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Autor Thema: Landwirtschaft in Kanada  (Gelesen 137668 mal)

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Henrik

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Landwirtschaft in Kanada
« am: 05. Dezember 2014, 18:43:19 »

Ich muss ehrlich gestehen das ich recht wenig über die Landwirtschaft in Kanada oder Canada weiss. Aber wir haben hier ja einige Experten die sich da etwas mehr auskennen. Beeindruckend einfach immer die riesigen Weiten bzw. Flächen. Die großen Maschinen, die Silos usw.

Wird eigentlich auch Wintergetreide oder nur Sommerungen angebaut? Canola ist der Sommerraps ? Gibt es da inzwischen beim Raps auch Probleme mit der Fruchfolge ? Wird auch europäische Technik eingesetzt oder eher nicht?

(Mir fallen bestimmt noch ein paar mehr fragen dazu ein  ;) )

Gruss

Henrik
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Sei Gierig wenn andere sich fürchten, fürchte dich wenn andere zu gierig sind.   Warren Buffet

Georg

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #1 am: 05. Dezember 2014, 19:33:37 »

Ich war schon relativ oft dort.

Kanada ist kein Land, es ist ein Kontinent! Von Ost nach West um die 6000 km!
Ich bins mal vor 20 Jahren von West nach Ost in einer Woche mit dem Motorrad durchgefahren! Vergessen hatte ich  bei der Planung allerdings das jeder Tag eine Stunde kürzer ist! Man fährt ja so gegen die Zeit!

Ontario zu Manitoba sind Unterschiede wie Tag und Nacht! Mir gefällt Ontario so von Detroid bis Toronto am Besten! Es ist eigentlich sehr Europäisch! Die Farmen sind relativ klein und eine sehr intensive Landwirtschaft! Wenn immer es geht besuche ich dort meine Mennonitische Verwandtschaft im Raum Kitchener. Das liegt genau auf halber Strecke zwischen Toronto und Niagara Fälle. Dort sind auch sehr viele Holländische Auswanderer, die Obst und Gemüse anbauen.

Das in den Augen von Deutschen mit großen Farmen Kanada ist in der MItte und im Westen vor den Rockys! Ewig große Felder und der Fuchs findet wegen der Flächengröße keinen Hasen! Ich kenne viele die mal dort als Erntehelfer oder Praktikant bei ner Deutschen Familie waren. Die haben in 6 Monaten kein Wort Englisch gelernt, weil sie keinen Kontakt zur Zivilisation hatten!

Zu Deinen Fragen: Es gibt kein Wintergetreide! Obwohl z.B. Winnipeg geanu auf dem gleichen Breitengrad wie Frankfurt liegt, sind die Winter viel zu lang und zu kalt für Wintergetreide!

In den Gebieten mit Mähdruschfrüchten wachsen nur sehr schnellwachsende Früchte. In den nördlichen Gebieten wurde mal der Anbau von 90 Tage Weizen geboren. Kopiert wurde das dann in Sibirien und Kasachstan! Sommerraps (Canola) und Weizen werden eigentlich nicht reif. diese Früchte müssen mit Schwadmäher zur Reife "gezwungen"! es wird sehr wenig aus dem Stand gedroschen! Wenn, dann geht's nur mit Sikkation!

Raps, Soja und Sonneblumen sind Round up ready genmanipuliert. Bei Weizen geht's derzeit los! Auch der Zuckerrübenanbau in Ontario ist alles Genmanipuliert! Technik auf den kleineren Betrieben ist ab und zu mal Deutsch. Unimog war mal sehr populär, Tebbe Streuer für Hühnermist sind populär auch Fendt Schlepper sieht man relativ oft! Auch bei Mähdreschern sieht man relativ viel Claas (Cat).

Aber es sind ja hier einige im AW die schon dort gewirtschaftet haben. Ich konnte dort nie bleiben. Die Sommer sind mir zu heiß und die Winter viel zu lange und zu kalt!

Ich war das letzte mal vor 5 Jahren in Lake Louise zum Skifahren! Wenn mal jemand wirklich Skifahren will, dann gibt's nur die Gegend um Lake Louise! Billig und Schnee wie ein Traum! Die längste Abfahrt sind 16 km!

Auch die Vermarktung ist in Kanada etwas anders wie bei uns. Eigentlich ist alles irgendwie kontigentiert! Und die Kontigente sind die eigentlichen Werte der Farmen!

