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Autor Thema: Außer Spesen nichts gewesen  (Gelesen 9910 mal)

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Henrik

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #30 am: 25. Juli 2016, 23:05:31 »

Hallo ewd,

ich will nochmal auf deinen Eingangspost eingehen. Du schreibst von einer fehlenden Bodengare nach der Zwischenfrucht im Frühjahr.

Habe mir eben nochmal das Board angeschaut, ist ja nicht der erste Beitrag zu dem Thema. Habe mir die Tage auch nochmal die Prospekte angeschaut, da wird von anderen Dingen berichtet als hier im Forum  :frage: Irgendwie klaft zwischen dem Wunsch der Züchter/Berater etc. und der Praxis eine sehr große Lücke. Auch wenn hier sehr enrsthaft diskutiert wird, am Ende muss ich sagen, basiert eigentlich sehr viel noch auf Vermutungen, oder sehe ich das falsch?
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Ruebe

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #31 am: 25. Juli 2016, 23:19:25 »

Vieles auch auf dem Jahreseffekt ...

dies Jahr machen wir viele Spuren, selbst im Berg bleiben die Anhänger in der FG stehen und wollen gezogen werden ....ich würde sagen ein optimales ZF Jahr, viel Feuchtigkeit, hohe Bodentemperatur ...
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Settembrini

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #32 am: 12. Juni 2017, 22:29:35 »

Weil der Titel so schön passt :
Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre mit Greening Zwischenfrucht vor Mais lassen mich doch ernsthaft an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme zweifeln, auf jedenfall sind die erwünschten Wirkungen nicht eingetreten.
Ich bin mir im Klaren ,dass der Jahreseinfluß nicht zu unterschätzen ist.
so nun der Reihe nach : vor zwei Jahren erstmals Greening Zwischenfrucht nach Weizen , eine Mischung mit Gelbsenf und Phacelia , die einen Mulchgang vor dem Pflügen erfordert hat , die das Mulchgerät an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht hat. Im Gegensatz zur Maisaussaat in frostgarem Boden , doch erhöhter Aufwand zur Saatbeetbereitung (sL- tL )
Entwicklung des Maises suboptimal , man hatte das Gefühl , dass Stickstoff fehlt   C penalty wie oben schon mal erwähnt dürfte eine Rolle spielen. Dazu extremer Niederschlag im Juli und August. Schlußendlich blieb der Ertrag unter dem gewohnten Level.
Mit dem Niederschlag im August hat sich auch die Aussaat der letztjährigen Gründüngung ( Terralife Mais TR ) als nicht unproblematisch erwiesen.
Grübberstrich nach der Weizenernte eigenlich viel zu nass , aber eine teure Leguminosenmischung erst im September auszusäen schien mir auch nicht sinnvoll ( Aussaat KE Drillkombi ) Durch den Niederschlag kam die Zwischenfrucht nicht in die Gänge , mit der Folge unzureichender Bestandsdichte und demzufolge starker Unkraut und Queckendurchwuchs.
Das scheint mir einer der größten Nachtele der Gründüngung zu sein , dass man auf wirksame Queckenregulation mit Bodenbearbeitung oder Glyphosat verzichten muss.
Umbruch dann im März mit Pflug , kein nachfolgender Frost , dafür aber extreme Austrocknung des Bodens mit entsprechender Klutenbildung.
Maisaussaat dann in der Woche vor Ostern ( bei uns nicht ungewöhnlich ) dann zwischen Ostern und Anfang Mai 130 mm Niederschlag und Kälte.
Der Maisbestand dementsprechend lückig mit Totalausfall in Senken in denen das Wasser stand.
Ich stehe jetzt vor der Frage das System zu verbessern oder die Greening Zwischenfrucht aufzugeben.
BTW : ich bin auf der entgegengesetzten Seeseite von Swissfarmer zuhause , ich gehe mit seiner Meinung , dass bei uns der Regen mehr Probleme als die Trockenheit macht .
« Letzte Änderung: 12. Juni 2017, 22:32:42 von Settembrini »
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nofear

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #33 am: 12. Juni 2017, 23:04:01 »

