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Autor Thema: Insektensterben durch die Landwirtschaft  (Gelesen 7242 mal)

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Cat-Driver

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #30 am: 16. Juli 2017, 21:30:26 »

Zitat
Warum dürfen eigentlich überhaupt noch Medikamente bei Menschen verwendet werden? Schaut mal nach Wirkstoffen .... die Wirkstoffe selber sind pur meist tödlich ... da machts dann die Dosierung ....

Wie recht du hast, man sollte Wasser verbieten, in der reinen Form eingenommen ist es (auf Dauer) tödlich.

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BNT

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #31 am: 16. Juli 2017, 22:16:28 »

Ruebe, dein Problem ist, dass du im Wesentlichen gleich argumentierst, wie deine "Gegner".

Daher empfehle ich dir, freie Zeit scheinst du ja zu haben, dich erst mal mit folgendem auseinander zu setzen:

http://www.w-k-essler.de/pdfs/goedel.pdf


So von wegen Vollständigkeit und Richtigkeit von Aussagen.


Darum finde ich rechthaberische Diskussionen für so sinnlos.
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Wade

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #32 am: 16. Juli 2017, 23:27:50 »

Ich weiß nicht ob ich Recht habe, ich will kein Recht haben. Ich weiß nicht wie verlässlich die Zahlen zu Insekten sind, bei Vögel gibts mehr Daten und da schaut es auch gruselig aus.

Als Argumente warum es (möglicherweiße) weniger Insekten gibt führt Ruebe als Argument auf dass nun Misthaufen abgedeckt werden müssen und schneller eingeearbeitet werden muss. Misthaufen auf ner Mistplatte müssen btw überhaupt nicht abgedeckt werde, bei den anderen wird oft nen Auge zu gedrückt bzw wenn der ordentlich gestapelt ist braucht mans nicht.

Das spielt sicher eine Rolle, aber vermutlich nur im Promille-Bereich bzw geringen Prozent-Bereich. Die wesentlich Punkte werden komplett ausgeblendet bzw negiert. Das ganze wird als Hetzkampagne gegen die Landwirtschaft abgetan.
Als ob die Landwirtschaft überhaupt nicht Schuld daran ist und man ja auch überhaupt nichts an der Situation ändern könnte... Es kotzt mich einfach nur noch an.

Es muss immer effektiver besser schneller gehen, auf Ökologie schaut doch keiner mehr. Nur um dem "Großgrundbesitzer" noch nen paar € mehr in den Rachen zu werfen.

Wenn jeder die gleichen, höheren Auflagen für mehr Ökologie hat verdient hinterher jeder genauso viel wie vorher. Bis auf der Flächenbestitzer. Aber Eigentum verpflichtet nunmal, wer Eigentumsflächen hat kann ein paar € auch verschmerzen ohne gleich am Hungertuch zu nagen.


Das schlimmste an allem ist, das selbst Leute wie wade, die eigentlich hinterfragen sollten, solche Zahlen ungefiltert übernehmen ... und das im gegensatz zu den Diskussionen in Frankenberg Leute wie Bio behaupten sie dürften keine Produkte von Konvis einsetzen und dann kommt wade und schreibt das sie es doch dürfen ....

Ich hab das nicht ungefiltert übernommen, ich habe die Zahlen sogar auf Vögel und sonstige Flora & Faune erweitert. Dort gibt es nämlich verlässliche Zahlen, und wiso soll es bei Pflanzen & Vögeln so sein, aber Insekten nicht? Ich hab überhaupt keinen Anhaltspunkt dass die Zahlen nicht stimmen sollten.
Und auch falls die Zahlen zu den Insekten nicht stimmen, ein bisschen mehr Ökologie würde keinen umbringen und die Diversität stärken... Dann macht mans halt nicht für die Insekten alleine sondern für alles andere Getrier.

Zu Bio: Mach dich mal schlau wo der Unterschied von EU Bio und Verbands-Bio ist. Vielleicht waren die Leute in Frankenberg alle im Verband? Bei EU Bio darfst konventionelle Gülle, Mist & auch Geflügelmist kaufen der nicht "aus industrieller" Tierhaltung stammt, also meist <2,5GV/ha. Die GV kann man aber auch durch ne Betriebskooperation nach unten drücken. Bei Verbandsbio darfst nur konventionellen Mist von Rindern, Schafen, Ziegen Pferden kaufen (keine Gülle).
Bis vor kurzem war auch im Verband konventionelle Maissilage als Düngemittel zugelassen. Finde es gerade in der aktuellen Fassung nicht mehr, müsste aber noch erlaubt sein aber steht nicht mehr explizit drin. Sprich, eine Anlage die nur Maissilage füttert und Gülle aus "nicht industrieller Tierhaltung" darfst bei EU Bio auch einsetzen.
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Bioland Landwirt seit 2012

