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Autor Thema: Wintergerste 2018  (Gelesen 41034 mal)

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Wilh

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #240 am: 07. Juli 2018, 22:06:30 »

Am Dienstag Gerste gemäht 81dt /ha

Raum GÖ im Eichsfeld 

Gruss Wilh
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Raider

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #241 am: 10. Juli 2018, 08:13:01 »

Ich habe ja mit meiner Aussage, zukünftig evtl. auf W-Gerste verzichten zu wollen die aktuelle Diskussion etwas ausgelöst. Sind ja ein paar schöne Ansätz dabei. Wenn ich das Ganze jetzt auf meinen Betrieb runter breche wären folgende FF möglich:

1. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-WGerste --> also wie gehabt
2. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-W-BrauGerste --> Hätte die Vorteile der WG und evtl. besser Rentabilität?
3. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen --> FF auf 4 Gleider verkürzen
4. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-SoGerste
5. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-Hafer

Dazu ein paar Fragen:
Vorweg: Wir arbeiten auf 300 m Höhe mit meist relativ flachgründigen Muschelkalkboden. Ertragsniveau Schnitt der letzten 5 Jahre:
- Raps: 40,5 dt(ha
- Weizen: 72 dt/ha
- Gerste: 62 dt/ha (Futterware) mit Schwankungen von 50-75 dt/ha
- Silomais: 430 dt/ha

Nun zu den FF:
- Wie sehen die Winterbraugerstenanbauer die Gerste? Ertrag? Sind die Qualitäten zu erreichen und wie groß ist im Schnitt der Preisaufschlag gegenüber Futtergerste?
- Schafft man beim Hafer Schälqualität? Wir haben hier zwei Abnehmer, die zahlen derzeit für Schälhafer etwa 160 €/t und für Futterhafer 120 €/t. Also ein enormes Preisrisiko


Winterbraugerste ist sehr anbausicher nach einer guten Vorfrucht wie Raps. Durch die gute Bodenstruktur und dem schnell verfügbaren Stickstoff entwickeln sich ohne großen Aufwand sehr ansehliche Bestände (nicht zu dick und nicht zu früh drillen - Gerste bestockt rel. stark nach Raps). Nach Raps ist auch der Druck mit Gelbverzwergungsviren und Ackerfuchsschwanz geringer. Bei einer realistischem Ertragserwartung von 75-80 dt/ha unter Berücksichtigung der Nmin-Werte reichen 120N eigentlich vollkommen aus (80+40).

Die meisten bauen die Winterbraugerste als abtragende Frucht nach Weizen an, aber davon halte ich nichts auf unseren schwachen Böden. Da bestockt sie einfach zu schlecht, und Zwiewuchs oder Weizendurchwuchs kannst Du Dir bei der Braugerste einfach nicht erlauben. Die Wurzelentwicklung nach Weizen ist deutlich schlechter und damit steigt auch das Auswinterungs- und Trockenheitsrisiko.

Winterbraugerste liegt hier preislich meist 1,50€ unter der Sommerbraugerste, die hellere Biere macht und für das Pilsener Bier bevorzugt wird.

Lukrativer ist hier der Anbau von Winterdurum nach Raps. Da liegen die Preise konstant über 20€. Und die geforderten Qualitäten werden in unserem trocken-warmen Klima auch rel. sicher erreicht. Beim Durum musst Du aber schon sehr auf Fusarium und Mutterkorn achten. Da ist eine Ährenbehandlung fast schon Pflicht. Und eine Behandlung gegen Gelbrost und evtl. auch Mehltau sollte man auch fest einplanen. Beim Durum kann Dir eine Schlechtwetterperiode in der Abreife auch sehr schnell die Qualität kaputtmachen.

Du würdest also - bezogen auf meine FF - eher so machen:
Raps-WG-WW-(ZF)-Mais-WW

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.
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angusy

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #242 am: 10. Juli 2018, 08:32:01 »


gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Aus meiner Erfahrung nicht !!!

Deswegen habe ich dieses Vorhaben wieder aufgegeben.

Wenn man unmittelbar nach der Ernte der WG pflügt und dann drillt mag das anders sein. Ansonsten hast Du endlos viel Ausfallgetreide in der ZF und im nachfolgenden WW (außer man pflügt dort).
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Raider

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #243 am: 10. Juli 2018, 09:52:20 »


gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Aus meiner Erfahrung nicht !!!

Deswegen habe ich dieses Vorhaben wieder aufgegeben.

