www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Pfluglos in der Biolandwirtschaft  (Gelesen 13314 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 449
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #60 am: 06. Februar 2017, 14:05:11 »

Wenn ich dieses rod weeder Ding so seh, bestärkt mich das wieder in meiner Meinung, das hier bei mir das größte Problem die Walze am Grubber ist. Zumindest für die Unkrautbekämpfung absolut kontraproduktiv. Es wird zuviel wieder angedrückt und kann nicht austrocknen. Wenn das Wetter es schon zulassen würde.
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Harzer

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 39
  • Beruf: Landwirt
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #61 am: 06. Februar 2017, 14:40:30 »

Horsch Terrano FG ist eine alternative. Kann man breite Flachschare mit 36cm anschrauben (30cm Strichabstand), hat ein integriertes Fahrwerk, tiefenführung ist in Ordnung, hinten einen 3-reihigen Striegel.

Habe selber auch immer mit den Packerwalzen meine Probleme, der FG war dabei meine Lösung. Letztes Jahr Kleegrasumbruch damit probiert, bei 1. Überfahrt und extremer Trockenheit war ca. 90 % tot, die 10 % lagen am Seitenzug. Da ist der stark anfällig, habe jetzt 2 Hangseche gekauft und werde die ranschweisen...
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 449
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #62 am: 06. Februar 2017, 14:46:05 »

Hab ich verpasst. Standen ne ganze weile paar hier in der Nähe günstig bei den Händlern rum.
Seid ich mich durchgerungen habe sowas evtl. auch noch anzuschaffen gibts nix günstiges mehr hier in der Nähe  ;D
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Flori

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 165
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #63 am: 06. Februar 2017, 17:15:45 »


 Jeder Standort hat so seine Schwierigkeiten... Auf dem Sand sind es aufjedenfall die Quecken. Wir haben hier ebenso einen FG zu laufen. In der Theorie schön
 und gut, in Praxi bei uns... macht keinen Sinn. Wir haben im Schnitt 27Bp. und das Problem bei den großen Gänsefüßen ist einfach dass der Boden zu wenig
 Widerstand leistet um einen gleichmässigen Erdfluß über die Schare zu gewährleisten. Und wenn erstmal ordentlich Quecke da ist, wo man mit höchster Priorität mit
 sonem Gerät arbeiten sollte, funktioniert er einfach nicht mehr. Bei 5-8cm Arbeitstiefen sammeln die großen Schare die Rhizome am Grindel bis die Würste so groß
 werden dass der Widerstand vom Boden wieder reicht die runterzuziehen. Und dann kommt da noch dieser Alibi Striegel der die Haufen eher noch größer als kleiner
 macht. Da nützt mir die flache Arbeitstiefe aber auch nix mehr, wenn der Acker hinterher voll mit diesen Würsten liegt die innerlich nicht abtrocknen.  Also bei uns
 funktioniert er nicht! Seit letztem Jahr haben wir die "aufgelösten" Schare vom normalen Terrano mit separaten Flügeln drauf. Dadurch dass die Spitze meist ca. 5cm
 tiefer arbeitet als die Flügel greift die genug Bodenstrom um die Quecken besser abzuschütteln. Läuft dann also mehr auf Strategie verschütten als abschneiden...
 Ansonsten sind wir dazu übergegangen die Queckenverseuchten Flächen ( es wird von Jahr zu Jahr besser) "totzuscheiben". 2-3mal Lemken Rubin tief überkreuz mit
 jeweils knapp 2 Wochen Intervall und dann nen Buchweizen hingestellt... dann is die Fläche sauber. Deshalb bleib ich dabei. Der Rodweeder juckt mich schon in den
 Fingern, cooles teil. Aber A und O sind gut ernährte und beschattende Kulturen und die entsprechende Fruchtfolge. Die ganzen Spezialgeräte haben weniger Einfluss
 als man sich immer einredet. Deswegen V939, ihr müsst es wissen, aber ne Hacke im Getreide auf Sand hat nichts verloren. Das ist
 rausgeschmissenes Geld. Meine Meinung...
Gespeichert

nofear

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 449
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #64 am: 06. Februar 2017, 17:30:55 »

Kann mich nochmal schlau machen/beobachten. Hier im Nachbarbetrieb läuft noch ein FG, auch mit den großen Gänsefüßen. Haben zwar auch nur um die 35BP, aber schwerer, sL.
Gespeichert
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

joe

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 6 028
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #65 am: 06. Februar 2017, 17:53:45 »

Horsch Terrano FG ist eine alternative. Kann man breite Flachschare mit 36cm anschrauben (30cm Strichabstand), hat ein integriertes Fahrwerk, tiefenführung ist in Ordnung, hinten einen 3-reihigen Striegel.

Habe selber auch immer mit den Packerwalzen meine Probleme, der FG war dabei meine Lösung. Letztes Jahr Kleegrasumbruch damit probiert, bei 1. Überfahrt und extremer Trockenheit war ca. 90 % tot, die 10 % lagen am Seitenzug. Da ist der stark anfällig, habe jetzt 2 Hangseche gekauft und werde die ranschweisen...

bist du bio ?
Gespeichert
Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

Harzer

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 39
  • Beruf: Landwirt
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #66 am: 06. Februar 2017, 17:56:05 »

Kann mir gut vorstellen das der FG bei extremem Queckenbesatz nicht gut läuft, bei Distel, Ampfer oder eben Kleegras geht er recht gut.

