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Autor Thema: Wildschwein schadensvermeidung  (Gelesen 34028 mal)

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ct

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #120 am: 28. September 2018, 08:39:13 »

Aus einem anderen Threat hierher geholt:
Du schreibst von Wildschweindruck und deshalb Grannenweizen:
Funktioniert das halbwegs ? Früher hattest Du doch auch manchmal im Normalweizen gestänkert (Randbehandlung), wenn ich mich recht erinnere. Kann man die beiden Dinge erfolgsmäßig irgendwie vergleichen?
Der Körnermais hatte wohl heuer wenig Probleme mit dem Schwarzwild? (Ich wundere mich auch etwas, trotz hohen Schwarzwildbeständen waren die Schäden im Mais+Raps heuer relativ gering) Sind die alle im Forst?

Grannenweizen funktioniert eher zur Lenkung der Sauen, wenn es auch normalen Kolbenweizen (ohne Grannen) als Alternative gibt. Die Sauen weichen dann (evtl. in ein anderes Revier, andere Schadstelle) aus und meiden den Grannenweizen. Ohne Alternative gehen die aber auch an den Grannenweizen.

Die Vegetationszeit war ja relativ kurz und die Eichel- und Buchenmast ist ja auch dieses Jahr sehr üppig und frühzeitig herabgefallen, so dass die Sauen wenig Zeit hatten, um im Mais zu Schaden zu gehen und auch frühzeitig Alternativen hatten.
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Gruß ct

Ansgar

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #121 am: 04. Oktober 2018, 18:27:58 »

Ich setzte den Hinweis mal hier rein. Wenn´s einem Moderator nicht gefallen sollte, kann er es ja zu "Landwirtschaft im TV" verschieben.

https://www.mdr.de/investigativ/rueckblick/exakt/die-story/exakt-die-story-suendenbock-wildschwein-100.html
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Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

dirkk

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #122 am: 06. Dezember 2018, 13:10:47 »

Wir haben ja zur Zeit ( seit Anfang Oktober ) gute 80 ha Weizen nach Raps mit Elektrozaun gesichert . Die ersten 35 ha konnten Anfang November von ihrer Sicherung " entlassen " werden .

Vor zwei Tagen haben wir weitere 8 ha " entzäunt " , aber das funktioniert anscheinend nicht . Und den dort zuständigen Jägern treten wir schon immer auf die Füsse - dort soll eine grosse Drückjagd erst Anfang / Mitte Januar stattfinden ( tw. Staatsforst ) . Andere Felder am gleichen grossen Wald sind absolut schadenfrei  :frage: 

So in dieser Ausprägung habe ich es in meinen vergangenen 23 Jahren hier noch nicht erlebt .

Im Bild ist die Fläche mit einem Teilstück , die Ende Oktober wegen Schweineschäden schon einmal nachgesät wurde .

gruss
dirkk

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agri

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #123 am: 06. Dezember 2018, 13:25:44 »

Hallo Dirk ,

wurde auf dieser Fläche Glyhpo.  eingesetzt und wenn war neben Ausfallraps eventuell noch andere stärkere Verunkrautung auf dem Feld im Gegensatz zu den anderen schadensfreien Flächen ?
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dirkk

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #124 am: 06. Dezember 2018, 18:23:06 »

Ja ,es wurde Gly. eingesetzt und auch auf den anderen Flächen ,die keinen Schweinebesatz hatten .  Einzig die Flächen ( von Kollegen ) , die richtig viel durchgeackert wurden und damit kaum Regenwürmeraktivität hatten , hatten keine Probleme mit Schweinen . Ich bin aber kein Freund von strukturlosen zerackerten Feldern . Zumal dort teilweise Weizen , der direkt nach der Saat ein stärkeres Regengebiet erwischt hat ( und obendrauf eine Kruste hat ) , kaum durch die Kruste kam ......  Da steht teilweise noch weniger als mit Schweineschaden .

Unkrautflora ist überall gleich .

