www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Landwirtschaft in Russland  (Gelesen 13406 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 7 980
    • Unser Hof
Landwirtschaft in Russland
« am: 22. April 2015, 22:27:50 »

Russland ist ja immer noch ein Riesenreich, von der Ostsee bis zum Pazifik, vom Nordmeer zum Schwarzen Meer. Riesige Flächen, aber es kommt wohl nicht genug runter ? War schon mal jemand in Russland? Kennt jemand die russische Landwirtschaft?

Aktuell hat die russische Landwirtschaft ja unter  dem Embargo zu leiden, der Minister wurde jedenfalls erstmal entlassen:

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Russlands-Landwirtschaftsminister-entlassen_article1429716767.html
Gespeichert


Biobauer

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 385
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #1 am: 22. April 2015, 23:46:25 »

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=1083.msg37956#msg37956


mehr soge ned, ich kann mir nicht vorstellen, das sich viel geändert hat
Gespeichert
Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

RumsRumsRums

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 732
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #2 am: 23. April 2015, 19:41:13 »

Ich bin eigentlich immer recht gerne in Russland von berufswegen und auch privat.
Gespeichert

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 12 117
  • Beruf: Raketentechnik
  • Munter bleiben!
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #3 am: 23. April 2015, 22:50:05 »

ich hab russland bisher nur von polen aus gesehen ...
Gespeichert
War dieser Beitrag hilfreich für Dich? Dann klick' bitte hier!

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 7 980
    • Unser Hof
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #4 am: 01. Juni 2015, 11:15:34 »

Wie sieht es eigentlic zur Zeit auf den Flächen in Russland aus? Hat mal jemand was gehört oder gelesen? Auch wenn die derzeit ja nur eingeschränkt am Handel teilnehmen, sind dort doch riesige Flächen, gut oder schlechte Ernte hat meiner Meinung nach eine größere Hebelwirkung als Westeuropa  ;)
Gespeichert

251at

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 460
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #5 am: 01. Juni 2015, 22:31:14 »

ich hab russland bisher nur von polen aus gesehen ...

Ohh, du kannst über 400km weit schauen? (Kaliningrad zählt nicht)
Gespeichert

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 12 117
  • Beruf: Raketentechnik
  • Munter bleiben!
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #6 am: 01. Juni 2015, 23:19:43 »

nur den grenzbaum. uns wurde gesagt nicht zu dicht ranzugehen da fremde gerne aufgegriffen werden und nur gegen kleines taschengeld wieder gehen dürfen.
Gespeichert
War dieser Beitrag hilfreich für Dich? Dann klick' bitte hier!

251at

  • Sr. Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 460
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #7 am: 02. Juni 2015, 20:02:50 »

nur den grenzbaum. uns wurde gesagt nicht zu dicht ranzugehen da fremde gerne aufgegriffen werden und nur gegen kleines taschengeld wieder gehen dürfen.
Aber es gibt von Polen aus seit 1918 keine Grenze nach Russland (außer zu der Exklave Kaliningrad)
Gespeichert

reto

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 86
    • www.direktsaat.info
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #8 am: 28. Juni 2015, 11:44:16 »

Hallo zusammen,
betreffend Russland kenne ich  einen Berufskollegen Dennis Seriogin, der für Bayer Russland die Versuche leitet. Seine Eltern haben einen Betrieb in Ulyanovsk, wo Lenin geboren wurde.
Er hat mir gesagt, dass die Chinesen ein zunehmendes Problem in Russland ist. Es gibt Flächen die gehören sogesagt niemanden, aber man kann sie pachten (Zins geht an Staat). Solche Flächen werden vermehrt von Chinesen gepachtet und dann nehmen sie alles mit>Maschinen, Manpower und eben auch billige Sch....chemie. Für Russland>Wertschöpfung fast nichts und den Boden nachher fast als Altlast, weil er so verseucht ist!!
Liebe Grüsse
Reto
Gespeichert

Tim

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7 178
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #9 am: 28. Juni 2015, 11:52:51 »

Vielleicht haben die Russen auch einfach nur Angst vor der gelben Flut.