Weiß nicht ob Dir das weiterhilft aber:
Ich mach ZwFr ohne greening, d.h. ich kann bei Bedarf "regulierend " eingreifen. Dabei hat sich z.B. im letzten Winter eine Frostbearbeitung der nicht ganz sauberen, relativ spät gedrillten, nicht zu üppigen ZwFr  ;) als absolut Vorteilhaft erwiesen.
Sowas ist hier nicht nur bei mir bisher absolut unüblich gewesen im Jan/Feb. mit der KSE o.ä. auf dem Acker rumzugurken...
Vorteile mMn: Unkraut-/Ausfallgetreidebekämpfung-Glyphos eingespart (in Verbindung mit relativ intensiver Bearbeitung im FJ zwecks Förderung Erwärmung/Einarbeitung org. Dünger), Frost kann besser in den Boden, bessere Frostgare/Ablüftung im FJ
(allerdings kein Pflug im Spiel)

Wird sicher vom Wetter her aber nicht in jedem Jahr zu realisieren sein...
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

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Mulchsaat

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Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #34 am: 12. Juni 2017, 23:43:43 »

Weil der Titel so schön passt :
Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre mit Greening Zwischenfrucht vor Mais lassen mich doch ernsthaft an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme zweifeln, auf jedenfall sind die erwünschten Wirkungen nicht eingetreten.
Ich bin mir im Klaren ,dass der Jahreseinfluß nicht zu unterschätzen ist.
so nun der Reihe nach : vor zwei Jahren erstmals Greening Zwischenfrucht nach Weizen , eine Mischung mit Gelbsenf und Phacelia , die einen Mulchgang vor dem Pflügen erfordert hat , die das Mulchgerät an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht hat. Im Gegensatz zur Maisaussaat in frostgarem Boden , doch erhöhter Aufwand zur Saatbeetbereitung (sL- tL )
Entwicklung des Maises suboptimal , man hatte das Gefühl , dass Stickstoff fehlt   C penalty wie oben schon mal erwähnt dürfte eine Rolle spielen. Dazu extremer Niederschlag im Juli und August. Schlußendlich blieb der Ertrag unter dem gewohnten Level.
Mit dem Niederschlag im August hat sich auch die Aussaat der letztjährigen Gründüngung ( Terralife Mais TR ) als nicht unproblematisch erwiesen.
Grübberstrich nach der Weizenernte eigenlich viel zu nass , aber eine teure Leguminosenmischung erst im September auszusäen schien mir auch nicht sinnvoll ( Aussaat KE Drillkombi ) Durch den Niederschlag kam die Zwischenfrucht nicht in die Gänge , mit der Folge unzureichender Bestandsdichte und demzufolge starker Unkraut und Queckendurchwuchs.
Das scheint mir einer der größten Nachtele der Gründüngung zu sein , dass man auf wirksame Queckenregulation mit Bodenbearbeitung oder Glyphosat verzichten muss.
Umbruch dann im März mit Pflug , kein nachfolgender Frost , dafür aber extreme Austrocknung des Bodens mit entsprechender Klutenbildung.
Maisaussaat dann in der Woche vor Ostern ( bei uns nicht ungewöhnlich ) dann zwischen Ostern und Anfang Mai 130 mm Niederschlag und Kälte.
Der Maisbestand dementsprechend lückig mit Totalausfall in Senken in denen das Wasser stand.
Ich stehe jetzt vor der Frage das System zu verbessern oder die Greening Zwischenfrucht aufzugeben.
BTW : ich bin auf der entgegengesetzten Seeseite von Swissfarmer zuhause , ich gehe mit seiner Meinung , dass bei uns der Regen mehr Probleme als die Trockenheit macht .
Könntest du mal Bilder einstellen?

Damit man das besser einschätzen kann, wie es dort aussieht.

Zu viel Wasser ist eher das Problem, als zu wenig?

Wie sieht es mit Pflugverzicht und Verringerung der Arbeitstiefe aus? Tiefes Arbeiten im Herbst und dann im Frühjahr nur oben flach "trocken ackern"?
« Letzte Änderung: 12. Juni 2017, 23:45:51 von Mulchsaat »
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Man sieht nicht, wie lange du auf dem Acker warst,
aber lange sieht man, wie du auf dem Acker warst...