Wenn man unmittelbar nach der Ernte der WG pflügt und dann drillt mag das anders sein. Ansonsten hast Du endlos viel Ausfallgetreide in der ZF und im nachfolgenden WW (außer man pflügt dort).

Pflug ist normalerweise nicht vorgesehen
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Gutbrod1032

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #244 am: 10. Juli 2018, 12:35:38 »

Ist WG in WW nicht ein eher untergeordnetes Problem?
Sie verträgt ja weder Atlantis noch Broadway (Sulfosulfuron gibt es ja nicht (mehr)) und sollte sie trotzdem eine Ähre ausbilden ist diese bis zum Weizendrusch hoffentlich überreif und schon ausgefallen.

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Immer diese Werbung für rot-gelben Stahl...

klausg

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #245 am: 10. Juli 2018, 14:27:28 »

Ausfallen tut sie nur in den seltensten Fällen - sonst würde ja im Raps so manches Mal auch keine drin stehen
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Desperado

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #246 am: 10. Juli 2018, 15:00:21 »

Ich habe ja mit meiner Aussage, zukünftig evtl. auf W-Gerste verzichten zu wollen die aktuelle Diskussion etwas ausgelöst. Sind ja ein paar schöne Ansätz dabei. Wenn ich das Ganze jetzt auf meinen Betrieb runter breche wären folgende FF möglich:

1. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-WGerste --> also wie gehabt
2. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-W-BrauGerste --> Hätte die Vorteile der WG und evtl. besser Rentabilität?
3. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen --> FF auf 4 Gleider verkürzen
4. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-SoGerste
5. Raps-Weizen-(ZF)Mais-Weizen-Hafer

Dazu ein paar Fragen:
Vorweg: Wir arbeiten auf 300 m Höhe mit meist relativ flachgründigen Muschelkalkboden. Ertragsniveau Schnitt der letzten 5 Jahre:
- Raps: 40,5 dt(ha
- Weizen: 72 dt/ha
- Gerste: 62 dt/ha (Futterware) mit Schwankungen von 50-75 dt/ha
- Silomais: 430 dt/ha

Nun zu den FF:
- Wie sehen die Winterbraugerstenanbauer die Gerste? Ertrag? Sind die Qualitäten zu erreichen und wie groß ist im Schnitt der Preisaufschlag gegenüber Futtergerste?
- Schafft man beim Hafer Schälqualität? Wir haben hier zwei Abnehmer, die zahlen derzeit für Schälhafer etwa 160 €/t und für Futterhafer 120 €/t. Also ein enormes Preisrisiko


Winterbraugerste ist sehr anbausicher nach einer guten Vorfrucht wie Raps. Durch die gute Bodenstruktur und dem schnell verfügbaren Stickstoff entwickeln sich ohne großen Aufwand sehr ansehliche Bestände (nicht zu dick und nicht zu früh drillen - Gerste bestockt rel. stark nach Raps). Nach Raps ist auch der Druck mit Gelbverzwergungsviren und Ackerfuchsschwanz geringer. Bei einer realistischem Ertragserwartung von 75-80 dt/ha unter Berücksichtigung der Nmin-Werte reichen 120N eigentlich vollkommen aus (80+40).

Die meisten bauen die Winterbraugerste als abtragende Frucht nach Weizen an, aber davon halte ich nichts auf unseren schwachen Böden. Da bestockt sie einfach zu schlecht, und Zwiewuchs oder Weizendurchwuchs kannst Du Dir bei der Braugerste einfach nicht erlauben. Die Wurzelentwicklung nach Weizen ist deutlich schlechter und damit steigt auch das Auswinterungs- und Trockenheitsrisiko.

Winterbraugerste liegt hier preislich meist 1,50€ unter der Sommerbraugerste, die hellere Biere macht und für das Pilsener Bier bevorzugt wird.

Lukrativer ist hier der Anbau von Winterdurum nach Raps. Da liegen die Preise konstant über 20€. Und die geforderten Qualitäten werden in unserem trocken-warmen Klima auch rel. sicher erreicht. Beim Durum musst Du aber schon sehr auf Fusarium und Mutterkorn achten. Da ist eine Ährenbehandlung fast schon Pflicht. Und eine Behandlung gegen Gelbrost und evtl. auch Mehltau sollte man auch fest einplanen. Beim Durum kann Dir eine Schlechtwetterperiode in der Abreife auch sehr schnell die Qualität kaputtmachen.

Du würdest also - bezogen auf meine FF - eher so machen:
Raps-WG-WW-(ZF)-Mais-WW

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.


