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Autor Thema: Dieselabgasskandal  (Gelesen 2032 mal)

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Sven1971

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Re: Dieselabgasskandal
« Antwort #15 am: 14. Juni 2018, 08:44:27 »

Zu dem Thema wurde sicher schon einiges geschrieben  , kann jedoch nix finden .

Hätt da mal eine Frage , wird in anderen Ländern da eigentlich auch so ein Theater drum gemacht oder ist das wieder nur bei uns . Es steht ja irgendetwas fast Täglich in den Nachrichten .
Mich wundert zusätzlich das ich nur von Deutschen Herstellern etwas hören aber nix von Amerika , Japan , Frankreich oder auch Italien .

Andere Länder interessiert das nicht, die sind auch in keinster Weise daran interessiert das eigene Nest zu beschmutzen und Ihre eigene Wirtschaft zu schädigen. Fiat z.B. verwendet nachgewiesenwemaßen auch verbotene Abschalteinrichtungen. Da die Abgasprüfung dem jeweiligen Herstellerland obliegt und die Italiener in keinster Weise der Sache nachgehen, bleibt alles wie es ist, die Autos fahren weltweit weiter herum und die Kunden sind nicht verärgert... .
Mercedes muss ja jetzt auch Autos mit dem 1,6 Liter Diesel zurückrufen. Ist das nicht ein Renault Motor???

Das hört sich aber jetzt bischen plöd an , es geht doch um unsere Umwelt ?
Also unser Kraftfahrbundesamt darf einen VW still legen und einen Fiat nicht ?

Im Prinzip ist das so, weil das KBA nur die beanstandeten Fahrzeuge stillegen kann. Für die Abgasmessung von Fahrzeugen ist aber das jeweilige Herstellerland zuständig (EU-weit gültig) und wenn dort nichts beanstandet wird, dann gibt es auch für das KBA nichts zu beanstanden. Wir Deutschen messen jetzt pflichtbewußt alle Fahrzeuge von VW, Mercedes, BMW, Audi und Porsche nach, machen ein riesen Drama draus, verärgern deren Kunden und bei Fahrzeugen aus Ländern deren Regierungen das egal ist, oder die lieber wegschauen, ist alles in Butter. Lustigerweise haben aber die kritisierten Fahrzeuge z.B. von VW auch mit illegaler Software bessere Abgaswerte als nicht beanstandete Fahrzeuge anderer Hersteller.

angesichts der Tatsache das die Damen und Herrn der Regierungen sich da alle 2 Wochen treffen und irgend ein Umwelt palaver abhalten wird mir doch sehr bewusst das ich in mitten einer Bananenrepublik lebe , traurig .

Heist das auch das ich jetzt mit einem Golf die 384 meter Straße in Hamburg nicht fahren darf aber mit einem Toyota schon ? 

Wenn nur die Hersteller Länder messen dürfen , wieso hat der Ami dann wieder unseren guten Volkswagen gemessen und Randale gemacht ?

Messen müsste man können , dürfen

Innerhalb der EU messen die jeweiligen EU Herstellerländer, zuständig sind dann jeweils die Verkehrsministerien des EU Herstelerlandes.
Wer bei Fahrzeugen misst, die außerhalb der EU produziert und in die EU importiert werden weiß ich nicht.
Die USA können natürlich sämtliche Importfahrzeuge selber messen, die interessiert nicht was sich die Herstellerländer zusammenschummeln.
Und wenn den USA ein Hersteller nicht gefällt, dann schauen sie halt genauer hin.

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Wade

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Re: Dieselabgasskandal
« Antwort #16 am: 14. Juni 2018, 09:06:33 »

https://www.adac.de/_mmm/pdf/EcoTest%20-%20Stickoxide%20in%20WLTC_246818.pdf

wäre interresant wie diese Werte erfasst wurden. Es waren alles Werte vor bekannt werden des Abgasskandals. Soweit ich weiß hat der ADAC erst danach (so ab 2016) mit Tests auf der Straße angefangen. Könnte also durchaus sein dass hier auch die getürkten Zahlen ermittelt wurden, aber das ist nur eine Vermutung.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/hbefa_version_3.3_nox-abgasmesswerte_fuer_euro-5-_und_euro-6-diesel-pkw.pdf
hier gibts auch noch einige Zahlen, da sind wieder andere ganz vorne mit dabei.

ABER: Es handelt sich immer um Betriebswarm Motoren. Wenn man nun in der "kalten Jahreszeit" (ich glaub unter 17°C) mitm Diesel fährt schalten viele sowiso die Abgasnachbehandlung aus. Solange der Motor nicht warm ist passiert auch nicht viel. Wer also in der Stadt los fährt ballert die ersten paar Minuten sowiso Vollgas die Schadstoffe raus und die meisten Strecken in der Stadt sind nunmal Kurzstrecke. Dafür ist der Diesel einfach nicht geeignet. Der taugt für langstrecken oder Arbeitsmaschinen, aber nicht für nen Kurzstreckenauto in der Stadt.
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Sven1971

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Re: Dieselabgasskandal
« Antwort #17 am: 14. Juni 2018, 09:12:02 »

https://www.adac.de/_mmm/pdf/EcoTest%20-%20Stickoxide%20in%20WLTC_246818.pdf

wäre interresant wie diese Werte erfasst wurden. Es waren alles Werte vor bekannt werden des Abgasskandals. Soweit ich weiß hat der ADAC erst danach (so ab 2016) mit Tests auf der Straße angefangen. Könnte also durchaus sein dass hier auch die getürkten Zahlen ermittelt wurden, aber das ist nur eine Vermutung.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/hbefa_version_3.3_nox-abgasmesswerte_fuer_euro-5-_und_euro-6-diesel-pkw.pdf
hier gibts auch noch einige Zahlen, da sind wieder andere ganz vorne mit dabei.

ABER: Es handelt sich immer um Betriebswarm Motoren. Wenn man nun in der "kalten Jahreszeit" (ich glaub unter 17°C) mitm Diesel fährt schalten viele sowiso die Abgasnachbehandlung aus. Solange der Motor nicht warm ist passiert auch nicht viel. Wer also in der Stadt los fährt ballert die ersten paar Minuten sowiso Vollgas die Schadstoffe raus und die meisten Strecken in der Stadt sind nunmal Kurzstrecke. Dafür ist der Diesel einfach nicht geeignet. Der taugt für langstrecken oder Arbeitsmaschinen, aber nicht für nen Kurzstreckenauto in der Stadt.

Der ADAC hat damals nach seinem eigenen, angeblich praxisnahen, Test gemessen: https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/abgasskandal_ecotestergebnisse.aspx

Auch interessant: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dieselkrise-sauber-volkswagen-1.3650943

« Letzte Änderung: 14. Juni 2018, 09:15:20 von Sven1971 »
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