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Autor Thema: Düngebedarfsberechnung ab 2018  (Gelesen 23256 mal)

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dirkk

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #255 am: 13. Februar 2018, 07:43:51 »

Zitat
Aber mal im erst man kann doch nicht bei 20,40,70 Schlägen Nmin Poben ziehen lassen jedes Jahr
In der Verordnung steht ja auch ...... repräsentative Proben ziehen ( schon über 10 Jahre )  .... bei mir läuft es so  :  Ich ziehe für bestimmte Frucht/ Vorfruchtkonstellationen , die bei mir häufig vorkommen , repräsentative N-min/S-min Proben . Das macht bei meinen 50 Schlägen/Schlagteilen dann 8 Bodenproben dies Frühjahr - eine für Sommerungen ohne ZWfr , eine für Sommerungen mit ZwFr. , dann für Weizen nach Bohnen,Mais ,Raps und Weizen , dann für Gerste nach Weizen und eine für Raps . Und dann wird bei der Schlagkartei eingetragen , welcher N-min Wert aus den Proben für welchen Schlag als Vorgabereferenz angenommen wird .  Bislang gab es keine Probleme bei Kontrollen - eigene Werte werden immer gern gesehen !

Auch wenn die N-min Werte prinzipiell mit Unsicherheiten belastet sind - bei den Referenzwerten sind meiner Meinung nach die Unsicherheiten in Bezug auf die eigenen Schläge noch höher ......

Und meist waren meine Nmin-Werte niedriger als die Referenzwerte , was zumindest für einzelne Schläge bei der Bedarfsermittlung Raum für mehr N gäbe - aber man muss ja nicht alles düngen , was die Bedarfsermittlung hergibt - die Bilanz muss ja am Ende stimmen , da wird viel Wert drauf gelegt .

gruss
dirkk
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Ansgar

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #256 am: 13. Februar 2018, 07:56:29 »

Hier in NRW ist es möglich, gleiche Kulturen auf mehreren Standorten zu Bewirtschaftungseinheiten zusammenzufassen. Ich wüsste von daher nicht, was dagegen sprechen könnte, dass je Bewirtschaftungseinheit eine Nmin-Probe ausreichend sein sollte - genauer können die durchschnittlichen Nmin-Richtwerte im 5jährigen Mittel auch nicht sein.
Aber es wird immer deutlicher: Man sollte nicht über Sinn und Unsinn dieser Düngerverordnung debattieren - sie ist und bleibt der reinste Schwachsinn10!
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Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

troentken

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #257 am: 13. Februar 2018, 08:15:48 »

Und was bringt es, diese dann um 20kg N geringer zu haben?
Erstmal habe ich doch eh 50 kg N Überschuss Reserve.
Erst wenn diese überschritten werden, wird überhaupt die DBE angeguckt. Vorher nicht.
Sie muss zwar vorliegen und gemacht werden, der Inhalt ist aber relativ egal, solange die 50kg N Überschuss im Betriebsmittel eingehalten werden.

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Ede

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #258 am: 13. Februar 2018, 09:04:07 »

man sollte immer bedenken, die Düngebedarfsberechnung ist eine "Empfehlung" und keine Vorschrift "Du musst jetzt genau soviel düngen", im nächsten Frühjahr sollte natürlich die Düngebilanz dann im grünen Bereich sein (das könnte man auch jetzt schon gegenrechnen).

Wat? Steht nicht irgendwo, daß man sich auch an die DBE halten muß? Klar, korrekturen sind möglich. Aber ohne sich dran halten zu müssen ist es sinnfrei.

Gruß
Ede
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BNT

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #259 am: 13. Februar 2018, 09:20:11 »

Zitat
...eigene Werte werden immer gern gesehen !

... bei den Referenzwerten sind meiner Meinung nach die Unsicherheiten in Bezug auf die eigenen Schläge noch höher ......


Das kann man nur ganz ganz dick unterstreichen.

Ich hatte noch nie Probleme, wenn ich schlüssig meine Beweggründe darlegen konnte.
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Maddin55

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #260 am: 13. Februar 2018, 09:21:54 »

man sollte immer bedenken, die Düngebedarfsberechnung ist eine "Empfehlung" und keine Vorschrift "Du musst jetzt genau soviel düngen", im nächsten Frühjahr sollte natürlich die Düngebilanz dann im grünen Bereich sein (das könnte man auch jetzt schon gegenrechnen).

