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Autor Thema: Ernte 2014  (Gelesen 192109 mal)

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Kai-Uwe

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Re:Ernte 2014
« Antwort #570 am: 05. November 2014, 20:27:30 »

@Frank: Wo ist der Hang?? ;D ich seh keinen  :ironie:

Solche Flächen (und noch steiler) haben wir auch und haben die lange Jahre mit einem Do98 abgeerntet. Ohne Hangausgleich...

Für mich beginnt das Thema Hangmähdrescher hier:
Das finde ich mal richtig heftig. Und ich finde es schade das es solche Technik bei uns nicht gibt... Aber für die Paar Bergbauern hier im Land lohnt das nicht..
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Steinreich!

wissensdurst

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Re:Ernte 2014
« Antwort #571 am: 05. November 2014, 22:24:19 »

Gestern hatte ich schlimmeres. Ohne Hangausgleich
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Frank

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Re:Ernte 2014
« Antwort #572 am: 05. November 2014, 22:27:06 »

Gebe Dir Recht, wenn Hang, dann richtig (und das Original):


Der geht halt bis gut 40 Prozent, heute waren es nur gut 15.
Hat aber gereicht, um danach als Einziger von mehreren noch unterwegs gewesen zu sein.

War eine nette Erfahrung, vor allem das Überladen in den Horsch Titan am Hang mit nur 260PS davor.
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Franzl

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Re:Ernte 2014
« Antwort #573 am: 05. November 2014, 23:25:54 »

Bodenschonenste auf dem Markt ja... aber von Bodenschonung kann auch keine Rede sein.
Im Anhang mal ein Bild wie der Boden unter der Bearbeitungstiefe (12cm) vom Grubber aussieht, wo der Maxtron rüber gerollt ist.
Dort auf dieser Seite des Feldes lief kein Anhänger, nur der Roder.


Naja, Sand neigt ja gern zur Dichtlagerung....habe da selber keine Erfahrung mit solchen Böden. Aber was würden da die sagen, die schwere, tonige Böden bewirtschaften? Wenn du schon bei flacher Arbeit aufm Sandboden über den Zugkraftbedarf "jammerst"? Sorry aber das verstehe ich nicht ganz  :D
Welchen Grubber verwendest du und welcher Traktor hängt davor?

Kenne keinen hier (Lößlehm) der auf die Idee käme nach Rüben nur so flach drüberzukratzen, da ist in der Regel das doppelte an Bearbeitungstiefe angesagt, und das wie gesagt bei deutlich schwereren Böden. Meinst du nicht, wenn du schon solche verdichteten Aggregate unter dem Bearbeitungshorizont hast, dass es nicht geschadet hätte, einfach tiefer zu arbeiten und das alles aufzubrechen? Wäre jetzt mein Gedanke dazu...
Genauso wie Kartoffelflächen nach der Ernte auch tief aufgerissen gehören, sonst steht da nach den ersten 5l Regen das Wasser drauf.
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J-P-K

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Re:Ernte 2014
« Antwort #574 am: 06. November 2014, 08:13:08 »

Hallo,

da muss ich Franzl zustimmen, nach rüben oder Kartoffeln nur 12 cm kratzen, das wäre hier auch undenkbar. Alleine der Maxtron wiegt bei vollem Bunker 50t, ich weiß das, weil bei uns auch ein Maxtron erntet.

Selbst bei trockenem Boden und einmaliger überfahrt presst der ja den Boden ca. 10 - 15 cm zusammen, da müsste also eigentlich mit schmalen Scharen wenigstens auf 24cm gelockert werden.....

Auch ein Kartoffelacker gehört für mich, nachdem er spur an spur festgefahren und durchgesiebt wurde, tief gelockert. Alleine, um schon etwas struktur zum drillen an die oberfläche zu bringen.


mfg
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Heiner

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Re:Ernte 2014
« Antwort #575 am: 06. November 2014, 09:21:03 »

... da muss ich Franzl zustimmen, nach rüben oder Kartoffeln nur 12 cm kratzen, das wäre hier auch undenkbar. Alleine der Maxtron wiegt bei vollem Bunker 50t, ich weiß das, weil bei uns auch ein Maxtron erntet...

Hallo,

ich habe das dieses Jahr so gemacht.
Die Bedingungen beim Roden (mit ROPA Euro-Tiger tlw. mit Mulde) waren aufgrund der Nässe grenzwertig, und das Zeitfenster für eine Weizenaussaat war sehr eng, von daher war das die einzige Möglichkeit.

