www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 46   Nach unten

Autor Thema: Winterweizen 2018  (Gelesen 95742 mal)

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

sten

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 030
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #105 am: 14. März 2018, 05:42:23 »

Die Wirkungsgrade einer Fungizidmassnahme in die Blüte sind idR nicht sehr hoch, da der genaue Termin selten getroffen bzw erkannt wird.
Wie gesagt bei mir ist es Silomais, vieles geht schon bei der Sortenwahl. Ein Tobal sollte sicherlich nicht nach Körnermais pfluglos stehen  ;D

Aufgrund dessen das hier überwiegend Futterweizen angebaut wird ist die Ährenbehandlung nahezu Standard.
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 562
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #106 am: 14. März 2018, 08:23:31 »

Eine Reduktion von bis zu 70% ist nicht sehr hoch?
Natürlich muss man den richtigen Zeitpunkt erwischen, das Fenster beträgt aber ~6 Tage und das sollte doch hin zu bekommen sein.

Im Leben ist halt nichts gratis und wer Mulchsaat betreiben möchte, muss halt auch auf Fusarien achten.
Aber durch die Auswahl toleranter Sorten in Verbindung mit einer Ährenbehandlung ist das Thema durchaus handlebar.

Mulchen bringt auch mehr als Pflügen ohne zu Mulchen. ;)
Gespeichert

joe

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 6 221
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #107 am: 14. März 2018, 09:33:35 »

Eine Reduktion von bis zu 70% ist nicht sehr hoch?
Natürlich muss man den richtigen Zeitpunkt erwischen, das Fenster beträgt aber ~6 Tage und das sollte doch hin zu bekommen sein.

Im Leben ist halt nichts gratis und wer Mulchsaat betreiben möchte, muss halt auch auf Fusarien achten.
Aber durch die Auswahl toleranter Sorten in Verbindung mit einer Ährenbehandlung ist das Thema durchaus handlebar.

Mulchen bringt auch mehr als Pflügen ohne zu Mulchen. ;)

gibt es bei der fusariumgefahr einen unterschied zwischen silo und körnermais ?
oder anders gefragt erhöt die infekionsgefahr/das infektionpotenzial analog zur ernterückstandsmenge ?
Gespeichert
Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

sten

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 030
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #108 am: 14. März 2018, 09:38:46 »


Die Reduktion kann schon sehr hoch sein, aber den richtigen Zeitpunkt zu treffen ist die Herausforderung. Die sechs Tage werden so von unserer Beratung nicht gesehen. Auch fällt es mir als Pflanzenbauer ziemlich schwer, den richtigen Termin genau zu sehen und dann schnell zu handeln. Hängen die Fädchen erstmal raus, ists ja beinahe schon zu spät.

Eine Reduktion von bis zu 70% ist nicht sehr hoch?
Natürlich muss man den richtigen Zeitpunkt erwischen, das Fenster beträgt aber ~6 Tage und das sollte doch hin zu bekommen sein.

Im Leben ist halt nichts gratis und wer Mulchsaat betreiben möchte, muss halt auch auf Fusarien achten.
Aber durch die Auswahl toleranter Sorten in Verbindung mit einer Ährenbehandlung ist das Thema durchaus handlebar.

Mulchen bringt auch mehr als Pflügen ohne zu Mulchen. ;)
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 562
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #109 am: 14. März 2018, 09:47:48 »

Die 6 Tage sind schon grenzwertig, das stimmt.
Festmachen muss man es am Regen und dazu braucht es ein Gefühl für's Wetter. Ist nicht einfach, aber was ist im Pflanzenbau schon einfach?

Zur Vorfruchtwirkung:


(Quelle: www.lfl.bayern.de )
Gespeichert

sten

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 030
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #110 am: 14. März 2018, 10:10:41 »

Bei der Statistik würde ich mal spontan davon ausgehen, dass bei Körnermais die Pflugfurche überwiegt, bei Silomais aber auch einige Mulchsaaten dabei sind.
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 562
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #111 am: 14. März 2018, 10:36:52 »

Kann sein. Kann aber auch sein, dass Silomaisflächen nicht oder seltener gemulcht werden. Die langen, platt gefahrenen Silomaisstoppeln sind ein perfekter Nährboden.
Gespeichert

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 8 501
    • Unser Hof
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #112 am: 14. März 2018, 11:27:56 »

Eine Reduktion von bis zu 70% ist nicht sehr hoch?
Natürlich muss man den richtigen Zeitpunkt erwischen, das Fenster beträgt aber ~6 Tage und das sollte doch hin zu bekommen sein.