Sie können es sich halt nicht aussuchen,  also müssen Sie die Chinesen akzeptieren (das scheint bei anderen asiatischen Volksgruppen insbesondere mit muslimischen Hintergrund innerhalb Russlands schon ganz anders auszusehen!)

Aber wer schonmal so ne ungenutzte Steppe gesehen hat,  was will man da kaputt machen? Dort wachsen Birken und die bodenstruktur ist brechhart,  selbst wenn es schwarzerde betonte Böden sind. Und das Problem liegt eben daran wenn sie brachliegen und veröden?

Es ist die Ohnmacht der russischen Landwirtschaft seit über zwanzig Jahren auf sich selbst gestellt ein Schattendasein zu fristen. Was die wohl von Putins Dumping getreideausfuhren nach Ägypten halten?

Mfg tim
Gespeichert

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 7 980
    • Unser Hof
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #10 am: 29. Juni 2015, 22:30:03 »

War die Landwirtschaft zu Zeiten des "Kalten Krieges" denn viel produktiver? Es wurden viele Leute beschäftigt, es gab viele Maschinen ja, aber blieb auch soviel mehr über? Gibt es da eigentlich Zahlen?

Normal müssten die ja die Welt mit  Nahrungsmitteln überschwemmen können, bei der Fläche (auch wenn nicht alles super Boden ist)

Auf jeden Fall bleibt erstmal das Embargo bestehen:


Russland hat sein Importverbot für eine Reihe von Agrar- und Ernährungsgütern aus der Europäischen Union sowie weiteren westlichen Ländern um zwölf Monate verlängert. Ein entsprechender Erlass von Staatspräsident Wladimir Putin wurde am vergangenen Mittwoch in Moskau veröffentlicht.

Die Fortsetzung des Embargos kam nur zwei Tage nach der Entscheidung der EU, ihre Strafmaßnahmen gegen Russland wegen der Ukrainekrise bis Ende Januar 2016 fortzusetzen.

Bei einer Beratung mit Regierungsmitgliedern wertete Putin den Schritt als deutliches Signal an die russischen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Sein Sprecher bezeichnete die Maßnahme vor Journalisten als „für die Fortentwicklung des Landes erforderlich“.

Daneben wurden bei Getreidezubereitungen Löcher gestopft und eine bisher nicht erfasste Handelskategorie für Produkte mit beispielsweise einem Milchfettanteil von mehr als 1,5 % auf den Index gesetzt.

Moskau untersagte Anfang August 2014 - damals für vorerst ein Jahr - die Einfuhren zahlreicher Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Obst und Gemüse aus der EU sowie aus den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Das Importverbot soll jetzt bis zum 5. August 2016 gelten.
Moskau sieht Europa am Zug

Ministerpräsident Dmitrij Medwedew betätigte über den Regierungspressedienst, dass das Verzeichnis der betroffenen Agrargüter und Lebensmittel aus dem Westen so gut wie unverändert geblieben sei. Die Auswahl sei aber keinesfalls starr, sondern könne in Abhängigkeit verschiedener Faktoren jederzeit geändert werden, beispielsweise in Abhängigkeit von „der Entwicklung der Beziehungen zu den europäischen und anderen Handelspartnern“, stellte er klar.

Medwedew betonte, die „Sanktionsauseinandersetzung“ sei nicht von russischer Seite begonnen worden. Um sie zu beenden, seien gegenseitige Anstrengungen erforderlich. Leider sehe man von der westlichen Seite noch keine positiven Veränderungen.

