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Autor Thema: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus  (Gelesen 2009 mal)

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Mick

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #15 am: 17. Dezember 2017, 22:55:36 »

Elizabeth Köstinger kann ich aber sonst nicht einschätzen.
Viel wird sich nicht tut. Das Diktat kommt von der EU, national wird es umgesetzt und der Bauernbund gibt seinen Senf dazu ab.

Aus eben diesem Grund hätte ich die Elisabeth Köstinger viel lieber weiterhin im EU-Parlament gesehen. Dort konnte sie wesentlich mehr bewegen, als sie es jetzt können wird.
Außer Richtlinien national umsetzen bleibt ja nicht viel.
Die Grundlagen für unsere Gesetze werden in Brüssel gemacht und nicht in Wien. Die kann man uns dann vielleicht noch gut oder schlecht verkaufen, mehr aber schon nicht.

Wen haben wir jetzt eigentlich statt ihr in Brüssel?
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bayernfarmer

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #16 am: 18. Dezember 2017, 00:02:20 »

Hallo,
ihr jammert aber auf einem verdammt hohen Niveau, die Köstinger passt gut nach Wien, setzt euch mal bei Linked IN ne Nacht an den Computer und schaut deren Netzwerk durch. Will heissen, die ist verdammt gut vernetzt in Brüssel und kann von Wien aus noch viel bewegen.
Wegen organischer Düngung bin ich viel mit den Leuten auf der Gugl  in Linz in Verbindung, aber von deutscher Gesetzgebung seit ihr noch weit entfernt.
Klar ist, der Tourismus hat in AT ne enorme Bedeutung, irgendwie verständlich ( bin ja ab Neujahr wieder ne Woche dort ;D), aber die Politiker und Kammerleute wissen alle, das ohne die Landwirte das Land nicht so interessant wäre und sie euch brauchen - auch als Wähler!!!!
Ich war am Tag des Beschlusses des EU Beitritts Österreichs in Wolkersdorf als Redner einer Info Veranstaltung, die um 4.30 morgens beim Weinbaupräsidenten im Weinkeller endete. Innerhalb 2 Tagen hab ich damals 5 solche Veranstaltungen gemacht, seither hab ich noch immer gute Verbindungen in die österreichische Agrarpolitik - und ich kann nur sagen, es herrscht nach wie vor ein sinnvoller Pragmatismus.
Klar der Einfluss der EU wird größer, aber euer Land spielt seine Karten immer noch sehr gut aus. Regelt vieles auf seine Art und setzt nicht wie D noch eines auf die Vorgaben drauf in vorauseilendem Gehorsam.
Und da ich Grenznah bin und wöchentlich drüberhalb des Inns unterwegs bin arbeite und Geschäfte mache weis ich definitiv, das es in AT besser ist als in D.
mfg
Fritz
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hahn

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #17 am: 18. Dezember 2017, 05:47:26 »

@mukubauer: Also mit dem “Weg“ geb ich dir recht, aber das mit dem Sarkasmus erkennen musst du noch üben. Mit der Kirche bist du bei mir komplett falsch.
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BNT

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #18 am: 18. Dezember 2017, 08:20:29 »

Rupprechter wird zurück nach Brüssel gehen, denke ich.

Köstinger wird jedenfalls auf Argarebene das tun, was ihr der Bauernbund sagt. Da wäre eine aus dieser Generation mit eigenen Gedanken und Willen schon riskanter. Könnt ja auch eine verstecke Grüne sein.

Man kann national schon bremsen. Aber irgendwann wird man die Richtlinien umsetzen müssen.
Am besten hat's mal ein Bergbauer aus dem Nachbardorf formuliert: "Es kommt immer so viel, dass man gerade noch nicht alles hin wirft". Andererseits, wo gibt's noch Dörfer, wo's 20 Bauern mit jeweils unter 10 ha Grünland gibt?
Die kleinen Strukturen werden erfolgreich als Schlüssel zu einer gewissen Narrenfreiheit verkauft. Anbindehaltung und Prallteller - das kannst du nur verkaufen, wenn du mit armen kleinen Bergbauern wirbst.
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FeSt

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #19 am: 18. Dezember 2017, 09:23:12 »

Mit der Deformation des Ministeriums in der Namensgebung, ist es irgendwie auch verständlich,
dass man sich nicht mehr klar vertreten sieht als Landwirt im eigentlichen Sinn.
Wir haben ja somit offiziell kein Landwirtschaftsministerium mehr.

