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Autor Thema: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide  (Gelesen 42297 mal)

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granola

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #150 am: 29. Mai 2018, 15:55:56 »

Animiert durch die neue DÜVO und die Bilder von Felix wird das Thema auch für mich interessant.

Ich finde das Thema Sommerzwischenfrucht sehr spannend, und werd in diesem Jahr auch etwas damit experimentieren.

Wir haben beim Kinseytreffen in einer kleinen Gruppe das Thema auch etwas angerissen, aber dann nicht weiter vertieft.

Geplant ist bei mir, nach der Weizenernte eine ZF zu etablieren, auf die dann WG oder WW folgen soll. Es handelt sich hierbei um einen Vegetationszeitraum von ca 7 Wochen.

Mir schwirren mehrere Optionen im Kopf herum; die extrem Variante wäre Hochschnitt beim Getreide, Einschlitzen der ZF mit folgendem Einschlitzen des Getreides.
Die andere Variante wäre der normale Drusch gefolgt von einer Grundbodenbearbeitung auf 15 cm und dann Aussaat der ZF und Einschlitzen von Getreide bzw. leichtes Einarbeiten der ZF mit vorlaufendem Werkzeug an der Rapid.

Wo können Probleme auftreten, welche ZF macht eurer Meinung nach Sinn, auf was sollte ich achten?
Denk mal über Zuckerrüben nach, da gibt es ne Mange Saatgut das weg muss und Fruchtfolgemässig wäre es Doch eine Bereicherung? und wie leicht man die Mit der Spritze umbringen kann wissen wir.  :P :frage: könnte nur sein das Du die Wildschweine anlockst...
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Desperado

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #151 am: 02. Juni 2018, 10:12:21 »

Animiert durch die neue DÜVO und die Bilder von Felix wird das Thema auch für mich interessant.

Ich finde das Thema Sommerzwischenfrucht sehr spannend, und werd in diesem Jahr auch etwas damit experimentieren.

Wir haben beim Kinseytreffen in einer kleinen Gruppe das Thema auch etwas angerissen, aber dann nicht weiter vertieft.

Geplant ist bei mir, nach der Weizenernte eine ZF zu etablieren, auf die dann WG oder WW folgen soll. Es handelt sich hierbei um einen Vegetationszeitraum von ca 7 Wochen.

Mir schwirren mehrere Optionen im Kopf herum; die extrem Variante wäre Hochschnitt beim Getreide, Einschlitzen der ZF mit folgendem Einschlitzen des Getreides.
Die andere Variante wäre der normale Drusch gefolgt von einer Grundbodenbearbeitung auf 15 cm und dann Aussaat der ZF und Einschlitzen von Getreide bzw. leichtes Einarbeiten der ZF mit vorlaufendem Werkzeug an der Rapid.

Wo können Probleme auftreten, welche ZF macht eurer Meinung nach Sinn, auf was sollte ich achten?
animier! durch die neue düvo?
eine zf kebt nicht von luft und liebe und erhöht den jählichen n bedarf !?
zu deinen varianten , teste sie beide oder schau mal im achiv bei aw was die user im laufe der jahre an erfahrungen gesammelt haben .

Die ZF ermöglicht aber eine organische Düngung in Sommer bzw Herbst... was ohne zu WW eher schwierig wird...


Hallo,

ich bin seit 2 Jahren an dem Thema dran. Die Sache wird durch die gesetzlichen Bestimmungen schon sehr eingeschränkt :

denn eine Düngung der Zwischenfrucht, die im Oktober oder November bereits umgebrochen wird hat lt. Auskunft des Landwirtschaftsministeriums in NRW keinen Düngebedarf und darf somit nicht gedüngt werden !!!

Wichtig ist dass die Zwischenfrucht frei von Ausfallgetreide gehalten wird, weil das sonst ideale Brutstellen für Feldmäuse sind. Dieses funktioniert mit den gängigen Gramiziden, aber es ist die Indikation für die jeweilige Kultur zu beachten.

Im Ergebnis heißt das, dass man leider keine schönen vielfältigen Mischungen aussähen darf, sondern das ganze auf schnellwachsende Leguminosen beschränken muss.


Heiner


Ich weiß nicht, ob Leguminosen so schnellwachsend sind. Du meinst wohl eher schnellwachsende Kreuzblütler, Phacelia oder Buchweizen.

Ansonsten geb ich Dir Recht. Das Ausfallgetreide ist wirklich ein Problem, das den Nutzen einer Sommerzwischenfrucht schon etwas relativiert, weil es einfach zu dominant ist und alles unterdrückt.

Letztes Jahr bin ich nicht schlecht damit gefahren, das Ausfallgetreide einfach wachsen zu lassen (Naturbegrünung) und erst 10 Tage vor der Saat mit Glyphosat abzuräumen. Auch der Verzicht auf jegliche Bodenbearbeitung bis kurz vor der Saat hat sich im Nachhinein als positiv erwiesen.

