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Autor Thema: Landwirtschaft in Russland  (Gelesen 14824 mal)

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aelbler

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #30 am: 30. Januar 2018, 23:07:13 »

Für mich spricht er hier nur aus , was ich vor Jahren bei einer Kundenreise selber feststellen konnte.

Damals besuchte ich die Milchwerke von Ehrmann und Hochland Feinkäsereien in Russland mit anschliessendem Besuch einer Milchfarm von Stefan Dürr.

Hier wurde eine Milchproduktion und Verarbeitung auf höchstem technischen Standart auf der grünen Wiese hochgezogen.
Und wenn man es etwas genauer nimmt , mit Geld das zuvor der westlichen Milchproduktion abgezwackt wurde.

Als neueres Beispiel kannst ja in der Fleischbranche Tönies hernehmen.....

Dazu kannst ja mit deinem ersparten Geld , aufgrund deiner geringen Ausgaben für Lebensmittel , in Aktien von EkoNiva investieren.

Die 100.-€/to Weizen sind in einer Art Mischkalkulation durchaus darstellbar.....wir wissen ja nicht was er für den grössten Teil seiner Ernte bekommt.

Nachdenkliche Grüsse Günter

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Tim

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #31 am: 30. Januar 2018, 23:32:36 »

Ich glaub diese 125€ oder was sie jetzt an den schwarzmeerhäfen realisieren tun denen schon jetzt weh - und rein von der Vermarktungsseite geht's bestimmt auch mal wieder anders rum und deutscher Weizen landet in ägyptischen Häfen .

Wenn ich mir die Berichte so anschaue sehe ich in den großen Strukturen in Russland eher eine wahnsinnige macht die so ein Landwirtschaftsbetrieb mit 20.000-100.000 ha in der Fertigungstiefe seiner Produkte hat...

Und ja,  das große Thema öko ist dort scheinbar schon auf nem ganz anderen Niveau.

Trotzdem,  deutsche Produkte haben ihren Markt,  auch in Russland,  schade nur das wir so wenig vom Kuchen kriegen.

Mfg Tim
« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 00:33:56 von Tim »
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Biobauer

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #32 am: 31. Januar 2018, 08:03:50 »

Für mich spricht er hier nur aus , was ich vor Jahren bei einer Kundenreise selber feststellen konnte.

Damals besuchte ich die Milchwerke von Ehrmann und Hochland Feinkäsereien in Russland mit anschliessendem Besuch einer Milchfarm von Stefan Dürr.

Hier wurde eine Milchproduktion und Verarbeitung auf höchstem technischen Standart auf der grünen Wiese hochgezogen.
Und wenn man es etwas genauer nimmt , mit Geld das zuvor der westlichen Milchproduktion abgezwackt wurde.

Als neueres Beispiel kannst ja in der Fleischbranche Tönies hernehmen.....

Dazu kannst ja mit deinem ersparten Geld , aufgrund deiner geringen Ausgaben für Lebensmittel , in Aktien von EkoNiva investieren.

Die 100.-€/to Weizen sind in einer Art Mischkalkulation durchaus darstellbar.....wir wissen ja nicht was er für den grössten Teil seiner Ernte bekommt.

Nachdenkliche Grüsse Günter


kann ich so bestätigen, wenn sie den mal zum produzieren beginnen würden, würden unsere paar qm noch weniger rolle spielen wie jetzt schon. seitdem ich das potential des landes mal mit eigenen augen sah, seitdem ist mir um die welternährung nicht mehr bange. bloss bezahlen muss man halt auch sein essen können, da hapert es halt noch
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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #33 am: 31. Januar 2018, 09:41:59 »

Je größer das Potential, desto eher liegt es brach.

Niemand hier würde wahrscheinlich freiwillig nach Russland gehen. Die Flächen sind riesig und das Klima teilweise sehr gut, die Böden vermutlich schon kaputt, aber dann hat man es halt mit einem politisch labilem System zu tun und die Bevölkerung wird auch noch 2 Generationen brauchen, bis sie den Kommunismus über(ver)wunden haben.

Hat jemand auf die Schnelle Zahlen? Durch die Klimaveränderung dürfte v.a. Kanada derzeit wahrscheinlich schneller wachsen.
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nofear

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #34 am: 31. Januar 2018, 10:13:50 »

Dt. Bank hatte sich ja vor paar Jahren aus dem russischen Agrarsektor (eigener neuer Ackerbaubetrieb auf Grüner Wiese ca. 30.000ha, dt. Leitung) zurückgezogen.
Das war als die Sanktionen begannen. Der Betrieb wurde an Medwedjew verkauft.
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Cyberlui

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #35 am: 31. Januar 2018, 19:30:00 »

Wenn er so begeistert von Russland un den Möglichkeiten ist, warum hat dann die Ekosem ihren Sitz in Walldorf????
Weil von da das geld kommt? Oder weil sein Kapital unter deutschem recht sicherer ist?
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Biobauer

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #36 am: 31. Januar 2018, 19:41:29 »

, die Böden vermutlich schon kaputt,


da is nix kaputt, da liegen ganze landkreise brach. das einzige was kaputt ist sind die stellen wo sie ölwechsel machen
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S-H-G

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #37 am: 31. Januar 2018, 20:07:20 »


da is nix kaputt, da liegen ganze landkreise brach. das einzige was kaputt ist sind die stellen wo sie ölwechsel machen

Ja und nein. Es gibt mit Sicherheit nach wie vor große Gegenden, die brach liegen. Allerdings hat das in den letzten Jahren bedeutend abgenommen - der politische Druck die Flächen zu bewirtschaften ist mittlerweile sehr hoch.

