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Autor Thema: Ökologischer Landbau: Wie und wo sind "Mindesttätigkeit" definiert?  (Gelesen 11522 mal)

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biofix

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Liebe Leute...

ich hatte schon befürchtet, das die Diskussion etwas abgleitet, wenn das Wort "Subventionen" fällt.

Ich würde mal behaupten, alle Biogasanlagen sind ebenfalls Subventionmaximierungsstrategien... hier werden gewaltige Zahlungsströme halt durch geschäftiges Treiben verschleiert...
... habe früher nie einen Landwirt sagen hören, er würde so gerne Energie produzieren, da würde er so richtig drin aufgehen....
und mir fallen noch ein paar sehr viele Berufsgruppen ein, bei denen ich mich frage, warum die soviel verdienen bzw. bekommen.

und auf besseren Standorten schwer vorstellbar: hier handelt es sich um Standorte am Rande des rentablen Landbaus...

Konventionelle Kollegen sind nicht umsonst pleite gegangen... Schlechte Strategie, einfach in die gleiche Richtung weiter zu rennen...
Bei halbwegs "normalen" Verhältnissen würden sich mir obige Fragen nicht stellen. Und bei Flächen > 30BP habe ich auch andere Ideen.

Die Verpächter werden schwer zu begeistern sein, wenn ich denen erzähle, zum Wohle der Allgemeinheit solle man doch den Ackerstatus aufgeben... ist doch nur fair... nein, jeder meint, sein Stückchen ist gerade was ganz besonderes...
 
MfG
biofix

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Biobauer

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Kann man ja alles im Internet nachschauen, kenne ein 80 ha Betrieb mit 40 000€ Ausgleichszahlungen


ganz normal
Hab aber festgestellt dass der größere Nachbarbetrieb weniger bekommt.

ebenfalls normal, das würde aber nun zu weit führen , dir den dschungel der förderungen zu erklären
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

John Deere 7830

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Kann man ja alles im Internet nachschauen, kenne ein 80 ha Betrieb mit 40 000€ Ausgleichszahlungen


ganz normal
Hab aber festgestellt dass der größere Nachbarbetrieb weniger bekommt.

ebenfalls normal, das würde aber nun zu weit führen , dir den dschungel der förderungen zu erklären
Wenn er statt 80ha 800ha hat und weniger bekommt geb ich mich mit einem "eh normal" nicht mehr zufrieden, dann musst es mir erklären :ironie:
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Heico

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Irgendwie nimmt die Förderung eine beängstigende Höhe an und wird jedes Jahr mehr.
Somit werden wir immer abhängiger.
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BNT

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Oder unabhängiger, sofern die Leistungen freiwillig erfolgen und der Leistungsumfang immer stärker steigt, wird die Ablieferung des Minimalprogramms immer interessanter.
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Ede

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ist das dann noch ehrlich verdientes Geld bzw findet ihr eine solche art der Landwirtschaft Sinnvoll (Hauptsache Subventionen einkassieren) ?

subventionen sind das ja nicht,sondern dafür erbringt der jeweilige antragsteller genau definierte leistungen.
hier bekam ein 70ha betrieb 225000€ in 2015 als direktzahlungen  :rolleyes:

wie soll das gehen, das wären pro ha über 3000 euro, mehr wie 800 hab ich noch nicht geschafft. ?

Wahrscheinlich Stall gebaut. Also andere Säule mit einbezogen in die Gesamtsumme.
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biofix

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Zu Heico...

das sowieso! Wie ich werden viele sich denken, wären doch bloß nie Förderungen eingeführt worden. Die politischen Begehrlichkeiten werden nie aufhören und wie die aktuelle politische Diskussion zeigt, sicherlich kurz- oder mittelfristig zu größeren "Umschichtungen" führen.
Unterdessen werden die Prämien inzwischen vollständig an die Verpächter durchgereicht und es herrscht die Einstellung vor "das kriegt ihr doch schon fürs Nixtun". Und zwar herrscht diese Einstellung überall vor! Wie sagte der greenpeace-Landwirtschafts-"Experte" (hat vor 35 Jahren mal eine landwirtschaftliche Lehre gemacht!): Im Moment kriegen sie das Geld ja noch ohne Gegenleistung, das wird sich ändern, meine Damen und Herren!

Und wie wir alle wissen, mehr geht immer schnell, gerne und gut, aber nur ein bisschen weniger, dann soll eher die Welt untergehen... dann lernt man die Menschen erst so richtig kennen!


biofix
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Heico

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..............
Im Moment kriegen sie das Geld ja noch ohne Gegenleistung, das wird sich ändern, meine Damen und Herren!
...........
biofix

Das heißt nicht dass, wir anders wirtschaften sondern, dass mehr Bürokratie stattfinden soll.
Dabei haben wir doch schon von jedem Abnehmer eine lange Liste mit Spezifikationen zu erfüllen, die sowieso höher angesiegelt sind als die staatlichen Vorgaben.

Ich sehe, dass die Politik die Umstellung auf Bio fördern möchte unabhängig davon ob der Markt dafür vorhanden ist oder nicht.
Das führt nach jeder Umstellungswelle zu noch schlechteren Getreidepreisen und alles was sich einfach erzeugen lässt.

Besser wäre es, wenn der Verbrauchter bereit wäre, mehr für Bio auszugeben und sich der Markt von selber entwickeln würde.
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klausg

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Im Moment kriegen sie das Geld ja noch ohne Gegenleistung, das wird sich ändern, meine Damen und Herren!
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biofix

Das heißt nicht dass, wir anders wirtschaften sondern, dass mehr Bürokratie stattfinden soll.
Dabei haben wir doch schon von jedem Abnehmer eine lange Liste mit Spezifikationen zu erfüllen, die sowieso höher angesiegelt sind als die staatlichen Vorgaben.

Ich sehe, dass die Politik die Umstellung auf Bio fördern möchte unabhängig davon ob der Markt dafür vorhanden ist oder nicht.
Das führt nach jeder Umstellungswelle zu noch schlechteren Getreidepreisen und alles was sich einfach erzeugen lässt.

Besser wäre es, wenn der Verbrauchter bereit wäre, mehr für Bio auszugeben und sich der Markt von selber entwickeln würde.

Der Tod der hochpreisigen Bioprodukte war das EU Biosiegel und die Listung in den Supermärkten in Verbindung mit der Osterweiterung.
Heute wird schon der Handel entsprechende Preisentwicklung durch umfassende Importe deckeln. Da werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Nur bei schwierigeren und aufwendingen Tierhaltungsaverfahren werden wohl dauerhaft hohe Preise zu erzielen sein.
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Heico

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Der Tod der hochpreisigen Bioprodukte war das EU Biosiegel und die Listung in den Supermärkten in Verbindung mit der Osterweiterung.
Heute wird schon der Handel entsprechende Preisentwicklung durch umfassende Importe deckeln. Da werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Nur bei schwierigeren und aufwendingen Tierhaltungsaverfahren werden wohl dauerhaft hohe Preise zu erzielen sein.

Genau so sehe ich das auch, wobei die Deckelung durch Importe "nur" aus EU Ware besteht, die ich im Falle von Südosteuropa mehr als konventionelle Ware sehe, bis der Sumpf dort ausgetrocknet ist. Diese "Mogelware" ist der Hauptverursacher unserer Bio-Getreidepreise.
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