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Autor Thema: Winterweizen 2017  (Gelesen 123269 mal)

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Heico

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #615 am: 18. Juni 2017, 13:30:36 »

Damit machst du die Situation noch schlimmer, denn wenn das Wachstum angetrieben wird, braucht die Pflanze mehr Wasser.
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Kreuzschiene

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #616 am: 18. Juni 2017, 16:44:36 »

Bei mir reicht es zumindesr schon mal für Hühnerweizen. Eun wenig ist schon eingelagert...
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Ca plane pour moi...

adefrank

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Zu trocken für Blattdüngung
« Antwort #617 am: 18. Juni 2017, 17:01:07 »

Wir haben auch keinen Regen bekommen. Auf dem schlechten Standort mit spät gesätem Weizen ist das Kind in den Brunnen gefallen.
Auf den guten Flächen rollen die Blätter langsam, F-2 ist schon oft verdorrt.
Ich denke da gibt es morgen Harnstoff und Zucker übers Blatt, um die fehlenden Assimilate irgendwie reinzubekommen. Regen ist auch nicht in Sicht.
Also unter https://www.topagrar.com/archiv/Weizen-Stickstoff-auf-die-Aehre-geben-848106.html?action=download findet man eine gute Beschreibung von Hansgeorg Schönberger zu den Chancen und Grenzen der Blattdüngung auf die Ähre mit Stickstoff. Demnach sollte man aber bei ausgeprägter Trockenheit  die Finger davon lassen.
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dirkk

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #618 am: 18. Juni 2017, 19:58:29 »

eigentlich kann ich aus Erfahrung sagen , dass , wenn kein vernünftiger Regen in Aussicht ist und auch kaum Tau mehr kommt , man besser einen Liegestuhl nimmt und sich in den Garten setzt - und die Kulturen draussen in Ruhe lässt ....... von solchen Jahren hab ich etliche schon hinter mir ... 2015 war es lange Zeit so und 2016 gab es auch etliche Wochen ( vor allem im Herbst zur "normalen" Rapssäzeit ) , wo man besser ruhig bleibt und abschaltet ( und seine Nerven schont und seine Kräfte für hektischere Zeiten aufspart ) .

..... irgendwann kann draussen in den Beständen nichts Sinnvolles mehr gemacht werden .......

gruss
dirkk
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nofear

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #619 am: 18. Juni 2017, 20:05:04 »

War auch so meine erster Gedanke ob das in dieser Situation was bringt, wenngleich ich mit derartigen Extremen keine/kaum Erfahrungen habe.

Andererseits, ohne jetzt hier jemand was unterstellen zu wollen oder jemandem zu nahe zu treten: Oft wurde schon gejammert und am Ende wurdens doch noch 80dt/ha oder mehr...
dafür muss bei mir überhaupt schon alles passen ;)

Aber egal, wenn man regelmäßig mit 100dt/ha kalkuliert und auch bekommt, sind 80 eben auch schon blöd.
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Desperado

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #620 am: 18. Juni 2017, 20:20:46 »

Bei uns wird's mittlerweile kritisch mit der Wasserversorgung. Das letzte Mal, dass es in unserer Region nennenswert geregnet hat, war der Samstag vor Pfingsten, aber auch da ist das Gewitter fast komplett an uns vorbeigezogen, so daß wir im Juni bislang nur Niederschläge von vielleicht 7-8 mm hatten, was einfach zu wenig ist für 30er Böden im warmen Tauberfranken.

Der Weizen sieht zwar optisch noch gesund und kräftig aus. Wenn man aber in die Bestände reinschaut, dann sieht man, dass bis auf die ertragsrelevanten obersten 3-4 Blätter alles abgestorben = vertrocknet ist. Und die oberen Blätter rollen auch schon ganz schön die Blätter ein.

Jammerschade das Ganze! Das hätte nämlich ne richtig gute Ernte werden können. Die ist aber mittlerweile passé, und wenn wir am Donnerstag wie angekündigt, 37°C bekommen, ist eh alles vorbei. Ganz deutlich merkt man auch, wer um den 10. Mai rum ne potente Fungizidmischung gefahren ist und wer nicht. Die unbehandelten Schläge der Bio- und Hobbybauern sind schon böse von Septoria gezeichnet.
Am wenigsten dürfte die Wintergerste unter den gegebenen Bedingungen leiden, weil sie einfach in der Entwicklung schon sehr viel weiter ist. Und auch der frühreife Grannenweizen, der so langsam auch einen Schlag ins Gelbe bekommt, präsentiert sich recht gut.
Ich bin mir sicher, dass der Trend zum Grannenweizen anhält und wir hier in 10 Jahren keinen mittelspäten Kolbenweizen mehr sehen werden.
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fluegelflitzer7

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #621 am: 18. Juni 2017, 20:23:16 »

bei der aktuell witterung von vollgas sonne, über 30 grad und das die nächsten tage,
würde ich tunlichst jede art von solchen blattdüngaktionen unterlassen!

zitat schönberger, quelle ist der link dazu von adefrank:

• Die Düngung wirkte sich am günstigsten
auf den Proteingehalt und die -qualität
aus, wenn die N-Aufnahme aus der
Krume wegen Trockenheit gehemmt war,
der Weizen sich aber noch genug Wasser
aus dem Unterboden holen konnte.

dafür muss aber noch feuchtigkeit im boden zur verfügung stehen!!
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Ruedi

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #622 am: 21. Juni 2017, 21:05:55 »


Ich Spritze auch den Elixer auf 480!m Höhe.
Mit 0,5 Folicur, aber AHL benötigt er nicht kommt eh in Trog.