Und auf großen Teilen dessen, was noch brach liegt, möchte ich nicht anfangen müssen zu wirtschaften.

Grüße
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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #38 am: 31. Januar 2018, 20:08:55 »


da is nix kaputt, da liegen ganze landkreise brach. das einzige was kaputt ist sind die stellen wo sie ölwechsel machen

Ja und nein. Es gibt mit Sicherheit nach wie vor große Gegenden, die brach liegen. Allerdings hat das in den letzten Jahren bedeutend abgenommen - der politische Druck die Flächen zu bewirtschaften ist mittlerweile sehr hoch.

Und auf großen Teilen dessen, was noch brach liegt, möchte ich nicht anfangen müssen zu wirtschaften.

Grüße

ok, ist bei mir 10 jahre her, das ich dorten war und da auch nur bis zum ural. und da fängt russland ja eigentlich erst an.....
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nofear

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #39 am: 31. Januar 2018, 20:13:08 »


Und auf großen Teilen dessen, was noch brach liegt, möchte ich nicht anfangen müssen zu wirtschaften.

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juliusjr

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #40 am: 31. Januar 2018, 20:14:48 »

@cyberlui: Das Kapital is durch den Sitz in Walldorf auch nicht sicherer. Das Geld is ja in Russland investiert - somit gelten die Russischen Gesetze. Da haste dann den Russischen Staat, die Mafia und den kleinen Ganoven....nichts für weicheier wie mich ;-)
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BNT

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #41 am: 31. Januar 2018, 20:36:07 »

da is nix kaputt, da liegen ganze landkreise brach. das einzige was kaputt ist sind die stellen wo sie ölwechsel machen

Also müsst man dort nicht aufdüngen, mal die Grundnährstoffe wieder auf eine vernünftige Versorgungsstufe heben und Bodendegradierung war dort auch nie ein Thema?
Oder schreibst du von Böden, die ein Ertragspotential für ~ 2 to Weizen haben?
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S-H-G

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #42 am: 31. Januar 2018, 21:11:34 »


Und auf großen Teilen dessen, was noch brach liegt, möchte ich nicht anfangen müssen zu wirtschaften.

Grüße

Das wichtigste sind >300 robuste einfach zu bedienende PS, vorallem an der Zapfwelle, und nen Forstmulcher  ;)

Das Spiel kenne ich - und habe es auf reichlich Hektar in Russland hinter mir.

Nein, ich meinte Standorte mit entsprechend schlechtem Ertragspotential.

Grüße


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monsato

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #43 am: 31. Januar 2018, 21:31:31 »

hay

soviel ich höre sind dort böden mit bis  zu 15 % humusgehalt und dank westlicher berater haben die  zb,. bei raps ertragssteigerungen von 1000 kg vor 2 jahren bereits 3000kg und wollen natürlich noch mehr.
problem gibts aber mit den nicht genügen schnell verfügbaren pflanzenschutzmitteln wenn mal was  schnell gehenmuß  was nicht im plan ist-war. den bei so vielen flächen müßen auch große mengen  auf einmal gekauft werden.
weiters versuchen sie auchj kartoffel-anbau.
weiters haben die riesige brachflächen wo sie mit Bio anfangen .-wollen.
die kaufen auchnicht 50 traktoren sondern einheiten  da ist alles dabei was ein traktor so hinten drann hat.

dort werden auch in ein paar jahren die traktore alleine ohne fahrer mit GPS fahren es fehlt doch nur mehr das tüf  und offizielle ja das die alleine fahren dürfen.

dann noch ein guter feeld manager von bayer  (der schreibt dann was gerade krank wird) und man braucht nur mehr 1 verwalter anstatt bisher was weiß ich wieviele .
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Stefan81

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Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #44 am: 01. Februar 2018, 07:50:10 »

Wenn du die dortige Bevölkerung nicht unterstützt und dich in der Bevölkerung eingliederst brauchst dich auch nicht wundern wenn sie dir alles stehlen was nicht Niet und Nagelfest ist. Da musst eher die halbe Bevölkerung anstellen die in der Umgebung deines Betriebes lebt und vielleicht die Schule noch unterstützen, dann kann es was werden.
Vor allem muss man dort leben wo man wirtschaftet, sonst kann es mal vorkommen das der Mähdrescher zu einen abgeernteten Acker kommt. 
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Mit freundlichen Grüßen
aus Österreich
Stefan81
 

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