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Autor Thema: Komposttee  (Gelesen 21834 mal)

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Harry

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Re: Komposttee
« Antwort #90 am: 06. Dezember 2018, 08:49:41 »

Danke Heiner

Noch was zum Wasser.
Regenwasser ist am besten geeignet. Wer es ganz besonders gut machen will, schaut sich mal bei den Demeterbauern um, was da gemacht wird.
Wer dazu keine Möglichkeit oder Lust hat, kann auch Leitungswasser nehmen.
Das Leitungswasser sollte aber 24 Stunden im Brauer belüftet werden bevor der Brauvorgang begonnen wird.
Damit kann das Chlor entweichen und das Cu wird auch weniger.
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BNT

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Re: Komposttee
« Antwort #91 am: 06. Dezember 2018, 08:51:21 »

Zu kleine Stichprobe. ;)

So habe ich mir früher mal die Hektarerträge hoch gelogen. :D  :rolleyes:
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BauerJosef

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Re: Komposttee
« Antwort #92 am: 06. Dezember 2018, 08:51:32 »

Man sollte KT nicht unbedingt auf einen Ertragszuwachs reduzieren. Die Erträge stagnieren seit Jahren, da wird KT nichts daran ändern. Es kann aber, denke ich, ein Werkzeug sein, die Kosten zu senken.
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EWD

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Re: Komposttee
« Antwort #93 am: 06. Dezember 2018, 09:12:40 »

Nur so, wie es Heiner darlegt, kommt man weiter.

Jonas hat es auch schon geschrieben,
ein auf seinen Betrieb angepassten Vergleich anlegen,
wenn man dann einen Strich zieht, kann man individuell
sehen, ob es passt oder nicht.

Danke Heiner für die Bilder, ich werde mit Spannung dein
weiteres Vorgehen begleiten, wenn du uns daran teilhaben
lässt, worum ich dich bitte.

Gruß  Ernst
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charlie

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Re: Komposttee
« Antwort #94 am: 06. Dezember 2018, 10:27:13 »

Nur so, wie es Heiner darlegt, kommt man weiter.

Jonas hat es auch schon geschrieben,
ein auf seinen Betrieb angepassten Vergleich anlegen,
wenn man dann einen Strich zieht, kann man individuell
sehen, ob es passt oder nicht.

Danke Heiner für die Bilder, ich werde mit Spannung dein
weiteres Vorgehen begleiten, wenn du uns daran teilhaben
lässt, worum ich dich bitte.

Gruß  Ernst

Mir geht es genauso...

Das sind die Dinge, die unseren Job so spannend machen und worüber wir uns hier austauschen.
Am liebsten ohne Vorurteile und Unterstellungen.

Heiner... bitte mehr davon mit mehr Details!
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Heiner

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Re: Komposttee
« Antwort #95 am: 06. Dezember 2018, 20:14:03 »

… ohne Worte ...
Beeindruckend!
Die Historie dazu würde sicher nicht nur mich interessieren...


Hallo,
das Bild stammt von einem Winterweizenschlag Sorte Linus gesät am 6.10.18 mit 275 Kö/qm.
Die linken Pflanzen sind am 2.11.18 mit 30 l Komposttee und 145 g rein B + 130 l Wasser behandelt worden die rechten nicht.
Das Bild stammt vom 13.11.18.

Ich habe im zurückliegenden Herbst auf fast allen mit Winterungen bestellten Flächen Bereiche mit Komposttee behandelt. Ich war sehr unzufrieden, weil ich optisch nirgendwo einen Effekt an der oberirdischen Pflanzenmasse gesehen habe. Erst am 13.11 bin ich mit dem Spaten über die Flächen gelaufen. Im Raps habe ich keine Unterschiede gefunden. In Wintergerste und Triticale meinte ich, dass die Kompostteevariante etwas mehr Wurzelmasse aufzuweisen scheint. Auch auf dieser Fläche auf der die Pflanzen noch deutlich weniger Wurzelmasse hatten als auf den vorher betrachteten war ich enttäuscht, da mir der Unterschied in Natura nicht so ins Auge fiel wie auf dem Bild. Erst beim Betrachten des Bildes wurde mir der Unterschied deutlich.
Das alles wirft für mich eine Menge Fragen auf :
- Waren alle anderen Kompostteeausbringungen in der Qualität vergleichbar ?/ War die Spritze sauber genug ?
- Die vorherigen Kompostteebehandlungen waren ohne Borzusatz ausgebracht worden, wie hoch ist der Effekt vom Bor ?
- Die anderen Pflanzenbestände waren in der Entwicklung bereits weiter, wie weit verwächst sich der Vorsprung ?
- Da es sehr trocken war und der ganze Spass sehr zeitaufwändig ist, bin ich auch nicht immer zum empfohlenen frühen Einsatztermin gefahren, wie viel Effekt habe ich durch eine (zu-) späte Behandlung verschenkt ?