Nicht machen würde ich das allerdings nach Gerstenvorfrucht oder bei hohem Blattlausdruck, aber Ausfallweizen oder -triticale kann man schon mal wachsen lassen.
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Limo

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #152 am: 30. Juni 2018, 08:15:13 »


Ich möchte mich in diesem Jahr auch mit diesem Thema befassen. Durch einen Tausch bekomme ich die Fläche eines Kollegen auf der derzeit noch Triticale wächst. Im Herbst würde ich dort gerne Winterroggen anbauen. Meine Idee ist jetzt nach der Triticaleernte eine Zwischenfrucht - hatte da sogar schon über Erbsen nachgedacht - und Anfang Oktober dann Roggen zu drillen. Alles möglichst in Mulchsaat. Wenn die Ausfalltriticale Probleme bereitet wäre ich bereit ein Gräsermittel zu setzen (Fusilade). Denke das die Triticale bis zum 15 Juli geräumt ist. Eine Startdüngung möchte ich vermeiden, daher der Gedanke mit den Erbsen. Bin aber auch für andere Anregungen offen.

Limo
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Rhoihesse

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #153 am: 30. Juni 2018, 10:37:03 »

Hallo Heiner, sehr interessanter Versuch. Was mir bei Erbsen gut gefällt ist der Vorfruchtfaktor zu Weizen. Hast du dort eine Mehrertrag feststellen können zu anderen Parzellen?
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klausg

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #154 am: 30. Juni 2018, 10:53:18 »

Erbsen als Zwischenfrucht kommen aber nur in Frage, wenn sie nicht als Hauptfrucht stehen. Von der Konkurrenzkraft im Herbst sind sie stark, wenn genug Wasser zum Auflaufen da ist. Die unterdrücken als Ausfallerbsen sogar den Raps massiv
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Kai-Uwe

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #155 am: 30. Juni 2018, 11:00:13 »

Und könnten noch reif werden
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Steinreich!

johndeere820

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #156 am: 30. Juni 2018, 11:17:00 »


Ich möchte mich in diesem Jahr auch mit diesem Thema befassen. Durch einen Tausch bekomme ich die Fläche eines Kollegen auf der derzeit noch Triticale wächst. Im Herbst würde ich dort gerne Winterroggen anbauen. Meine Idee ist jetzt nach der Triticaleernte eine Zwischenfrucht - hatte da sogar schon über Erbsen nachgedacht - und Anfang Oktober dann Roggen zu drillen. Alles möglichst in Mulchsaat. Wenn die Ausfalltriticale Probleme bereitet wäre ich bereit ein Gräsermittel zu setzen (Fusilade). Denke das die Triticale bis zum 15 Juli geräumt ist. Eine Startdüngung möchte ich vermeiden, daher der Gedanke mit den Erbsen. Bin aber auch für andere Anregungen offen.

Limo

Kommen für dich auch (einfache) Mischungen in Frage? Zu Leguminosen als Zwischenfrucht gehört m.M.n. eine Pflanze, die den fixierten N speichert. Zur Erbse passt Hafer, zumal die Pflanzen sich auch im Wurzelwachstum ergänzen. Bei früher Aussaat vielleicht ein paar Sonnenblumen und Phacelia dazu mischen, das sieht im Spätsommer gut aus und kommt bei Spaziergängern und Radfahrern sicher gut an ;)

Das Vorhaben steht und fällt aber mit der Bodenfeuchtigkeit. Wenn die Erbsen nicht genug Wasser zur Keimung haben, steht der Bestand lückig und du wirst damit wenig Freude haben.
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BNT

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #157 am: 30. Juni 2018, 11:34:17 »

Wenn der Boden nicht ganz kaputt ist, speichert der das NO3 und NH4. Der Rest den N sollte in der Leguminose gut gebunden sein.

Im Grunde kann man alles anbauen. Man muss es halt intensiv machen. Dazu gehört nun mal auch der Pflanzenschutz.
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Limo

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #158 am: 30. Juni 2018, 14:45:47 »


Ich möchte mich in diesem Jahr auch mit diesem Thema befassen. Durch einen Tausch bekomme ich die Fläche eines Kollegen auf der derzeit noch Triticale wächst. Im Herbst würde ich dort gerne Winterroggen anbauen. Meine Idee ist jetzt nach der Triticaleernte eine Zwischenfrucht - hatte da sogar schon über Erbsen nachgedacht - und Anfang Oktober dann Roggen zu drillen. Alles möglichst in Mulchsaat. Wenn die Ausfalltriticale Probleme bereitet wäre ich bereit ein Gräsermittel zu setzen (Fusilade). Denke das die Triticale bis zum 15 Juli geräumt ist. Eine Startdüngung möchte ich vermeiden, daher der Gedanke mit den Erbsen. Bin aber auch für andere Anregungen offen.