Owler

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #33 am: 16. Juli 2017, 23:42:17 »

69 Hektar täglich.

Zitat
Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen - meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/flaechensparen-boeden-landschaften-erhalten

Ich möchte nicht sagen das es in der Landwirtschaft kein Potential gibt für Verbesserungen, gearde dort kann man etwas verändern. Aber man sollte sich nicht den Flächenverbrauch von ganz Deutschland ans Bein binden und meinen die Landwirtschaft müsse/könne die Biodiverität die dadurch verloren geht kompensieren.
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canuck

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #34 am: 17. Juli 2017, 00:03:07 »

Ohne Bio zu verurteilen. Aber Ausführungen von Wade ueber was fuer Guelle und Mist verwendet werden kann sind meiner Ansicht hoechst problematisch.
Ein richtiger Gummiparagraf wie ich es beurteile.
Was ist industrielle Tierhaltung. Je nach Auffassung, ich will mich da nicht auf Zahlen einlassen.
Und auf Oekologie schaut keiner?
Fast jeder Bauer oder Farmer arbeitet meiner Meinung nach zum guten von Boden und Tieren.Wenn auch die Bewirtschaftung nicht immer in die gleiche Kategorie faellt.
Ob er dann Bio oder Konvi hat ueberhaupt nichts damit zu tun.
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tuning Esel

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #35 am: 17. Juli 2017, 04:06:11 »

 :daumen: :daumen1:Canuck
Ist schon Traurig, aber wir lassen uns immer mehr auf die das lewel von der "Lügenpresse" ab
Bio; na ja ich komme ja viel rum, aber vor Jahren war ich noch bewundert von der Bio Landwirtschaft, Heute auf dem Boden angekommen und sehe das es meist nur 2 arten von Bio gibt, die die  fürs Geld machen und fast nichts produzieren, ausser die Prämien zu Optinieren und die die  Produzieren , die aber sehr viel Hilfstoffe ( Dünger ,Spritzmittel) benutzen, halt andere ,(ob Kupfer ökologischer ist..)oder sogar Glyphosat einsetzen dürfen(in Frankreich)(es darf nicht mit Boden oder Nutzpflanze in berührung kommen..) na ja ich sehe da auf langer sicht keine Zukumft...
Der Landwirt wirt immer mehr zu Sündebock für alles gemacht, es reicht langsam... was dan der der Konsument macht ist egal, zb, man will Bio ,keine Böse Chemie, frisst aber massenhaft Pillen gegen alle Bobochen.. sind ja keine Chemie coktails.., oder man verurteilt den Bauer weil er von ner Hecke nen Ast absägt weil  dieser immer den Spiegel rumklapt , die gleichen ökos aber zum paar Stauden Pflanzen mit 20T Bagger anfahren und am gleichen Bauer mal so 1Ha umpfügen als sei die Armee da durch ...   
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WilliW

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #37 am: 17. Juli 2017, 06:56:45 »

Moin,

aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass die Masse der Fliegen hier in den letzten 10 Jahren sogar um 99,99% abgenommen hat.
Woran liegts?
Die Kühe sind weg.
Und bis Ende der 50er Jahre gabs hier im Dorf sogar 50 Misthaufen.

Muss jetzt in jedes Dorf wieder eine Rinderhaltung?
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canuck

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #38 am: 17. Juli 2017, 07:04:31 »

Weniger Insekten und Voegel ,mag vielleicht stimmen in Deutschland.
Hier in Canada sind viele Vogelarten ,am wachsen. Wie gesagt Insekten meiner persoehnlichen Beobachtung nach auch. Hier spielt das Klima die groesste Rolle.
Dies trotz GMO, großflächiger Anbauart und zum Teil industrieller Landwirtschaft,waldbraenden,Rodungen usw.Heute wird viel mal vergessen warum wir eigentlich Landwirtschaft betreiben. War nicht der Grundgedanke ,essen zu produzieren?
Viele andere Sachen sind heute wichtiger als die Produktion aller Lebensmittel  das den Bauernhof verlaesst.
Ihr kennt ja wie wichtig Formulare richtig ausfüllen ist. Meist liegt da viel mehr Geld darin,als beim Unterschied von gutem und schlechten Weizen  ;D
 
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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #39 am: 17. Juli 2017, 08:52:28 »

Heute Meldung in der Zeitung:
Schonzeit für Waschbären vorbei ....
In 2001 866 erlegte Tiere, in 2016 10.070 Tiere ....