@Marketing
Das kann man zwar traurig sehen wie im Eingangspost,
doch man kann somit die eben wahren Stärken der österreichischen Landwirtschaft
wie eben Nachhaltigkeit und Tourismus noch besser vermarkten,
als wie nur als schnoddes Landwirtschaftsministerium.
Lifestlyemisterium hätte noch besser getroffen.  ;D

Ihre Chance hat sich aber Frau Köstinger eindeutig verdient, es besser zu machen.
Durch ihren "eigentlichen" Vorgänger ist ja die Hoffnung sehr niedrig gehalten, wie man sehen kann.

@Netzwerkfähigkeiten
Vielleicht kann sie damit hier etwas bewirken und bei uns beweisen.

http://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/13957787/Sanktionen-gegen-Russland-verlaengert/14198222

350 Mio. € Schaden durch gegenseitige Wirtschaftssanktionen alleine in OÖ
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Mukubauer

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #20 am: 18. Dezember 2017, 11:40:07 »

@mukubauer: Also mit dem “Weg“ geb ich dir recht, aber das mit dem Sarkasmus erkennen musst du noch üben. Mit der Kirche bist du bei mir komplett falsch.

Ebenfals
ich hab ja nicht nur dich angesprochen

und Die Ministerin ist für Land, Forstwirtschaft und Umwelt
das sich da nicht jemand in's Kastl machen muss ...
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Tellubauer

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #21 am: 18. Dezember 2017, 11:41:33 »

Ich finde, wenn man regelmässig knallhart betriebswirtschaftliche Daten vergleicht, kann man nicht von jammern sprechen. Ich sprach nur von Ackerbau und Schweinemast.
Zum Beispiel ein Ferkelbetrieb ist definitiv in Österreich massiv besser gestellt und das ist auch gut so. Wir wollen auf Dauer eigene Ferkel.
Im Ackerbau sind die Unterschied nicht so groß, wobei ich feststellen muss, dass je weiter man von der bayrischen Grenze wegkommt, der Betriebsmitteleinkauf eher teuer wird, und die Erlöse eher niedriger ausfallen (auch hier kenne ich exakte Zahlen).
Verlierer der letzten Jahre im Vergleich zu Bayern ist ganz klar die Schweinemast, und zwar bei fast allen betriebswirtschaftlichen Parametern, wenn sie über Jahre verglichen werden. Da dies schleichend passierte, hat das noch kaum jemand am Schirm. Größter Ausschlag war die Veränderung bei der Mehrwertsteuerpauschalierung (natürlich nur für die Ust-Pauschalierer in Österreich, in Bayern pauschalliert die Ust jeder mir gut bekannte Betrieb) -> kostet bei momentanen Preisverhältnissen gute 5 € beim Mastschwein.

Wie gesagt die dt. DüngeVo habe ich noch nicht bewertet, da ich sie noch zu wenig kennen. Bei uns dauert es bis voraussichtlich 2019 bis alle Vorgaben der EU umgesetzt sind, die bei euch in D schon berücksichtigt wurden; dh. mind. 2 Jahre hier ein Vorteil, und wir haben auch deutlich leichtere Vorgaben von der EU als D, was eine moderatere Umsetzung erwarten lässt.
Aber sollte zum  Beispiel die N Ausbringung auf Morgenfrost verboten werden, kostet das mich lt. meinen Versuchen im Schnitt 5000 €/a; das ist im Innviertel wahrscheinlich völlig anders zu sehen.

Soviel zu den Vergleichen; und bei anderen Betriebstypen habe ich keine Ahnung. Sind sicherlich in Österreich viel besser als in Bayern, wenn ich mir das Meinungsbild so anschaue.
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BNT

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #22 am: 18. Dezember 2017, 11:47:19 »


Aber sollte zum  Beispiel die N Ausbringung auf Morgenfrost verboten werden, kostet das mich lt. meinen Versuchen im Schnitt 5000 €/a;


Warum?
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FeSt

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #23 am: 18. Dezember 2017, 12:09:12 »

Das Warum?  kann ich @Tellubauer ganz gut folgen und ist auch logisch.
Im Innviertel ist man da gleicher Meinung wie im Zentralraum.
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Tellubauer

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #24 am: 18. Dezember 2017, 12:32:10 »

@BNT
Morgenfrost:
Weil meine Pseudogleye in vielen Jahren (im Schnitt 2 von 3) erst im April, manchmal auch erst mitte April befahrbar sind. Das ist für insb. für Rapsandüngung schon etwas spät. Aber auch meist für Wintergetreide suboptimal. Obendrein kommt dann meist (zum Glück) Trockenheit. Habe auf meinem Standort eindeutige Ergebnisse. Fahre fast die gesamte Andüngung und die gesamte Rapsdüngung auf Morgenfrost; meist auch falls nötig die Rüsselerbekämpfung.
Aber wie gesagt, der Standort macht die Bewertung.
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BNT

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Re: Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
« Antwort #25 am: 18. Dezember 2017, 12:52:13 »

Danke. Ich verstehe.
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