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sten

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #623 am: 21. Juni 2017, 21:48:50 »

Hallo Rüdie,
Ist denn er Krankheitsverlauf auf der Höhe anders als in der Ebene?
Ich hab heute nen paar Weizenpflanzen zu einem Labor gebracht, um Klarheit darüber zu haben, was da für eine Halmbasisverbräunung vorliegt. Es ist ein Erbsenweizen, Sorte Reform, Saattermin letzte Septemberdekade. Bei einer Feldbegehung mit einem anderen Foristen viel auf, dass die Halmbasis braun und morsch ist. Eine genau Ansprache ist mir nicht möglich. Reform sollte eigentlich eine einigermaßen gute Toleranz gegen Halmnbruch haben, aber dieser Weizen ist durch die morschen Stängel in der Standfestigkeit gefährdet. Da wir beim Reform in den letzten Jahren auf einzelnen Schlägen immer wieder diese Beobachtung gemacht haben, will ich jetzt Klarheit haben, womit ich es da zu tun habe.
Ich werde mal berichten.
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Ruedi

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #624 am: 21. Juni 2017, 22:02:05 »

Im Harz habe ich den Elixer mit Unix behandelt .
Unten eine Feuerwehrmassnahme nach Rübe und Raps mit 1, 0 Aviatorxpro.
Habe den Nordkap als Stoppelweizen den habe ich vorsichtshalber behandelt aber die nullparzelle gibt der Sorte recht das die an der Halmbasis gesund ist .
Tja Reform , bei mir hat er immer neben Franz oder Elixer gestanden und 11-14 dt weniger gebracht . Somit hatte sich das mit der Sorte schnell erledigt.
Und dies Jahr sieht man schon von der Straße bei vielen mit den braunen Fahnenblättern . Azol und Hitze mag er wohl nicht .



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sten

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #625 am: 21. Juni 2017, 22:09:52 »

Die braunen Fahneblätter kann ich bestätigen. Ich selber hab den jetzt drei Jahre im Anbau und mag den ganz gerne. Hat bei mir, auch wenn es eine ganz andere Sortenart ist, den Kerubino ersetzt, da ist man vielleicht mit wenig zufrieden....mal sehen, was der Nordkap bringt. Den hab ich zum ersten Mal und erlebe mit dem ein Wechselbad der Gefühle. Ausgangs Winter tief dunkelgrün und deutlich zu wüchsig in meinen Augen, dann auf einmal hat der umgeschaltet und ist jetzt heller und erscheint eher zu dünn. Der Drescher wird entscheiden, ob der in nennenswertem Umfang den Reform ersetzt.
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dirkk

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #626 am: 21. Juni 2017, 22:31:52 »

Zitat
Reform sollte eigentlich eine einigermaßen gute Toleranz gegen Halmnbruch haben, aber dieser Weizen ist durch die morschen Stängel in der Standfestigkeit gefährdet. Da wir beim Reform in den letzten Jahren auf einzelnen Schlägen immer wieder diese Beobachtung gemacht haben, will ich jetzt Klarheit haben, womit ich es da zu tun habe.
Ich werde mal berichten.
da bin ich auch neugierig .
 Bei mir war der Reform letztes Jahr auch manchmal etwas wackelig mit immer kleinen "Quadratmeterlagernestern" , aber da standen auch über 700+ Ähren ( wie dies Jahr auch an vielen Stellen) ...... und durch die intensive Beschattung waren die Halmfüsse trotz Behandlung sicherlich nicht ganz sauber ..... gedroschen hatte der trotzdem excellent .
Bei mir sind die Fahnenblätter trotz Hitze und Strahlung , von den Trockenstellen mal abgesehen, ordentlich grün( Skyway in EC 55-61) - das Osiris letztes Jahr war da richtig bissig . Das gilt aber bei mir für alle Sorten , auch für Akteur und Arezzo .

Nur der Rübenweizen zeigt deutlich Blätterollen - Wasser ist dort jetzt vonnöten - die Rüben haben alles rausgelutscht.

gruss
dirkk
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charlie

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #627 am: 21. Juni 2017, 23:15:40 »

Der Reform hat eine ganz komische Verteilung dieser Stress-Spitzen am Fahnenblatt.
Am Azol kann es nicht liegen, da es mir im Spritzfenster und auch auf einigen Versuchsflächen in der Nullparzelle mindestens genauso intensiv ist.
Eher wohl an Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit.
Denn ich hab Reform auf einem gewässernahen Standort stehen... die letzten 300 m sind schwerer Auelehm mit einem relativ hohen Humusgehalt, weiter weg geht es dann in besten Löß über.
Jetzt ratet mal, wo der Reform mehr gelbe Spitzen hat...  ;D ;D ;D

Auf dem Löß!

Direkter Trockenstress war aber beim Auftreten der Leuchtfarbe nicht festzustellen...
« Letzte Änderung: 21. Juni 2017, 23:18:13 von charlie »
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

dirkk

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #628 am: 22. Juni 2017, 09:36:42 »

Hier nuckelt der Reform auch schön brav an den Wasservorräten
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Uwe

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Re: Winterweizen 2017
« Antwort #629 am: 24. Juni 2017, 23:57:13 »

Mein bester Julius in recht ordentlichem Zustand. 30mm in den letzten 7 Tagen.
Pünktlich zum Blühbeginn gabs Priaxor (Ceriax ohne Azol) + Delaro (Proline + Twist).
Davor zwei Übergangsbehandlungen mit 0.5l Mirage und 0.7l Epoxion.
Stickstoff gabs jetzt 220N + 20S.
Eigentlich kann jetzt nicht mehr so viel anbrennen...
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