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Autor Thema: Landwirtschaft in Kanada  (Gelesen 195813 mal)

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Peter83

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Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #600 am: 14. März 2018, 20:50:32 »

Hallo,

ich habe lange gesucht, wo ich diesen Thread eröffne und eigentlich bin ich der Meinung, dass man bei der Gruppe "Landwirtschaft international" auch noch mehr Themen als die Österreichischen/Schweizer unterbringen könnte? Ggf. eine Ordnung "Ackerbau weltweit" oder so? Wenn diese Frage an richtige Stelle versetzt ist (oder auch hier bleiben soll), würde ich nämlich gerne das Gleiche zu Australien fragen.

Mich Interessiert der Ackerbau in Kanada. Habe dort früher selbst mal eine Zeit in der Nähe von Edmonton gearbeitet. Vorallem die Ernte begleitet und wüsste gerne von euch, welche Erfahrung bzw. welches Wissen Ihr über den Ackerbau dort habt.
Welche Regionen haltet ihr für wirtschaftlich gut? Wo sind genug Niederschläge, wo ist das Kälteproblem im Winter geringer bzw. akzeptabel? Und wie sind die politischen Rahmenbedingungen dort drüben?
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #601 am: 14. März 2018, 21:23:05 »

Habe das Thema mal an das bestehende angehängt. Internationale Themen sind in diesem Board mit einem gelben smily gekennzeichnet. Gibt da schon einige Threads.

Gruß

Henrik
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Peter83

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #602 am: 14. März 2018, 21:35:52 »

Danke, dann lese ich erstmal, bevor ich meine Fragen beantwortet haben möchte ;D
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Gallus gallus!

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #603 am: 15. März 2018, 09:49:47 »

Hallo,
[...]
Mich Interessiert der Ackerbau in Kanada. Habe dort früher selbst mal eine Zeit in der Nähe von Edmonton gearbeitet.
[...]

Wo denn? Ich war vor zehn Jahren in St. Michael, im Lamont County.
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Peter83

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #604 am: 15. März 2018, 13:44:08 »

war in der Nähe von Camrose ca. eine Stunde südlich von Edmonton. Die Gegend hat mir sehr gut gefallen.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #605 am: 18. März 2018, 19:01:37 »

Wie ist das Wetter in Kanada 🇨🇦 derzeit?
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #606 am: 18. März 2018, 20:47:57 »

Ostontario -16 letzte Nacht -6 durch den Tag sonnig
Noch 15 cm Schnee
Ende Woche um die null Grad Grenze
Nicht mehr viel Frost im Boden
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Peter83

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #607 am: 22. März 2018, 20:12:30 »

soo, ich habs geschafft alles durchzulesen. Sehr Interessantes bei. Würde da nun auch gerne zu beitragen:

also wie geschrieben war ich auf einer Farm südlich von Edmonton. Die Familie hatte gut 2000ha Nettofläche. Bodenpunkte wären wohl so um die 90. Alles was viel schlechter war (unter 80), wurde die letzten Jahre wieder verkauft. Die Besitzer meinten, ihr Standort wäre weit genug von den Rockies weg, um nicht die Frostprobleme zu haben aber noch dicht genug dran, Niederschläge abzubekommen. 15km östlich wäre es ihnen zu trocken. Da in der Gegend auch noch Indiander Farmen und die Hutterer waren, ist das Land teils leider (für immer?) fest vergeben..
Angebaut wurde Raps, Weizen, Erbsen (grün und gelb). Alles Somerungen. Weizen wurde stehend gedroschen. Raps im Schwad, Erbensen sowohl als auch. Die 10,8m Schneidwerke waren flexibel und hatten Plastikfinger, da die Erbsen wohl direkt überm Boden abgedroschen wurden.
Der Betrieb war ausgestattet mit zwei Dreschern (damals 8010), zwei Schwadmähern, Magnum, zwei Knicklenker..fast alles von Case, eine alte CAT Raupe, ein paar kleine Traktoren für Überladeschnecken, zwei Sämaschinen (Direktsaat mit Düngetanks), eine Selbstfahrerspritze und eine gezogenen mit Stützrädern, ein Überladewagen und 5 LKW in verschiedenen Größen. Es gab auch zwei Scheibeneggen, die wurden aber so gut wie gar nicht bzw. die eine kleine, schwere nur zum Urbarmachen genutzt.

Bin im Juli dort angekommen und durfte erstmal reisen gehen. Wieder aus den Rockies zurück haben wir dann noch ein paar Tage gecampt und dann so laangsam mitm Schwaden angefangen. Müsste Mitte/Ende August gewesen sein. Später, nach dem Dreschen wurde teils mit dem Strohstriegel gearbeitet und dann noch ab und zu eine Entwässerungsfurche für den Winter gezogen und das war dann. Alles fast immer sehr enstpannt. Gab sehr oft eine Mittagstunde. Das Wetter hat in dem Jahr aber auch sehr gut mitgespielt und ich denke die Maschinen hätten einiges mehr geschafft.