Thomas

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #35 am: 12. Juni 2017, 23:47:35 »

Warum nicht kurz nach der Stoppelbearbeitung des Weizens den Pflug und dann die ZF? Im FJ dann zum Mais Glyphosat und Grubber. Vielleicht ein Weg. Das geht bei mir eher und hier ist auch reichlich Wasser...

Gruß
Thomas
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aelbler

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #36 am: 13. Juni 2017, 00:21:40 »

Weil der Titel so schön passt :
Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre mit Greening Zwischenfrucht vor Mais lassen mich doch ernsthaft an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme zweifeln, auf jedenfall sind die erwünschten Wirkungen nicht eingetreten.
Ich bin mir im Klaren ,dass der Jahreseinfluß nicht zu unterschätzen ist.
so nun der Reihe nach : vor zwei Jahren erstmals Greening Zwischenfrucht nach Weizen , eine Mischung mit Gelbsenf und Phacelia , die einen Mulchgang vor dem Pflügen erfordert hat , die das Mulchgerät an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht hat. Im Gegensatz zur Maisaussaat in frostgarem Boden , doch erhöhter Aufwand zur Saatbeetbereitung (sL- tL )
Entwicklung des Maises suboptimal , man hatte das Gefühl , dass Stickstoff fehlt   C penalty wie oben schon mal erwähnt dürfte eine Rolle spielen. Dazu extremer Niederschlag im Juli und August. Schlußendlich blieb der Ertrag unter dem gewohnten Level.
Mit dem Niederschlag im August hat sich auch die Aussaat der letztjährigen Gründüngung ( Terralife Mais TR ) als nicht unproblematisch erwiesen.
Grübberstrich nach der Weizenernte eigenlich viel zu nass , aber eine teure Leguminosenmischung erst im September auszusäen schien mir auch nicht sinnvoll ( Aussaat KE Drillkombi ) Durch den Niederschlag kam die Zwischenfrucht nicht in die Gänge , mit der Folge unzureichender Bestandsdichte und demzufolge starker Unkraut und Queckendurchwuchs.
Das scheint mir einer der größten Nachtele der Gründüngung zu sein , dass man auf wirksame Queckenregulation mit Bodenbearbeitung oder Glyphosat verzichten muss.
Umbruch dann im März mit Pflug , kein nachfolgender Frost , dafür aber extreme Austrocknung des Bodens mit entsprechender Klutenbildung.
Maisaussaat dann in der Woche vor Ostern ( bei uns nicht ungewöhnlich ) dann zwischen Ostern und Anfang Mai 130 mm Niederschlag und Kälte.
Der Maisbestand dementsprechend lückig mit Totalausfall in Senken in denen das Wasser stand.
Ich stehe jetzt vor der Frage das System zu verbessern oder die Greening Zwischenfrucht aufzugeben.
BTW : ich bin auf der entgegengesetzten Seeseite von Swissfarmer zuhause , ich gehe mit seiner Meinung , dass bei uns der Regen mehr Probleme als die Trockenheit macht .

Also ich denke mal , du hast noch ein bischen einen weg zur sinnhaftigkeit einer ZF.......

Ich bin ja im absoluten Spätdruschgebiet, da kanns gerne mal ende August /anfang september werden bis der weizen gedroschen wird.

Meine vorgehensweise sieht dann folgendermasen aus :

Wenn von der feuchtigkeit her möglich , sofort nach der getreideernte Grubber tief , wenn zu feucht Pflug.

ZF saat mit kE-Kombi

Nichts tun bis ende März , dann Glypho ,im Anschluss Gülle und Harnstoff/Schwefel mit Verzögerer.

Einarbeitung mit Grubber flach ohne Nachlaufwalze ,aber mit Stützrädern. Ergibt bei mässigem tempo schöne dämme, die hervorragend abtrocknen.

Einebnung mit KE zwecks der Steine.....haben ja jetzt platz.....

