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Autor Thema: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?  (Gelesen 93979 mal)

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Wade

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #330 am: 07. April 2018, 21:14:32 »

Das Thema ist ja ob der Ackerbau in Westdeutschland noch Zukunft hat.

Das ist doch ganz klar, natürlich hat der Ackerbau Zukunft. Auch in Westdeutschland werden die höchsten Pachten weltweit gezahlt, nicht nur von Schweinebaronen und Biogaskönigen.
Solange auch nur 1€ Pacht gezahlt wird hat der Ackerbau Zukunft. Erst wenn Flächen ungenutzt brach liegen kann man vielleicht von einem Ende sprechen.

Das einzige ist, wie schaut der Bewirtschafter in Zukunft aus. Kleine und Mittelständische Familienbetriebe? Oder Gmbh mit zig tausend ha? Und wer ist in Zukunft der Besitzer der Flächen? Bleiben die in Bauernhand oder kaufen ein paar Großkopferte von außerhalb der Landwirtschaft alle Flächen die sie bekommen können und der Bauer ist wie früher nur der Depp der die Arbeit machen darf für die Großgrundbesitzer...


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Henrik

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #331 am: 07. April 2018, 21:46:55 »

Passt vielleicht auch zum Thema... https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Praemienkappung-ab-600-ha-und-Geld-nur-fuer-ortsansaessige-Bauern-9140439.html

Und am besten noch in Ostdeutschland usw. mehr Prämie einsparen und sinnvoller verteilen.
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Wetterauer

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #332 am: 07. April 2018, 22:04:28 »

Passt vielleicht auch zum Thema... https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Praemienkappung-ab-600-ha-und-Geld-nur-fuer-ortsansaessige-Bauern-9140439.html

Und am besten noch in Ostdeutschland usw. mehr Prämie einsparen und sinnvoller verteilen.

Und dann machen die aus ein 6000 Ha Betrieb 10x 600 Ha Betriebe gibt dann halt 10 GmbH das bringt gar nix meiner Meinung nach
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Stanky

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #333 am: 07. April 2018, 23:15:21 »

moin,
Das Thema ist ja ob der Ackerbau in Westdeutschland noch Zukunft hat.

Das ist doch ganz klar, natürlich hat der Ackerbau Zukunft. Auch in Westdeutschland werden die höchsten Pachten weltweit gezahlt, nicht nur von Schweinebaronen und Biogaskönigen.
Solange auch nur 1€ Pacht gezahlt wird hat der Ackerbau Zukunft. Erst wenn Flächen ungenutzt brach liegen kann man vielleicht von einem Ende sprechen.

Das einzige ist, wie schaut der Bewirtschafter in Zukunft aus. Kleine und Mittelständische Familienbetriebe? Oder Gmbh mit zig tausend ha? Und wer ist in Zukunft der Besitzer der Flächen? Bleiben die in Bauernhand oder kaufen ein paar Großkopferte von außerhalb der Landwirtschaft alle Flächen die sie bekommen können und der Bauer ist wie früher nur der Depp der die Arbeit machen darf für die Großgrundbesitzer...



Besitzer ist derjenige, der die Flächen bewirtschaftet.
Interessanter finde ich die Frage, in wessen Eigentum die Flächen in Zukunft sein werden.
Gruß
Frank
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Wade

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #334 am: 08. April 2018, 00:48:31 »

ja das meinte ich eigentlich
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berci

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #335 am: 08. April 2018, 09:06:22 »

Passt vielleicht auch zum Thema... https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Praemienkappung-ab-600-ha-und-Geld-nur-fuer-ortsansaessige-Bauern-9140439.html

Und am besten noch in Ostdeutschland usw. mehr Prämie einsparen und sinnvoller verteilen.



Und dann machen die aus ein 6000 Ha Betrieb 10x 600 Ha Betriebe gibt dann halt 10 GmbH das bringt gar nix meiner Meinung nach



Ja so war es in Ungarn auch. Auf einmal sind fast alle Betriebe über 1200ha verschwunden.
Die Betriebe bleiben tatsaechlich gleich gross und schlagkraeftig. Nur der bürokratische Aufwand wird erhöht.
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Henrik

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #336 am: 08. April 2018, 09:44:46 »

moin,
Das Thema ist ja ob der Ackerbau in Westdeutschland noch Zukunft hat.