Hatten vor gut 12 Jahren die Flächen hier übernommen, war damals alles voll mit Quecke. Mein Dad hat damals mit viel Bodenbearbeitung zu richten probiert. Er hatte sogar im FJ beim Striegeln alle 50m ausgehoben und haufen gemacht die er dann mit der Rundballenpresse (ohne Netz) in den Wald gekippt hat. Mittlerweile haben wir hier kaum noch Probleme mit Quecke.

Wie reagiert die auf Kleegras mit häufiger Mahd? Wird sie weniger wie Distel oder eher mehr wie Ampfer?
Gespeichert

Harzer

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 39
  • Beruf: Landwirt
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #67 am: 06. Februar 2017, 17:57:53 »

Horsch Terrano FG ist eine alternative. Kann man breite Flachschare mit 36cm anschrauben (30cm Strichabstand), hat ein integriertes Fahrwerk, tiefenführung ist in Ordnung, hinten einen 3-reihigen Striegel.

Habe selber auch immer mit den Packerwalzen meine Probleme, der FG war dabei meine Lösung. Letztes Jahr Kleegrasumbruch damit probiert, bei 1. Überfahrt und extremer Trockenheit war ca. 90 % tot, die 10 % lagen am Seitenzug. Da ist der stark anfällig, habe jetzt 2 Hangseche gekauft und werde die ranschweisen...

bist du bio ?

ja Bio
Gespeichert

joe

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 6 028
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #68 am: 06. Februar 2017, 18:10:42 »

Horsch Terrano FG ist eine alternative. Kann man breite Flachschare mit 36cm anschrauben (30cm Strichabstand), hat ein integriertes Fahrwerk, tiefenführung ist in Ordnung, hinten einen 3-reihigen Striegel.

Habe selber auch immer mit den Packerwalzen meine Probleme, der FG war dabei meine Lösung. Letztes Jahr Kleegrasumbruch damit probiert, bei 1. Überfahrt und extremer Trockenheit war ca. 90 % tot, die 10 % lagen am Seitenzug. Da ist der stark anfällig, habe jetzt 2 Hangseche gekauft und werde die ranschweisen...

bist du bio ?

ja Bio

ah ok ,
aus welcher gegend kommst du ? dein nick sagt ja schon einiges  ;D
Gespeichert
Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

Harzer

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 39
  • Beruf: Landwirt
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #69 am: 06. Februar 2017, 18:25:16 »

denke der sagt alles, Landkreis Harz -> am N-O Rand des Harz zwischen 500 und 170 müNN
Gespeichert

Helmo

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 261
  • Beruf: Bauleiter
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #70 am: 07. Februar 2017, 09:30:11 »

Ampfer verschwindet bei uns bei häufiger Mahd, so verhält sich auch die Quecke und Distel  :frage:
Gespeichert

Heico

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 682
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #71 am: 08. Februar 2017, 09:45:36 »

Quecke hat sicher kein Problem mit dem Mähen. Distel wird durch regelmäßiges Mähen und 2 Jahre lang, etwas geschwächt.
Wenn dann der Pflug kommt, gibt es einige Zeit Ruhe.
Bei uns auf den tönigen Böden wird die Distel nach jeder Bodenbearbeitung, außer Pflug "verrückter".
Beim Festhalten an der pfluglosen Variante führt das spätestens nach 10 Jahren zur Beendigung des Ackerbaues.
(Das gilt nur für unsere Tonböden)
Gespeichert

Harzer

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 39
  • Beruf: Landwirt
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #72 am: 08. Februar 2017, 10:49:31 »

Ich hatte bisher die Erfahrung das Distel im Kleegras bereits nach der 3.-4. Mahd weg war. Beim Schröpfschnitt war sie noch am größten. Denke es ist auch wichtig (von der Futterqualität mal abgesehen), die Distel nach der Mahd erst wieder bis kurz vor der Blüte wachsen zu lassen. Bis dahin nimmt sie die Nährstoffe aus den Wurzelvorrat zum wachsen, ab dann geht es umgekehrt und sie lagert wieder ein. Bei einem zu frühen Schnitt saugt man die Wurzeln eben nur langsam leer.

Das Pflügen ist so ne Sache, Grüne Pflanzenmasse vergraben, das liebt die Distel eben wieder, weil die Nährwurzeln vor allem ab unter 20cm tiefe liegen, man füttert sie somit.
Gespeichert

derhauderer

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 149
Re: Pfluglos in der Biolandwirtschaft
« Antwort #73 am: 08. Februar 2017, 14:53:17 »

zu eigendlichen thema, ich denke das eine mischung aus pflüg, mulchsaat und direktsaat(auch temporäre) die lösung ist.
jedes syste hat seine stärken und schwächen und je nach kultur und vorkultur sollte das verfahren gewählt werden.
Gespeichert
 

Alles zum Thema Area51