Der Regierungschef räumte ein, das Embargo ziehe schmerzliche Folgen nach sich, unter anderem wegen abrupter Preisanstiege am Lebensmittelmarkt. Allerdings hätten die russischen Agrarproduzenten Moskau darum gebeten, die Importeinschränkungen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, denn dadurch habe die Entwicklung der heimischen Landwirtschaft neue Impulse erhalten. „Die russische Land- und Ernährungswirtschaft hat eine einzigartige Chance erhalten, den Absatz auszuweiten und ihre Präsenz in den Handelsketten auszubauen“, so Medwedew. Die Agrarbranche, und insbesondere die Veredlung, entwickle sich derzeit relativ dynamisch, auch dank der staatlichen Unterstützung. Produktionsbereiche wie die Obst- und Gemüseerzeugung oder die Tier- und Pflanzenzucht benötigten weitere Förderung.


Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Russland-verlaengert-Agrarembargo-1978796.html
Gespeichert

Tim

  • Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7 178
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #11 am: 03. Dezember 2015, 19:32:31 »


Nun wurden ja die Sanktionsmassnahmen nochmals verlängert.

Hat sich denn wirklich was an der Struktur, bzw. Leistungsfähigkeit der russischen Landwirtschaft verbessert oder sind die großen Exporte eher jahreseffekte aus ertragssteigernden Wetterlagen?!

Laut Putin ist alles rosig, wäre der Rubel nicht so extrem abgewertet könnte unser Weizen eventuell auch mit dem russischen /ukrainischen mithalten?!

Mfg tim
Gespeichert

ANDERSgesehn

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 173
  • dubiosen Vereinsmachenschaften sind nicht meins!
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #12 am: 03. Dezember 2015, 23:46:25 »



Nun wurden ja die Sanktionsmassnahmen nochmals verlängert.


man könnte fast glauben, das antschi zu
rusikän walter g´sogt hot, bei uns is de wirtschoft
so schlecht, spüh ma des spüh länga, du
schickst dei ödaste kistn ind he und los
es oh schissn. spüh ma auf aussa, viehlight
wird daun die wirtschoft renat ...

@stanky und weitere rechtschreibkaiser
ich hätte den text auch für norddeutsche klar leserlich schreiben können.

Gespeichert
www.passion-for-farming.com
... geht bald online.

Heico

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 570
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #13 am: 04. Dezember 2015, 07:26:56 »


Nun wurden ja die Sanktionsmassnahmen nochmals verlängert.

Hat sich denn wirklich was an der Struktur, bzw. Leistungsfähigkeit der russischen Landwirtschaft verbessert oder sind die großen Exporte eher jahreseffekte aus ertragssteigernden Wetterlagen?!

Laut Putin ist alles rosig, wäre der Rubel nicht so extrem abgewertet könnte unser Weizen eventuell auch mit dem russischen /ukrainischen mithalten?!

Mfg tim

Bei meiner naiven Einstellung würde ich sagen, die Bauern haben dort große Chancen den Inlandmarkt für sich zu erschließen. Denen müsste es jetzt super gehen und das kam auch aus verschiedenen Praktikerberichten so rüber.  Außerdem könnte Russland doch aus 3. Ländern importieren, die nicht dem Embargozwang unterliegen. Die hätten das nicht gemacht, wenn sie Hunger befürchten müssten. Es sollte für uns ein Nachteil sein und es ist auch so.
Gespeichert

Simon

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 1 392
Re: Landwirtschaft in Russland
« Antwort #14 am: 04. Dezember 2015, 07:48:13 »



Nun wurden ja die Sanktionsmassnahmen nochmals verlängert.


man könnte fast glauben, das antschi zu
rusikän walter g´sogt hot, bei uns is de wirtschoft
so schlecht, spüh ma des spüh länga, du
schickst dei ödaste kistn ind he und los
es oh schissn. spüh ma auf aussa, viehlight
wird daun die wirtschoft renat ...

@stanky und weitere rechtschreibkaiser
ich hätte den text auch für norddeutsche klar leserlich schreiben können.



Hallo,

ja es waere nett, ich bezweifle nämlich dass Tim oder sonstwer nördlich der bayrischen Grenze deinen Beitrag versteht.....

Gruss
Simon
Gespeichert
Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall.
 

Zur Homepage und dem Bild des Tages