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Autor Thema: Steigende Milchpreise?  (Gelesen 67415 mal)

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Andreas

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #15 am: 11. Mai 2007, 23:13:31 »

wir hatten heute 23,5 cent/l Milch Grundpreis bei Campina (3,7/3,4). Ich finde das schon heftig. Vielleicht kann ja jeder hier mal seinen Grundpreis posten. Alerdings sind das bei uns nur ca. 95% Vorschusspreis, es gibt ja noch eine Nachzahlung.....

mfg Andreas
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Thomas

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #16 am: 12. Mai 2007, 08:30:23 »

27 Cent Schmalfeld-Hasenmoor
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ct

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #17 am: 12. Mai 2007, 18:21:55 »

Moin,
 Nordmilch 26 Cent für April.
Ohne den BDM
- wäre keine so offene und aktive Diskussion um kostendeckende Milchpreise europaweit im Gange.
- würde sich der DBV weiterhin einen Dreck um die Milchbauern kümmern und nur nach der Meinung und Interessenlage der Molkereien Milchpolitik betreiben, wie bisher.
- wäre es nicht sichergestellt das wir Milcherzeuger auch etwas vom ausgehandelten Kuchen abbekommen.
Nun haben wir ein Druckmittel, eine gemeinsame Organisation, Solidarität.

Auch die Aufklärung der Verbraucher durch den BDM wird von diesen sehr positiv aufgenommen.
Nur weil die aktive Milchvermarktung seinerzeit in die Hose gegangen ist sollte man nicht den BDM zukünftig als Organisation der Milcherzeuger ablehnen.

MfG Christian  ;D
« Letzte Änderung: 12. Mai 2007, 18:48:43 von ct »
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Gruß ct

Ede

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #18 am: 13. Mai 2007, 16:07:50 »

Moin,
Humana 27 Cent für April.

MfG
Ede
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zara

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #19 am: 16. Mai 2007, 22:40:46 »

Für den Abrechnungsmonat April 2007 hat "unsere" Molkerei mit der Begründung auf die "Milchknappheit" einen (geringfügig) höheren Auszahlungspreis angekündigt

Falls mein obiger Beitrag falsch rübergekommen ist: der höhere Auszahlungspreis wurde bereits Anfang April angekündigt und ging von der Molkerei direkt aus, hat also nichts mit irgendwelchen Infoveranstaltungen vor den Molkereien in Bayern zu tun.

Praktisch sah es nun so aus, dass der Milchpreis um 0,5 Cent höher war als in den Vormonaten - schon mal ein Anfang immerhin. Und mal sehen, was nach den heutigen Infos dann in den kommenden Monaten noch so geht.

Auszahlungspreis für Mai war (bei 3,7 % Fett / 3,4 % Eiweiss) 28,53 Ct (S-Klasse) zuzüglich dem Staffelzuschlag (0,01 Ct pro 1.000 gelieferte kg/Monat) (Molkerei: Allgäuland)

Jetzt im Mai gibt es noch eine ganz "nette" Nachzahlung für 2006 und eine Treueprämie für 2007 - insgesamt gesehen gibt das momentan gerade wirklich Grund zur Hoffnung!

Positiv aufgefallen ist mir letzte Woche beim Einkaufen auch, dass 250g Butter von "unserer" Molkerei immerhin 4 Ct "teurer" geworden ist - wird aber meiner Ansicht nach immer noch viel zu billig verkauft.


wir hatten heute 23,5 cent/l Milch Grundpreis bei Campina (3,7/3,4). Ich finde das schon heftig. Vielleicht kann ja jeder hier mal seinen Grundpreis posten. Allerdings sind das bei uns nur ca. 95% Vorschusspreis, es gibt ja noch eine Nachzahlung.....

@ Andreas

Das ist ja :o :o :o !!! Selbst wenn der Preis nur 95 % Vorschuss ist!

Was für Zuschläge kommen dann noch dazu (Staffelzuschlag etc.)?



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Andreas

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #20 am: 17. Mai 2007, 10:45:41 »

@Zara: es kommen dazu zb. der Staffelzuschlag, Zu bzw. Abschläge für Fett und Eiweiß, dann noch der S-Milch-Pfennig und das war es dann auch schon. Ausgezahlt bekommst du dann wenn du Glück hast inkl. MwSt 28,irgendwas und das ist nicht allzuviel......

mfg Andreas
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CS 977

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #21 am: 17. Mai 2007, 20:30:59 »