Wie sieht es denn inzwischen in Kanada mit Verunkrautung aus? Gibt es viele "Roundup-Früchte verseuchte" Schläge/Durchwuchsprobleme bzw. andere Problemunkräuter, die man momentan schwer in den Griff bekommt? Gibt es ggf. sogar schon Farmen, die deswegen nicht mehr bewirtschaftbar sind?
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Peter83

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #608 am: 30. März 2018, 12:44:52 »

heute in der Top-Agrar (online): https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Amerikanische-Farmer-warnen-vor-Folgen-der-Bayer-Monsanto-Hochzeit-9137733.html

ist das von "Grünen" abgeschrieben? Was ist dran an den "Superunkräutern" in Nordamerika bzw. Kanada?
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derKarsten

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #609 am: 30. März 2018, 13:51:54 »

Hallo Peter, ich kann den Artikel nicht lesen aber resistente Unkräuter sind keine Spinnerei der Grünen, waren schon vor 3, 4 Jahren in amerikanischen Foren ein Thema unter Farmers,  ich erinnere mich noch daran das es hieß da helfe dann nur noch "kalter Stahl". Sofern das Unkraut nur punktuell auftritt geht da die Welt sicher nicht unter, es reduziert nur die Wirtschaftlichkeit, kostet Geld.  Sei es in Form von Schlepper und MA Stunden, Diesel, Miete per kauf von Technik die derzeit nicht im Betrieb ist, andere Fruchtfolgen
Man muss aber auch sehen das es immer Veränderungen gibt, hierzulande wie dort.
Klassische denkt man bei Westkanada an starken Weizenanbau, in den 60er, 70 Jahren war das wohl auch so. Weizen hatte einen grossen Nachteil den man so nicht vorstellen kann: Bei der Vermarktung war das Wheatboard in Winnipeg involviert,  teils kam das Geld erst nach einem Jahr.. Sicher mit Grund warum andere Früchte mit in die Folge kamen..
Ende der 90er, in den 2000ern boomte der Raps, durch Wechsel von roundup und liberty link Sorten haben manche Farmer 4,5 Jahre infolge Sommerraps gefahren, bis es nicht mehr ging, u.a. Wegen Unkräuter.
Hatte neulich zahlen gelesen wie sehr der Anbau von Hülsenfrüchte und Linsen die letzten 10 Jahre in westkanada zugenommen hat, einfach weil es die Bewegung zum Fleischwaren essen und entsprechende Produkte der Industrie gibt, dies hätte man vor Jahren auch nicht gedacht.
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #610 am: 30. März 2018, 23:06:46 »

Resistenz gibt es bei jedem Herbizid , Fungizid, oder Insektizid je laenger es gebraucht wird um so mehr.
Roundup—ready ist ein tread über das am meisten geschrieben wird. Ich weiss nicht genau , aber es gibt sicher hunderte verschiedene Arten von gen manipulierten anderen Sachen.
Natuerlich gibt es auch die Gruene Lobby in Nordamerika.Keine Frage da wird Monsanto fuer alle Sachen verantwortlich gemacht, die vielleicht mal schief laufen koennen.
Kalter Stahl ist keine Alternative im Konventionellen Anbau von Weizen, Raps und Mais .dies sind die drei grössten angebauten Crops in Kanada.
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BNT

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #611 am: 31. März 2018, 08:55:58 »

Das mit den "Superunkräutern" ist natürlich wieder eine Marketingmasche.

Wir bekommen Resistenzen auch ohne GVO hin und das schon in spürbar unangenehmen Ausmaß (AFS, RGK).
Dagegen ist die Glyphosat Resistenz easy in den Griff zu bekommen.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #612 am: 21. Juli 2018, 22:12:43 »

Wie siehts aktuell in Kanada 🇨🇦 aus ? Gute Ernte ?
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EWD

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #613 am: 21. Juli 2018, 22:43:38 »

Es ist noch alles grün und der Raps blüht noch.
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Der_Oberfranke

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #614 am: 22. Juli 2018, 02:07:38 »

Servus,

In unserer Gegend (nördliches Alberta, ca. 550 km nordwestlich von Edmonton) wird definitiv eine überdurchschnittliche Ernte erwartet. Bin mittlerweile die 4. Saison auf der Farm (werde bei Gelegenheit noch bissl was zu meiner Person im Vorstellungsbereich schreiben, bisher nur stiller Mitleser). Üblicherweise ist die Region hier, genauer gesagt das Peace-Country, häufig von Sommertrockenheiten betroffen, ich würde mal sagen in 7 von 10 Jahren. Dieses Jahr hatten wir großes Glück mit den Niederschlägen. Lediglich direkt nach der Aussaat war es viel zu trocken und v.a. der Weizen lief ziemlich ungleichmäßig auf, hat sich aber mittlerweile halbwegs verwachsen.

Kann man aber wohl nicht pauschalieren, habe zuletzt Niederschlagsgrafiken von Südalberta gesehen, die z.T. deutlich weniger Niederschlag haben als in Durschnittsjahren. Selbes gilt für einige Bereiche von Saskatchewan.
Direkt nördlich und südlich von uns ist es hingegen zu nass gewesen, v.a. die Erbsenbestände haben regional stark gelitten.

Wir befinden uns derzeit in den Erntevorbereitungen. Auftakt wird unsere Grassamenvermehrung machen, irgendwann in der 1. Augustwoche. Die Erbsen blühen derzeit langsam ab, je nach Witterungsverlauf denke ich wird es damit nicht vor der 3. Augustwoche losgehen. Weizen ist derzeit in der Milchreife und die früher gesäten Rapsflächen blühen langsam ab. Denke das Timing für das Schwaden des Schwadraps wird irgendwo Ende August oder im frühen September liegen. Der Großteil unserer Rapsflächen wird allerdings direkt gedroschen.
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