Alles in allem ist KAnda erste Wahl wenn man mal was anderes sehen will und ein ordentliches Englisch lernen will. Wenn dann meiner Meinung nach in Ontario! Denn große Schlepper oder Mähdrescher auf großen Feldern kann man inzwischen auch in Ostdeutschland fahren.

Traumhaft ist ne Fahrt von Vancouver bis Winnipeg im September während des Indian Sommers! Die Laubfärbung des Ahorn ist einfach einzigartig! Gbts eigentlich nur noch einmal auf der Welt in den Japanischen Bergen!
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BNT

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #2 am: 05. Dezember 2014, 22:43:26 »

Kanada ist schon eine ambivalente Sache.
Auf der einen Seite sind die Möglichkeiten schon enorm. Es ist einfach viel Fläche vorhanden und ich denke, dass man im Vergleich zu Mitteleuropa noch relativ viel Freiheit im Umgang damit hat. Was das Naturerlebnis betrifft, sicher, wie Georg sagt, eine andere Dimension zu hier, nicht nur beim Skifahren! Auf der anderen Seite - wie steht es um die Infrastruktur oder das kulturelle? Ich glaube, als Mitteleuropäer kann man hier nur im Umfeld einer Metropole überleben.
Das Klima soll ja noch neueren Berechnungen in Kanada besser werden. :D Kanada soll einer der Gewinner beim Klimawandel sein.
Vom Betriebswirtschaftlichen her ist Kanada, was ich so mitbekommen habe, nicht ohne.

Es ist doch verflixt: Jene Regionen, die gutes Klima haben, haben sonst eine Menge andersartiger Nachteile und dort, wo das Klima weniger günstig ist, kann man relativ einfach sesshaft werden.

Gibt es irgendwo ein Land, wo es 12 Wuchsmonate mit 4 Jahreszeiten gibt und man nicht Opfer der Regierung/Gesellschaft wird?
Vancouver ist vom Klima her ja nicht mehr so heftig; Schnee und Frost ein seltener Gast.

Ich habe hier am Rechner immer den Wetterbericht von Calgary mit laufen. Aktuell -11°C. Hier +5°C und ich bekomme schon Depressionen, wenn ich ins neblige Süddeutschland fahren muss. ;)
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Euro-T

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #3 am: 05. Dezember 2014, 22:56:51 »

Es ist doch verflixt: Jene Regionen, die gutes Klima haben, haben sonst eine Menge andersartiger Nachteile und dort, wo das Klima weniger günstig ist, kann man relativ einfach sesshaft werden.

Tzja... irgendwas is ja immer...  8)

Gibt es irgendwo ein Land, wo es 12 Wuchsmonate mit 4 Jahreszeiten gibt und man nicht Opfer der Regierung/Gesellschaft wird?

Diese Frage hätte ich jetzt von dir am Wenigsten erwartet... ;)
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Gruß

~~ Olli

canuck

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #4 am: 06. Dezember 2014, 05:26:19 »

mit diesem titel fuehle ich mich ein wenig angesprochen.
Georg hat schon eine grosse uebersicht von der landwirschaft geschrieben.
wahrscheinlich die groesse und weite des landes ist fuer europaer das eindruecklichste.
landwirtschaft in canada ist von klein bis gigantisch ,vom letzten jahrhundert bis zum hightech alter.
vom supplymanagment bis zum open so called free market.
wetter das nummer eins thema, auch hier. nur eine erklaerung:extrem  aber ich habe damit keine probleme, liebe den winter.
ja es werden auch wintergetreide angebaut, hauptsaechlich in ontario [weizen,gerste,roggen]
aber die gefahr der auswinterung ist relatif hoch.aber ertrag ist wesentlich hoeher.
gen-manipulierte sorten haben einen grossen marktanteil,aber es werden praemien bezahlt fuer konv.soya auch fuer bio produkte.
euro-maschinen hatten immer den ruf von zu wenig robust und billig im wiederverkauf. glaube aenderte sich ein wenig.aber wir haben immer noch etwas andere ansichten ueber die farmmechanisierung.
vom sklfahren kann ich nur sagen , das die kleine schweiz in diesem gebiet mithalten kann. habe schon beide getestet.
canada ist ein land von multiculture.ein land von vielen einwanderer aus der ganzen welt.
mein bleibender eindruck von land und leuten :die toleranz und hilfsbereitschaft, ich fuehlte mich nie als auslaender auch als ich sichtlich schwierigkeiten mit der sprache hatte.
heute glaube ich das wir den richtigen weg gegangen sind ,auch wenn am anfang alles hart war.
ich fuehle mich hier zu hause und bin zugleich immer noch etwas stolz von old switzerland.
hoffe leute  koennen meine zeilen noch verstehen, es gibt mir immer ein wenig gelegenheit deutsch zu schreiben.
wie schon vorher gesagt sind natuerlich die weiten praeries eindruecklich.oder die rockys, BC bis hinauf zum yukon.
uns gings in canada gut und auch meine kinder haben ein gutes leben. sie sind alle in canada geboren und lieben ihre schweizer abstammung.
wetter zur zeit:eisregen sonntag montag -12 der wetterman sagt gerade not to bad ;D
bis bald   canuck
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BNT