Limo

Kommen für dich auch (einfache) Mischungen in Frage? Zu Leguminosen als Zwischenfrucht gehört m.M.n. eine Pflanze, die den fixierten N speichert. Zur Erbse passt Hafer, zumal die Pflanzen sich auch im Wurzelwachstum ergänzen. Bei früher Aussaat vielleicht ein paar Sonnenblumen und Phacelia dazu mischen, das sieht im Spätsommer gut aus und kommt bei Spaziergängern und Radfahrern sicher gut an ;)

Das Vorhaben steht und fällt aber mit der Bodenfeuchtigkeit. Wenn die Erbsen nicht genug Wasser zur Keimung haben, steht der Bestand lückig und du wirst damit wenig Freude haben.


Klar bin ich auch für Mischungen offen. Nur Hafer passt nicht in meine Fruchtfolge da ich den schon anbaue.
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Limo

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #159 am: 30. Juni 2018, 14:51:56 »

Und könnten noch reif werden

Ernsthaft? Soweit ich weiss kommst du ja aus einer Weinbaugegend aber hier bei uns im Münsterland?

Ein Drusch als Zweitfrucht würde mich schon reizen. Allerdings wollte ich dieses Experiment nur auf einem halben Hektar wagen. DA ist dann die Frage inwiefern das lohnt und ob man die überhaupt getrocknet bekommt. Sind ja nicht gerade Mengen die da anfallen. Aber es macht mich schon neugierig. Wann würden die dann druschreif sein?
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Heiner

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #160 am: 30. Juni 2018, 22:53:07 »

Hallo Heiner, sehr interessanter Versuch. Was mir bei Erbsen gut gefällt ist der Vorfruchtfaktor zu Weizen. Hast du dort eine Mehrertrag feststellen können zu anderen Parzellen?

Hallo Roihesse,

ich mache das aktuell im 2. Jahr.
Mit den Weizenerträgen des letzten Jahres war ich nicht zufrieden.Ob ich das nur auf die nicht optimalen Bestellbedingungen (siehe auch Beitrag Nr. 61 in diesem Thema) zurückführen kann/soll kann ich nicht abschließend bewerten.
Die diesjährige Ernte steht noch aus.

Heiner
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Rhoihesse

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #161 am: 01. Juli 2018, 18:07:29 »

Danke Heiner soweit. Vielleicht kannst du nach der Ernte nochmal was dazu schreiben.
Ich werde dieses Jahre Ihnen schlag teilen und so ein Versuch starten. Will vielleicht eine Mischung mit Erbsen sähen. Bin mir aber noch nicht sicher. Muss erst mal schauen was das Saatgut kostet. Erbsen sind ja da
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klausg

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #162 am: 02. Juli 2018, 10:36:04 »

Und könnten noch reif werden

Ernsthaft? Soweit ich weiss kommst du ja aus einer Weinbaugegend aber hier bei uns im Münsterland?

Ein Drusch als Zweitfrucht würde mich schon reizen. Allerdings wollte ich dieses Experiment nur auf einem halben Hektar wagen. DA ist dann die Frage inwiefern das lohnt und ob man die überhaupt getrocknet bekommt. Sind ja nicht gerade Mengen die da anfallen. Aber es macht mich schon neugierig. Wann würden die dann druschreif sein?

Erbsen als Zweitfrucht im Oktober oder November dreschen???  Die bringt man so manches Mal schon als Erstfrucht fast nicht vom Feld. Vom Matsch und Dreck im Mähdrescher erst mal gar nicht zu reden.
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Heico

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #163 am: 02. Juli 2018, 11:09:50 »

Alles reine Glücksache. Mähdrescher im November waschen ist auch keine Freude.
Unsere Pflanzen sind gar nicht auf diese Monate eingestellt um gesund zu wachsen.
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k.onrad

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Getreide zu Wintergetreide
« Antwort #164 am: 19. Juli 2018, 22:37:37 »

Und könnten noch reif werden

Ernsthaft? Soweit ich weiss kommst du ja aus einer Weinbaugegend aber hier bei uns im Münsterland?

Ein Drusch als Zweitfrucht würde mich schon reizen. Allerdings wollte ich dieses Experiment nur auf einem halben Hektar wagen. DA ist dann die Frage inwiefern das lohnt und ob man die überhaupt getrocknet bekommt. Sind ja nicht gerade Mengen die da anfallen. Aber es macht mich schon neugierig. Wann würden die dann druschreif sein?

Erbsen als Zweitfrucht im Oktober oder November dreschen???  Die bringt man so manches Mal schon als Erstfrucht fast nicht vom Feld. Vom Matsch und Dreck im Mähdrescher erst mal gar nicht zu reden.

Nordostoberfranken ist auch ne kalte ecke, Selten das man mal an Hof vorbei fährt und es nicht schneit  ;D
Spaß bei seite: Das ZF-Erbsen mal die Schoten füllen kenn ich durchaus, auch wenn das mit dem Drusch vllt nicht überall möglich ist halte ich es schon für möglich. Was dabei rum kommt steht auf nem anderen Blatt ...

mfg, Konrad
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