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Autor Thema: Insektensterben durch die Landwirtschaft  (Gelesen 7241 mal)

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Henrik

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Insektensterben durch die Landwirtschaft
« am: 15. Juli 2017, 19:29:02 »

http://www.deutschlandfunk.de/umwelt-insektensterben-seit-35-jahren-wegen-pestiziden.1939.de.html?drn:news_id=768884

Heute in allen Medien, Insektensterben durch die Landwirtschaft. Frau Hendricks bringt aber auch fast jede Woche etwas gegen die Landwirtschaft........
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Sei Gierig wenn andere sich fürchten, fürchte dich wenn andere zu gierig sind.   Warren Buffet

hanna

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #1 am: 15. Juli 2017, 19:33:21 »

Fliegen , Bremsen und Mücken sind doch auch Insekten, oder?
Warum werden die nicht weniger?
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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #2 am: 15. Juli 2017, 19:49:21 »

Mist gibts draussen nicht mehr .... auf den Höfen schon gar nicht mehr. Ebenso sind Schlachtereien, Bäckereien, Haushalte etc "sterile" Bereiche ...

Da der Mist/Gülle schnell eingearbeitet wird, Misthaufen abgedeckt sind fehlt den Insekten die Nahrung ... alles von unseren links grünen AlternativWahrheiten erzählenden Politikern ausgelöst

....da es keine Nahrung für Insekten gibt, finden auch die Vögel nichts mehr ....

Schaut euch mal den Hundehaufen/Kuhfladen im Rasen/auf der Weide an .... was darunter/darinnen nach einigen Tagen lebt, ist gigantisch .... und genau das gibt es nicht mehr dank Einarbeitung, Abdeckung ....

Genau das mit dem Hundehaufen müßt Ihr mal eurn Nachbarn erzählen .... dann den Hund "hinsch..." lassen .... beste Demo für die Lawi

Genauso die abgesteckten Termine für die Aussaat von Brache/ZF ... alles kommt am 30.03 rein und blüht Mitte/Ende Juni ... am 01.07. kommt der Mulcher und macht ganze Gemarkungen leer .... dürften wir "frei" aussäen und abmuclhen, hätten Bienen und Insekten Nahrung bis in den August hinein .... und dann könnte die erste ZF nach Gerste langsam Blühanschluß schaffen

Da aber die Düngung von ZF verboten ist, geht die Aussaat von ZF zurück da die Unsicherheit ohne Nährstoffe etwas zu erreichen zu groß ist ... eine ZF sollte wie eine Hauptfrucht geführt sein .... das wiederum klappt nicht weil die Nährstoffe der ZF der HF anzurechnen ist .... da aber die DüVO so enge Grenzen setzt muß jedes Gramm Nährstoffe in die HF damit wir überhaupt noch was Ernten ...

Liebe RotGrüne NGO .... wenn Ihr mal in ganzen Abläufen denken könntet, würdet Ihr selber drauf kommen .... aber so ist das halt mit einseitiger Mangelernährung  .... iwo fehlt dann was, nicht nur den Pflanzen
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Merkur

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #3 am: 15. Juli 2017, 20:00:33 »

Das Bundesministerium tritt immer mehr auf wie unsere bekannten NGOs. Da wird nur noch oberflächlich losgepoltert reiserische Ùberschriften produziert und aktuelle Feindbilder bedient. Die deutsche Qualitätspresse  übernimmt so etwas dann unkritisch ohne etwas zu hinterfragen.  Interessant während es Mal zu wissen welche Studien denn für diese Aussagen herangezogen werden. Warum werden bei solchen Berichten keine Quellen und was noch wichtiger ist deren Auftrageber genannt.  Interessanter Artikel zum Thema  Vogelsterben was ja in die gleiche Kerbe schlägt und wo auch der Rückgang der Insekten beleuchtet wird findet sich hier : https://www.novo-argumente.com/artikel/panikmache_um_sterbende_voegel
Ich Frage mich auch ob die Windschutzscheiben nicht deshalb weniger verschmutzt sind weil die Aerodynamik der Fahrzeuge sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert hat.
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Biobauer

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #4 am: 15. Juli 2017, 20:01:19 »

Fliegen , Bremsen und Mücken sind doch auch Insekten, oder?
Warum werden die nicht weniger?

deutlich weniger, vieleicht nicht bei euch mit tierhaltung, aber ansonsten schon
denk doch mal zurück , früher musste man bei jeden tankstop scheiben, scheinwerfer reinigen
heute ist dies eigentlich nicht mehr nötig

und auch wenn rübe wieder mal ein endzeitszenario darstellt, wo alle schuld sind ,nur nicht die landwirte, erinner ich hier nur an manche beiträge, wo bei den "duschen " mal prophylaktisch noch nen instektizid mit reingeschüttet wird, kost ja fast nix.....
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #5 am: 15. Juli 2017, 20:19:29 »

Bio, denk mal nach .... trinkst du erst etwas wenn du verdurstet bist oder vorher?