Als Kulturfolger sind die Waschbären auch in Dörfern und Städten aktiv und räubern die Neste der Vögel aus ..... also weniger Nahrung (Insekten) und mehr Feinde für unsere Vogelwelt ....
... aber die Landwirtschaft ist an allem Schuld :frage: :frage: :frage: am Rückgang der Vögel  :frage: klare Feststellung aller selbsternannten Ornithologen, und zig Hobby Ornithologen können sich ja nicht täuschen
Ironie aus

@wade: Danke für deine Hinweise, dann lagen meine Berater ja doch richtig ... Bio kann ohne Konvi dauerhaft nicht existieren da ein geschlossener Kreislauf fehlt .... eigentlich müßte Klärschlamm  ;D ;D ;D ;D im BioAnbau erlaubt sein, denn da gehen ja die abgefahrenen Nährstoffe hin  ;D ;D
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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #40 am: 17. Juli 2017, 09:13:45 »

https://pecudis.wordpress.com/2017/06/19/artgerechte-menschenhaltung/

gerade eben diesen Link erhalten .... passt ja ganz gut hier rein ....
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lilly

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #41 am: 17. Juli 2017, 09:55:30 »

Moin,

aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass die Masse der Fliegen hier in den letzten 10 Jahren sogar um 99,99% abgenommen hat.
Woran liegts?
Die Kühe sind weg.
Und bis Ende der 50er Jahre gabs hier im Dorf sogar 50 Misthaufen.

Muss jetzt in jedes Dorf wieder eine Rinderhaltung?

Genau so sehe ich das auch.
Mit den Insekten sind auch die Schwalben viel seltener geworden.



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Liebe Grüße von lilly

joe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #42 am: 17. Juli 2017, 11:22:34 »

Heute Meldung in der Zeitung:
Schonzeit für Waschbären vorbei ....
In 2001 866 erlegte Tiere, in 2016 10.070 Tiere ....

Als Kulturfolger sind die Waschbären auch in Dörfern und Städten aktiv und räubern die Neste der Vögel aus ..... also weniger Nahrung (Insekten) und mehr Feinde für unsere Vogelwelt ....
... aber die Landwirtschaft ist an allem Schuld :frage: :frage: :frage: am Rückgang der Vögel  :frage: klare Feststellung aller selbsternannten Ornithologen, und zig Hobby Ornithologen können sich ja nicht täuschen
Ironie aus



einen grund zur abnahme der der vogelpopulation sollte auch noch mal ins spiel bringen .
https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article150717190/Illegaler-Vogelfang-liefert-zweifelhafte-Delikatesse.html

cee cazzo ,
schmekte gut kleine vogel ! ;D
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Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

Rohana

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #43 am: 17. Juli 2017, 11:24:33 »

69 Hektar täglich.

Zitat
Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen - meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/flaechensparen-boeden-landschaften-erhalten

Ich möchte nicht sagen das es in der Landwirtschaft kein Potential gibt für Verbesserungen, gearde dort kann man etwas verändern. Aber man sollte sich nicht den Flächenverbrauch von ganz Deutschland ans Bein binden und meinen die Landwirtschaft müsse/könne die Biodiverität die dadurch verloren geht kompensieren.

Denke das hier fasst die Diskussion gut zusammen.
Und ja, ich fänds klasse wenn jedes Kuhkaff verpflichtet würde, wieder Kühe auf der Weide zu halten, damit mal was für die Biodiversität getan wird :D Solange "die Landwirtschaft" als etwas von der Gesellschaft isoliertes gesehen wird, als Sündebock statt als Teil (!) der Gesellschaft, kann das nicht funktionieren mit der Diversität - die gilt ja nicht nur für Pflanzen und Tiere...
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Henrik

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #44 am: 17. Juli 2017, 19:39:44 »

69 Hektar täglich.

Zitat
Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen - meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/flaechensparen-boeden-landschaften-erhalten

Ich möchte nicht sagen das es in der Landwirtschaft kein Potential gibt für Verbesserungen, gearde dort kann man etwas verändern. Aber man sollte sich nicht den Flächenverbrauch von ganz Deutschland ans Bein binden und meinen die Landwirtschaft müsse/könne die Biodiverität die dadurch verloren geht kompensieren.

Denke das hier fasst die Diskussion gut zusammen.
Und ja, ich fänds klasse wenn jedes Kuhkaff verpflichtet würde, wieder Kühe auf der Weide zu halten, damit mal was für die Biodiversität getan wird :D Solange "die Landwirtschaft" als etwas von der Gesellschaft isoliertes gesehen wird, als Sündebock statt als Teil (!) der Gesellschaft, kann das nicht funktionieren mit der Diversität - die gilt ja nicht nur für Pflanzen und Tiere...

Das wird aber gern ausgeklammert..........
Klimaänderungen usw auch. Mal eben das ganze mal wieder auf die Landwirtschaft reduziert.
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