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Autor Thema: Gülle separieren  (Gelesen 4681 mal)

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Peter28

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Gülle separieren
« am: 05. Dezember 2014, 17:05:49 »

Kann mir wer ein paar Daten zum Gülle separieren sagen?
Ich Spiele mit dem Gedanken, mir so eine Anlage zum Eigengebrauch und zum Lohneinsatz anzuschaffen.
 Also eine komplette Anlage mit Pumpe auf einem Hänger.  Um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage zu überschlagen bräuchte ich ein paar Daten!

Stromaufwand pro m² Gülle
Verschleisskosten
Gute Hersteller von  und evtl Preise
Wie wird bei euch abgerechnet? Nach Zeit, m² ?
Preise für Lohnarbeit

Bei uns gibt es sowas überhaupt noch nicht, drum hab ich auch noch null Ahnung
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Panta rhei

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Re:Gülle separieren
« Antwort #1 am: 05. Dezember 2014, 17:24:19 »

Schau mal ins Biogasforum rein.
http://www.schlattmann.de/forum/
Dort gibt es einiges an Erfahrungen.
Das abgepresste Material eignet sich natürlich auch gut um in BGAs zu verarbeiten.
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
Standort: westliches Moseltal

Meisteringenieur

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Re:Gülle separieren
« Antwort #2 am: 05. Dezember 2014, 22:24:38 »

Grob überschlagen hat so ein kleiner Seperator 5 kW + 4 kW Pumpe.
Der schafft dann so 3-4 M3 feste ware pro Stunde im Schnitt.

Abrechnen wäre stundenweise das fairste.

Börger z.b. Hat da fertig was mit nem großen Seperator.
paulmichl z.b. Mit mehreren kleinen auf nem Hänger.

Bei sowas ist Schlagkraft schon alles denn wer will tagelang dort stehen.
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Hein

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Re:Gülle separieren
« Antwort #3 am: 05. Dezember 2014, 23:32:56 »

Unser Separator hat 4 kW, die Beschickungspumpe ebenfalls.

Daten kann ich keine weiteren liefern, da auch wir Grad erst damit angefangen haben.

Hintergrund ist bei uns nicht die Transportwuerdigkeit, sondern die Tatsache, dass der vorhandene Moescha vorerst nur bis 2020 zulaessig ist. Wir haben in den letzten Jahren den Luft da gehabt, um die Guelle auf Gruenland zu Schlitzen.

Fazit : nicht jeder Lu kann mit seiner Maschine Material verarbeiten, wo pro Woche zwei bis drei Rundballen zur regulaeren Guelle als Einstreu hinzu kommen. Das Zeug geht nicht durch den Verteiler.

Daher eben wir schon mal, wie wir unsere Guelle auch spaeter noch gut verteilen können.
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Kai

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Re:Gülle separieren
« Antwort #4 am: 06. Dezember 2014, 09:01:04 »

rechne mit mit kosten von von 1,6-2,0 € je m³.
es gibt mobile anlagen die mache die stunde 200m³, wo nach stunden basis verrechnet wird.
du kannst auch einen seperator am bebälter anklemmen der mit eigendruck läuft, da sparst du dir die zuschicker pumpe.
wir haben sehr dicke pampe im behäler und kommen in zukunft icht ohne seperatoer aus.....
nutze daher die mobile lösüng, weil in 5 tagen alle pötte separiert sind.
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Marschmensch

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Re:Gülle separieren
« Antwort #5 am: 06. Dezember 2014, 14:31:21 »

Warum macht man das und welche Vorteile hat man davon ??. Nur bei rindergülle oder auch bei Schwein ?
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Peter28

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Re:Gülle separieren
« Antwort #6 am: 07. Dezember 2014, 08:39:50 »

Kai,
Redest du von 1,6-2,-/m3 unseparierter Gülle? Ich geh davon aus, aber frag nur zur Sicherheit nach!
Ich hab jetzt Selbstkosten von 1,30 Euro überschlagen!
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Re:Gülle separieren
« Antwort #7 am: 10. Dezember 2014, 00:45:18 »

Wäre noch zu klären auf welchen ts gehalt du abpressen willst bzw. Was die kunden verlangen...
Ich presse mit 26-28 ts ab. Trockener wird die verteilung mit breitstreuwerk schlecht.
So lieg ich bei 2,3€ pro t separiertes.
Das macht dann ca. 1€ kosten pro m3. Aber auch nur weil ich den eigenen "günstigen strom" verwende.
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Peter28

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Re:Gülle separieren
« Antwort #8 am: 11. Dezember 2014, 06:47:52 »

Ich würd hald so trocken pressen, das keine Flüssigkeit mehr raus läuft! Hat wer Erfahrung mit dem Gepressten Zeug als Einstreu für die Liegeboxen?
Kann man das ohne zusätzliches trocknen hernehmen oder ist es dann zu nass? Trocknet es von selber mit der Zeit oder geht es nur mit Trockner?
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Re:Gülle separieren
« Antwort #9 am: 11. Dezember 2014, 07:22:27 »

Also mit nem schneckenseparator kommste höchstens auf 30- max 32 TS. Das 'fühlt" sich schon relativ trocken an. Aber das wird als einstreu nicht genügen denk ich. In dem haufen trocknets schon mal nicht.
Also ich würds auf jeden Fall trocknen.

