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Autor Thema: Bio Rapsanbau  (Gelesen 3043 mal)

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sten

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #15 am: 04. März 2018, 10:17:13 »

Und wie gehts KONVI-Rapsfelder die in unmittelbarer Nähe von  BIO Raps stehen mit Schädlingsdruck? "Käferdruck rund um die Uhr"????
Warum sollten die auf die konventionellen Felder? Auf jeden Fall bremsen die Biobauern die Resistenzbildung.
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joe

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #16 am: 04. März 2018, 10:34:44 »

Und wie gehts KONVI-Rapsfelder die in unmittelbarer Nähe von  BIO Raps stehen mit Schädlingsdruck? "Käferdruck rund um die Uhr"????

ach nö  >:( :( .
dazu brucht es  keinen bionachbarn ich denke das der viel größere probleme mit angrenzenden konvi raps und der abdrift hat !

ich denke heiner bringt es hier zur diskusion , weil der rgk schon heute kaum mehr chemisch zu kontrollieren ist !?
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Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

BNT

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #17 am: 04. März 2018, 10:44:39 »

Auf jeden Fall bremsen die Biobauern die Resistenzbildung.

Interessanter Einwurf. Durch das Einkreuzen nichtresistenter Linien könnte das durchaus von Relevanz sein.
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Tim

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #18 am: 04. März 2018, 11:12:07 »

Und wie gehts KONVI-Rapsfelder die in unmittelbarer Nähe von  BIO Raps stehen mit Schädlingsdruck? "Käferdruck rund um die Uhr"????

Eher andersrum- die zieht es in die unbehandelten Flächen.

Auf jeden Fall bremsen die Biobauern die Resistenzbildung.

Interessanter Einwurf. Durch das Einkreuzen nichtresistenter Linien könnte das durchaus von Relevanz sein.

Das wurde hier bei Präsentationen zu bt Mais auch als grundlegende vorbeugemassnahme angesehen- also unbehandelten randstreifen als Refugium für eine anti Resistenz Strategie anzulegen

ich denke heiner bringt es hier zur diskusion , weil der rgk schon heute kaum mehr chemisch zu kontrollieren ist !?

Avaunt zeigt auch keine Wirkung?
« Letzte Änderung: 04. März 2018, 11:22:26 von Tim »
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agri

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #19 am: 04. März 2018, 13:44:06 »

An die Schweizer Bio-Bauern ,

Gibt es bei euch noch die im Video angesprochene Rapssorte " Vision " noch und wird sie da auch über die Baywa vertrieben .
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charlie

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #20 am: 04. März 2018, 13:49:34 »

Und wie gehts KONVI-Rapsfelder die in unmittelbarer Nähe von  BIO Raps stehen mit Schädlingsdruck? "Käferdruck rund um die Uhr"????

Ich würde jetzt eine Bio-Rapsfläche nicht als bedenklich bezüglich des RGK-Befallsgeschehens sehen.
Der Befallsdruck ist ja häufig in einzel stehenden Schlägen höher als bei vielen Schlägen in einer Gemarkungsecke, da sich dort die RGK quasi verteilen. Besonders auffallend ist dies ja zB bei einzelnen später blühenden Sommerrapsflächen auf die sich dann ja „alle“ RGK stürzen.
Am ehesten würde ich wie Tim also dann den höheren Druck in den Bioflächen bei benachbarten Konviflächen statt umgekehrt vermuten.

ich denke heiner bringt es hier zur diskusion , weil der rgk schon heute kaum mehr chemisch zu kontrollieren ist !?

Avaunt zeigt auch keine Wirkung?

Das Einsatzfenster der B1-Mittel Avaunt und Plenum ist ja sehr schmal und passt gerade in wärmeren Regionen kaum zulassungskonform. Von der erforderlichen „Unkrautfreiheit“ mal ganz abgesehen.
Bleiben also bei der sehr angespannten Pyrethroid-Resistenzsituation nur die Neonics Biscaya und Mospilan. Inwieweit hier die Zulassungssituation nach der aktuellen EFSA-Studie und der anstehenden Entscheidung der EU-Kommission noch erhalten bleibt, steht in den Sternen.
Spätestens dann sind die Pfeile im Köcher alle...

