www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?  (Gelesen 7585 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4 686
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #30 am: 29. Juli 2018, 12:44:38 »

Ist das wirklich so, dass die Bio-Landwirtschaft Hybridzüchtung ablehnt? Das war mir garnicht bewusst. Und wie stehen sie zur Klon-Züchtung?
Gespeichert

Franzl

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 307
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #31 am: 31. Juli 2018, 10:06:02 »

Na ja. bei den Ökos fallen ja auch schon Hybride unter Gentechnik.  ;D

Insofern sehe ich da wenig Chancen für neue Technologien, selbst wenn sie nur Cis- und Intergenese betreiben.

Bei den Hybriden gehts den Bios nicht um die "Gentechnik".
Sondern um sozioökonomisch-strategische Ueberlegungen. Für eine Biozucht, gegen Saatgut-Monopole.
Wieviel bringt Hybrid-Mais wirklich im Vergleich zu Linien-Mais? Wir wissen es wohl gar nicht mehr....
Viele Bios vermuten oder meinen, Hybridsorten seien meist einfach ein Businessmodell der Saatgutindustrie.

Und wirklich, die Getreidezüchtung Peter Kunz hat mit sehr wenig Aufwand ein offen ablühenden (OP) Mais gezüchtet, dass den Hybriden nur ca. 15% im Ertrag unterlegen ist.
http://www.gzpk.ch/aktuell


"NUR" 15%? Die kann ich mir echt nicht leisten.


Ist das wirklich so, dass die Bio-Landwirtschaft Hybridzüchtung ablehnt? Das war mir garnicht bewusst. Und wie stehen sie zur Klon-Züchtung?

Auf der Website steht was von "biodynamischer" Pflanzenzüchtung, also Demeter und Konsorten kommen mit der Hybridzüchtung wohl nicht klar. Ansonsten gibt es viele Hybridmaissorten auch als Bio-Saatgut, es ist also keineswegs so, dass die ganze Bio-Landwirtschaft Hybridsorten ablehnt. Scheinbar nur ein kleiner Teil davon.
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 650
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #32 am: 31. Juli 2018, 10:22:54 »

Die, die sich von EU Öko absetzen wollen, machen das. Bioland, Bio Austria, Demeter zum Beispiel.
Die machen das aber auch als ideologischen Gründen. So von wegen die Würde der Pflanze endet mit dem Eingriff in ihren Zellkern usw.

Hier mal eine Liste der GMO Züchter. Da sind viele Schwellen- und Entwicklungsländer dabei.

Gespeichert

Gutbrod1032

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 186
  • Beruf: studierender Landwirt
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #33 am: 31. Juli 2018, 11:57:15 »

Die, die sich von EU Öko absetzen wollen, machen das. Bioland, Bio Austria, Demeter zum Beispiel.
Die machen das aber auch als ideologischen Gründen. So von wegen die Würde der Pflanze endet mit dem Eingriff in ihren Zellkern usw.

Hier mal eine Liste der GMO Züchter. Da sind viele Schwellen- und Entwicklungsländer dabei.

Bei Bioland sind Hybridsorten (ausgenommen CMS-Hybridsn im Gemüsebau) erlaubt.
https://m.bioland.de/infos-fuer-verbraucher/faq.html
Gespeichert
Immer diese Werbung für rot-gelben Stahl...

Rohana

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 755
  • Beruf: Cowgirl
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #34 am: 31. Juli 2018, 11:58:38 »

Hier mal eine Liste der GMO Züchter. Da sind viele Schwellen- und Entwicklungsländer dabei.
Link vergessen oder hab ich was verpasst?
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 650
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #35 am: 31. Juli 2018, 12:28:52 »

Hier mal der Link: http://www.isaaa.org/gmapprovaldatabase/developerlist/default.asp


Zu Bioland: Zitat: "Im landwirtschaftlichen Bereich sollen landesübliche Sorten gegenüber Hybriden vorgezogen werden.
Die Verwendung von CMS-Hybriden, die aus Cytoplastenfusion hervorgegangen sind, ist im Gemüsebau nicht zulässig."

Wie das in der Praxis aussieht, kann und vielleicht ein Bioland-Vertragslandwirt erklären. Hybridmais ja, nein oder aber?
Gespeichert

farming.ch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 028
  • In den Ferien im Piemont, 2007 :-).
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #36 am: 31. Juli 2018, 13:43:44 »

Na ja. bei den Ökos fallen ja auch schon Hybride unter Gentechnik.  ;D

Insofern sehe ich da wenig Chancen für neue Technologien, selbst wenn sie nur Cis- und Intergenese betreiben.

Bei den Hybriden gehts den Bios nicht um die "Gentechnik".
Sondern um sozioökonomisch-strategische Ueberlegungen. Für eine Biozucht, gegen Saatgut-Monopole.
Wieviel bringt Hybrid-Mais wirklich im Vergleich zu Linien-Mais? Wir wissen es wohl gar nicht mehr....
Viele Bios vermuten oder meinen, Hybridsorten seien meist einfach ein Businessmodell der Saatgutindustrie.

Und wirklich, die Getreidezüchtung Peter Kunz hat mit sehr wenig Aufwand ein offen ablühenden (OP) Mais gezüchtet, dass den Hybriden nur ca. 15% im Ertrag unterlegen ist.
http://www.gzpk.ch/aktuell


"NUR" 15%? Die kann ich mir echt nicht leisten.


Ist das wirklich so, dass die Bio-Landwirtschaft Hybridzüchtung ablehnt? Das war mir garnicht bewusst. Und wie stehen sie zur Klon-Züchtung?

Auf der Website steht was von "biodynamischer" Pflanzenzüchtung, also Demeter und Konsorten kommen mit der Hybridzüchtung wohl nicht klar. Ansonsten gibt es viele Hybridmaissorten auch als Bio-Saatgut, es ist also keineswegs so, dass die ganze Bio-Landwirtschaft Hybridsorten ablehnt. Scheinbar nur ein kleiner Teil davon.

Ist halt oft ein Kompromiss (wir Schweizer lieben Kompromisse...). Hybrid wenns geht nicht. Wenn noch keine guten Liniensorten verfügbar sind, dann halt Hybridsorten. Ist beim Mais derzeit so, und wird noch einige Jahre so bleiben. Ausser die Delegierten des Verbandes (eine Art Basisdemokratie hierzulande bei BioSuisse) entscheiden anders.... Ist bei 15% Minderertrag beim Mais allerdings kaum wahrscheinlich.

Neu wurde Hybrid Holl-Raps zugelassen bei Bio Suisse, vorher gabs nur Liniensorten. Holl-Raps ist aber nur als Hybrid verfügbar.....

Aber ich glaub, dass interessiert die Gentech-Befürworter und Bio-Feinde hier im Forum eh nicht- es geht ihnen ja um ihr Prinzip. Wohl bekomms.
Gespeichert
Trump hilft Dir! Populismus ist out ;-).

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 650
Re: Neue Art der Genmanipulation durch die "Hintertür"?
« Antwort #37 am: 31. Juli 2018, 14:14:03 »

Ich denke, dass die meisten befürworten, dass im Öko Bereich dann auch dieser Schritt mit eigenem Saatgut gegangen wird.
Ob es auch sinnvoll ist, ich meine für die Ökos, bleibt ja ihnen überlassen.

Der Streit kommt ja eher daher, dass die Öko Seite auf die konventionelle Seite Druck aus übt.
Gespeichert
 

Alles zum Thema Area51