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Autor Thema: Bio Rapsanbau  (Gelesen 3055 mal)

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Wade

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Bio Rapsanbau
« am: 06. Dezember 2017, 10:09:31 »

Das mit dem Bio Raps würde mich auch interesieren, bitte nicht per PM damit alle was davon haben  ;)
Falls es zu umfangreich wird einfach neues Thema aufmachen, dann können wir uns da drüber mal unterhalten.   ;D
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Stefan85

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #1 am: 06. Dezember 2017, 10:44:15 »

Was interessiert euch denn? Wenn man alle Arbeitsschritte (Umbruch, Saatbett, Saat, ggf. Striegel/Hacke) sorgfältig und nach guter fachlicher Praxis ausführt, eine gute Vorfrucht hat und im Frühjahr schnellen N düngen kann, braucht man nach etwa einem Jahr einen Drescher ;-)
Von Vorteil ist eine kühle Witterung zum Knospenschieben (<12°C), damit der Käfer lahm ist, bis die ersten Blüten offen sind. Und natürlich eine Region, die mehr als WR-WW-WG bietet, wegen dem Käfer-Druck insgesamt.

Klingt jetzt frech, ist aber in etwa so (1,8t/ha langjähriger Durchschnitt, bei uns 1-3 möglich, sonstige Rahmenbedingungen s.o.).
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Wade

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #2 am: 06. Dezember 2017, 12:48:14 »

Das Unkraut sollte nicht so das Problem sein, sondern eben die Käfer bzw die Kohlfliege. Da kann man sehr wenig dagegen tun oder? Hab schon gehört dass die dünne Gülle in der Blüte drauf gesprüht haben, aber ob das hilft  :frage:
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BNT

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #3 am: 06. Dezember 2017, 13:29:22 »

Also sind die Insekten die Ertragsbegrenzer?

Hat Spinosad keine entsprechende Zulassung?
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mogwai

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #4 am: 06. Dezember 2017, 15:48:32 »

Hat man damit auch Probleme wenn es im Umkreis von 10km keinen Raps gibt?
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Henrik

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #5 am: 06. Dezember 2017, 17:58:02 »

Was interessiert euch denn? Wenn man alle Arbeitsschritte (Umbruch, Saatbett, Saat, ggf. Striegel/Hacke) sorgfältig und nach guter fachlicher Praxis ausführt, eine gute Vorfrucht hat und im Frühjahr schnellen N düngen kann, braucht man nach etwa einem Jahr einen Drescher ;-)
Von Vorteil ist eine kühle Witterung zum Knospenschieben (<12°C), damit der Käfer lahm ist, bis die ersten Blüten offen sind. Und natürlich eine Region, die mehr als WR-WW-WG bietet, wegen dem Käfer-Druck insgesamt.

Klingt jetzt frech, ist aber in etwa so (1,8t/ha langjähriger Durchschnitt, bei uns 1-3 möglich, sonstige Rahmenbedingungen s.o.).

Hackst du den Raps? Und wenn ja mit welchem Reihenabstand?
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Stefan85

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #6 am: 06. Dezember 2017, 18:21:55 »

@BNT: Ertragsbegrenzend ist jedes Jahr was anderes, aber Käfer sind oft dabei. In der CH wurde immer wieder geforscht an der Käferdirektbekämpfung, bisher ohne Praxisreife/Wirtschaftlichkeit. Spinosad hat mW keine Zulassung. Wir machen nix.

@Mogwai: ausprobieren. 10km hört sich schonmal ermutigend an. Wichtig ist aber v.a. die Temperatur, egal, wieviele da sind. Es gab auch Jahre, in denenauch konventionell nix gemacht wurde, weil die Schadensschwelle nicht erreicht wurde.

@Henrik: Manchmal ja, manchmal nein. Wenn dann mit Doppel/Tripelreihen und dann wieder ne Hackspur. Die Philosophien gehen weit auseinander, auch innerhalb eines Hofes. Ich bin momentan mit 12er Scharen sehr zufrieden auf gut 20cm Hackspur. Letztlich gibt die Drillenbreite und die Spurweite vor, was sich anbietet. Und die Leitunkräuter und die gewünschten Hackzeitpunkte und und und
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Heiner

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #7 am: 04. März 2018, 07:28:02 »

Hallo,

ich bin über ein FIBL-YouTube-Video zum Rapsanbau im biologischen Landbau gestolpert.

Ab 3:35 geht es um die Schädlingsbekämpfung ibs. um den Rapsglanzkäfer.
Hier wird auf den Einsatz von Kaolin einem Tonmineral zur Abwehr eingegangen.
Hat da von euch schon jemand Erfahrung mit ?
(Handling, Aufwand, Preis, Wirkung, ???)