Also ich sehe die Bedeutung des BDM für demnächst steigende Milchpreise als nicht so groß an. Es ist sicherlich so das ihr Auftreten zu mehr Aktivität des Bauernverbandes für Milchviehhalter gesorgt hat! Aber das alles zählt am Ende wenig, das entscheidene für demnächst hoffentlich höhere Erzeugerpreise ist das, das der Milchpulverexport in nicht EU-Länder anscheinend wahsinnig gut läuft und deshalb es viele Molkerei nicht nötig haben mit aller Macht ihre Milch über die Discounter zu vermarkten. Die Verbraucher können noch so viel Verständniss für unsere Lage äußern, deswegen werden aber die wenigsten freiwillig mehr Geld für Milchprodukte ausgeben. Am Ende unterliegt der Milchpreis den ganz einfachen Regeln des Marktes, der sich an Angebot und Nachfrage orientiert und wer da die Interessenvertretung für die Milchviehhalter übernimmt ist da egal. Das ist erst wichtig wenn es um Gesetze,Verordnung und Auflagen geht, also Politik. Und dann denke ich ist der DBV eindeutig besser aufgestellt als der BDM.
Aber eins darf man nicht vegessen, bis jetzt stehen die Milchviehhalter im Jahr 2007 schlechter da als zur gleichen Zeit im Vohrjahr, weil wir noch keinen höheren Milchpreis haben aber niedriger Kälbererlöse und deutlich höhere Kraftfutterkosten...
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Klaus

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #22 am: 29. Mai 2007, 13:51:32 »

Hallo,

hier mal wieder eine Pressemitteilung des DBV.

ZMP-Marktexperten sehen Trendwende am Milchmarkt

Folgart: Die Preise für die Milchbauern müssen steigen

Die diesjährigen Verhandlungsrunden der Molkereien über die Listungspreise des Lebensmitteleinzelhandels für Milch und Milchprodukte sind positiv verlaufen. Die erzielten Preisverbesserungen müssen nun an die Milchbauern weitergegeben werden. Dies sagte Udo Folgart, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bei einem Pressegespräch der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) zur Situation am Milchmarkt. Die Milchbauern hätten in den vergangenen fünf Jahren stetig sinkende Milchpreise und gestiegene Produktionskosten verkraften müssen. Dadurch sei die Milcherzeugung auf vielen Höfen nicht mehr kostendeckend gewesen. Neben höheren Milcherzeugerpreisen forderte Folgart von den Molkereien, ihre Strukturen in einem kontinuierlichen Prozess weiter zu verbessern, damit eine höhere Wertschöpfung auch bei einem konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel erreicht werden könne. An die Milchbauern appellierte Folgart, eher in die Produktion als in Produktionsrechte zu investie
 ren.

Die Trendwende am Milchmarkt sei vor allem durch eine weltweite Erholung des Milchmarktes mit stark verbesserten Exporterlösen ausgelöst worden, sagte Folgart. Dadurch sei die Zukunftsentwicklung am Milchmarkt positiv einzuschätzen. Bestätigt wurde diese Einschätzung von ZMP-Marktexperte Erhard Richarts. Nach Angaben der ZMP ist der Markt nach jahrzehntelangen Schwierigkeiten mit Überschüssen in ein Gleichgewicht gekommen. Die Chancen, dass diese positive Marktsituation jetzt auch für die Landwirte zu steigenden Milchpreisen führen wird, seien gegeben. Experten gingen davon aus, dass ab Sommer bis Ende des Jahres die Auszahlungspreise je Kilogramm Standardmilch (3,7 % Fett; 3,4 % Eiweiß) bei 30 Cent und mehr liegen werden. Mit dieser nachhaltigen Entwicklung sei eine günstige Ausgangsposition für das Jahr 2008 und Folgejahre geschaffen. Richarts rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Verknappung. Ursache hierfür sei die allgemein steigende Nachfrage nach Milch am europäisc
 hen Binnenmarkt und am Weltmarkt.

http://www.bauernverband.de/presseservice.html

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Diese Information ist ein Service von:

Pressestelle Deutscher Bauernverband
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030 / 31 904 239
Mail: presse@bauernverband.net
Internet: www.bauernverband.de
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Thomas

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #23 am: 30. Mai 2007, 12:35:15 »

Moin,

ist ja alles schön, wenn die Milchpreise steigen. Man sollte nur nicht vergessen, dass von den 4 oder 4,5 Cent (wenn sie denn kommen) mehr Milchgeld 2,5 Cent für die steigenden Futtermittelpreise weitergereicht werden. Also zu übertriebener Euphorie reicht das noch nicht ganz. Aber es ist ja schon mal ein Ansatz und hat die Situation der Milcherzeuger etwas in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt.

Gruß
Thomas
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Klaus

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #24 am: 01. Juni 2007, 08:15:42 »

Es ist nicht die Erkentniss, daß 49 ct (bzw. 55 ct) pro Liter bei Aldi evtl. das Problem sein könnte - nein es waren einfach zuviele Milchbauern und wenn genügend pleite, bankrott oder tot gegangen sind, dann wird die Verknappung schon den Preis nach oben treiben...

