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Autor Thema: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....  (Gelesen 8637 mal)

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Henrik

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #60 am: 14. Juni 2018, 20:15:23 »

Meiner Meinung nach ist das ganze ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Die EZB will jetzt endlich die Käufe einstellen. Zinsen aber noch nicht anheben. Im Großen und Ganzen ist die Aktion am Ende jetzt am Ziel vorbei gelaufen. Wieviel besser soll die Wirtschaft und Konjunktur noch laufen ?

Wenn morgen eine Rezession warum auch immer einsetzen würde ( Gründe gibts dafür auch) dann ist das große Pulver verschossen.
Wirtschaftlich stehen wir ja ähnlich da wie die USA vor 90 Jahren.  Geschichte kann sich immer wiederholen. Nur das heute erstmal andere Länder betroffen sein werden.

Naja, in D läufts ja recht gut, aber die Käufe und die Geldpolitik der EZB sind ja für den ganzen Euroraum- und da gibt es zum Beispiel Italien, zweitgrösste Volkswirtschaft im Euroraum, wo es seit Jahrzehnten höchstens stagniert, meist aber schlechter läuft als vor dem Euro und vor allem vor der Finanzkrise 2008...

Das Pulver verschossen.... glaub ich nicht, in der Not frisst der Teufel Fliegen, bzw. die Notenbanken und Staaten werden kreativ, wie schon 2008. Wobei es auch auf die Leute am Ruder draufankommt, mit dem in der Hochfinanz erfahrenen Super-Mario an der Spitze der EZB hatte man bis jetzt Glück :-). Wenn jetzt irgendein konservativer Beamtenknochen und Centspalter ans Ruder kommt, so eine schwäbische Hausfrau, und dann eine Krise ausbricht- dann wünsche ich nur noch gute Nacht...

Da bin ich ja mal gespannt was die EZB aus dem Hut ziehen will. In Fachkreisen wird schon länger vor der Gefahr gewarnt. Wer nimmt denn in Krise noch Geld auf ? Wenn man seinen Job verliert etc. Dann wird man kaum Auto oder Einrichtung kaufen bzw. Finanzieren.

Es ist genügend Geld da, aber eben sehr ungleich verteilt. Entscheidend für die Konjunktur sind am Ende die Konsumenten. Lies mal nach was Mitte der 20 Jahre des letzten Jahrhunderts in USA los war. Die haben damals auch wie die made im Speck gelebt. Damals man mag es kaum glauben waren die Konsumentenkredite dort sehr hoch.
Heute ist Gefahr einer globalen Finanzkrise in den Usa nicht so hoch. Gibt da unsichere Kandidaten wie China die auch sehr viel auf Pump machen. Wenn das Geld mal weltweit abfließt, dann geht es von jetzt auf gleich runter.

Bin kein Pessimist, aber gewisse Vorsicht sollte man walten lassen.
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Henrik

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Schorsch

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #62 am: 15. Juni 2018, 08:30:36 »

Das ist m. E. der Faktor, der auf Dauer die Wirtschafts- und die Gesellschaftsordnung am meisten gefährdet:

Es ist genügend Geld da, aber eben sehr ungleich verteilt.

Das Gemeinwesen wird durch Steuern und Abgaben getragen. Die sind auf Kapitalerträge gering und auf Arbeit hoch, was die Ungleichverteilung weiter verstärkt. Besser wäre es, Erträge aus Kapitalbesitz verstärkt zu belasten und Einkommen aus Arbeit zu entlasten. Leider wird dann das Kapital verstärkt in Steuerparadiese flüchten - entweder in Nachbarländer oder zunehmend auch weiter weg.
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juliusjr

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #63 am: 15. Juni 2018, 08:54:56 »

Tja in ner Krise gibts dann ne grund und immobiliensteuer - abgabe.....
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Stanky

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #64 am: 15. Juni 2018, 10:21:27 »

Moin,
Das ist m. E. der Faktor, der auf Dauer die Wirtschafts- und die Gesellschaftsordnung am meisten gefährdet:

Es ist genügend Geld da, aber eben sehr ungleich verteilt.

Das Gemeinwesen wird durch Steuern und Abgaben getragen. Die sind auf Kapitalerträge gering und auf Arbeit hoch, was die Ungleichverteilung weiter verstärkt. Besser wäre es, Erträge aus Kapitalbesitz verstärkt zu belasten und Einkommen aus Arbeit zu entlasten. Leider wird dann das Kapital verstärkt in Steuerparadiese flüchten - entweder in Nachbarländer oder zunehmend auch weiter weg.
erstmal sollte die Politik doch sehen, das Konzerne genau so besteuert werden wie wir. Wenn VW, Daimler, Tyssen, Amazon, Google, Ikea und wer auch immer genau so Steuern bezahlen müßten wie wir, hätte der Staat Geld im Überfluß. Aber da trauen sich ja nicht mal die radikalen Parteien von Links und Rechts ran. Geld, das in der Bundesrepublik verdiehnt wird, gehört auch hier besteuert!
Aber es ist ja einfacher den kleinen Gastronomen Registriekassen aufzuzwingen. :irre: :irre:
Gruß
Frank
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farming.ch

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #65 am: 15. Juni 2018, 11:08:21 »

Moin,
Das ist m. E. der Faktor, der auf Dauer die Wirtschafts- und die Gesellschaftsordnung am meisten gefährdet:

Es ist genügend Geld da, aber eben sehr ungleich verteilt.