Im Leben ist halt nichts gratis und wer Mulchsaat betreiben möchte, muss halt auch auf Fusarien achten.
Aber durch die Auswahl toleranter Sorten in Verbindung mit einer Ährenbehandlung ist das Thema durchaus handlebar.

Mulchen bringt auch mehr als Pflügen ohne zu Mulchen. ;)

gibt es bei der fusariumgefahr einen unterschied zwischen silo und körnermais ?
oder anders gefragt erhöt die infekionsgefahr/das infektionpotenzial analog zur ernterückstandsmenge ?

Sehr interessante Frage (sollte man vielleicht auskoppeln). Per se würde man sagen das Körnermais höheres Risiko hat, ich habe die Jahre beides gehabt. Habe damals immer pfluglos bearbeitet. Gemulcht wurde bei mir aber immer. Ich kann es nicht belegen oder gar beweisen, aber meine persönliche Vermutung ist, das Infektionen teilweise schon im Herbst gelegt werden. Silomais wird ja deutlich früher geerntet als Körnermais (hier zumindest), die Bestände entwickeln sich im Herbst ganz anders als nach Körnermais (da läuft der Weizen teilweise erst im neuen Jahr auf). Eine generelle Empfehlung werde ich nicht geben, da sind die Gegebenheiten einfach zu unterschiedlich! Das mag bei uns beiden noch ähnlich sein, aber bei Dirkk bzw. in Bayern herrschen wieder ganz andere Verhältnisse die mit den Beobachtungen hier vermutlich nicht einher gehen.
Gespeichert

sten

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 030
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #113 am: 14. März 2018, 11:32:53 »

Kann jemand erklären, warum die DON Gehalte nach Kleegras so hoch sind? Das ist ja insbesondere für den Bioanbau interessant.
p.s.: Könnte es daran liegen, dass die Bios halt nie eine Fungizidmassnahme machen und nach Kleegras eher dichtere Bestände stehen?

Die 6 Tage sind schon grenzwertig, das stimmt.
Festmachen muss man es am Regen und dazu braucht es ein Gefühl für's Wetter. Ist nicht einfach, aber was ist im Pflanzenbau schon einfach?

Zur Vorfruchtwirkung:


(Quelle: www.lfl.bayern.de )
Gespeichert

joe

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 6 221
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #114 am: 14. März 2018, 11:37:13 »

Eine Reduktion von bis zu 70% ist nicht sehr hoch?
Natürlich muss man den richtigen Zeitpunkt erwischen, das Fenster beträgt aber ~6 Tage und das sollte doch hin zu bekommen sein.

Im Leben ist halt nichts gratis und wer Mulchsaat betreiben möchte, muss halt auch auf Fusarien achten.
Aber durch die Auswahl toleranter Sorten in Verbindung mit einer Ährenbehandlung ist das Thema durchaus handlebar.

Mulchen bringt auch mehr als Pflügen ohne zu Mulchen. ;)

gibt es bei der fusariumgefahr einen unterschied zwischen silo und körnermais ?
oder anders gefragt erhöt die infekionsgefahr/das infektionpotenzial analog zur ernterückstandsmenge ?

Sehr interessante Frage (sollte man vielleicht auskoppeln). Per se würde man sagen das Körnermais höheres Risiko hat, ich habe die Jahre beides gehabt. Habe damals immer pfluglos bearbeitet. Gemulcht wurde bei mir aber immer. Ich kann es nicht belegen oder gar beweisen, aber meine persönliche Vermutung ist, das Infektionen teilweise schon im Herbst gelegt werden. Silomais wird ja deutlich früher geerntet als Körnermais (hier zumindest), die Bestände entwickeln sich im Herbst ganz anders als nach Körnermais (da läuft der Weizen teilweise erst im neuen Jahr auf). Eine generelle Empfehlung werde ich nicht geben, da sind die Gegebenheiten einfach zu unterschiedlich! Das mag bei uns beiden noch ähnlich sein, aber bei Dirkk bzw. in Bayern herrschen wieder ganz andere Verhältnisse die mit den Beobachtungen hier vermutlich nicht einher gehen.