Gruss
dirkk
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charlie

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #125 am: 06. Dezember 2018, 19:06:38 »

Die Schweine sind gerade zur Zeit der Eichelmast auf massiver Suche nach tierischem Eiweiß... und da ist natürlich eine biologisch aktive Fläche mit hohem Besatz an tierischem Bodenleben hoch willkommen.
Ich hab im übrigen die gleichen Beobachtungen gemacht, und da waren in kleinerer Struktur die Schäden an der Grenze zu anderen Schlägen mit eben weniger Würmern wie abgeschnitten... da haben die Schweine nicht mal ne Probebohrung gemacht  ;D
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

stoppelrübe

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #126 am: 06. Dezember 2018, 19:38:50 »

Ich habe auch ca 0,5ha Totalverlust zu beklagen.  :P Auf einer Fläche wo das Weizenstroh auf Schwad gelegt wurde, Rotordrescher sei Dank  :rolleyes: blieb viel Stroh bei der Bergung liegen. Zudem befindet sich das Haubtwühlgebietgebiet im Schattenwurf eines Wäldchens. Die Schweine haben sich von den Schwadgassen (Würmer, Tierisches Eiweiß) aus immer mehr in die breite gewühlt.  :kloppe: Den Jägern kann ich auch keinen großen Vorwurf machen, denn sie haben sich viele Nächte um die Ohren geschlagen ohne überhaubt eine Sau zu sehen.
Die Viecher sind immer nur grad da aufgetaucht wo kein Jäger war.(Wildkammera :Foto:)
Letzte Woche dann der erste Erfolg 2 Überläufer in einer Nacht. = 10kg Salami, 15kg Leberwurst  ;D

Aber in den nächsten Wochen müßen noch einige fallen.
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agri

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #127 am: 06. Dezember 2018, 19:58:15 »

Ja ,es wurde Gly. eingesetzt und auch auf den anderen Flächen ,die keinen Schweinebesatz hatten .  Einzig die Flächen ( von Kollegen ) , die richtig viel durchgeackert wurden und damit kaum Regenwürmeraktivität hatten , hatten keine Probleme mit Schweinen . Ich bin aber kein Freund von strukturlosen zerackerten Feldern . Zumal dort teilweise Weizen , der direkt nach der Saat ein stärkeres Regengebiet erwischt hat ( und obendrauf eine Kruste hat ) , kaum durch die Kruste kam ......  Da steht teilweise noch weniger als mit Schweineschaden .

Unkrautflora ist überall gleich .

Gruss
dirkk

Ok , kann es sein das diese Teilflächen etwas mehr im Waldschatten liegen und damit ein angenehmeres Klima für die Würmer geschaffen ist und Sie deshalb etwas früher und überhaupt bei eurer Trockenheit an ihr Futter wollten und die Sau hat sie erwischt ?

Ich stelle dieses Schadbild hier auch bei einem Berufskollegen fest was da ein Einzelfall ist
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dirkk

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #128 am: 06. Dezember 2018, 22:38:10 »

Hier sind bei alle Flächen betroffen ,egal ob mit oder ohne Schatten .

Ich geh aber davon aus , das derjenige , der seine Rapsflächen in den Dürrezeiten viel und intensiv durchgearbeitet hat , seine Regenwürmer jetzt unten gehalten hat ( aber seinen Ausfallraps mit unten drin hat )  . Die Regenwürmer müssen ja ihre Röhren wieder herstellen , um nach oben kommen zu können . Und da bislang nur die obersten 10 cm durchfeuchtet wurden , ist bei den tief geackerten Flächen noch kein Wasser bei den Würmern angekommen .
Dort , wo weniger und flacher gearbeitet wurde , sind die Regenwürmer schon oben und damit für die Schwarzkittel verfügbar . Ich sehe es auf den Weizenstoppeln : dort ist Würmer- und Schweinehochbetrieb . Ersteres ist erwünscht und das Zweite stört mich jetzt nicht . Die Würmer bringen Humus auch in tiefere Schichten , wo kein Gerät hinkommt .

gruss
dirkk
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nofear

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #129 am: 07. Dezember 2018, 00:54:07 »

Das Wurmaufkommen spiegelt meiner Erfahrung nach selbst die längere (mehrere Jahre) und auch kürzere Historie von (Teil)flächen wieder und so gibt's das Schadbild, teilweise in einem Schlag wie mit dem Messer abgeschnitten
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„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Mathilde

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Re: Wildschwein schadensvermeidung
« Antwort #130 am: Gestern um 15:28:07 »

Hallo,

stimmt das mit den Schwefellinsen und der Abwehr der Wildschweine?
Bekommt man da Probleme mit der DüVo?

LG Mathilde
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"Manche Menschen sehen die Dinge wie sie sind und sagen Warum? Ich träume von Dingen die es nie gab, und sage: Warum nicht?"

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