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Autor Thema: Spinat Anbau viele Fragen ?  (Gelesen 1245 mal)

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fons

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Spinat Anbau viele Fragen ?
« am: 02. Dezember 2017, 18:57:31 »

Ein Bekannter von mir wird für eine Fa. Spinat anbauen nächstes Jahr ! ( 20 Ha Versuchsfläche )
Der Anbauer bekommt 1500 € / ha plus seine Arbeitsleistung !
Diese Fa. sagt aber die wollen mehr Fläche ab 400 ha würden die einen Vollernter stellen !
Ich habe vom Spinat keine Ahnung...gibts hier Leute die sich da auskennen !
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Mfg. Fons

lilly

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2017, 20:06:24 »

An Spinatanbau habe ich Erinnerungen: auf allen vieren durch die Reihen krabbeln
und das Unkraut ääääähhhhmmm... Beikraut rausziehen.
Iglo hätte die Ware sonst nicht geerntet und die Anforderungen waren echt heftig.
Damals (knapp 30 Jahre her) war Unkraut ein echtes Problem. Ich weiß nicht ob es
heute bessere Mittel und Wege gibt.  :rolleyes:
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Wenn nichts sicher ist, ist alles möglich.

Lachsbrötchen

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #2 am: 02. Dezember 2017, 22:09:28 »

So wie du das in erinnerung hast, ist es bei Iglu immer noch...
Man was hab ich das in der Ausbildung gehasst  >:(
Dafür gibt es halt von den eine Top Anbauberatung bzw eigentlich genaue Vorschriften was und wie du es zu tun hast.
Es kann aber eben auch für alles böse auf die Finger geben...

Lassen die nicht immer noch von ihrem Dienstleister ernten und der Erzeuger hat damit nix an der Uhr ?
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tomtex

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #3 am: 03. Dezember 2017, 11:28:04 »

und bis 400ha soll er von Hand ernten?
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BNT

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #4 am: 03. Dezember 2017, 11:30:24 »

Unter 400 ha kommt kein Vertrag zustande.
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tomtex

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #5 am: 03. Dezember 2017, 12:11:09 »

Unter 400 ha kommt kein Vertrag zustande.
Und wer hat hier 400ha spinatfähige Fläche?
Vielleicht verstehe ich auch die Frage falsch. Will der anonyme Bekannte 20ha Spinat anbauen als Versuch um zu sehen ob er nächstes Jahr 400 anbauen will? Und sind diese 20ha auch Vertragsanbau oder ist das auf eigene Faust und ohne Absatzmarkt und Ausrüstung? Oder sucht er hier noch 20 andere die auch 20ha Spinat anbauen wollen?

Ansonsten ist Spinat eben doof beim Säen, doof beim Hacken, mag keine Wärme, braucht sanfte Bewässerung, zieht Ungeziefer an und macht einen Haufen Arbeit beim Ernten und Waschen. Da er als "Massenprodukt" angebaut wird ist der Preis entsprechend schlecht. Zu allem Überdruss schmeckt er auch noch bescheiden.

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tomtex

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #6 am: 03. Dezember 2017, 12:11:51 »

und der genauso schlecht lesbare Teil 2...
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fons

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #7 am: 03. Dezember 2017, 12:12:10 »

Iglu sucht Flächen und es stimmt ab 400 ha wird es für die intressant !
Mehr kann ich auch nicht sagen.
Die 1500 €/ha Festgeld bekommt der Betrieb um sich abzusichern.
Alle angaben ohne Gewähr. :frage:
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Mfg. Fons

Lachsbrötchen

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #8 am: 03. Dezember 2017, 14:10:59 »

Iglu sucht Flächen und es stimmt ab 400 ha wird es für die intressant !
Mehr kann ich auch nicht sagen.
Die 1500 €/ha Festgeld bekommt der Betrieb um sich abzusichern.
Alle angaben ohne Gewähr. :frage:

Naja aber im Westmünsterland ist damit, mit glück die Pacht gedeckt  :rolleyes:
Wir hatten ca 50ha Spinat, das haben die auch mitgenommen.
Wenn ich mich recht entsinne sind aber auch 2 bis 3 ernten im Jahr möglich, dann wird es mit ja 1500E wieder recht interessant
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fons

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #9 am: 03. Dezember 2017, 18:01:59 »

Mein Spezi ist Geschäftsführer einer Agrargenossenschaft geschäzte 2000 ha .
Ob das dann was wird ???  Ich hab nur mitbekommen das die Fläche suchen !
Wenns was neues gibt halt ich euch auf dem laufenden.
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2017, 09:05:34 von fons »
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Kanisterkopp