Wie heißt das so schön ? "Wer nicht wagt der nicht gewinnt !!!"  ;)

Ich bin mal gespannt wie sich das entwickelt. Der Boden ist als Lehmboden mit ca. 55 BP eingestuft, kaum Sandanteil, dafür etwas Ton.

Ich bin der Auffassung dass das ganze nur deshalb funktioniert hat, weil die Rüben im Frühjahr fast in Direktsaat gelegt wurden und der Boden somit gut "stand". (http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=16166.msg215580#msg215580

Heiner
« Letzte Änderung: 06. November 2014, 09:24:01 von Heiner »
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Mathias

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Re:Ernte 2014
« Antwort #576 am: 06. November 2014, 09:51:45 »

Naja, Sand neigt ja gern zur Dichtlagerung....habe da selber keine Erfahrung mit solchen Böden. Aber was würden da die sagen, die schwere, tonige Böden bewirtschaften? Wenn du schon bei flacher Arbeit aufm Sandboden über den Zugkraftbedarf "jammerst"? Sorry aber das verstehe ich nicht ganz  :D
Welchen Grubber verwendest du und welcher Traktor hängt davor?

Kenne keinen hier (Lößlehm) der auf die Idee käme nach Rüben nur so flach drüberzukratzen, da ist in der Regel das doppelte an Bearbeitungstiefe angesagt, und das wie gesagt bei deutlich schwereren Böden. Meinst du nicht, wenn du schon solche verdichteten Aggregate unter dem Bearbeitungshorizont hast, dass es nicht geschadet hätte, einfach tiefer zu arbeiten und das alles aufzubrechen? Wäre jetzt mein Gedanke dazu...

Hallo,

also 1., die Ecke ist kein Sand :), ZR steht bei uns auf den besseren Böden >40BP.
Der Boden auf dem Bild weist eine Bodenpunktzahl von 46 auf.

Ein bischen kenne ich mich auch mit schweren Böden aus.
Hab im Sommer 2012 gesehen wie das aussieht wenn dort 25cm tief gegrubbert wird (zum Mais).
Da stehen dann 600PS vor 7m Auf der Stelle.
Im Oderbruch wird von sehr vielen Betrieben nach der Zuckerrübenernte nur auf Saattiefe des Winterweizen vorgearbeitet, was in der Regel 4 cm sind um Feinerde zu erzeugen, damit loser Boden zum abdecken der Saat vorhanden ist. Dort muss die Natur die Bodenlockerung übernehmen. Das sind vor allem der Frost und Trockenheit. Auch diesen Sommer hab ich wieder Risse bis 1,2m tiefe gesehen.

Boden ist als dynamischer Prozess zu sehen.
Ich gucke erstmal was die Natur noch so macht, aus Erfahrung kann der Boden im Sommer schon ganz anders aussehen.
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Euro-T

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Re:Ernte 2014
« Antwort #577 am: 06. November 2014, 09:53:15 »

Das kommt wohl alles sehr auf die Böden an. Ich kenne einige die unter sehr guten als auch grenzwertigen Bedingungen grad mal mit der Kreiseldrille drüberfahren und damit auch vernünftige Erträge generieren.
Dort haben die Böden dann aber auch eine gute Eigenregeneration und werden ansonsten auch sehr pfleglich behandelt.
Es gilt dann dort: je nässer es ist desto weniger Bodeneingriff wird gemacht.

Dementsprechend kann man hier auch wieder mal die Bearbeitungsnotwendigkeiten nicht über einen Kamm scheren.
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Gruß

~~ Olli

no-tiller

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Re:Ernte 2014
« Antwort #578 am: 06. November 2014, 10:16:38 »

Ich bin der Auffassung dass das ganze nur deshalb funktioniert hat, weil die Rüben im Frühjahr fast in Direktsaat gelegt wurden und der Boden somit gut "stand". (http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=16166.msg215580#msg215580
Dies ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt. Wie wurde der Rübenacker vorbereitet. Hier wird sehr oft nach Rüben Direktgesät was eigentlich meistens problemlos funktioniert......
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Franzl

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Re:Ernte 2014
« Antwort #579 am: 06. November 2014, 22:45:06 »

Hallo,

also 1., die Ecke ist kein Sand :), ZR steht bei uns auf den besseren Böden >40BP.
Der Boden auf dem Bild weist eine Bodenpunktzahl von 46 auf.