Auf die teuren Mischungen verzichte ich mittlerweile.........Klee/Ramtilkraut, Phacelia plus evtl Grünroggen reicht völlig.
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Rhoihesse

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #37 am: 13. Juni 2017, 06:37:26 »

Ich mache auch ZF im greening nicht ganz fachgerecht und hatte keine Probleme. Bin sogar überrascht und begeistert und werde dieses Jahr meine Fläche erweitern. Bodenleben durch Regenwürmer ist beeindruckend.
Ich pflüge im Herbst meine Flächen. Danach fahre ich mit lehnerstreuer und Grubber drüber. Ein Gang mit der Walze gibts auch noch. Im Frühjahr bei leichtem Nachtfrost komm ich wieder mit dem grubber und alles ist saatfertig. Diese Jahr sogar mit dem federzinkengrubber. Probleme mit ertragseinbusen habe ich nicht. Muss aber auch sagen wir dürfen hier in Rlp sehr früh ran im Frühjahr und ich sähe die Zf sehr spät dadurch ist sie nicht sehr groß. Folgefrucht war bis jetzt immer sommergerste.
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Thomas

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #38 am: 13. Juni 2017, 09:32:43 »

Noch zur Ergänzung: Ich mache auch einige Flächen mit ZF aber ohne Greening, um da da in den Maßnahmen ungebunden zu sein. Damit hat man eher die Möglichkeit des Gelingens oder eben es passt besser in die ackerbaulichen Planungen.

Gruß
Thomas
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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #39 am: 13. Juni 2017, 11:10:55 »

Weiß nicht ob Dir das weiterhilft aber:
Ich mach ZwFr ohne greening, d.h. ich kann bei Bedarf "regulierend " eingreifen. Dabei hat sich z.B. im letzten Winter eine Frostbearbeitung der nicht ganz sauberen, relativ spät gedrillten, nicht zu üppigen ZwFr  ;) als absolut Vorteilhaft erwiesen.
Sowas ist hier nicht nur bei mir bisher absolut unüblich gewesen im Jan/Feb. mit der KSE o.ä. auf dem Acker rumzugurken...
Vorteile mMn: Unkraut-/Ausfallgetreidebekämpfung-Glyphos eingespart (in Verbindung mit relativ intensiver Bearbeitung im FJ zwecks Förderung Erwärmung/Einarbeitung org. Dünger), Frost kann besser in den Boden, bessere Frostgare/Ablüftung im FJ
(allerdings kein Pflug im Spiel)

Wird sicher vom Wetter her aber nicht in jedem Jahr zu realisieren sein...

Aus genau solchen Gründen ist bei mir die Zwischenfrucht vor Kartoffeln 2017 nicht mehr im Greening, nur noch die ZF vor Ackerbohnen
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Settembrini

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #40 am: 14. Juni 2017, 11:29:08 »

Ich werde bei Gelegenheit Bilder einstellen. Unabhängig von der Frage der Gründüngung sehen die Maisbestände in unserer Gemeinde relativ bescheiden aus. Die Boden und topografischen Bedingungen wechseln hier so stark wie man es sich andernorts nicht vorstellen kann. Würmeiszeitliche Moränenablagerung in einer Drumlinlandschaft . Von Pararendzinen , Parabraunerden bis zu Pseudogleyen und Niedermoor alles zu finden , zum Teil auf dem gleichen Acker.
5 Kilometer weiter abhängig vom Saatermin schöne Bestände . Ich habe natürlich keine Erkenntnisse , wieviel Niederschlag in der kritischen Zeit dort niederging.
Mein bester Mais auf einem Schlag bei dem ich wegen Drainagearbeiten auf Zwischenfrucht udn Stoppelbearbeitung verzichtet habe und dafür Stoppelbehandlung mit Glyphosat gemacht habe.
Pflugfurche dann im Januar mit entsprechender Frostgare.
Auf den Gedanken auf die Pflugfurche im Frühjahr zu verzichten  und mit Grubber zu arbeiten bin ich auch schön gekommen , alledings ist meine Erfahrung , dass Mais die tiefe Lockerung am nötigsten braucht.
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nofear

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #41 am: 14. Juni 2017, 13:44:48 »

...Auf den Gedanken auf die Pflugfurche im Frühjahr zu verzichten  und mit Grubber zu arbeiten bin ich auch schön gekommen , alledings ist meine Erfahrung , dass Mais die tiefe Lockerung am nötigsten braucht.