Einspruch euer Ehren,

wenn Milchbauern pleite gehen oder sterben verändert sich nicht die Anzahl der gemolkenen Kühe. Die Quote und eventuell auch die Kühe werden von anderen Betrieben übernommen und dort wird dann fröhlich weiter produziert.

In der Vergangenheit gab es kein Marktgleichgewicht, es wurde mehr Milch produziert wie Milch und Milchprodukte verkauft werden konnten.

Das hat sich geändert. Mittlerweile gibt es eine riesige weltweite Nachfrage nach Milchprodukten. Vor allem Milchpulver ist gefragt. Molkereien die sich auf die Herstellung von Milchpulver spezialisiert haben, wurden vor Jahren noch totgesagt, verdienen heute eine Wahnsinnsgeld.

Die Aussage des Geschäftsführers einer Milchvermarktungsgesellschaft gestern Abend lautete: Ich kann Milch für 40 ct/l verkaufen, habe dafür aber keine Milch (weil die für ihn verfügbaren Mengen vertraglich gebunden sind).

Ein Kollege (Milcherzeuger und intimer Kenner der "Milchszene") wagte dazu folgende Prognose: Zum Herbst hin wird der Milchauszahlungspreis beim Produzenten auf sicher 33 ct/l, mit Chance auf 35 ct/l steigen.

Positive Ausichten!

Die Auswertung schleswig-holsteinischen Buchführungsabschlüsse besagen, auf das letzte Wirtschaftjahr bezogen, für die Futterbaubetriebe aus, dass 50 % der Betriebe ein Auskommen mit dem Einkommen hatten und teilweise eine positive Eigenkapitalsentwicklung vorweisen können. 25 % der Betriebe haben gutes Geld verdient und die restlichen 25 % gehen den Bach runter.

War es denn doch nicht so schlimm wie es immer gesagt wurde? Bei den Marktfruchtbetrieben (Ackerbau) sieht die Bilanz wesentlich negativer aus.

Fakt ist aber auch, dass die jetzt hoffentlich kommende Preiserhöhung um bummelig 2 - 2,5 ct/l gerade mal die immens gestiegenen Futterkosten abdecken.

Gruß
Klaus
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hoschscheck

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #25 am: 01. Juni 2007, 10:44:20 »


Hallo in die Runde,
folgende Notiz aus dem Ernährungsdienst:


Upländer Molkerei zahlt 40 Cent pro Liter
Die Upländer Bauernmolkerei GmbH im sauerländischen Usseln zahlt ab 1. Juli 2007 an ihre Mitglieder 40 Cent pro Liter Milch. „Damit sind wir die erste Molkerei in Deutschland mit diesem Auszahlungspreis an die Landwirte“ erklärte Josef Jacobi, Vorsitzender des Unternehmens anlässlich des Tages der Milch, der morgen bundesweit stattfindet. „Wir wollen zeigen, dass es anders und besser geht. Mit fairen Erzeugerpreisen leisten wir einen Beitrag zur besseren Qualität und zu einer ausreichenden Bezahlung bäuerlicher Arbeit, aber auch zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen“, unterstrich Karin Artzt- Steinbrink, Geschäftsführerin der Molkerei diesen Schritt. Goerg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) rief Molkereien im Bundesgebiet auf, dem Beispiel zu folgen. (dg

Gestiegene Kraftfutterkosten, gestiegene Beiträge in Sozialversicherung (BG, Rente, KV), Düngemittelpreise, Diesel, Lohnunternehmer, Strom; Lieber Thomas dafür reichen die 4 Eurocent gerade so.
Damit sind noch keine alten Löcher gestopft oder Rücklagen für das nächste Tal angelegt.

Die 4o Eurocent pro Liter müssen her sonst wird gestreikt und das seichte verständnisvolle Gerede lässt die Molkereien wieder erstärken. Wir schreiben und lesen nicht allein hier und der TOP-Agrar Rindertreff ganz bestimmt auch nicht!!
Übrigens sollte aufgrund der gestiegenen Steuereinnahmen jeder noch mal bei seinem Bundestagspolitiker anrufen und daran erinnern, dass die Landwirte in den schlechten Zeiten auf ihre Dieselrückvergütung verzichten mussten und diese Wettbewerbsverzehrung sollte nach damaliger Aussage schnellst möglich wieder abgebaut werden.

