www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de
 
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"  (Gelesen 29592 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Euro-T

  • Moderator
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 8 408
  • Beruf: Zirkusdirektor
Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« am: 28. April 2014, 22:03:47 »

N`abend,

in der letzten Profi war ja ein Bericht über einen Betrieb der sich seit ca. 10 Jahren intensiv mit "smartfarming" beschäftigt. "Ui", dachte ich, jetzt kannste mal einen Praxisbericht lesen von einem Betrieb in meinem Raster der das irgendwie vernünftig umsetzt.

Dachte ich.

Um ehrlich zu sein, ich hab den Bericht dreimal gelesen, das einzige was mir hängen geblieben ist: der arme Kerl hat furchtbar viel Geld versenkt und das erste Mal richtig freuen durfte er sich als eine GPS Lenkung auf den Hof kam, bzw. kurz vorher die Spritze mit Section control aufgerüstet wurde. - Toll, da bin ich schon, dann spare ich mir einfach den Rest...!

Denn:

Ansonsten sitzt er viel im Büro und plant Feldumrisse und Fahrgassensysteme, legt die verschiedensten Karten übereinander und stellt fest das z.B. bei der Ertragskartierung die Werte in manchen Jahren einfach mal um 180° vertauscht sind, was einem halt so rein garnix zur vernünftigen Parametergewinnung bringt...

Desweiteren muß er sich furchtbar viel mit der nichtvorhandenen Kompatibilität verschiedenster Elektronikfirmen auseinandersetzen, mal geht was, dann geht was Neues wieder nicht... also sind wir heute eigentlich keinen Schritt weiter als damals vor zehn Jahren als wir  mal vorsichtig in diesen Bereich reingeschnuppert haben. Wobei doch, weiter sind wir schon: es gibt heute mehr Datenquellen und Ergebnisse die nicht zueinander passen und noch mehr Unsicherheit entstehen lassen als damals.

Ich will jetzt nicht den ganzen Artikel widergeben, aber mir ist einfach nachhaltig hängengeblieben das man da derzeit (immer!) noch mehr Geld verjuxt als man verdient und ob es auf anderen Sektoren wirklich was bringt...??

Würde mich übrigens freuen wenn betreffender Betriebsleiter - der als "smart-farmer" mit Sicherheit hier mitliest - sich hier auch mal persönlich zu Wort meldet.

 
Gespeichert


Gruß

~~ Olli

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 563
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #1 am: 28. April 2014, 22:21:55 »

Die Ideen hinter smart farming sind ja zum Teil sehr gut, aber die Umsetzung ist halt ein ganz anderes Kapitel.

Interessant ist auch, dass teilweise richtig gute Ideen, die auch nachweislich funktionieren, ihren Weg in die Praxis nicht gefunden haben.

Ich versuche das Pferd nun mal von einer ganz anderen Seite aufzuzäumen. Mal sehen, ob dabei was raus kommt.
Gespeichert

Georg

  • Gast
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #2 am: 29. April 2014, 02:14:27 »

Oli, so ganz kann man Deine Aussage nicht stehen lassen, auch wenn Du großteils recht hast!

Ich kenne 2 nur Betriebe und beabachte die auch recht genau, die das kompltte "smartfarming" Programm fahren!

Einer ist seit 91 voll dabei, also von wirklich von Anfang an, und der 2. ist so um 97/98 eingestiegen!

Beide Betreibe treten eigentlich nicht öffentlich auf! Der erste mit ca 500 ha Fläche überhaupt nicht, der zeite ein bisschen aber ist auch relativ ruhig!

Es gibt natürlich noch einge Betriebe die sich mit Precison Farming oder Smartfarming beschäftigen, allerdings kenne ich nur diese Beiden, die wirklich komplett durchziehen und das auch beherrschen!

Ich muss dazu sagen, das beide Betriebe fast arrondiert sind, und die Flächen meist Eigentum sind, und schon vom Opa, und vom Vater als Spitzenbetriebe geführt wurden!

Als Ergebnis hab ich schon vor 10 Jahren festgestellt, das es absolut Suoer ist wenn man alles über seine Flächen weiß! Ausnutzen können aber beide Ihr wissen leider nicht, weil beide Betriebe Klimatisch recht schlecht liegen! Der eine hat in der Regel zuviel Wasser für Ackerbau, und der andere extrem zu wenig!

D. h, das Wasser auch beim Smartfarming der begrenzende Faktor ist!

Beide wissen ihre Zahlen durch die Erfassungen über Sensoik und Sonstiges auf inige Stellen hinterm Komma genau! Die Kosteneinsparung durch Automatisches Lenken und alles eben ein paar % genauer, wird durch die Anschaffung der Smart Farming Technologie und das Updaten Dieser eigentlich wieder aufgefressen.
Es ist also nach wie vor maximal ein Nullsummen spiel, wenn man Smart Farming komplett durchzeiht!

Da beide Betriebsleiter neben ihren Kentnissen im Ackerbau die Computerei als Hobby und aus Leidenschaft betreiben, rechnen sie diese Kosten nicht!

Die Zeit der "Datenspielereien" wird natürlich von bieden erfasst, und dann halt auf den Stundenlohn im Betreibsergebnis mit eingerechnet. Denn wenn, dann sollen die Zahlen auch wirklich komplett sein!

