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Autor Thema: Horsch Kreiselegge  (Gelesen 27999 mal)

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klausg

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #90 am: 13. Juni 2018, 14:41:31 »

Aber man hat wenigsten die Möglichkeit, das Vorgewende erst am Schluß zu säen und mit etwas tierferer Einstellung noch mal aufzuarbeiten
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derhauderer

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #91 am: 15. Juni 2018, 12:22:33 »

also mit vollem saattank noch null stützlast, das bedeutet das bei leerem tank ca 2 to am anhängepunkt nach oben ziehen... kann mir nicht vorstellen dass das die kugelanhängung auf dauer mitmacht, oder wie soll das ding angehängt werden, und die nächste frage ist darf man so überhaupt auf der straße fahren???   ich dachte mir ja das das nicht ganz optimal ist bei der maschine, aber das is ja mal krass daneben...
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Wade

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #92 am: 15. Juni 2018, 12:34:47 »

Bei ihm hängts im zugpendel. Kann auch sein dass bei vollen Tank es nur ab und zu nach oben pendelt (bergauf oder so) und normal noch paar hundert Kilo oder ne Tonne Stützlast vorhanden ist.
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Felix

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #93 am: 20. Juni 2018, 11:29:52 »

Mit der Horsch 6KR habe ich eine Saison (ca. 700ha) auf der Marsch an der Nordseeküste gedrillt, ein wenig Raps und sonst Weizen.

Sowohl ich als auch mein Chef haben das Ding verflucht, während der Saison haben wir die beiden Klapprahmen getauscht und das Fahrwerk. Den Riss im Fahrwerk habe ich durch Zufall beim Reinigen entdeckt, das hätte verdammt böse enden können wenn der gebrochen wäre. Die Kuhn Kreiselegge ist top, vor allem der schnelle Zinkenwechsel. Die Horsch Säschiene ... naja ... wie man möchte :D

Die Kerner Crackerwalze war für die schweren Böden super, für die leichten Böden allerdings nicht. Das mit dem Gewicht und der Bereifung wurde bereits angesprochen. Wir sind mit Zwillingen gefahren und haben versucht aus 12m zu wenden, wenn Pflug und Drille parallel dann die Kopfenden immer nach der Drille pflügen.

Nach meiner Saison dort oben hat das Geraffel den Betrieb verlassen, gab eine 6m Solitär im Heck mit einem Kerner Frontpacker.

@Wade: Wie dein Kollege 4t Saatgut in einem 4000l Tank bekommst ist mir schleierhaft, außer er hat oben noch was draufgebammselt  ;D

Gebaut werden beide, sowohl KE als auch KR wohl nur noch auf Bestellung?! Damals wollte keiner seine Kreiseleggen mehr abgeben um die rot lackieren zu lassen  ;D
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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #94 am: 11. September 2018, 21:31:55 »

Felix erzähl doch mal mehr zu den Problemen der Maschine.
Habe heute mal eine Solitair mit Zirkon probiert als Pedant zu Horsch KR.
Beides unterschiedlich Systeme.

Lemken:  Am Hang ist der Abstand zwischen Kreiselegge und Sähmaschine durch das Fahrwerk dazwischen schon recht lang. Die Sähschiene läuft dann nicht mehr in den Trapezpackerringen. Als Vorteil sehe ich aber das man die Kreiselegge extra ausheben kann und die Kombi schon leicht und wendig ist. Die Schare na ja ich weiß nicht. Die 48 Ketten um den Schardruck mit den kleinen Federchen zu verstellen. Hat sich sowas bewehrt? Genauso wie die Abstreifer aus Gummi mit dem Ende aus Metall?