Wenn du NeoNics an den Rüben verbietest (da ja KEINE vorsorgliche Anwendung erlaubt ist), muß iwann etwas gegen Insekten getan werden .... also fahren die Spritzen mit der drei/vier/fünffachen Wirkstoffmenge rum weil die gezielte Vorsorgemaßnahme nicht erlaubt ist

.... und wenn ich richtig informiert bin hast du deinen Achso tollen Bioanbau aufgegeben ... wahrscheinlich nicht mangels Lust an der Lawi sondern mangels Kohle .... und das was du noch hast geht in die BiogasAnlage .... wenn du schon immer mit erhobenem Zeigefinger rumläufst, geht mit gutem Beispiel voran
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Biobauer

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #6 am: 15. Juli 2017, 20:30:09 »


.... und wenn ich richtig informiert bin hast du deinen Achso tollen Bioanbau aufgegeben ... wahrscheinlich nicht mangels Lust an der Lawi sondern mangels Kohle .... und das was du noch hast geht in die BiogasAnlage .... wenn du schon immer mit erhobenem Zeigefinger rumläufst, geht mit gutem Beispiel voran

beides falsch :)
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hanns

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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #8 am: 15. Juli 2017, 21:06:14 »

Bio, wieso reagierst du auf kritische Bemerkungen mit persönlichen Anfeindungen? Fehlt dir, wie unseren linken Chaoten, die Toleranz gegenüber Andersdenkenden?

Ich versuche zielorientiert zu argumentieren, das fällt hier im AW aber mittlerweile verdammt schwer weil einige nur noch unter die Gürtellinie treten .... aber tröste dich, langsam braucht es AW nicht mehr... man könnte es inzwischen auch AgroGelaber nennen

Selbst ein wertfreier Austausch zwischen Bio und Konvi wie in Frankenberg ist hier nicht möglich .... und auch mal Fehler im System zugeben
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Ansgar

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #9 am: 15. Juli 2017, 21:11:02 »

Vielfach geht die Diskussion um das Insektensterben ja auch mit der Diskussion um das Bienensterben einher bzw. um den Rückgang von Bienenvölkern. Auch hier bietet Bauer Willi interessante Argumentationshilfen, um ggf. dagegen zu halten, wenn mal wieder die Landwirtschaft mit den ganzen "Pestiziden" als Sündenbock ausgemacht wird.

http://www.bauerwilli.com/interview-wer-ist-der-killer/
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Wade

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #10 am: 15. Juli 2017, 22:07:10 »

Naja, ich sag mal so:
Insektizide machen es auf jeden Fall nicht besser
100% saubere Felder ohne irgendwas buntes oder blühendes machts auch nicht besser
Die Artenvielfalt auf Bioflächen ist nachweislich höher

Da der Mist/Gülle schnell eingearbeitet wird, Misthaufen abgedeckt sind fehlt den Insekten die Nahrung ... alles von unseren links grünen AlternativWahrheiten erzählenden Politikern ausgelöst

Hier wird nicht ein Misthaufen abgedeckt, zeig mir mal ne Verordnung wo das zwingend drin steht. Ebenso mit der Einarbeitung von Mist, der muss NICHT kurzfristig eingearbeitet werden! Selbst bei der neuen DüVO nicht. Also erzähl nicht solche Halbwahrheiten wenn du Faktenbasiert diskutieren willst.

Genauso die abgesteckten Termine für die Aussaat von Brache/ZF ... alles kommt am 30.03 rein und blüht Mitte/Ende Juni ... am 01.07. kommt der Mulcher und macht ganze Gemarkungen leer .... dürften wir "frei" aussäen und abmuclhen, hätten Bienen und Insekten Nahrung bis in den August hinein .... und dann könnte die erste ZF nach Gerste langsam Blühanschluß schaffen

Da aber die Düngung von ZF verboten ist, geht die Aussaat von ZF zurück da die Unsicherheit ohne Nährstoffe etwas zu erreichen zu groß ist ... eine ZF sollte wie eine Hauptfrucht geführt sein .... das wiederum klappt nicht weil die Nährstoffe der ZF der HF anzurechnen ist .... da aber die DüVO so enge Grenzen setzt muß jedes Gramm Nährstoffe in die HF damit wir überhaupt noch was Ernten ...