Wat? Steht nicht irgendwo, daß man sich auch an die DBE halten muß? Klar, korrekturen sind möglich. Aber ohne sich dran halten zu müssen ist es sinnfrei.

Gruß
Ede

Ja, man muss sich dran halten, zumindest ist der ermittelte Wert die Obergrenze, die nicht überschritten werden darf (unter bestimmten Umständen (z.B. Bestandsentwicklung) wohl schon, aber nur mit Begründung und ich meine da war auch was von Zustimmung der zuständigen Behörde)

Nach unten kann man natürlich abweichen
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tom82

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #261 am: 13. Februar 2018, 09:39:35 »

Du musst natürlich nicht!

Aber es sind dann die amtlichen Nmin Werte zu berücksichtigen. Und die sind sicher wieder recht hoch angesiedelt. Kannst als Stickstoff einsparen  ;D

das stinnt natürlich , aber ich denke die frage bezog sich darauf , ob ob er die ergebnisse seiner proben repräsentativ auf alle bewirtschafteten flävhen übertragen darf ?!

danke Joe genau das war meine eigentliche Frage 😀
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Ede

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #262 am: 13. Februar 2018, 09:41:12 »

man sollte immer bedenken, die Düngebedarfsberechnung ist eine "Empfehlung" und keine Vorschrift "Du musst jetzt genau soviel düngen", im nächsten Frühjahr sollte natürlich die Düngebilanz dann im grünen Bereich sein (das könnte man auch jetzt schon gegenrechnen).

Wat? Steht nicht irgendwo, daß man sich auch an die DBE halten muß? Klar, korrekturen sind möglich. Aber ohne sich dran halten zu müssen ist es sinnfrei.

Gruß
Ede

Ja, man muss sich dran halten, zumindest ist der ermittelte Wert die Obergrenze, die nicht überschritten werden darf (unter bestimmten Umständen (z.B. Bestandsentwicklung) wohl schon, aber nur mit Begründung und ich meine da war auch was von Zustimmung der zuständigen Behörde)

Nach unten kann man natürlich abweichen

Genau das meine ich doch. Der Witz ist ja, falls man Strohabfuhr einplant und es klappt nicht wegen Witterung, soll man die DBE anpassen laut Aussage auf einer Veranstaltung hier vor Ort. Blöd ist nur, daß dann, wenn es im Sommer zu naß ist, ja die Düngung schon durch ist. Bastelt man sich da selbst nen Verstoß gegen die DüVo? So ein Blödsinn alles...  :rolleyes: :rolleyes:
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joe

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #263 am: 13. Februar 2018, 10:11:26 »

Du musst natürlich nicht!

Aber es sind dann die amtlichen Nmin Werte zu berücksichtigen. Und die sind sicher wieder recht hoch angesiedelt. Kannst als Stickstoff einsparen  ;D

das stinnt natürlich , aber ich denke die frage bezog sich darauf , ob ob er die ergebnisse seiner proben repräsentativ auf alle bewirtschafteten flävhen übertragen darf ?!

danke Joe genau das war meine eigentliche Frage 😀

genau mit diese frage habe ich mich neulich an die kammer gedendet , weil im rahmen des wasserschutzes einige fächen jährlich untersucht werden , o-ton am anderen ende der telefonleitung " sie dürfen diese werte nicht auf andere flächen übertragen "
gerade noch mal bei der außenstelle der lwk angerufen und dieser mitarbeiter hat bestätigt das ein vorgehen so wie dirk es beschrieben hat düvo -konform ist !
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Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

NobbyNobbs

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #264 am: 13. Februar 2018, 11:14:17 »

man sollte immer bedenken, die Düngebedarfsberechnung ist eine "Empfehlung" und keine Vorschrift "Du musst jetzt genau soviel düngen", im nächsten Frühjahr sollte natürlich die Düngebilanz dann im grünen Bereich sein (das könnte man auch jetzt schon gegenrechnen).

Falsch! Sie definiert die Höchstmenge. Diese darfst du nicht überschreiten. Weniger düngen geht natürlich.
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Ich mach's einfach mal!

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #265 am: 13. Februar 2018, 12:21:18 »

Du musst natürlich nicht!