...


Heiner

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agri

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Re: Komposttee
« Antwort #96 am: 06. Dezember 2018, 20:23:14 »

Heiner ,

ich versuche seit letztem Herbst zu Wintergetreide etwas Bor = 0,2 l ca.30 gramm mit zunehmen bei Getreide und glaube da schon Positive Effekte zusehen .

Sind hohe Mengen an Bor bei Getreide nicht Toxisch ? aber wenn ab wann ?
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Mathias

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Re: Komposttee
« Antwort #97 am: 06. Dezember 2018, 20:28:41 »

je nach Kalkzustand des Bodens ist bei 500g Bor nix toxisch, also 3,3l 150er Lebosol.
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agri

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Re: Komposttee
« Antwort #98 am: 06. Dezember 2018, 20:30:39 »

je nach Kalkzustand des Bodens ist bei 500g Bor nix toxisch, also 3,3l 150er Lebosol.

Ok , dank dir !!

war schon immer eine Nachlässigkeit von mir sowas nachzulesen , Prima jetzt bin ich beruhigt soviel kommt nicht auf die Pflanzen .
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Mathias

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Re: Komposttee
« Antwort #99 am: 06. Dezember 2018, 20:35:05 »

je nach Kalkzustand des Bodens ist bei 500g Bor nix toxisch, also 3,3l 150er Lebosol.

Ok , dank dir !!

war schon immer eine Nachlässigkeit von mir sowas nachzulesen , Prima jetzt bin ich beruhigt soviel kommt nicht auf die Pflanzen .

nachlesen... ;D glaube schönberger hat mal was von maximal 80g in den Dreh geschrieben.

die 500g war ein Flächenversuch, stellte sich auf der Ertragkartierung des Dröschers wie ein Fungizideinsatz daneben dar!
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charlie

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Re: Komposttee
« Antwort #100 am: 06. Dezember 2018, 20:59:52 »

@Heiner

Danke für die Details.
Jetzt gilt es die Effekte zu filtern und zu optimieren...

Wie stellst du denn deinen KT her und wieviel Aufwand kalkulierst du in etwa?
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Gruß

Charlie

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jotesen

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Re: Komposttee
« Antwort #101 am: 06. Dezember 2018, 21:12:45 »

… ohne Worte ...
Beeindruckend!
Die Historie dazu würde sicher nicht nur mich interessieren...


Hallo,
das Bild stammt von einem Winterweizenschlag Sorte Linus gesät am 6.10.18 mit 275 Kö/qm.
Die linken Pflanzen sind am 2.11.18 mit 30 l Komposttee und 145 g rein B + 130 l Wasser behandelt worden die rechten nicht.
Das Bild stammt vom 13.11.18.

Ich habe im zurückliegenden Herbst auf fast allen mit Winterungen bestellten Flächen Bereiche mit Komposttee behandelt. Ich war sehr unzufrieden, weil ich optisch nirgendwo einen Effekt an der oberirdischen Pflanzenmasse gesehen habe. Erst am 13.11 bin ich mit dem Spaten über die Flächen gelaufen. Im Raps habe ich keine Unterschiede gefunden. In Wintergerste und Triticale meinte ich, dass die Kompostteevariante etwas mehr Wurzelmasse aufzuweisen scheint. Auch auf dieser Fläche auf der die Pflanzen noch deutlich weniger Wurzelmasse hatten als auf den vorher betrachteten war ich enttäuscht, da mir der Unterschied in Natura nicht so ins Auge fiel wie auf dem Bild. Erst beim Betrachten des Bildes wurde mir der Unterschied deutlich.
Das alles wirft für mich eine Menge Fragen auf :
- Waren alle anderen Kompostteeausbringungen in der Qualität vergleichbar ?/ War die Spritze sauber genug ?
- Die vorherigen Kompostteebehandlungen waren ohne Borzusatz ausgebracht worden, wie hoch ist der Effekt vom Bor ?
- Die anderen Pflanzenbestände waren in der Entwicklung bereits weiter, wie weit verwächst sich der Vorsprung ?
- Da es sehr trocken war und der ganze Spass sehr zeitaufwändig ist, bin ich auch nicht immer zum empfohlenen frühen Einsatztermin gefahren, wie viel Effekt habe ich durch eine (zu-) späte Behandlung verschenkt ?

