser als Kreuzblütler. Symbiotische Effekte, wie z.B. die Konservierung von biologisch fixiertem Stickstoff durch Gräser und Kreuzblütler, sind ja altbewährt.

Solange in der Zuckerrübenfruchtfolge kein Raps steht, ist die Forderung Gräser, Kreuzblütler und Leguminosen in der Zwischenfrucht zu haben ja vergleichsweise leicht umzusetzen.

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