Aber es sind dann die amtlichen Nmin Werte zu berücksichtigen. Und die sind sicher wieder recht hoch angesiedelt. Kannst als Stickstoff einsparen  ;D

das stinnt natürlich , aber ich denke die frage bezog sich darauf , ob ob er die ergebnisse seiner proben repräsentativ auf alle bewirtschafteten flävhen übertragen darf ?!

danke Joe genau das war meine eigentliche Frage 😀

genau mit diese frage habe ich mich neulich an die kammer gedendet , weil im rahmen des wasserschutzes einige fächen jährlich untersucht werden , o-ton am anderen ende der telefonleitung " sie dürfen diese werte nicht auf andere flächen übertragen "
gerade noch mal bei der außenstelle der lwk angerufen und dieser mitarbeiter hat bestätigt das ein vorgehen so wie dirk es beschrieben hat düvo -konform ist !



Ich lese es für Bayern genauso... Unter "Häufige Fragen zur Düngeverordnung"

"Kann eine Nmin-Probe für alle Schläge bzw. Bewirtschaftungseinheiten des Betriebes verwendet werden? Oder kann diese Probe nur für den einen beprobten Schlag/die eine Bewirtschaftungseinheit verwendet werden?
 Eine Nmin-Untersuchung je Kultur und Betrieb genügt. Diese kann für weitere Schläge mit der gleichen Kultur verwendet werden. Die Düngeplanung muss jedoch je Kultur für jeden Schlag/Bewirtschaftungseinheit berechnet werden.
(Stand: 27.11.2017)"

Quelle: http://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/170760/index.php


Vielleicht sollte man sich sowas dazu ausdrucken... Auskunft einer halbstaatlichen Stelle vor einer Woche war nämlich, dass Untersuchungen innerhalb des Betriebs nicht übertragbar sind... :rolleyes:
« Letzte Änderung: 13. Februar 2018, 12:23:38 von Besucher »
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Corpy

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #266 am: 13. Februar 2018, 13:50:46 »

(Ackerzahl x 0,15)  – (Nmin0-30/Nmin30-60)+ (0,7 x Nmin 30 - 60 cm) – (0,3 x Feinanteil) + 8  =Nmin 60-90


Super Formel. Auf meinem 28er Boden mit Nmin Werten von 12 in 0-30 bzw. 11 in 30-60 kommen ich auf einen Nmin Wert von 15,21 in 60-90.

Hab ich hier einen Rechenfehler? Ich habe beim Feinanteil mit 12 gerechnet.
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Gutbrod1032

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #267 am: 13. Februar 2018, 22:51:26 »

man sollte immer bedenken, die Düngebedarfsberechnung ist eine "Empfehlung" und keine Vorschrift "Du musst jetzt genau soviel düngen", im nächsten Frühjahr sollte natürlich die Düngebilanz dann im grünen Bereich sein (das könnte man auch jetzt schon gegenrechnen).

Falsch! Sie definiert die Höchstmenge. Diese darfst du nicht überschreiten. Weniger düngen geht natürlich.

Kann man eigentlich das Thema in "Obergrenzenberchnung ab 2018" o.ä. umbennen?
Denn man berechnet ja nicht den tatsächlichen Bedarf der Kultur sondern bestimmt nur einen Wert der bei der Dünung nicht überschritten werden darf.
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fons

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #268 am: 14. Februar 2018, 17:08:47 »

So die letzten Tage ausgenutzt und alle Flächen mit N-min beprobt.
Lass das jetzt von  der Fa.Eurofins Agraranalytik machen. Die haben hier eine kleine Zweigstelle.
Werde auch die Bodenproben in Zukunft von denen machen lassen  die sollen mir die Auswertung und sonstiges machen.
Die Kosten halten sich ihm Rahmen,
Wie ich es in der Zukunft mit Grundbodenuntersuchung mache überlege ich mir noch.
Hier ihn Thüringen haben schon die ersten angefangen ( organisch und mineralisch ) zu düngen.
Die meisten fahren noch mit den " Schätzwerten " vom Vorjahr. Da die neue Vorschrift noch nicht fertig ist.
Bei mir dauert es etwa 10 Tage dann kommt der " Wisch " auf den Trecker und los gehts.
Soll ja wieder nässer werden.
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Mfg. Fons

klausg

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Re: Düngebedarfsberechnung ab 2018
« Antwort #269 am: 14. Februar 2018, 19:17:51 »

Wie ist denn so die allgemeine Meinung: Wann ist der beste Zeitpunkt um die Proben für die Grundbodenuntersuchung zu ziehen? Jetzt im Frühjahr vor der Saison oder im Herbst nach der Ernte?
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