1. Du kannst doch außerhalb vom Greening säen und mulchen wann du willst! Wiso machst du das denn nicht?
2. Es zwingt dich doch keiner genau zum Stichtag mitm Mulcher anzurücken.
Genau das Argument hat hier auch nen Kuhhalter gebracht über Mähschnittzeitpunkte auf Wiesen. Das sei doch alles Scheiße weil die dann alle gleichzeitig gemäht werden. Deswegen macht er das nicht. Aber dass er auf seinen Wiesen schon 1-2 Schnitte gemacht hat und dort überhaupt nichts zum blühen kommt hat er vergessen zu erwähnen.



Es gibt nachweißlich wesentlich weniger Getier im Flur. Ob das an den 100% sauberen Äckern liegt, an den ausgeräumten Fluren ohne Hecken/Bracheflächen, Feldwegen mit Golfplatzrasen, Insektizideinsatz,
oder an den angeblich abgedeckten Misthaufen & Zwangsgreening liegt... Ich weiß ja nicht. Erscheint mir nicht wirklich Schlüssig die ganze Argumentation. Wie viele Zwischenfrucht, Blühmischungen etc gabs denn ohne Greening? Wird vieles vielleicht nicht richtig angegangen beim Greening, aber dass es dadurch schlechter wurde mag ich ernsthaft bezweifeln...

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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #11 am: 15. Juli 2017, 22:29:18 »

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/duengebehoerde/nav/2207/article/28134.html

zu Abdeckung, Einarbeitung etc ... lies mal nach ... auf der webseite gibts noch mehr

Georg Kekcl ist als Statistiker auch eine gute Quelle
http://www.keckl.de/

https://www.novo-argumente.com/artikel/panikmache_um_sterbende_voegel

Ich kann meine Flächen leider nur innerhalb der gesetzten Fristen bearbeiten da ich aufs Geld verdienen zur Ernährung meiner Famile angewiesen bin ....



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Merkur

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #12 am: 15. Juli 2017, 22:34:53 »

Warum gab es denn früher mehr Insekten, die Mittelchen die da eingesetzt worden sind  waren bestimmt nicht schonender zu dem Krabbelzeugs. Die Luft war bei weitem nicht so sauber wie heute und von den Flüssen will ich gar nicht erst reden. Eigentlich ist doch alles was die  Reinheit  von Luft Wasser und Boden angeht besser geworden.
Ich habe hier eine extensive Wiese  (Vertragsnaturschutz)  keine Düngung bisher erwünscht, dieses Jahr würde mir nahegelegenen doch Mal ein wenig Kali und Magnesium auszubringen anscheinend findet da auch ein Umdenken statt.
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Ruebe

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #13 am: 15. Juli 2017, 22:38:01 »

@wade: zeig mir mal die Grunddaten die beweisen das es nachweislich weniger Insekten gibt, wenn das alles auf einer einzigen freiwilligen, nicht wissenachftlichen Studie basiert wie im Link beschrieben .... ist da nicht viel wissenschaftlich
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Wade

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Re: Insektensterben durch die Landwirtschaft
« Antwort #14 am: 15. Juli 2017, 22:49:14 »

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/duengebehoerde/nav/2207/article/28134.html

zu Abdeckung, Einarbeitung etc ... lies mal nach ... auf der webseite gibts noch mehr

Und wie viele abgedeckte Misthaufen hast du schon gesehen? Ich hab hier noch nicht einen gesehen. Ob dann wirklich nur die Misthaufen und Einarbeitung Schuld sind und alle anderen Argumente nicht erwähnenswert sind... Und ich glaube kaum dass die Insekten & Vögelpopulationen erst seit 2015 so eingebrochen sind, der Trend ist schon seit Jahrzehnten vorhanden.
Nach deiner Argumentation reicht es die Misthaufen wieder aufzudecken und die Insekten & Vögelwelt gedeit wieder? Merkst selber oder?



Zitat
Ich kann meine Flächen leider nur innerhalb der gesetzten Fristen bearbeiten da ich aufs Geld verdienen zur Ernährung meiner Famile angewiesen bin ....
Wie gesagt, welche harten Fristen hast du denn außerhalb des Greenings?
Du gibts ja mit der Aussage zu, dass Ökonomie > Ökologie steht. GENAU DAS sagt doch auch die Frau Hendriks im Prinzip. Bei der Landwirtschaft zählt seit langem hauptsächlich die Ökonomie und weniger die Ökologie.

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