Ein bischen kenne ich mich auch mit schweren Böden aus.
Hab im Sommer 2012 gesehen wie das aussieht wenn dort 25cm tief gegrubbert wird (zum Mais).
Da stehen dann 600PS vor 7m Auf der Stelle.
Im Oderbruch wird von sehr vielen Betrieben nach der Zuckerrübenernte nur auf Saattiefe des Winterweizen vorgearbeitet, was in der Regel 4 cm sind um Feinerde zu erzeugen, damit loser Boden zum abdecken der Saat vorhanden ist. Dort muss die Natur die Bodenlockerung übernehmen. Das sind vor allem der Frost und Trockenheit. Auch diesen Sommer hab ich wieder Risse bis 1,2m tiefe gesehen.

Boden ist als dynamischer Prozess zu sehen.
Ich gucke erstmal was die Natur noch so macht, aus Erfahrung kann der Boden im Sommer schon ganz anders aussehen.


Hmmm, dem Bild nach zu urteilen hätte ich dem Boden doch einen nicht geringen Sandanteil zugesprochen, und da du ja Brandenburg als Standort angegeben hast...  ;)

Ist wohl wirklich eine Frage des Standortes, wie gesagt, bei unseren Böden könnte ich mir diese Vorgehensweise nicht vorstellen. Aber nochmal um sichs vorstellen zu können, welcher Traktor mit welchem Grubber war da am Werk, dass der bei 12cm schon "blasen" musste?  ;D
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Mathias

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Re:Ernte 2014
« Antwort #580 am: 07. November 2014, 17:32:56 »

Aber nochmal um sichs vorstellen zu können, welcher Traktor mit welchem Grubber war da am Werk, dass der bei 12cm schon "blasen" musste?  ;D

Reicht dir nicht, wenn ich sage das es schwer ging? ;D
Nebenan auf den Ackerbohnenstoppeln brummte er mit 11,5km/h bei 1300 Touren dahin.
Nach den Rüben war er bei 8,5-9km/h am Ende.

Aber um deine Wissbegierde zu stillen: das sind 250PS in einer blauen Motorhaube verpackt, vor einem 4,6m Köckerling Quadro.
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Re:Ernte 2014
« Antwort #581 am: 07. November 2014, 17:35:53 »

Aber nochmal um sichs vorstellen zu können, welcher Traktor mit welchem Grubber war da am Werk, dass der bei 12cm schon "blasen" musste?  ;D

Reicht dir nicht, wenn ich sage das es schwer ging? ;D
Nebenan auf den Ackerbohnenstoppeln brummte er mit 11,5km/h bei 1300 Touren dahin.
Nach den Rüben war er bei 8,5-9km/h am Ende.

Aber um deine Wissbegierde zu stillen: das sind 250PS in einer blauen Motorhaube verpackt, vor einem 4,6m Köckerling Quadro.

Blaue Motorhaube- jetzt kennen wir den Grund für das Dilemma  :P ;D
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Mathias

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Re:Ernte 2014
« Antwort #582 am: 07. November 2014, 17:50:35 »

Wärend andere in der Umgebung Sonn- und Feiertags noch auf ihren Äckern säen, grubbern, pflügen...
kommt bei mir dank diesem Dilemma die wichtigste Zeit im Leben nicht zu kurz.

Die Freizeit.  ;)
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Re:Ernte 2014
« Antwort #583 am: 13. November 2014, 16:44:06 »

Wärend andere in der Umgebung Sonn- und Feiertags noch auf ihren Äckern säen, grubbern, pflügen...
kommt bei mir dank diesem Dilemma die wichtigste Zeit im Leben nicht zu kurz.

Die Freizeit.  ;)


Dito. So lob' ich mir das :daumen1:
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Re:Ernte 2014
« Antwort #584 am: 13. November 2014, 16:46:52 »

Blaue Motorhaube- jetzt kennen wir den Grund für das Dilemma  :P ;D

Wärend andere in der Umgebung Sonn- und Feiertags noch auf ihren Äckern säen, grubbern, pflügen...
kommt bei mir dank diesem Dilemma die wichtigste Zeit im Leben nicht zu kurz.

Die Freizeit.  ;)


Aber was hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun?  :frage:
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