Horsch: mehr Schardruck und das Schar halt easy aufgebaut. Ob man mit der Anhängung in den Unterlenkern und der darüber liegenden zapfwelle zurechtkommt? Die Lemken hängt ja meist im Zugpendel.
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Felix

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #95 am: Gestern um 20:07:13 »

Durch die Bauform hast natürlich einen Wendekreis wie ein Schlachtkreuzer. Wie bereits erwähnt hing zum größten Teil ein 930 mit hinten (710 + 520). Beim Wenden haben wir dann einmal zurückgesetzt mit dem Schlepper bis kurz vor den Tank, so konnte man einigermaßen drehen auf möglichst kleinem Raum, 12m Kopfende. Ecken ausdrillen ebenfalls eine Katastrophe bedingt durch das Fahrwerk, mal ganz abgesehen von Straßenfahrt. Einziger Vorteil war natürlich entsprechend Gewicht auf der HA durch die Position vom Tank, so konnte ich mich auch einmal (natürlich mit vollem Tank) wieder rauswühlen. Auf der Pflugscholle war nix zu sehen von nasser Stelle, später dann "Oh stimmt, da war mal ein Teich" - Danke für die Info  ;D
Dabei hab ich allerdings die Gelenkwelle gekillt ... da ist nicht viel Spielraum - aber da bekannt hatten mit Minimum eine auf Lager.

Zum Klapprahmen, der lag schon da als ich kam und war bereit zum Tausch aufgrund von vielen kleinen Rissen und bereits eingeschweißten Knotenblechen. Die neuen waren sichtlich anders konstruiert, das tauschen war allerdings eine richtige Seuche ...
Das drehen auf den 12m, egal ob Vorgewende gefpflügt oder nicht, auf der Achse auch schlimm ... das schaukelt und knallt halt so langsam und vorsichtig kannst nicht fahren. Vorallem auch dank der komischen Grüppel in der Marsch  ;D
Da mit dem Fahrwerk ist mehr oder minder durch Zufall wegen einer Regenpause aufgefallen, hätte ich die Maschine da nicht grob gewaschen und den Riss bemerkt ... naja lassen wir das.

Die Kreiselegge top, super Arbeit, schnelle Zinkenwechsel aber immer ein kleiner Damm in der Mitte da der Abstreifer ständig abgerissen ist, also einfach weglassen. Crackerwalze auf der Marsch ebenfalls super, lässt sich im feuchten Boden aber auch sehr ziehen ... der 930 war in der Regel ständig an der Leistungsgrenze. Demo 8360R ging da schon besser, aber richtig reudig bereift als Vorführer und der FKH viel zu tief bei der Schüssel. 939 ging auch gut, besser bereift, aber irgendwie auch nix ohne die Zwillinge. Auf Sand bzw. den leichteren Böden keine Chance mit der Crackerwalze, für die Flächen hatten wir eine Drillkombi mit Lemken Zirkon 8 und Amazone D9 ... schafft natürlich iwie nich so  ;D

Säschiene ... einfach aufgebaut ja, aber in der Marsch nur ok wenn es einigermaßen trocken ist. Mit der feuchten Knete, besonders nach Kohl kam die nur sehr schwer zurecht. Andruckrollen haben Saatgut mit rausgenommen, diese weißen Plastenubsis haben kaum gehalten, Andruckrollen haben sich aufgelöst iwie alles murks. Da war die Ablage der D9 mit Schleppscharen oft deutlich besser.

Hinzu kommt, kein Solobetrieb möglich, die aktuelle Zirkon läuft im Frühjahr zum Saatbettbereitung vom Kohl.

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Euro-T

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #96 am: Gestern um 20:25:32 »

Ich hab dieses Monster erst kürzlich bei einem Feldtag wiedergesehen und mich sogleich daran erinnert, das es beim letzten Feldtag mit der gleichen Maschine eine unschöne Abreise am Abend gab: die endete nämlich für das Ding auf der Seite.