Heiner
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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #8 am: 04. März 2018, 09:53:31 »

Es gibt auch noch den Rapsglanzkäfer-Sauger, hier ein Artikel darüber:
(Innovation eines Biobauern, Marke Eigenbau)

"Der Rapsglanzkäfer-Sauger

Als der 115-ha-Betrieb auf Anfang 2016 auf Bio umstellte, war der Betriebsleiterfamilie klar: Wir wollen weiterhin Raps anbauen. Damit ihnen der Rapsglanzkäfer keinen Strich durch die Rechnung macht, entwickelten Vater und Sohn Grüter einen «Sauger»."

https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2016/der-rapsglanzkaefer-sauger/


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Tim

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #9 am: 04. März 2018, 09:57:31 »

Sorry ,aber ich glaube Raps ist dort noch ganz grosse Pionierarbeit!!

Wenn Raps einmal stickstoffmangel hat (Ich denke das ist bei dem rasanten Wachstum und dem Schnell ansteigendem Bedarf im Frühjahr oft das Problem im Bioanbau) dann ist RGK tödlich! Ohne schoten reift der Raps dann gar nicht ab ... natürlich kann man davon ausgehen das es alternativen gibt die käfer zu bekämpfen, doch ich habe das Gefühl dafür brauche ich das Video mit Untertitel- keine Ahnung was den RGK durch das kaolin (Gips?!?) Nun verschnupft??

Ich dachte so ne ultimative Lösung ist brennesseljauche - warum ich das glaube? Hat mein Opa im Garten gegen vielerlei Sachen eingesetzt, und der kam aus der "hardcore" -bi58-ddt-kalkstickstoff Generation - hatte vielleicht auch was damit zu tun?
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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #10 am: 04. März 2018, 10:04:49 »

Sorry ,aber ich glaube Raps ist dort noch ganz grosse Pionierarbeit!!

Wenn Raps einmal stickstoffmangel hat (Ich denke das ist bei dem rasanten Wachstum und dem Schnell ansteigendem Bedarf im Frühjahr oft das Problem im Bioanbau) dann ist RGK tödlich! Ohne schoten reift der Raps dann gar nicht ab ... natürlich kann man davon ausgehen das es alternativen gibt die käfer zu bekämpfen, doch ich habe das Gefühl dafür brauche ich das Video mit Untertitel- keine Ahnung was den RGK durch das kaolin (Gips?!?) Nun verschnupft??

Ich dachte so ne ultimative Lösung ist brennesseljauche - warum ich das glaube? Hat mein Opa im Garten gegen vielerlei Sachen eingesetzt, und der kam aus der "hardcore" -bi58-ddt-kalkstickstoff Generation - hatte vielleicht auch was damit zu tun?

Bioraps wird eh nur empfohlen, wenn genug rasch verfügbarer N dafür vorhanden ist, also massig Gülle, Biogas flüssig oder ähnliches.
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Tim

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #11 am: 04. März 2018, 10:08:19 »

Es gibt auch noch den Rapsglanzkäfer-Sauger, hier ein Artikel darüber:
(Innovation eines Biobauern, Marke Eigenbau)

"Der Rapsglanzkäfer-Sauger

Als der 115-ha-Betrieb auf Anfang 2016 auf Bio umstellte, war der Betriebsleiterfamilie klar: Wir wollen weiterhin Raps anbauen. Damit ihnen der Rapsglanzkäfer keinen Strich durch die Rechnung macht, entwickelten Vater und Sohn Grüter einen «Sauger»."

https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2016/der-rapsglanzkaefer-sauger/

Clevere Idee!! (Wahrscheinlich nicht ganz bienenfreundlich, aber ich denke da sind wir mittlerweile erwachsen genug das es ohne schäden wohl keine lösung geben wird)

Was machen die mit den RGK ? verbrennen ? Das war doch auch so eine Demeter Lösung mit der Asche der verbrannten Insekten substrate anzusetzen die eine vergrämende Wirkung haben
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sten

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #12 am: 04. März 2018, 10:08:57 »

Es gibt auch noch den Rapsglanzkäfer-Sauger, hier ein Artikel darüber:
(Innovation eines Biobauern, Marke Eigenbau)

"Der Rapsglanzkäfer-Sauger

Als der 115-ha-Betrieb auf Anfang 2016 auf Bio umstellte, war der Betriebsleiterfamilie klar: Wir wollen weiterhin Raps anbauen. Damit ihnen der Rapsglanzkäfer keinen Strich durch die Rechnung macht, entwickelten Vater und Sohn Grüter einen «Sauger»."

https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2016/der-rapsglanzkaefer-sauger/

Wie ist denn so ein Gerät wohl in Bezug auf die Bienenschädlichkeit einzustufen?
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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #13 am: 04. März 2018, 10:09:56 »

Und wie gehts KONVI-Rapsfelder die in unmittelbarer Nähe von  BIO Raps stehen mit Schädlingsdruck? "Käferdruck rund um die Uhr"????
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jotesen

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Re: Bio Rapsanbau
« Antwort #14 am: 04. März 2018, 10:16:28 »

Ich habe hier in der Gegend sehr viel Raps und da baut ein Biokollege auch Raps an. Geht wohl nur mit Verträge, die es erlauben, dass eins von 3 Jahren ausfällt. Mein Bruder macht gerade sein erstes Biorapsjahr. Bin gespannt.

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