...


Heiner

Südwestfalen habe ich gelesen, habe auch eine gewisse Vorstellung vom Standort, würde ich aber freuen, wenn du konkret zu den genannten Flächen noch was sagen könntest, sowie zum Witterungsverlauf.
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Re: Komposttee
« Antwort #102 am: 06. Dezember 2018, 21:31:54 »

Heiner ,

ich versuche seit letztem Herbst zu Wintergetreide etwas Bor = 0,2 l ca.30 gramm mit zunehmen bei Getreide und glaube da schon Positive Effekte zusehen .

Sind hohe Mengen an Bor bei Getreide nicht Toxisch ? aber wenn ab wann ?

Hab ein Feld mit 6.0 mg / kg Boden, heisswasserlösliches Bor nach Berger und Truog gemessen. Gab gut WW, Bio 6.2t/ha mit über 14% RP.
Feld ist aber sehr deutlich im Calicum-Ueberschuss.... wenn dies nicht wäre, so hätte der WW wohl etwas Schaden genommen.

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johndeere820

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Re: Komposttee
« Antwort #103 am: 06. Dezember 2018, 23:24:58 »

Hallo,
das Bild stammt von einem Winterweizenschlag Sorte Linus gesät am 6.10.18 mit 275 Kö/qm.
Die linken Pflanzen sind am 2.11.18 mit 30 l Komposttee und 145 g rein B + 130 l Wasser behandelt worden die rechten nicht.
Das Bild stammt vom 13.11.18.

Ich habe im zurückliegenden Herbst auf fast allen mit Winterungen bestellten Flächen Bereiche mit Komposttee behandelt. Ich war sehr unzufrieden, weil ich optisch nirgendwo einen Effekt an der oberirdischen Pflanzenmasse gesehen habe. Erst am 13.11 bin ich mit dem Spaten über die Flächen gelaufen. Im Raps habe ich keine Unterschiede gefunden. In Wintergerste und Triticale meinte ich, dass die Kompostteevariante etwas mehr Wurzelmasse aufzuweisen scheint. Auch auf dieser Fläche auf der die Pflanzen noch deutlich weniger Wurzelmasse hatten als auf den vorher betrachteten war ich enttäuscht, da mir der Unterschied in Natura nicht so ins Auge fiel wie auf dem Bild. Erst beim Betrachten des Bildes wurde mir der Unterschied deutlich.
Das alles wirft für mich eine Menge Fragen auf :
- Waren alle anderen Kompostteeausbringungen in der Qualität vergleichbar ?/ War die Spritze sauber genug ?
- Die vorherigen Kompostteebehandlungen waren ohne Borzusatz ausgebracht worden, wie hoch ist der Effekt vom Bor ?
- Die anderen Pflanzenbestände waren in der Entwicklung bereits weiter, wie weit verwächst sich der Vorsprung ?
- Da es sehr trocken war und der ganze Spass sehr zeitaufwändig ist, bin ich auch nicht immer zum empfohlenen frühen Einsatztermin gefahren, wie viel Effekt habe ich durch eine (zu-) späte Behandlung verschenkt ?

...


Heiner

Danke für die Bilder und die Erklärung!

Um den Effekt von Bor (oder anderen Nährstoffen) zu überprüfen, müsste man mehrere Varianten anlegen.
Also beispielsweise
-Kontrolle
-KT + Bor
-KT ohne Bor
-Bor ohne KT

Machbar, aber zeitaufwändig, zumal du ja selbst von einem nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand sprichst.
Wie "misst" man die Qualität des Komposttees? Wenn EMs angesetzt/vermehrt werden wird häufig der pH-Wert genutzt. Funktioniert das bei KT auch?
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Re: Komposttee
« Antwort #104 am: 07. Dezember 2018, 05:59:40 »

Elaine Ingham gibt Kurse, auch online, zur "Messung" der Qualität von Komposttees.

Ist Mikroskopie mit Quantifizierung der Arten von Lebewesen.

https://www.soilfoodweb.com/

Oder man sendet den KT in ein Lab, das nach Ingham arbeitet. In Europa ist eines in UK.
https://soilfoodweb.mykajabi.com/p/find-a-consultant-lab

Ich selber hab mich allerdings noch nicht in diese "Welt" von Ingham vertieft....

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