Zu technischen Details habe ich keine Ahnung, aber was das Fahrwerk und die Gesamtgeometrie betrifft, ist das wohl nur was für`s absolute Flachland. Ohne Gräben. Und Maulwurfshügel in der Bankette.
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Felix

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #97 am: Gestern um 20:28:25 »

Ich hab dieses Monster erst kürzlich bei einem Feldtag wiedergesehen und mich sogleich daran erinnert, das es beim letzten Feldtag mit der gleichen Maschine eine unschöne Abreise am Abend gab: die endete nämlich für das Ding auf der Seite.

Kann ich absolut nachvollziehen, wobei der Tank da sicherlich leer war  ;D
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Euro-T

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #98 am: Gestern um 20:31:28 »

Ich hab dieses Monster erst kürzlich bei einem Feldtag wiedergesehen und mich sogleich daran erinnert, das es beim letzten Feldtag mit der gleichen Maschine eine unschöne Abreise am Abend gab: die endete nämlich für das Ding auf der Seite.

Kann ich absolut nachvollziehen, wobei der Tank da sicherlich leer war  ;D

Ja - alleine der Gedanke, das Teil mit vollem Tank fahren zu müssen, lässt mich schaudern  :-\
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Tim

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #99 am: Gestern um 20:31:45 »

Na da gibt's doch auch die jumbovariante mit dem reifenpacker vor der ke ??
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Felix

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #100 am: Gestern um 20:39:17 »

Na da gibt's doch auch die jumbovariante mit dem reifenpacker vor der ke ??

Das ist die Pronto KE, die aus meinem Beitrag eine Pronto KR. Sind zwei unterschiedliche Maschinen.

Ich hab dieses Monster erst kürzlich bei einem Feldtag wiedergesehen und mich sogleich daran erinnert, das es beim letzten Feldtag mit der gleichen Maschine eine unschöne Abreise am Abend gab: die endete nämlich für das Ding auf der Seite.

Kann ich absolut nachvollziehen, wobei der Tank da sicherlich leer war  ;D

Ja - alleine der Gedanke, das Teil mit vollem Tank fahren zu müssen, lässt mich schaudern  :-\

Flach war es auf der Marsch, nur die Gräben sind halt kackjes. Habe nicht nur einmal auf der Straße geklappt wegen der Sicherheit  ;D
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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #101 am: Gestern um 22:20:50 »

Schaut jetzt nicht so wild aus das die Umfallen könnte auf dem Bild. Aber in Real kann das natürlich anders aussehen.

Weiß aber auch nicht warum du ein 12 m Vorgewense willst Felix? Ich mach selbst auf 0,5 ha Schlägen 24 m dann gibts mit dem umdrehen keine Probleme.
Das mit der Zapfwelle und den Unterlenkern kann bestimmt ein Problem werden. Vor allem wenn’s rückwärts geht und nix geht. Dann hebts dir den ja aus.

Was funktioniert an der cracker walze nicht bei leichten Böden? War das die Kerner Walze die dran war.
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vario

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Re: Horsch Kreiselegge
« Antwort #102 am: Gestern um 22:51:44 »

Hallo,
das mit umfallen ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Vorallem bei engen Feldauffahrten mit Gräben , bin dann jedesmal froh wenn ich auf dem Acker bin.
Die Maschine läuft nicht dem Schlepper hinterher ,sondern in der Kurve sehr viel enger . Wenn man dann ohne Verstand fährt , landet ein Rad ihm Graben und das geht wahrscheinlich schneller als man denkt.
.  Normal wird sie abgesenkt auf 2 Clips auf der hydraulikstange, dann kann die Bodenfreiheit schon mal eng werden. Aber je höher sie ausgehoben ist desto wackliger wird das ganze ,da gilt es einen guten Kompromiss zu finden. Mache auch 24m Vorgewende geht sehr gut , d.h. Vorwand nachher 4 X säen, lasse dazu eine Längsseite auch 24m frei, dann brauch ich nicht komplett um 360 Grad drehen. ( Vorwand,Längsseite,andere Vorwand) .   War bei der der Pronto 3 DC viel schlimmer 7 Bahnen Vorwand drillen.
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