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #5 am: 06. Dezember 2014, 08:22:18 »


Tzja... irgendwas is ja immer...  8)



Weil du halt mit dem Boden auch etwas angekettet bist. den kannst du ja nicht einfach so in ein anderen Land mitnehmen.


Zitat
Diese Frage hätte ich jetzt von dir am Wenigsten erwartet... ;)

Ja?  :frage:
Siehst'e - jeden Tag eine neue Überraschung. :D


Ich glaube, das mit dem Flächenausmaß wird bei uns übertrieben gesehen. Wie hoch sind die Weizenerträge in der Prärie? 3 to? Also 1:3 zu D und somit muss einer in der Prärie schon mal 900 ha machen, wo ein Deutscher mit 300 ha klar kommt, um auf den selben Gesamtertrag zu kommen.


o.t. wegen des Skifahrens: Also das stimmt schon, dass wir hier mit halten können, wenn es um Pistenskifahren geht, aber es gibt ja noch off piste.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2014, 09:40:03 von Klaus »
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Ede

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #6 am: 06. Dezember 2014, 08:56:29 »

Ich glaube, das mit dem Flächenausmaß wird bei uns übertrieben gesehen. Wie hoch sind die Weizenerträge in der Prärie? 3 to? Also 1:3 zu D und somit muss einer in der Prärie schon mal 900 ha machen, wo ein Deutscher mit 300 ha klar kommt, um auf den selben Gesamtertrag zu kommen.

Der Gesamtertrag ist doch irrelevant. Es kommt doch einzig und allein drauf an, was unterm Strich über bleibt.

Gruß
Ede
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jaydee88

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #7 am: 06. Dezember 2014, 08:59:23 »


Tzja... irgendwas is ja immer...  8)



Weil du halt mit dem Boden auch etwas angekettet bist. den kannst du ja nicht einfach so in ein anderen Land mitnehmen.


[qoute]
Diese Frage hätte ich jetzt von dir am Wenigsten erwartet... ;)

Ja?  :frage:
Siehst'e - jeden Tag eine neue Überraschung. :D


Ich glaube, das mit dem Flächenausmaß wird bei uns übertrieben gesehen. Wie hoch sind die Weizenerträge in der Prärie? 3 to? Also 1:3 zu D und somit muss einer in der Prärie schon mal 900 ha machen, wo ein Deutscher mit 300 ha klar kommt, um auf den selben Gesamtertrag zu kommen.


[/quote]
Das mit dem 1:3 ist ein Wunschdenken europaeischer Bauern,das ist nur in den Trockengebieten so.
Beim Hard red Spring Wheat sinds eher 4-4,5to,die auf den halbwegs guten Standorten gedroschen werden,beim Soft White auf den Topstandorten 6 ;)
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2014, 09:47:47 von jaydee88 »
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jaydee88

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #8 am: 06. Dezember 2014, 09:39:46 »

