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Autor Thema: Landwirtschaft in Italien  (Gelesen 10558 mal)

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Biobauer

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Landwirtschaft in Italien
« am: 17. September 2014, 22:03:52 »

hallo,hab malpaar fragen an unsere auslandstechnikexperten, hab die letzten tage zweimal per  auto italien der länge nach duchquert

- was sind das für ernte maschhinen , sehen aus wie kanalreinigungswägen, vorne nen vorsatz dran, wie nen kehrbesen,hinten kommt bissl pflanzenzeugs raus, fällt einfach zu boden. die frucht sieht aus wie grün gelbes gras, kniehoch
- was sind diese mannhohen pflanzen mitt grossen rötlichen rispen, kann das amarant sein
-warum wird unter den olivenbäumen der boden penibelst bearbeitet uund dann geglättet

für alle die es interessiert, meine kurzen eindrücke,ich bin an der adria entlang runter, war in nardo,ceres wird  wissen was da ist  ;)

-südtirol,garten eden
- gegend um modena,bolonga normale landwirtschaft
-ab ancona immer mehr ödland,unland,
-ab bari nur noch oliven und wein, müll, und steine,ich hhab noch nie so steinige felder  gesehen,und das will als oberpfälzer was heissen
- die bauernhöfe schauen alle bissl siffig aus, maschienen stehn in freien , grossteils altes glump
-kein wald nur unheimlich viel hecken, einzelene bäume, im süden alles bewachsen mit oliven, des war des einzig waldähnliche
-kleine felder,oft sehr unförmig
-sommergeste ummodens ist teigreif, sieht gut aus
- sonnenblumen werden grade geerntet, mais auch

PS: ich hab nun für die jeweilige autobahnbenutzung, die weder allzugrosse bauliche schwiierigkeiten noch guten pflegezustand aufweist,zweimal um die 200 euro gelöhnt. soviel zur maut



« Letzte Änderung: 11. Januar 2015, 15:54:41 von Henrik »
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

Henrik

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #1 am: 17. September 2014, 22:20:48 »

Schön so ein Besuch in Italien, habe das mal abgetrennt und neues Thema draus gemacht. Denke nicht uninteressant  :)
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Matze

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #2 am: 17. September 2014, 22:23:01 »

Bei den Olivenbäumen kann ich mir vorstellen das die Bäume zur Ernte geschüttelt werden und auf einer ebenen Fläche lässt sich das besser wieder aufnehmen.
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kronawirt78

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #3 am: 17. September 2014, 22:38:39 »

Ich würd mich über ein paar Bilder sehr freuen!
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Biobauer

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #4 am: 17. September 2014, 23:16:51 »

Ich würd mich über ein paar Bilder sehr freuen!


sorry hatte nur handy dabei, und ich musste in drei tagen 3500km abspulen, ich schildere nur meine eindrücke

was mich auch noch erstaunt hat, richtig eben ist da nix, da sind hänge dabei, die gepflügt werden, da würden unsere bergbauern flitzekacka in hose bekommen. und immer stehn paar olivenbäume mitten im acker, um die sorgfältigst rumgearbeitet wird. in d wären die schon lange weg....
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Schorsch

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #5 am: 18. September 2014, 01:02:32 »

ich hab nun für die jeweilige autobahnbenutzung, die weder allzugrosse bauliche schwiierigkeiten noch guten pflegezustand aufweist,zweimal um die 200 euro gelöhnt. soviel zur maut
Aber die Autobahnen werden kaum mal verstopft gewesen sein, oder? Hättest Du Deutschland ähnlich zügig durchqueren können?
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Biobauer

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #6 am: 18. September 2014, 11:41:13 »

ich hab nun für die jeweilige autobahnbenutzung, die weder allzugrosse bauliche schwiierigkeiten noch guten pflegezustand aufweist,zweimal um die 200 euro gelöhnt. soviel zur maut
Aber die Autobahnen werden kaum mal verstopft gewesen sein, oder? Hättest Du Deutschland ähnlich zügig durchqueren können?

verkehrsmässig ist auf den Autobahnen ganz wenig los, je weiter man in süden kommt, desto weniger. ich stand nur am brenner im stau, ansonsten konnte ich gut durchfahren, allerdings durch tempolimit beschränkt
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BNT

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #7 am: 18. September 2014, 11:55:26 »

Und am Brenner (östrr. Seite) ist die Maut am höchsten.

Ansonsten ist es so wie immer: Ob Stau oder nicht hängt vor allen von der Bevölkerungsdichte ab. Um Turin oder Mailand kann es sehr sehr anstrengend werden.
Die norditalienische Landwirtschaft ist schon sehr intensiv, da kommen vielleicht die nordwestdeutschen Veredelungshochburgen noch mit. Die Bodenpreise sind entsprechend hoch, aber das ist bis in den tiefsten Süden so. Warum auch immer.

Früher war Italien bewaldet, dann kam der Schiffsbau. Ein eindrückliches Beispiel für Bodendegradierung.

Olivenbäume bestimmten Alters stehen meines Wissens unter strengem Schutz. So weit es halt in Italien so etwas wie streng gibt. ;)

Zumindest im Norden sehen Betrieb nur so lange leicht versifft aus, so lange man nicht die Hütte es Chefs betreten hat.

Was man so hört, gibt es in Italien reichlich Zugriff auf absolut billige Arbeitskräfte. Sind Rumänen zu teuer, wird auf Afrikaner zurück gegriffen. Chinesen kommen, das ist kein Scherz, auch schon mal im Schiffscontainer.

