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Autor Thema: Frage an dieRinderspezialisten  (Gelesen 8366 mal)

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Simon

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #30 am: 25. Januar 2008, 18:03:08 »

Hallo,

ich find die Idee mit den Thermometerohrmarken interessant. Vor allem in gößeren Beständen kann das ein Haufen Arbeit sparen. Wir messen bei allen Kranken und Frischmelkern bis zu 50 Melktagen täglich Temperatur. Das können dann schon 70 Tiere oder mehr sein, was 5 % des Gesamtbestandes entspricht. 
Bleibt für mich nur die Frage wo man dann diese Ohrmarken ausliest. Am einfachsten wäre es am Lesegerät, was am Eingang des Melkstands steht. Wäre auch schön, wenn die Temperatur gleich am Melkcomputer und am Herden PC angezeigt wird. Zusätzlich könnt man ja auch ein Handgerät zum Auslesen der Chips einsetzen. Wie groß ist die maximale Reichweite der elektronischen Ohrmarken?

Gruß Mecklenburger
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Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall.

Mim

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #31 am: 25. Januar 2008, 21:55:54 »

Hallo

nochmal - bitte für diejenigen die sich aktuell besser auskennen: Im Gegensatz zu Transponderhalsbändern in / an denen man viel mehr Material festmachen kann: Senden Transponderchips nicht aktiv, sondern werden von Lesegeräten abgelesen.

Schon vor Jahrzehnten nutzte dies z.B. Hipp bei seinen großen Mutterkuhherden in McPomm - um festzustellen (Lesegeräten an den Koppeltoren) wo sich gerade welches Tier befand bzw. um Behandlungsmaßnahmen (Bio) zu dokumentieren.

Immer noch die Frage - ich habs aus den vorhergehenden Postings nicht herausgelesen: Gibt es Chips bei Tieren die Temperatur messen können bzw. hat die Temperaturmessung an der Hautoberfläche eines behaarten Rinderohres (das ja auch zur Kühlung der Körpertemperatur dient) Aussagekraft?

Gruß Mim
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Georg

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #32 am: 25. Januar 2008, 22:34:45 »

Damit sich neimand meinen Kopf zerbrechen muss, wie so eine Temperaturmessung im RInderohr funtioniert:Die eine seite im Ohr ist der Temperatursensor, das lose Ende ist dei Antenne des RFID
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cara

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #33 am: 26. Januar 2008, 09:22:00 »

wenn ich Georg richtig verstanden habem sendet der Chip aktiv die Temperatur


Wenndie Kälber odr Kühe damit ausgerüstet sind, dann aknn man an einem PC überwachen welches Stück Vieh eine erhöhte Temperatur hat.  Es wird alle 15 Minuten gemessen und an den PC übertragen.


zu der Temperatur:
auch wenn nicht die wirklich aktuelle versendet wird, so lassen sich sicherlich Tendenzen erkennen, d.h. wenn sonst am Ohr immer 20°C gemessen werden und auf einmal übermittelt der Sensor 22°C könnte es ein Anzeichen für gestiegene Temperatur sein und man muss dann natürlich noch mal gezielt nachschauen.

Allerdings sollte vorher festgestellt, inwieweit sich Umweltfaktoren auf die Ohrtemperatur auswirken, jemand (Mim?) hatte das schon mal angesprochen, was passiert, wenn das Tier draussen in der Sonne steht, oder auch im Winter im offenen Stall.. ich bekomm in solchen Situationen auch gerne kalte Ohren ;)
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LiGrüss cara

Die Kunst zu Leben besteht darin, zu lernen im Regen zu tanzen, anstatt auf Sonne zu warten.

Thomas

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #34 am: 26. Januar 2008, 16:09:03 »

Hallo,

zur Auswertung der Ergebnisse könnte es wahrscheinlich möglich sein, Standardabweichungen festzulegen und dann entsprechend auszuwerten. Ich hab das z.B. für Leitfähigkeit und Aktivität, da wird halt tierindividuell die Abweichung festgestellt und auch nach den Gruppenabweichungen ausgewertet. Wenn z.B. alle Tiere der Herde eine erhöhte Abweichung haben (weil z.B. eine Futterumstellung war, der Klauenpfleger im Stall war oder die Tiere auf einer anderen Weide sind) , wird dies bei der Auswertung berücksichtigt. Sowas wäre auch bei der Temperatur denkbar, wenn ein Tier signifikant eine Abweichung hat, ist der absolute Wert nicht ganz so entscheidend. Wichtig ist, dass man auf das Tier möglichst frühzeitig aufmerksam wird.

Gruß
Thomas
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ulli

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #35 am: 02. Dezember 2017, 02:03:56 »

Ich hab tief gegraben, und da dieses 9 Jahre alte Thema gefunden :)

Es wird Winter, die Absetzer kommen von den Wiesen, und das Problem ist genau wie Schorsch es beschreibt:

Die Charolais können 41 Grad Fieber haben und fressen ganz normal bzw. zeigen zunächst keinerlei erkennbare Symptome. Wenn Du beim Charolais aufgrund der äußeren Erscheinung bemerkst, daß er krank ist, dann bist Du viel zu spät dran. Diese Tiere sind wesentlich härter im nehmen als unsere Fleckvieh, denen man schon sehr deutlich ansieht, wenn sie was haben. Eine Grippetherapie, die mit geringem Medikamenteneinsatz sichere Wirkung verspricht, muß so früh wie möglich einsetzen. Deshalb: Während der kritischen Phase immer die Temperatur beobachten. Und da wär das Ohrmarken-Thermometer echt ok.

Schorsch


Gibt es mittlerweile Entwicklungen zu dem Thema? Hat evtl sogar irgendwer was im praktischen Einsatz? Das kann doch eigentlich nicht so teuer und schwierig sein, vorausgesetzt die Temperatur am Ohr schwankt nicht zu stark mit den äußeren Gegebenheiten? RFID-Chips und Thermometer gibt es ja für ein paar Pfennige mittlerweile.
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Guido

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #36 am: 02. Dezember 2017, 02:22:39 »

hi ulli
schau dir Smartbow oder Smaxtec an, sind zwar brunsterkennung aber erfassen auch temperraturen

Gruss Guido
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Skandal

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Re: Frage an dieRinderspezialisten
« Antwort #37 am: 02. Dezember 2017, 07:13:39 »

Kranke Rinder fühlen sich oberflächlich manchmal auch kühler an. Hast du schon an eine Wärmebildkamera gedacht?
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