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #10 am: 04. Dezember 2017, 07:40:14 »

Hallo,
Ich baue für Iglo Spinat an. Bei uns gibt es keine abgesicherten Mengen. Wäre Interrissant zu wissen ob das Geld auch bei Fließt wenn der Landwirt sich nicht genug gekümmtert hat, (Beregnung/Beikraut/Düngung/Käfer oder Fliegenbesatz), Oder wenn die Ernte nicht gelingt (Ernter kommt zu spät da die Kapazität im Werk grad nicht gegeben ist-Spinat verrottet auf dem Feld oder fängt an zu blühen/ Flächen nicht befahrbar sind und die erntemaschine abziehen muss und nicht wieder kommt)
Spintat ist nix für hobby, und wenns trocken ist musst Du pro 40 ha eine Beregnungsanlage rechnen.
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Bulldog

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #11 am: 04. Dezember 2017, 10:46:51 »

Hallo;

wir haben bis vor 20 Jahre auch Spinat angebaut. Winterspinat und Frühjahrsspinat für die Industrielle Verarbeitung.

Mit der Zeit bekamen wir Probleme mit Pilzkrankheiten, so das Fungizide und teureres Mehrfachressistentes Saatgut verwendet werden musste.
Auch die Düngung wurde teurer; Man musste auch einkalkulieren, das mal nicht alles Geerntet wird, wenn zuviel Spinat auf einmal Erntereif war.

Die Auszahlungspreise wurden im laufe der Zeit geringer und der Finanzielle Aufwand grösser.... so haben wir uns vom Spinatanbau verabschiedet.

Bei uns wurde selbst Ausgesäht, Gedüngt  und auch der Pflanzenschutz durchgeführt.
Beratung und Ernte durch unsere Gemüse-Erzeuger-Gemeinschaft.


Wenn Spinat angebaut werden soll, braucht man schon eine sichere Wasserversorgung, gute Böden,... und eine Beregnung ist sinvoll.

Es ist auch auf Rückstände von zugelassenen und nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zu achten!!! zb. vom Feldnachbarn, Abdrift,  Vorkultur usw.
Das Industriegemüse wird laufend auf Pflanzenschutzrückstände und zu hohe Stickstoffwerte im Produkt untersucht!!!
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Gufera

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #12 am: 04. Dezember 2017, 11:18:59 »

Ja, die Qualitätsansprüche der Verarbeitungsindustrie sind sehr hoch, aber bei entsprechender Standortwahl, guter Feldhygiene und der "richtigen" Pflanzenschutz-Strategie, lässt sich Spinat heutzutage nahezu ohne Handarbeit anbauen.
Vor 20. oder 30. Jahren sah das teilweise noch ganz anders aus. Das weiss ich aus leidvoller Erfahrung während meiner Jugendzeit.  :rolleyes:

Eine Erntemaschine kann man auch selber bauen. Haben mein Onkel und mein Vater auch gemacht, als sie vor etwa 50 Jahren mit dem Spinatanbau angefangen haben, und keine passende Maschine auf dem Markt angeboten wurde.
Ist bis heute bei Eigenbauten geblieben.

Zur Bewässerung:
So pauschal kann man das nicht sagen. Da gibt es sehr viele Faktoren die bei der Dimensionierung der Beregnungsanlage mitspielen. Wenn wir z.b bei unseren sehr leichten Sandböden, kombiniert mit den kleinen Parzellengrössen und der ausgeprägten Föhnlage nur eine Beregnungsanlage pro 40 ha Spinat hätten, dann würden wir ab und an amok laufen beim Bewässern.  :-[
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Karlix

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #13 am: 04. Dezember 2017, 11:23:16 »


Spinat gehört zu den Meldegewächsen, also Äcker mit keinen hohen Druck an Melde wählen.
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Gufera

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Re: Spinat Anbau viele Fragen ?
« Antwort #14 am: 04. Dezember 2017, 11:43:01 »


Spinat gehört zu den Meldegewächsen, also Äcker mit keinen hohen Druck an Melde wählen.

Ja, die graue und gelbe Melde war auch bei uns früher ein riesen Thema, aber mitlerweilen haber wir diese ganz gut im Griff. Eine konsequente Bekämpfung auch in den anderen Kulturen ist halt ein Muss.
So sammeln wir z.b auch bei den Kartoffen einzelne grosse Melden ein, sobald wir solche auf dem Feld endtecken.
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