Die 6 Tage sind schon grenzwertig, das stimmt.
Festmachen muss man es am Regen und dazu braucht es ein Gefühl für's Wetter. Ist nicht einfach, aber was ist im Pflanzenbau schon einfach?

Zur Vorfruchtwirkung:


(Quelle: www.lfl.bayern.de )

würde aber nicht zu dieser grafik passen
Gespeichert
Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

sten

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 030
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #115 am: 14. März 2018, 11:41:17 »

Ich bring nochmal einen neuen Aspekt in die Diskussion.
Kernaussage ist, dass ein Boden mit hoher Aktivität Fusarien aktiv reduziert.
Das spricht im Grunde gegen die Don-Problematik nach Kleegras.

https://www.lw-heute.de/gesunde-boe-geringer-fusarien-belastet
Carsten
Gespeichert

Desperado

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 798
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #116 am: 14. März 2018, 14:11:44 »

Benchmark ist aber nicht der Weizen nach Mais, da
gibt es geeignetere Sorten.

Benchmark gehört zu den ährengesünderen Sorten und liegt im DON-Gehalt meist unter dem Sortenmittel - etwa auf dem Niveau von RGT Reform. Insofern spricht wenig dagegen, ihn nach Mais anzubauen. Auf eine Ährenbehandlung wird man dennoch nicht verzichten können - erst recht wenn noch so viele unverrotteten Stängel auf dem Boden liegen.
Die Schwächen von Benchmark liegen dennoch mehr im Blattbereich. Er ist nämlich etwas stärker anfällig für Gelb- und Braunrost.
Gespeichert

charlie

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 6 813
  • Beruf: Agrarflächendesigner
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #117 am: 14. März 2018, 15:00:26 »

Von Ährengesundheit beim Benchmark würde ich bei einer Einstufung des BSA bei Ährenfusarium von 5 nicht sprechen, gerade zu Mulchsaat nach Mais würde ich eher in Richtung einer 3er Einstufung gehen.
Und inzwischen wurde die Einstufung bei den Rosten nach oben korrigiert: Gelbrost von 2 auf 4 und Braunrost von 6 auf 7.
Gespeichert
Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 576
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #118 am: 14. März 2018, 15:00:53 »

Er ist nämlich etwas stärker anfällig für Gelb- und Braunrost.

Es gibt Lagen wo diese Krankheiten bisher (noch) keine Rolle spielen.
Wobei ich mich da nicht drauf verlassen möchte. Weil dann muss man schnell sein und oft den Schlag beobachten.

Hatte Gelbrost voriges Jahr bei mir das erste mal am Betrieb. sofort erkannt und reagiert, nix passiert.
War aber wieder der Schalg wo die Bodenfruchtbarkeit außer Rand und Band ist, wie nobby es zu sagen pflegt. Gibt schon zu denken...
Aber ich arbeite dran. Ist aber hartnäckig mit Aufkalken, Organik, etc.
« Letzte Änderung: 14. März 2018, 15:04:30 von nofear »
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 562
Re: Winterweizen 2018
« Antwort #119 am: 14. März 2018, 19:37:47 »

Ich bring nochmal einen neuen Aspekt in die Diskussion.
Kernaussage ist, dass ein Boden mit hoher Aktivität Fusarien aktiv reduziert.
Das spricht im Grunde gegen die Don-Problematik nach Kleegras.

Kleegras alleine macht noch keinen gesunden Boden.
Kann auch sein, dass Kleegras vor dem Unterpflügen nicht gemulcht wurde und die Pflugfurche dann entsprechend wüst aussieht.

Aber ohne genaueres zur Methodik der obigen Ergebnisse zu kennen, sind das alles nur Vermutungen.
Gespeichert
Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 46   Nach oben
 

Desktop Hintergrund