Ja, genau diese Fruchtfolge würde ich anstreben, und die funktioniert auch.

Ob eine Zwischenfrucht zwischen der Wintergerstenernte und der Weizenaussaat gelingt, hängt natürlich von den Niederschlagsmengen ab. Vegetationszeit ist hingegen mehr als genug - fast 3 Monate, wenn ich von einer Gerstenernte in der ersten Julidekade ausgehe. Wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, kann man das durchaus wagen.
Ansonsten würde ich mich darauf beschränken, so wenig Bodenfeuchte wie möglich zu verschwenden. Die Ausfallgerste läuft im Zweifel auch so auf, und irgendwann spritzt Du sie halt ab.

Weizen vor Raps ist bei mir eigentlich kein Problem. Wenn nicht unbedingt eine Schlechtwetterperiode die Ernte hinauszögert, wie das im letzten Jahr der Fall war, dreschen wir hier immer um den 25. Juli den letzten Weizen. Da hat der Ausfallweizen sogar noch Zeit, aufzulaufen. Es ist aber auch kein Ding, den Ausfallweizen mit einem billigen Targa Super oder Panarex rauszuspritzen. Wenn viel Fuchsschwanz drin ist, nimmst Du halt ein Select 240. Die Weizenstoppeln (oder alles was viel Stroh hat) mulch ich vor der Bodenbearbeitung ab. Wenn es trocken ist und etwas mehr Stroh obenauf liegt, musst Du halt auf etwas Regen warten.
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Heiner

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #247 am: 10. Juli 2018, 22:48:15 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

siehe auch :
www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=20873.0
www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22392.0

Heiner
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Raider

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #248 am: 11. Juli 2018, 07:43:47 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

siehe auch :
www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=20873.0
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und welche ZF würdet Ihr da empfehlöen. All zu teuer sollte es auch nicht sein
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angusy

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #249 am: 11. Juli 2018, 08:33:08 »

Ist WG in WW nicht ein eher untergeordnetes Problem?
Sie verträgt ja weder Atlantis noch Broadway (Sulfosulfuron gibt es ja nicht (mehr)) und sollte sie trotzdem eine Ähre ausbilden ist diese bis zum Weizendrusch hoffentlich überreif und schon ausgefallen.

Leider war es kein untergeordnetes Problem.

Die Wintergerste hat meinen nachfolgenden Brotweizen aufgrund des hohen Besatzes zum Futterweizen gemacht. Sie hat sich weder durch die beschriebenen chemischen Hilfsmittel noch durch die überlange Standzeit beeindrucken lassen.
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Desperado

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #250 am: 11. Juli 2018, 10:58:47 »

Ist WG in WW nicht ein eher untergeordnetes Problem?
Sie verträgt ja weder Atlantis noch Broadway (Sulfosulfuron gibt es ja nicht (mehr)) und sollte sie trotzdem eine Ähre ausbilden ist diese bis zum Weizendrusch hoffentlich überreif und schon ausgefallen.

Leider war es kein untergeordnetes Problem.

Die Wintergerste hat meinen nachfolgenden Brotweizen aufgrund des hohen Besatzes zum Futterweizen gemacht. Sie hat sich weder durch die beschriebenen chemischen Hilfsmittel noch durch die überlange Standzeit beeindrucken lassen.

Der Preisunterschied zwischen B-Weizen und Futterweizen ist jetzt nicht so groß, als dass ich mir da nen großen Kopf drum machen würde. Ich hatte letztes Jahr in einem Fall auch recht viel Wintergerste im Weizen stehen, was bei der Anlieferung auch moniert wurde. Da ist halt im trockenen und ungewöhnlich warmen Sommer 2016 mangels Niederschläge rein gar nichts aufgelaufen, und ich wollte auch nicht erst Ende Oktober den Stoppelweizen drillen. Insofern musste ich die 10-15% Besatz halt billigend in Kauf nehmen. Gedroschen hat er dafür ganz gut.
Normalerweise läuft die Ausfallgerste aber recht gut auf.
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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #251 am: 11. Juli 2018, 11:21:01 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

siehe auch :
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und welche ZF würdet Ihr da empfehlen. All zu teuer sollte es auch nicht sein


Ich würde da keinen allzu großen Aufwand betreiben. Gülle auf die Stoppel, grubbern, kreiseln und dann mit dem Schneckenkornstreuer 15-20kg Senf drauf. Nach der Wintergerste ist ja meistens noch etwas Bodenfeuchte vorhanden und der Senf deckt ja auch gut ab. Da verrottet das Stroh recht schnell.
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Raider

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #252 am: 11. Juli 2018, 14:54:29 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

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und welche ZF würdet Ihr da empfehlen. All zu teuer sollte es auch nicht sein


Ich würde da keinen allzu großen Aufwand betreiben. Gülle auf die Stoppel, grubbern, kreiseln und dann mit dem Schneckenkornstreuer 15-20kg Senf drauf. Nach der Wintergerste ist ja meistens noch etwas Bodenfeuchte vorhanden und der Senf deckt ja auch gut ab. Da verrottet das Stroh recht schnell.


