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Autor Thema: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.  (Gelesen 2247 mal)

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Henrik

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Re: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.
« Antwort #30 am: 12. Februar 2018, 10:22:08 »

Hallo Günter,

ich vermute mal du hast einen Vortrag der Heimischen Landwirtschaft gehört? Frau Zschächner?

Finde gut was die machen! Der Ansatz ist auch richtig. Nur zweifel ich inzwischen ob es was bringt? Die Landwirte haben seid Generationen im Kopf das sie die Lebensmittelversorgung sicherstellen sollen. Wir haben seid 30 Jahren eine Überproduktion in einigen Bereichen. Mind. 80% der Bevölkerung ist es fast egal egal was die Landwirtschaft, solange es für sie in Ordnung ist und die Lebensmittel günstig sind.
Das Problem derzeit (wie in vielen anderen Bereichen auch), wir haben eine Politik der NGO´s. Den gehts um Idiologie und um Geld! Viel Geld, davon leben inzwischen Heerscharen von Leuten, die nix anderen zu tun haben als spenden einzusammeln und mit bunten bösen Bildern oder Videos Stimmung zu machen. 99 % der Landwirte können alles richtig und in Ordnung machen, die finden den einen der über die stränge schlägt. Der oder das wird dann hochstilisiert und gepuscht, dann ist gefühlt jeder Versuch etwas gutes zu machen mal wieder im Sande verlaufen (Leider). Die Presse bzw. der Journalist ist ständig auf der Suche nach Skandalen (egal was und wo), die Politik beugt sich dann der gefühlten Mehrheit und reagiert (meistens in Form von überhasteten Gesetzten, die am Ende allen vor die Füsse fallen!)
Wann oder wo wird denn mal das Treiben der NGO´s hinterfragt? Was die für Geld bekommen? Was deren Ziele eigentlich sind? Das die sich quasi inzwischen verselbstständigt haben. Es gibt einen gefühlten Mainstream und dem wird gefolgt. Ob das ganze sinnvoll oder langfristig richtig ist, das wird ab und zu mal hinterfragt, aber wer liest es denn auf Seite 7 oder weiter hinten in der Zeitung (sofern denn überhaupt noch Zeitung gelesen wird  :( ) Skandale sind immer auf der ersten Seite. Wir nehmen, wenn es uns betrifft persönlich, die meisten anderen Interessiert es nicht. Und mal ehrlich, lesen wir jeden Skandal der in der Zeitung steht? Oder setzen wir uns damit auseinander? Oft denken wir uns unseren Teil und gut ist, haben ja genug eigene Probleme.

Das sich was ändern muss klar, aber die Landwirtschaft weiss ja selbst nicht mal was oder wo.

Ich höre und lese immer Aufklärung, die Landwirte wollen erklären wieso und weshalb etwas so ist, am Ende interessiert es die wenigsten. Die man vielleicht erreichen will, die erreicht man eh nicht. Als Landwirt ist man derzeit am Ende ein Mengenanpasser, das heist das Ergebniss ist Menge mal Preis. Auf den Preis haben wir fast null Einfluss, also geht s nur über die Menge.

Ich bin da bald bei BNT, die meisten werden es aussitzen.
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Ansgar

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Re: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.
« Antwort #31 am: 12. Februar 2018, 11:03:51 »

(...) da müssten wir zusammen in ordentliche Aufklärung und PR investieren.