Das ist doch ganz klar, natürlich hat der Ackerbau Zukunft. Auch in Westdeutschland werden die höchsten Pachten weltweit gezahlt, nicht nur von Schweinebaronen und Biogaskönigen.
Solange auch nur 1€ Pacht gezahlt wird hat der Ackerbau Zukunft. Erst wenn Flächen ungenutzt brach liegen kann man vielleicht von einem Ende sprechen.

Das einzige ist, wie schaut der Bewirtschafter in Zukunft aus. Kleine und Mittelständische Familienbetriebe? Oder Gmbh mit zig tausend ha? Und wer ist in Zukunft der Besitzer der Flächen? Bleiben die in Bauernhand oder kaufen ein paar Großkopferte von außerhalb der Landwirtschaft alle Flächen die sie bekommen können und der Bauer ist wie früher nur der Depp der die Arbeit machen darf für die Großgrundbesitzer...



Besitzer ist derjenige, der die Flächen bewirtschaftet.
Interessanter finde ich die Frage, in wessen Eigentum die Flächen in Zukunft sein werden.
Gruß
Frank

Im Westen auf jeden fall. Der Pachtanteil ist in den letzten 40 Jahren ja stark angestiegen, durch Erbfolge werden die Eigentümer oft mehr und/oder die Flächen sind dann irgendwann seit zwei oder.  Drei Generationen verpachtet. Die kommmen irgendwann auf den Markt. Der Osten hat es ja größtenteils durch.  Eins der großen zukunftsprobleme.
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Mukubauer

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #337 am: 08. April 2018, 10:03:02 »

Den Weg der Tierhaltung werden die Betriebe im Osten auch gehen
Futterware ist da, weniger Bürgerinitiven etc. Und das Personal ist vor Ort zuhause....
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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #338 am: 08. April 2018, 11:52:23 »

Dass Fläche da ist, ist dzt wahrscheinlich das wichtigste. Ist auch in den USA so. Die Feedlots sterben langsam aus.
Aber Mitarbeiter findest du auch im Osten nur schwer.
Wenn einer was kann, dann geht er zu BMW und Co.
Vielleicht von den Löhnen her vergleichbar: LKW Fahrer mit Geisterschicht verdienen bei uns neuerdings fast 40.000 Euro.  :o :o :o
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bluna

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #339 am: 08. April 2018, 16:02:52 »

Wieso sterben die Feedlots aus?
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Mathias

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #340 am: 08. April 2018, 16:36:51 »

Den Weg der Tierhaltung werden die Betriebe im Osten auch gehen
Futterware ist da, weniger Bürgerinitiven etc. Und das Personal ist vor Ort zuhause....

Naja ich musste eben n bissl schmunzeln.
Die großen Betriebe sind ja schon mit ihrem Ackerbau überfordert, da wird das mit Tierhaltung wohl nix werden.

Und Bürgerinitiativen und Orts-NaBu Gruppen gibts zu genüge...
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BNT

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #341 am: 08. April 2018, 17:35:41 »

Wieso sterben die Feedlots aus?


Weil u.a. auch in den USA Emissionen aller Art immer mehr zum politischen/behördlichen Thema werden.

http://www.theindependent.com/news/judge-refuses-to-dismiss-feedlot-lawsuit/article_f7bb2aa7-eda9-5fdb-bd59-51c6cea442d0.html

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Meisteringenieur

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #342 am: 08. April 2018, 22:06:37 »

Den Weg der Tierhaltung werden die Betriebe im Osten auch gehen
Futterware ist da, weniger Bürgerinitiven etc. Und das Personal ist vor Ort zuhause....

Naja ich musste eben n bissl schmunzeln.
Die großen Betriebe sind ja schon mit ihrem Ackerbau überfordert, da wird das mit Tierhaltung wohl nix werden.

Und Bürgerinitiativen und Orts-NaBu Gruppen gibts zu genüge...


Ich denke er meinte nicht der Osten Deutschlands sondern der Osten Europas.
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Mukubauer

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #343 am: 09. April 2018, 19:23:34 »

ja Osteuropa

und wer sagt das ein LW einen großen Stall bauen muss
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Henrik

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Re: Hat der (klassische) Ackerbau in (West-)Deutschland noch Zukunft?
« Antwort #344 am: 28. Mai 2018, 17:20:49 »

Das Thema Obergrenze hält sich aber auch sehr bei den aktuellen Verhandlungen zur Agrarreform. Bin mal gespannt was da noch alles kommt. Ich glaube da wird noch mehr eingespart als uns derzeit lieb oder bewusst ist.
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