Süditalien fängt übrigens erst unterhalb Roms an. 
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Karsten F

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Re:Landwirtschaft in Italien
« Antwort #8 am: 29. September 2014, 23:07:42 »

Ich könnte mir vorstellen das der Boden unter den Bäumen schwarz gehalten wird um die Konkurenz ums Wasser auszuschalten.
Auf Mallorca sahen die Olivenhaine genauso aus. Der deutsche Zahnarzt der meinen Backenzahn auf dem Gewissen hat bestätigte jedenfalls dort meine Annahme.
Er hatte als Hobby auch einen Olivenhain.
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Henrik

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #9 am: 30. März 2015, 23:06:30 »

Letze Woche ja in Italien gewesen  ;) Besser gesagt Norditalien.

Was ist mir aufgefallen, die Böden teilweise normal, teilweise aber auch sehr schwer und tonig (zumindest was man so sehen konnte). Sehr viele Flächen waren noch nicht bearbeitet, denke da kommt Mais, Sonnenblume etc. hin.
Auffällig war, sehr viele flächen waren geflügt, mir sind kaum Flächen in Mulchsaat aufgefallen. Teilweise wird scheinbar auch sehr tief gepflügt, warum weiss ich aber auch nicht.

War auf jeden Fall sehr interessant und sehenswert  :)
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Markus

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #10 am: 30. März 2015, 23:46:29 »

Hallo,
Wir hatten 2002 eine Bodenkunde Exkursion nach Italien.
Das war Anfang April. Da war in der Po-Ebene die Hölle los. Es wurde tief gepflügt, danach mehrfach gekreiselt (klappbare Kreiseleggen waren damals schon sehr verbreitet) und dann Mais gedrillt.
Diese Vorgehensweise wurde damals so erklärt, dass man dort kaum mit Frostgare rechnen kann. Damit im warmen Klima die tonigen Böden nicht an Humus verarmen, wird die org. Masse tief eingepflügt. Durch die Bearbeitung kurz vor der Saat erwärmen sich die sonst kalten Böden wesentlich schneller.
Allerdings scheint es dort im Frühjahr nach der Saat genug Niederschläge zu geben, sonst wäre dieses Verfahren wohl zum Scheitern verurteilt.
Typisch waren auch die Entwässerungsgräben alle 30 bis 50m.
Auffällig war damals dass in Norditalien viel deutsche Technik (Fendt, Rabe, Claas) zu sehen war.
Auch die Art der Bearbeitung und die Betriebe machten einen sehr ordentlichen und intensiven Eindruck.
Mit jedem Kilometer Richtung Süden ließen diese Zustände aber spürbar nach ;D
In der Toskana standen dann angerostete 20-30 Jahre alte Raupenschlepper  mit Scheibenegge unter einem Olivenbaum........ :)
Insgesamt eine sehr interessante Exkursion mit Besuch der FAO in Rom.

Gruß
Markus     
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Biobauer

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #11 am: 31. März 2015, 00:04:23 »

Hallo,
Wir hatten 2002 eine Bodenkunde Exkursion nach Italien.
Das war Anfang April. Da war in der Po-Ebene die Hölle los. Es wurde tief gepflügt, danach mehrfach gekreiselt (klappbare Kreiseleggen waren damals schon sehr verbreitet) und dann Mais gedrillt.
Diese Vorgehensweise wurde damals so erklärt, dass man dort kaum mit Frostgare rechnen kann. Damit im warmen Klima die tonigen Böden nicht an Humus verarmen, wird die org. Masse tief eingepflügt. Durch die Bearbeitung kurz vor der Saat erwärmen sich die sonst kalten Böden wesentlich schneller.
Allerdings scheint es dort im Frühjahr nach der Saat genug Niederschläge zu geben, sonst wäre dieses Verfahren wohl zum Scheitern verurteilt.
Typisch waren auch die Entwässerungsgräben alle 30 bis 50m.
Auffällig war damals dass in Norditalien viel deutsche Technik (Fendt, Rabe, Claas) zu sehen war.
Auch die Art der Bearbeitung und die Betriebe machten einen sehr ordentlichen und intensiven Eindruck.
Mit jedem Kilometer Richtung Süden ließen diese Zustände aber spürbar nach ;D
In der Toskana standen dann angerostete 20-30 Jahre alte Raupenschlepper  mit Scheibenegge unter einem Olivenbaum........ :)
Insgesamt eine sehr interessante Exkursion mit Besuch der FAO in Rom.

Gruß
Markus   


und unter rom wirds dann krass
ich war schlechtweg entsetzt über die zustände unterhalb brindisi
da isses ja in afrika besser
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309CA

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #12 am: 31. März 2015, 06:18:46 »

Wächst da auch was unterhalb von Rom ? wenn Ja was könnte Mann da Soja und Mais anbauen reichen die Niederschläge dafür
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Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.
Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt, sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. Leider gibt es Tierschützer die Tiere zum Ärger der freidliche Bürger wieder im Land ansiedeln und den Abschuss verbieten.

joe

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #13 am: 31. März 2015, 06:40:27 »


Typisch waren auch die Entwässerungsgräben alle 30 bis 50m.

Gruß
Markus   

und wie handhaben die das mit den abstandsauflagen beim ps ?
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....... den Rest mußt du bezahlen !

309CA

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Re: Landwirtschaft in Italien
« Antwort #14 am: 31. März 2015, 07:26:38 »


Typisch waren auch die Entwässerungsgräben alle 30 bis 50m.

Gruß
Markus   

und wie handhaben die das mit den abstandsauflagen beim ps ?

Ist das überhaupt nee EU-Verordnung oder nur in D. und vorallem der grün regierten Länder B.W. usw
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