Und? Wo liegt da das Problem? Lasst uns doch die Sache angehen! Früher gab es die CMA und den Absatzfond, da hat man vor der Sportschau noch Werbespots für landwirtschaftliche Produkte gesehen oder es wurde ermöglicht, dass auf Nationaltrikots der deutschen Handballer das QS-Zeichen prangte. Und heute? Nichts mehr dergleichen zu sehen (nur weil dagegen ein Geflügelhalter das Verfassungsgericht drauf angesetzt hat), stattdessen steht die Agrarwirtschaft ungeachtet ihrer Leistungen bei gleichzeitiger Gewährung von Nachhaltigkeit am Pranger wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Wir von unserer Genossenschaft haben im letzten Jahr mal das Zepter in die Hand genommen und da was in die Wege geleitet. Wir betreiben u.a. an vier verschiedenen Standorten Mischfutterwerke und beabsichtigen in Kürze pro Tonne Mischfutter 0,75 € in einen Fonds einzuzahlen. Mittlerweile sind weitere fünf genossenschaftliche Mischfutterhersteller aufgesprungen, weil sie die Notwendigkeit solcher Initiativen erkannt haben. Sogar  der WLV ist mit im Boot (in meinen Augen aber eher leider! :hmpf:) und will dort seine Erfahrungen (:frage:) mit einbringen. Man muss nur einmal damit anfangen!
So hat doch jeder die Möglichkeit solche Aktionen zu sponsern. Ich habe selbst schon mehrmals z.B. für Plakataktionen der ISN (https://www.schweine.net/projekte/projektboerse-uebersicht.html) Geld überwiesen, bei www.heimischelandwirtschaft.de kann sich jeder mit einbringen, das sollte doch für jeden landwirtschaftlichen Betrieb mit Zukunft ohne mit der Wimper zu zucken finanziell zu bestreiten sein - man muss nur wollen und sich nicht auf dem eigenen Betrieb verkriechen.
« Letzte Änderung: 12. Februar 2018, 11:13:48 von Ansgar »
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ggunter

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Re: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.
« Antwort #32 am: 12. Februar 2018, 11:15:41 »

Zwischen "wir sind blöd" und "es muss sich etwas ändern" liegen himmelweite Unterschiede, sowohl in der Aussage als auch in der Aussenwirkung...  von blindem Aktionismus halte ich nichts.

Aber erklär mir mal was ein allgemeiner Protest gegen die Düngereform in deinen Augen für eine Aussenwirkung bei Ottonormalverbraucher hat? Für mich hört sich das nach "die (blöden) Bauern wollen ihre Gülle weiter billig entsorgen und protestieren deshalb gegen die Begrenzung!" oder "die (blöden) Bauern denken ja immernoch viel hilft viel" an. Nitrat im Grundwasser lässt grüssen, dessen monokausale Grundlage nämlich die (blöden) Bauern sind... wahlweise mit der Massentierhaltung oder mit Kunstdünger.

Solange der mündige Bürger diesen Mist glaubt (und glauben will, weil ist ja schön einfach), wird das nix - vor allem nicht nach der jahrelangen Gehirnwäsche durch NGOs und ähnliche. Sehe das so wie Charlie, da müssten wir zusammen in ordentliche Aufklärung und PR investieren.


SAG MAL NIMMST DU DAS WÖRTLICH,,,ich will keine Werbung damit machen,,, wir sind zu blöd,,,wollte nur an die innere Selbsterkentnis apellieren. und ansonsten gehört zu einer ordentlichen Aufklärung eben auch der wille zur Veränderung.
der größte Widerstand kommt von den schwärzesten Schafen und die werden auch weiterhin gedeckt.
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Schorsch

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Re: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.
« Antwort #33 am: 12. Februar 2018, 13:36:17 »

und ansonsten gehört zu einer ordentlichen Aufklärung eben auch der wille zur Veränderung.
der größte Widerstand kommt von den schwärzesten Schafen und die werden auch weiterhin gedeckt.

Da hast Du natürlich recht. Viele dieser schwarzen Schafe agieren ja schon lange jenseits dessen, was bisher zulässig war. Die werden auch künftig einen Weg finden, die Regelungen zu unterlaufen. Die überwiegende Mehrheit der korrekt arbeitenden wird halt durch die jetzigen Verschärfungen hinaus gegängelt. Paradoxerweise kommen jetzt die schärferen Regeln v. a. wegen denen, denen bereits die bisherigen Grenzen herzlich egal waren.
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BNT

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Re: Ideologen,, wie erkenne ich einen? wer ist so einer bitte mal Hand hoch.
« Antwort #34 am: 12. Februar 2018, 13:59:19 »

Wer tricksen will, wird das immer tun und je strenger die Regeln, desto größer der Anreiz.
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