Hoschscheck, der grüßt!!
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ct

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #26 am: 02. Juni 2007, 09:34:11 »

Hallo Klaus,
ein paar Ergänzungen :     :pfeiff:

In der Vergangenheit wurde auch keine Milch weggeschüttet oder vernichtet, die sogenannte Übermenge ist schon seit Jahren nicht mehr wirklich vorhanden gewesen. Es wurde lediglich etwas Milchmenge durch Exporterstattungen verbilligt auf den Weltmarkt gebracht und uns als Übermenge um die Ohren gehauen und dann damit die Preise runtergeredet.
Damit ist jetzt Schluß  :kloppe:

Thema Buchführungsabschlüsse :

Da stellen sich mir immer die Nackenhaare auf, wenn jemand uns Milcherzeugern erzählen will, das es die 25 % Besten schaffen sollen alle Faktoren zu entlohnen und weitere 50 % ..... na ja diese Formulierung lasse ich jetzt mal weg. ***würg   :kotz:

Fakt ist, die Buchabschlüsse sind zuerst einmal ohne den eigenen Lohnanspruch und obendrein wenn alle Faktorkosten entlohnt werden sollen müssen auch Oma, Opa, Kinder, Verwandte, Nachbarn und sonstige freiwillige Helfer, etc, die bisher alle dort nicht mit erfasst werden, aber trotzdem auf fast jedem Milchviehbetrieb fleißig mitarbeiten, in eine solche Berechnung mit einbezogen werden.  :klugscheiss:
Dann sieht die Sache ganz anders aus und von gutem Geld verdienen ist dann bei den 25 % Besten mit Sicherheit auch keine Rede mehr von. Alles reine Darstellungssache, hier wird viel schöngerechnet und uns hinterher um die Ohren gehauen, obwohl sich doch kein Geld auf dem Konto stapelt, weil nämlich von dem ausgewiesenen Gewinn sich die täglichen Brötchen gekauft werden müssen.  :o

Nix für ungut

Gruß Christian



In der Vergangenheit gab es kein Marktgleichgewicht, es wurde mehr Milch produziert wie Milch und Milchprodukte verkauft werden konnten.

Die Auswertung schleswig-holsteinischen Buchführungsabschlüsse besagen, auf das letzte Wirtschaftjahr bezogen, für die Futterbaubetriebe aus, dass 50 % der Betriebe ein Auskommen mit dem Einkommen hatten und teilweise eine positive Eigenkapitalsentwicklung vorweisen können. 25 % der Betriebe haben gutes Geld verdient und die restlichen 25 % gehen den Bach runter.
« Letzte Änderung: 02. Juni 2007, 09:48:17 von ct »
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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #27 am: 02. Juni 2007, 12:39:34 »

Moin Christian,

bei deiner Kritik an den Buchführungsabschlüssen mußt Du dann aber auch sagen, dass gleiches auch für den Marktfruchtbetreib gilt.
Von daher bleibt dann die Relation zwischen den Betriebformen wieder gleich.

Wo die "Übermilch" letztendlich herkam weiß ich nicht. Ich weiß aber, und kenne sie auch, dass es Betriebe gibt die in den letzten Jahren ihre quotierte Milchabliefermenge reichlich (um bis zu 100 %) übererfüllt haben. Größtenteils ist es wegen der Saldierung ohne größere "Superabgaben" gelaufen.

Gruß
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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #28 am: 02. Juni 2007, 15:26:17 »

bei deiner Kritik an den Buchführungsabschlüssen mußt Du dann aber auch sagen, dass gleiches auch für den Marktfruchtbetreib gilt.

Natürlich Klaus, dort gilt es auch, wenn der Opa mit der Oma 365 Tage Getreide umschaufelt, Rüben hackt oder den Schlepper morgens bis Abends bewegt ......

Weiterhin gibt es noch einen anderen entscheidenden Nachteil, denn uns Milcherzeugern sind solche Preisanstiege durch freie Märkte wie beim Weizen total verwehrt, da wir die Milch nicht solange in die Halle kippen können bis der Preis auf einem akzeptablen Niveau ist.
Unser Produkt ist für die Molkereien immer täglich verfügbar und obendrein schnell verderblich.
Deshalb braucht es auch in Zukunft eine Mengensteuerung um die Milchpreise auf einem kostendeckenden Niveau halten zu können.

Na ja nur so am Rande und nicht dazu gedacht den einen gegen den anderen Aufzuhetzen .... ;)

Gruß Christian
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Klaus

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Re: Steigende Milchpreise?
« Antwort #29 am: 02. Juni 2007, 15:57:33 »

Weiterhin gibt es noch einen anderen entscheidenden Nachteil, denn uns Milcherzeugern sind solche Preisanstiege durch freie Märkte wie beim Weizen total verwehrt, da wir die Milch nicht solange in die Halle kippen können bis der Preis auf einem akzeptablen Niveau ist.

Absolut richtig Christian,

aber Hast Du dir mal überlegt  wie viele Getreide produzierende Betriebe bisher von dem bisherigen Preisanstieg einen Nutzen hatten?
Der weit aus größere Teil verkauft doch in oder kurz nach der Ernte. Wenn man dann auch noch Futterbauer ist, dann hat man sein Getreide "billig" verramscht und kauft es teuer als Kuhschrot wieder.

Gruß
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