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Autor Thema: Düngeverordnung - Stromstoffbilanz was haben wir als Bio damit zu tun?  (Gelesen 448 mal)

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Heico

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Bisher habe ich mich nicht damit befasst, weil ich der Meinung war, dass alles im Biobereich entsprechend geregelt ist und den Anforderungen der nachhaltigen Wirtschaftsweise genügt.

Bei anderen Threads hier im Forum geht es meistens um N-Düngung, um Gülle und P-Gehalten, die im Bioanbau nicht relevant sind, weil nur wenig vorhanden ist und diese knappen Mengen überall gebraucht werden.

Nun gibt es aber offensichtlich doch Überschneidungen und Probleme mit CC und Aufzeichnungspflichten.

Bei der P-Düngung hatten wir Jahrzehnte lang überhaupt keine Möglichkeiten verfügbare Mengen aufs Feld zu bekommen, da die Rohphosphate nur bei niedrigen pH Werten wirken. Jetzt in Kooperation mit Viehbetrieben gibt es Möglichkeiten eine kleine Menge Phosphor auf die Felder zurückzubringen, die von einigen genutzt wird.

Bei der N-Düngung ist jeder bemüht die kleinen Zukaufsmengen möglichst effektiv einzusetzen. Überhänge, die auswaschen, gibt es nur bei falscher Wirtschaftsweise. So lange nur übliche Feldfrüchte wie Getreide und etwas Hackfrucht angebaut wird, bleibt die N-Düngung sehr knapp.
N-min habe ich in den 80er, als der Betrieb noch Konventionell war, gemacht. Nach der Umstellung war die Untersuchung hinfällig, da keine N-Mengen im Frühjahr vorhanden waren. Die Pflanze lebt von der Hand in den Mund. Was im Frühjahr mineralisiert wird, ist am nächsten Tag schon von der Pflanze aufgenommen.

Wie geht es euch mit dem zusätzlichen Auftrag, die Düngung zu verwalten?
Ab wann müssen wir was machen?
Wo kann man Excel Tabellen laden und ausfüllen?
Worauf müssen wir achten?



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wolf

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Ich bin sofort, also ab diesem Jahr, mit der Stoffstrombilanz dabei. Hier ist zwar nur eine bescheidene eigene Tierhaltung, aber ich habe eine Kooperation mit einer BGA, ich liefere Kleegras, z.T. auch Wickroggen und bekomme Gärreste zurück.
Ansich keine schlechte Sache, meine Böden werden nährstoffseitig nicht abstürzen und ich hoffe, dass ich damit auch Mahlqualitäten erzeugen kann.
 
Düngebedarfsermittlung habe ich schon teilweise hinter mir, da die Düngung z.T.  größer 50 kg N/ha sein wird. Es ist halt in unserem Fall unsinnig, wenn nach den Angaben zur geplanten organischen Düngung ausgegeben wird, was noch mineralisch gedüngt werden darf ;D. Aber Programme oder Exelblätter für ökologischen Landbau gibt es nicht. Genausowenig gibt es Daten zum Ertrag. Ich bin jetzt erst aus der Umstellung raus, ich habe keine eigenen Öko-Ertragsdaten. Die Durchschnittsdaten der Landkreise gibt es auch nur für konvi, für öko keine Daten, nichts, nicht mal Durchschnittsdaten für das Bundesland mit denen man rechnen könnte.   

Die Stoffstrombilanz kommt dann auch noch. Da gibt es von offizieller Seite ja noch gar keine EDV-gestützten Berechnungshilfen.

Zur P-Düngung: nach der Düngebedarfsermittlung begrenzt bei mir das Phosphat die Gärrestedüngung obwohl meine Böden in Klasse A-C sind.

 
 

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