Es kommt wirklich drauf an was man will,wenn man z.B. ein Praktikum dort machen will.Wenn man es eher europaeisch haben will ist Ontario oder Quebec erste Wahl,wenn man echte Grossflaechenlandwirtschaft mit komplett andren Ansaetzen erleben will,muss man in den Westen.Ein echtes Paradies ist das Red River Valley in Manitoba suedlich von Winnipeg bis runter nach Emerson an der US-Grenze,habe dort mal drei Monate bei einem Auswanderer aus Schleswig Holstein gearbeitet,dort wird neben Weizen und Raps auch Koernermais,Soja,Zuckerrueben und Kartoffeln angebaut,teilweise auch Winderweizen.Teilweise metertiefe Schwarzerde,fast keine Steine,wenig Pottloecher oder Buschfetzen in den Feldern(was im restlichen Westen oft vorzufinden ist),tellereben,kurzum der beste Produktionsstandort in Westkanada meiner Meinung nach.Dort wird auch relativ viel Bodenbearbeitung gemacht,groesstenteils mit Grubber oder Schweibenegge.
Was die Mechanisierung angeht,so sind deutsche Maschinen meist nur auf Farmen von Auswanderern zu finden,Lexion Drescher nur dort wo auch Haendler sind,Wiederverkaufswert sehr niedrig,deshalb sind das immer noch Exoten.Deere hat wirklich grob geschaetzt 50% Marktanteil,in manchen Gegenden sogar mehr,da sehr gute Haendlernetz,guten Wiederverkaufswert und auch gutes Marketing ;D
Den Maschinen wird dort einiges abverlang,was deutsche oder europaeische Maschinen oftmals nicht aushalten.Fendt Schlepper sind meist nur auf Viehbetrieben vorzufinden,auch hier sehr geringer Wiederverkaufswert und fuer Maschinen mit mehr als 12 Meter AB einfach nicht genuegend Zugkraft.In Westkanada sieht man immer weniger Saemaschinen mit weniger als 12 Meter AB,18 Meter ist bei den Neuanschaffungen das Mindestmass,und da brauchts halt einfach nur was Grobes,was richtig reisst.Trotz gewisser Vorteile von Raupensystemen wird der Knickschlepper dort noch sehr lange weiter bestehen,da Transportbreite fast keine Rolle spielt,auf dem Betrieb wo ich saisonal taetig bin werden selbst die 13,5 Meter Schneidwerke nicht abgebaut,und das obwohl vom Nordende der Farm bis zum Sueden ueber 60km liegen.Transportarbeiten werden fast ausnahmslos mit LKWs durchgefuehrt,kleine Betriebe haben oft mehrere Dreiachser,die grossen Farmen jedoch alle Sattelschlepper mit ein oder zwei Auflieger dahinter.Bin die ganze letzte Ernte auch mit so einem sogenannten B-Train oder Super-B gefahren.
Ein Familienbetrieb kann locker 1500 bis 2000ha bewirtschaften,dazu genuegt ein Knickschlepper(der wirklich auf jedem Ackerbaubetrieb vorzufinden ist,teilweise 25-30 Jahre alte Boliden,die aber alle Autosteer haben),eine Saemaschine,oftmals sogar nur ein Drescher,ein Schwadmaeher,eine Selbstfahrspritze,ein groesserer Standardschlepper fuer Foerderschnecke,Striegel oder Steinsammler,zwei LKWs und das wars dann fast schon.Was die Arbeit angeht,Mai ist Aussaat,dann wirds ruhig bis Mitte/Ende August laeuft nur die Spritze,dann Ernte bis Ende Oktober und dann wirds ganz,ruhig ;D
Richtig begreifen kann man diese Art der Landwirtschaft dort eigentlich erst nach mehreren Jahren,wenn man naemlich mal eine Missernte oder ein zu nasses Fruehjahr,wo man nur einen Teil der Flaechen nicht bestellen kann,erlebt.Dann weiss man naemlich erst,was fuer ein riskantes Spiel dort ablaeuft,und das Risikomanagement fuer die Farmer dort nicht nur ein hohles Wort ist.Dann versteht man auch,warum zum Beispiel weniger Duenger ausgebracht wird,sehr oft noch immer keine Fungizide im Getreide,warum man Direktsaat macht,warum eher einfache Technik eingesetzt wird oder warum Fruchtfolge dort noch weniger zaehlt als hier.Mein Chef dort,der eher ein "wilder Hund" ist im guten Sinne,sagt immer:
I dont need to go to Las Vegas to gamble,i put my ... on the table every year when i decide to put another crop in the ground!
Dem ist wirklich nichts hinzuzufuegen,Landwirtschaft dort ist vielerorts ein echtes Roulettespiel,und so sind auch die Farmer gestrickt,sie sagen selber von sich,dass sie ein bisschen "verrueckt"sind.Ich hab es aufgegeben die Landwirtschaft dort mit der hiesigen zu vergleichen,die Ausgangsbedingungen sind einfach zu unterschiedlich.Spass machts trotzdem immer wieder.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2014, 09:42:16 von jaydee88 »
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BNT

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #9 am: 06. Dezember 2014, 09:42:06 »



Der Gesamtertrag ist doch irrelevant. Es kommt doch einzig und allein drauf an, was unterm Strich über bleibt.