Senf in Raps-Fruchtfolge? Wie wäre es mit Buchweizen?
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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #253 am: 11. Juli 2018, 16:39:59 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

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www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=20873.0
www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22392.0

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und welche ZF würdet Ihr da empfehlen. All zu teuer sollte es auch nicht sein


Ich würde da keinen allzu großen Aufwand betreiben. Gülle auf die Stoppel, grubbern, kreiseln und dann mit dem Schneckenkornstreuer 15-20kg Senf drauf. Nach der Wintergerste ist ja meistens noch etwas Bodenfeuchte vorhanden und der Senf deckt ja auch gut ab. Da verrottet das Stroh recht schnell.


Senf in Raps-Fruchtfolge? Wie wäre es mit Buchweizen?


Das sehe ich jetzt nicht als großes Problem an in einer weitgestellten 5-gliedrigen Rapsfruchtfolge, noch dazu auf unseren flachgründigen Muschelkalkböden mit pH-Werten um oder über 7.
Buchweizen geht natürlich auch als Sommerzwischenfrucht, aber da musst Du schon mit der Sämaschine durch. Und der Senf macht halt doch mehr Masse und ist auch die bessere Getreidevorfrucht.

Wenn Du einmal pro Fruchtfolge aus sanitären Gründen zum Pflug greifen willst, würde ich das nach dem Weizen machen und dann ne leguminosenhaltige Zwischenfruchtmischung vor dem Mais im nächsten Jahr anbauen.
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Raider

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Re: Wintergerste 2018
« Antwort #254 am: 12. Juli 2018, 07:54:41 »

gelingt zwischen WG und WW eine Zwischenfrucht? Und dann hätte ich auch wieder das "Problem", dass der Weizen vor dem Raps steht.

Hallo,

eine Zwischenfrucht zwischen WG und WW gelingt. Das ist auch hier im Forum schon diskutiert worden.
Wichtig ist, dass diese Zwischenfrucht vom Ausfallgetreide frei gehalten wird, denn sonst ist dass ideal für die Feldmäuse. Das Freihalten von Ausfallgetreide kann zum einen durch den Einsatz des Pfluges erfolgen, was aber im Normalfall zuviel Wasser und auch Zeit kostet, zum anderen chemisch durch Gramizide, die aber für die meisten Zwischenfrüchte und schon gar nicht für Mischungen aus diesen nicht zugelassen sind !!!.
Auch dürfen Zwischenfrüchte die vor Ende November umgebrochen werden in den meisten Bundesländern nicht gedüngt werden !!!

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und welche ZF würdet Ihr da empfehlen. All zu teuer sollte es auch nicht sein


Ich würde da keinen allzu großen Aufwand betreiben. Gülle auf die Stoppel, grubbern, kreiseln und dann mit dem Schneckenkornstreuer 15-20kg Senf drauf. Nach der Wintergerste ist ja meistens noch etwas Bodenfeuchte vorhanden und der Senf deckt ja auch gut ab. Da verrottet das Stroh recht schnell.


Senf in Raps-Fruchtfolge? Wie wäre es mit Buchweizen?


Das sehe ich jetzt nicht als großes Problem an in einer weitgestellten 5-gliedrigen Rapsfruchtfolge, noch dazu auf unseren flachgründigen Muschelkalkböden mit pH-Werten um oder über 7.
Buchweizen geht natürlich auch als Sommerzwischenfrucht, aber da musst Du schon mit der Sämaschine durch. Und der Senf macht halt doch mehr Masse und ist auch die bessere Getreidevorfrucht.

Wenn Du einmal pro Fruchtfolge aus sanitären Gründen zum Pflug greifen willst, würde ich das nach dem Weizen machen und dann ne leguminosenhaltige Zwischenfruchtmischung vor dem Mais im nächsten Jahr anbauen.

Wir liegen hier in der Regel um 7 pH

Was hätte man noch als "billige" und einfach zu bestellende ZF? 
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