Den „Sauger“ als Biomaßnahme halte ich aber ebensowenig für nützling- geschweige denn bienenschonend. Aber ähnlich wie das Pflügen in der Glyphosatdiskussion wird ja diesbezüglich mit zweierlei Maß gemessen...
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Rohana

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #21 am: 04. März 2018, 15:49:30 »

Den „Sauger“ als Biomaßnahme halte ich aber ebensowenig für nützling- geschweige denn bienenschonend. Aber ähnlich wie das Pflügen in der Glyphosatdiskussion wird ja diesbezüglich mit zweierlei Maß gemessen...
Es geht um "Chemiefreiheit", nicht um boden- bzw. nützlingsschonend. Das ist der springende Punkt - bloss so will's niemand sagen.
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Heiner

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #22 am: 07. März 2018, 20:01:10 »

Hallo,

ich bin über ein FIBL-YouTube-Video zum Rapsanbau im biologischen Landbau gestolpert.
Ab 3:35 geht es um die Schädlingsbekämpfung ibs. um den Rapsglanzkäfer.
Hier wird auf den Einsatz von Kaolin einem Tonmineral zur Abwehr eingegangen.
Hat da von euch schon jemand Erfahrung mit ?
(Handling, Aufwand, Preis, Wirkung, ???)

ich denke heiner bringt es hier zur diskusion , weil der rgk schon heute kaum mehr chemisch zu kontrollieren ist !?

Hallo joe,

in gewisser Hinsicht ist es so wie Du sagst.
Es stellt sich für mich die Frage, ob es nicht eventuell sinnvoll sein kann so etwas in die Insektizidstrategie zu integrieren, ob als Soloanwendung, oder aber in Kombination mit einem Insektizid um die Wiederbesiedlung zu reduzieren.

Heiner

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FFFlorian

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #23 am: 07. März 2018, 23:33:26 »

Eine verbesserte Resistenz der Sorten kann doch auch schon einmal viele Probleme lösen.

Im Nachbarthema wird ja Momentan über die PNN Sorte diskutiert...
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klausg

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #24 am: 08. März 2018, 11:46:10 »

Auch PNN Sorten sind nicht resistent gegen RGK. So wie ich es verstanden habe, wirkt sich das Quasi opfern des Haupttriebs nicht so stark negativ auf den Ertrag wie bei heutigen Sorten aus. Die sind wohl wüchsiger, um beschädigungen durch Rüssler schneller zu verwachsen und gleichen dadurch über die Seitentriebe aus
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Desperado

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #25 am: 09. März 2018, 21:30:23 »

Die letzten Jahre war's etwas ruhiger an der Käferfront. Da kam man problemlos mit einer Behandlung im Knospenstadium aus, wobei ich Plenum meist mit einem Pyrethroid wie Karate kombiniert hab. Aber Plenum fällt ja Ende 2020 weg, was die Bekämpfungsmöglichkeit weiter reduziert.
Und die Neonicotinoide stehen ja auch auf der Abschussliste der Öko-Mafia. Die insektizide Beize ist ja schon seit geraumer Zeit weg, ohne dass sich dadurch etwas auf Seiten der Nützlinge verbessert hat.

Jeder halbwegs klardenkende Mensch müsste doch zu der Erkenntnis kommen, dass der Einsatz von Insektiziden keine signifikant nachhaltige Wirkung auf die Insektenpopulation in einem Gebiet hat, und dass der Rückgang der Insektenpopulation ganz andere Ursachen hat (z.B. hohe Bodenbearbeitungsintensität, wenig Rückzugsräume, Klimawandel mit nassen Wintern, weniger Wirtspflanzen im Anbau, Schlaggrößen etc.).

Eine hohe Rapsdichte vermehrt hingegen immer die Insektenpopulation, gleichwohl ob eine Insektizidbehandlung erfolgt oder nicht. Man trifft ohnehin immer nur einen Bruchteil der Schädlinge und der applizierte Wirkstoff ist je nach Witterung, Massenzuwachs (Verdünnungseffekt) und Abbaurate auch schnell wieder weg oder unter der Wirksamkeitsschwelle.

Die Absaugmethode im Bioanbau klingt von der Idee her interessant, aber ich glaub nicht, dass sich die Käfer so ohne Weiteres raussaugen lassen, wenn sie tief in der Knospe sitzen. Und die Pflanzen bzw. deren Ertragsanlagen dürfen dabei ja auch keinen Schaden nehmen
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Hillside

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #26 am: 09. März 2018, 21:44:28 »

dass der Rückgang der Insektenpopulation ganz andere Ursachen hat (z.B. hohe Bodenbearbeitungsintensität, wenig Rückzugsräume, Klimawandel mit nassen Wintern, weniger Wirtspflanzen im Anbau, Schlaggrößen etc.).

...Elektrosmog (WLAN, Smartphones, Whats up :P) Wiesen die unzählige Male gemäht und begüllt werden, (Biogas)Maiswüsten...
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