Prinzipiell bin ich ja auf meinen Böden und Standort auch der Meinung im FJ tiefer rein zu müssen. Wegen Erwärmung und Lüftung etc. Aber: Ging wieder nicht, keine Zeit etc. Also deshalb nur zweimal mit Vario auf max. 10-15cm  Gülle und Mist eingearbeitet. Ergebnis: Der beste Mais im betrieb bisher. Allerdings habe ich jetzt keine tiefer bearbeitete Fläche als Vergleich  ;)   
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Settembrini

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #42 am: 16. Juni 2017, 09:22:58 »

Bild : https://1drv.ms/i/s!AuKbfdbkdP6wgY90px2g4rVlIJTcpQ

Um nochmals die Problempunkte der Greening Zwischenfrucht herauszuarbeiten :
1. Die Bekämpfung von Wurzelunkräutern / Ungräsern gestaltet sich schwieriger
Meine Anforderung : zuverlässig einen Bestand etablieren , der die Unterdrückung Verunkrautung wirksam unterstützt.
2. Verbesserung der Bodengare im Frühjahr zur Aussaat von Mais.
Mögliche Strategien : Tiefe Bodenbearbeitung möglichst nahe 15 Februar um die Wahrscheinlichkeit der Frostgare noch mitzunehmen oder flachere Beabeitung vor der Aussat um die Oberlächengare zu nutzen.
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Antonius

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #43 am: 27. August 2017, 12:31:53 »

Meine Erfahrungen mit ZF und Mischungen sind anders, ich bin ein totaler Fan davon.
In den Niederungslagen bis 150 m bei uns möglichst Stroh abfahren, bis Anfang September Säen, im Höhengebiet bis 350 m bis Mitte August, da wird die Zwischenfrucht nur nach Gerste eingeplant, Weizen und Triticale werden im nassen Sommer auch schon mal Ende August gedroschen.
Das Getreide muss einmal auflaufen können, dann einmal durchackern oder sogar pflügen. Die Mischungen werden gedrillt. Es muss ein gutes Saatbett vorhanden sein.
Mischungen mit Arten, die hier zu Hause sind und auch unter widrigen Witterungsbedingungen gut auflaufen. Es können auch im Rapsbereich geringe Anteile an Kruziferen in der Mischung sein, da bin ich nicht so bange. Durch die Artenvielfalt der Mischung und die Wurzelausscheidungen der verschiedenen Arten wird der Boden so aufgepeppt, das er teils UNkrautsamen bekämpft und in jedem FAll die Mikroorganismen im Bereich Pilz- und Virenabbau und Lebenverbauung des Bodens außerordentliches leistet. Ich rechne bei einer guten Zwischenfruchtmischung durchaus mit 10 bis 15 % Mehrertrag beim Mais.
Bisher arbeite ich nicht mit winterharten Zwischenfrüchte, weil ich möglichst keine Glyphosat einsetzen möchte. Da kann es Anfang März aber schon zu erheblichen N Mineralisation kommen (bis über 100 kg N-min)
Eine gute Zwischenfruchtmischung, die wenigstens 50 cm hoch geworden ist, hinterlässt eine fantastische Bodengare, deshalb vielleicht am 16 Februar einmal walzen. Die Regenwürmer holen dann schon gut was in die Erde. Erste Bodenbearbeitung bei der Gülleeinarbeitung, danach möglichst Saat. Leichte Sandböden werden eher fester geackert, damit der Boden nachts nicht so stark auskühlt wenn es gegen 0 Grad geht.
Wenn Bodenverdichtungen auf schweren Böden da sind, kommt auch die blaue Bitterlupine in der Mischung zum Einsatz.
Auf nassen Flächen wird möglichst Gras für die Biogasanlage oder einen Rindviehbetrieb angebaut, weil Gras insbesondere die Krume gut durchwurzelt und Wasser zieht.
Auf einem Tonboden wollen wir in diesem Jahr zusätzlich einen Blattdünger einsetzen, im Mais haben wir auf einem schwierigen Stück auch Mykorrizabeize angewendet.
Für die Zwischenfrucht lohnt ein sorgfältiger Anbau, weil er eine unglaubliche Bodenwirkung entfalten kann.
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angusy

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Re: Außer Spesen nichts gewesen
« Antwort #44 am: 27. August 2017, 14:57:43 »


Mischungen mit Arten, die hier zu Hause sind und auch unter widrigen Witterungsbedingungen gut auflaufen.

Was wäre das Deiner Meinung nach?
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