Gruß
Ede


Logo, aber es ging mir da mehr um die Dimensionen, weil es immer gleich heißt, dass die Strukturen riesig seien.

Aber aber ohnehin nicht so richtig ist, weil bei den Milchviehbetrieben glaube ich, das nicht so viel anders als in den Top Regionen der EU aussieht.


@Jaydee: Ja, ab und an wird auf hiesigen Standorten auch so in Richtung 12, 13 to gedroschen. ;)
So wie du es beschreibst, sind die Farmer dort die Nachfolger der Goldgräber. Vielleicht sollten die doch besser auf Öl umsatteln. :D

« Letzte Änderung: 06. Dezember 2014, 09:45:34 von BNT »
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jaydee88

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #10 am: 06. Dezember 2014, 09:50:54 »



Der Gesamtertrag ist doch irrelevant. Es kommt doch einzig und allein drauf an, was unterm Strich über bleibt.

Gruß
Ede


Logo, aber es ging mir da mehr um die Dimensionen, weil es immer gleich heißt, dass die Strukturen riesig seien.

Aber aber ohnehin nicht so richtig ist, weil bei den Milchviehbetrieben glaube ich, das nicht so viel anders als in den Top Regionen der EU aussieht.


@Jaydee: Ja, ab und an wird auf hiesigen Standorten auch so in Richtung 12, 13 to gedroschen. ;)
So wie du es beschreibst, sind die Farmer dort die Nachfolger der Goldgräber. Vielleicht sollten die doch besser auf Öl umsatteln. :D



Naja,bei den derzeitigen Oelpreisen... ;)
Aber du hast da vollkommen recht,und diese Wildwest-Mentalitaet ist auch den meisten zu eigen.Muss man sich auch erst dran gewoehnen,oder eben nicht.
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Georg

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #11 am: 06. Dezember 2014, 10:11:37 »

Dazu mein erstes Erlebnis in Manitoba, als ich 1982 dort mal 4 Wochen auf ner Farm war.
Ich kam am Mittwoch an. Der Farmer hat gesehen das ich mein Handwerk verstehe...
Am Samstag Abend hat er mir seinen Pick up gegeben um mal in die Stadt zu fahren.

Als ich gerade losfahren wollte kam er zur Haustuer raus mit ner Winchester in der Hand.
Er legte sie auf den Beifahrersitz und sagte, wenn ich auf der Heimfahrt nen Kojoten sehe soll ich ihn erschiessen.....
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BNT

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #12 am: 06. Dezember 2014, 13:05:03 »

Von den Bodenpreisen her scheint mir Kanada auch nicht mehr so günstig zu sein, jedenfalls wenn man sich einigermaßen gute Flachen ansieht.
Oder anders ausgedrückt, gilt auch hier "you get, what you pay for".
Betriebe, die europäischen Standards nahe kommen, haben vermutlich auch europäische Preise, nehme ich an. Die Nachfrage wird in Kanada ja auch nicht viel kleiner sein als hier und bei der Finanzierung vielleicht die Banken sogar deutlich motivierter.

Hier aus der Gegend hat einer seinen Milchviehbetrieb verkauft und in Ostkanada neu aufgebaut. Der verdient jetzt dank Milchkontingentierung richtig gut. Er hat den Sprung von 20 auf 200 ha auch gut verdaut.
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Tim

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #13 am: 06. Dezember 2014, 13:09:31 »

Ich hör bloss immer wieder das große Brocken von Indianern (natives?!?!?!) oder religiösen Minderheiten unter trickreichen Umständen zu sprunghaften betriebswachstum genutzt werden konnten.

Es sei den diese bewirtschaften ihre großzügige flächenausstattung selber und werden selbst zum größten Fisch im Teich wenn sie effizient genug sind und das Geld rankriegen :-)

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309CA

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Re:Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #14 am: 06. Dezember 2014, 13:45:05 »

Also im osten gibt's viele viehhaltende Betriebe und weiter nach Westen werden die weniger bis gar nicht mehr oder ? gut im Süden werden die Viehaltenden weiter nach westen reichen ?
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Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt, sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. Leider gibt es Tierschützer die Tiere zum Ärger der freidliche Bürger wieder im Land ansiedeln und den Abschuss verbieten.
 

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