Wenn das in ner dünnen schicht verteilt liegt trocknets schon.
Selbst bei nem ts unter 25 läuft da bei mir nix raus!
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2014, 07:24:47 von E-Premium »
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john_deere123

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Re: Gülle separieren
« Antwort #10 am: 23. September 2015, 11:43:32 »

Auf der Suche nach kostengünstigen Einstreu Material, auf dem das Milchvieh gerne ruht; das positiv auf die Eutergesundheit einwirkt; und das ausserdem Sprunggelenk-Probleme minimiert, sind vor mehr als 10 Jahren holländische Grossbetriebe gestossen. Es handelte sich dabei um das Feststoff Substrat, das beim Separieren der HOFEIGENEN GÜLLE gewonnen wird! Langjährige Untersuchungen des niederländischen landwirtschaftlichen Beratungs-instituts Valacon Dairy, in Zusammenarbeit mit Nizo Food Research bestätigen, dass es hinsichtlich der Verkeimungsgefahr dauerhaft KEINE UNTERSCHIEDE zwischendem Substrat und herkömmlichen Einstreumaterialien wie Stroh oder Sägemehl gibt!

Mehr Informationen unter XXX (Werbelink gelöscht ! )

Tiefboxen werden in der Woche mit ca. 44,7 Kg Stroh zum Preis von 0,15 Euro / Kg = 6,70 Euro / Kuh und Woche eingestreut. Erfahrungen mit Betrieben in Holland bestätigen dass man pro Woche 80 Ltr = 40 Kg Gülle-Feststoff in die Box einstreut. Ein Kg GFS kostet in Lohnseparation ca 0,016 Euro = 0,70 Euro / Kuh Woche! Die Ersparniss beträgt 6,00 Euro / Woche Box. Bei 100 Kühen summiert sich die Einsparung auf total 31.200 Euro im Jahr !!!

« Letzte Änderung: 23. September 2015, 11:57:46 von lilly »
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Mathilde

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Re: Gülle separieren
« Antwort #11 am: 23. September 2015, 21:52:52 »

Hallo,

das ist nicht wahr. Ich habe irgendwo gelesen dass manche holländischen Molkereien die Milch von Betrieben nicht mehr abholen wo die Kühe auf dem Substrat liegen. Die Milch lässt sich nicht so verarbeiten wie die andere. Fragt mich nicht wo....in der Top Agrar?
oder gar in der DLG....also das Risiko würde ich nicht eingehen wollen.

LG Mathilde




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Josef

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Re: Gülle separieren
« Antwort #12 am: 19. Juni 2017, 21:09:56 »

Hallo,


Gibt es was neues zum Thema Seperation, wenden es einige an und haben vielleicht sogar Erfahrungen was in der Festen und was in der flüssigen Phase steckt?
Irgendwie kommt das Separieren nicht vorran ( also hier gefühlt), ist es in anderen Regionen anders?
Ich möchte Lagerraum sparen, und eventuell was abgeben.
Düngt jemand mit der flüssigen Phase? Meine Idee ist die flüssige Phase exakter auszubringen zB mit Schleppschläuchen in größere Getreidebestände um Mineraldünger zu sparen?? Vielleicht mit spezieller Technik ( hab so eine große Spritze mit 21/27m Gestänge vor Augen, ich weiß was für Mengen da pro ha raus müssen ;D)
Wichtig finde ich unsere Gülle besser zu verwerten um weniger zukaufen zu müssen (Bilanz entlasten)!!
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brookie

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Re: Gülle separieren
« Antwort #13 am: 19. Juni 2017, 23:10:00 »

Bei uns im Süden sieht man des öfteren mal ne mobile Anlage auf nem LKW, die vor allem bei Biogasanlagen eingesetzt wird, wenn das Substrat im Fermenter zu dickflüssig wird. Fester Anteil wird dann gelagert, und flüssiger landet wieder im Behälter.
Leider weiss ich nicht mehr, wie die Stundenleistung ist, aber da geht schon ordentlich was durch am Tag.
Hier im Forum sind doch einige Biogasler aus Franken, die können dir vielleicht eine bessere Auskunft geben, da ich meine zu wissen, dass der Betreiber irgendwo dort zu Hause ist.

Ich denke aber, das solche mobilen Seperatoren mittlerweile überall in ganz Deutschland verstreut zu buchen sind, gerade im Raum Vechta werden sie ja schon seit längerem eingesetzt.

Edit: ist mir gerade eingefallen, der war nicht aus Franken, sondern aus Rosenheim...wobei, ist das nicht auch noch Franken ;D ;D :baeh:

Edit Edit: grad mal google bemüht. Fa Hoelzl aus Rosenheim. Gibt auch ne Homepage, will jetzt aber keine Werbung machen. Ist aber über google leicht zu finden.

       
« Letzte Änderung: 19. Juni 2017, 23:47:10 von brookie »
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Mulchsaat

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Re: Gülle separieren
« Antwort #14 am: 20. Juni 2017, 02:04:21 »



Mal als Anhaltspunkt eine Analyse einer festen Phase.
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Man sieht nicht, wie lange du auf dem Acker warst,
aber lange sieht man, wie du auf dem Acker warst...
 

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