Das Gemeinwesen wird durch Steuern und Abgaben getragen. Die sind auf Kapitalerträge gering und auf Arbeit hoch, was die Ungleichverteilung weiter verstärkt. Besser wäre es, Erträge aus Kapitalbesitz verstärkt zu belasten und Einkommen aus Arbeit zu entlasten. Leider wird dann das Kapital verstärkt in Steuerparadiese flüchten - entweder in Nachbarländer oder zunehmend auch weiter weg.
erstmal sollte die Politik doch sehen, das Konzerne genau so besteuert werden wie wir. Wenn VW, Daimler, Tyssen, Amazon, Google, Ikea und wer auch immer genau so Steuern bezahlen müßten wie wir, hätte der Staat Geld im Überfluß. Aber da trauen sich ja nicht mal die radikalen Parteien von Links und Rechts ran. Geld, das in der Bundesrepublik verdiehnt wird, gehört auch hier besteuert!
Aber es ist ja einfacher den kleinen Gastronomen Registriekassen aufzuzwingen. :irre: :irre:
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Frank

Hier in CH will die Regierung und das Parlament (beide mehrheitlich rechts) auch ständig die Unternehmenssteuern senken. Auch wenn die Wirtschaft schon zu gut läuft. Begründet wird dies mit der Angst, Unternehmen könnten wegziehen, und, noch mehr Unternehmen müssen in der CH angesiedelt werden....

Die Stimmbürger haben jedoch was dagegen, die letzte Vorlage wurde deutlich abgelehnt :-).

Der globale Steuerwettbewerb ist ein Riesenproblem ! Wer mobil ist (vor allem Grossunternehmen und Reiche) profitiert immer wie mehr...
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Stanky

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #66 am: 15. Juni 2018, 11:26:56 »

Moin,
die Frage ist doch: Wie definierts Du reich? Wenn einer 200ha Eigenland hat, oder eine Firma mit 250 Beschäftigten? Das sind doch alles keine Reichen. Aber für die neidgesteuerten Mitmenschen ist es leichter auf solche Personen neidisch zu sein, als auf Konzerne. Das die Führungsleute bei VW oder sonstwo trotz Mißmanagements mit fetten Boni weggelobt werden spottet natürlich jeder Beschreibung. Und die Konzerne sind doch die eigentlichen Hassadeure im Wirtschaftsgeschehen. Der Mittelstand wird langsam aber sicher ausgemerzt und die Lorenzkurve der Einkommensverteilung knallt uns eines guten Tage um die Ohren. Wenn eine Gesellschaft/Staat immer mehr Menschen ,,produziert", die nichts zu verlieren haben, was passiert dann wohl?
Ich weiß aber auch nicht, wie man da gegensteuern könnte, müßte. Unser Wirtschaftslehrelehrer ( Wat'n Wort  ;D ) in der 10 Klasse Realschule hat immer gesagt:,, Die Marktwirtschaft ist ihr Feind in sich" und in den letzten Jahrzehnten mit zunehmender Reife, begreife ich das so langsam.
Gruß
Frank
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juliusjr

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #67 am: 15. Juni 2018, 11:27:27 »

In deutschland werden unternehmen nicjt grad wenig besteuert und jeder landwirt kann sein unternehmen in eine kapitalgesellschaft wandeln. International kann man sicher mehr das steuersystem abstimmen und zb amazon usw stärker besteuern. Is halt eine europäische Angelegenheit wie man das untereinander regelt.
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juliusjr

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #68 am: 15. Juni 2018, 11:44:39 »

Der wo mit 200ha eigenland nicht reich ist hats vielleicht nur noch nicht gemerkt
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Stanky

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #69 am: 15. Juni 2018, 11:58:21 »

Moin,
das meinte ich mit Definition, dann sind wir als Landeigentümer ja fast alle reich. Als reich empfinde ich mich aber absolut nicht. Jedenfalls nicht materiell! ;)
Gruß
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Henrik

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Re: Der TEuro: Mitgemacht und mitgefangen....
« Antwort #70 am: 15. Juni 2018, 19:43:47 »

Das ist m. E. der Faktor, der auf Dauer die Wirtschafts- und die Gesellschaftsordnung am meisten gefährdet:

Es ist genügend Geld da, aber eben sehr ungleich verteilt.

Das Gemeinwesen wird durch Steuern und Abgaben getragen. Die sind auf Kapitalerträge gering und auf Arbeit hoch, was die Ungleichverteilung weiter verstärkt. Besser wäre es, Erträge aus Kapitalbesitz verstärkt zu belasten und Einkommen aus Arbeit zu entlasten. Leider wird dann das Kapital verstärkt in Steuerparadiese flüchten - entweder in Nachbarländer oder zunehmend auch weiter weg.

Ja so ist es. Kapital ist flexibel die Menschen eher nicht. Das grundsätzliche Problem ist aber doch das alles teurer wird aber dem Arbeitnehmer etc. Nicht mehr überbleibt durch Aufwendungen hier und da. Ist ja nicht nur in der Landwirtschaft so.
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