Für mich das interessante Ergebnis auf beiden Betreiben nach 20 Jahren, Der zusätzliche Aufwand für Datenmanagement und Hard und Softwarepflege auf den Maschinen beansprucht rund 1 Std pr ha!

Das war übrigens genau das Ergebnis einer 5 jährigen Forschung von Potsdamm Bornim in Golzow und bei der Südzucker in den 90 er Jahren!

Diese 1 Stunde muss mit ca 80 Euro angesetzt werden, denn ein Idiot kann es nicht, und Derjenige der es kann, will Geld verdienen!

Im Ergebnis heißt das ganze: Smart Farming  im ganzen kostet um die 80 Euro pro ha hinten drauf! Vor und NAchteile heben sich bei Sopft und Hardwarekosten auf!

Soft und Hardware kann in Zukunft etwas günstiger werden, weil heutzutage die Maschinen in der Regel auf Smartfarming vorbereitet sind oder meist auch schon damit ausgerüstet sind (Autosteer, Spritzensteuerung etc.)

Aber die 80 Euro holt man damit nicht auf!

Wenn in dieser ganzen Geschichte wirklich Zukunft stecken soll, dann nur über Aufzeichnungspflicht! Das wurde übrigens schon mitte der 90 er Jahre kalkuliert, das sich Forschung, Pilotprojekte etc. auf die Zukünftige Auzeichnungspflicht lohnen und rechnen wird.

Das Ergebnis 2014 als nach ca 20 Jahren: Nichts von dem ist eingetroffen! Klar man muss mehr Dokumentieren wie vor 20 Jahren, aber smart Farming hilft eigentlich nicht! Das hat die Indsutrie nicht geschafft!

Ich hatte mich da auch mal sehr stark mit befasst und auch sehr stark in diese Richtung Geld für Entwicklungen ausgeben. Wennich für das Geld ein Mietshaus gebaut hätte, dann hätte ich aus diesen Fehlinvestitionen zumindest ne monatliche Einnahme!

Gottseidank, hab ichs früh genug wieder sein gelassen! Ne ganze reihe Firmen, so in meiner Größe sind genau an dieser Aufgaben Stellung, ich sags mal gelinde, aus diesem Geschäft ausgeschieden!





Gespeichert

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12 248
  • Munter bleiben!
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #3 am: 29. April 2014, 07:03:46 »

inzwischen gibt es allerdings viele firmen die an der sammlung der agronomischen daten interessiert sind und auch bereit sind geld dafür bereitzustellen. das treibt jetzt die entwicklung von dokumentation und telemetrie trotzdem weiter voran.
« Letzte Änderung: 29. April 2014, 07:05:54 von Michi »
Gespeichert
MBtrac - Alles andere ist Behelf!

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 563
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #4 am: 29. April 2014, 08:43:01 »

Also diese ganze big data Geschichte - da braucht es schon Kaliber wie Google, die daraus verwertbare Daten ziehen können. In der Landwirtschaft spielen einfach so unglaublich viele Faktoren eine Rolle, dass es schwierig ist, hier Korrelationen ausfindig zu machen. Die wichtigsten davon sind nicht mal beeinflussbar. Hat ja Georg schon angedeutet. Klima und Boden, was die beiden machen, können wir nur schwer abschätzen und schon gar nicht bestimmen. Allerdings: Der Boden-Nitrat-Schnelltest hat sich auch nicht durchgesetzt, wäre aber ein sehr guter Baustein für smart farming gewesen. Vielleicht aber war da zu wenig fancy electronic dabei, vielleicht war es auch einfach zu aufwendig. Vieles dient halt auch dem Spieltrieb. Das muss man mal ehrlich zugeben.

Ich weiß nicht, wie weit das mit der Dokumentationspflicht gehen wird. Ein generelles Datenlogging ist aber durchaus vorstellbar. Gibt es in der (Lebensmittel)industrie schon lange und der Fehlerfaktor Mensch wird dadurch auch etwas verringert. Irgendwann darf man dann jeden PSM-Kanister extra in den Spritzenterminal einscannen. :D
Gespeichert

Heiner

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 446
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #5 am: 29. April 2014, 09:04:28 »

...Ansonsten sitzt er viel im Büro und plant Feldumrisse und Fahrgassensysteme, legt die verschiedensten Karten übereinander und stellt fest das z.B. bei der Ertragskartierung die Werte in manchen Jahren einfach mal um 180° vertauscht sind, was einem halt so rein garnix zur vernünftigen Parametergewinnung bringt...

Hallo Euro-T

bei dem ganzen "smart-Farming" (ich hasse diesen Begriff !!) ist ganz entscheidend, dass man sich vorher genau vorstellen kann, was man erreichen will, und wie der Weg ist. Ich habe den profi-Artikel nicht gelesen, aber was Du da schreibst entspricht weitestgehend meiner Einschätzung und Erfahrung :

Ich bin wenn auch nicht ganz so intensiv seit 2002 mit dem Thema befasst. Damals habe ich einen Vorführmähdrescher gekauft, der die Ertragskartierung an Bord hatte. Bis vor 5 Jahren als die Mähdruscharbeiten vom Lohnunternehmer (ohne Erntekartierung) übernommen wurden, habe ich da auch Daten gesammelt. Ich habe aber genau wie Du beschreibst sehr schnell festgestellt, dass die Erntekarte für Rückschlüsse auf Düngung und Bestandesführung ungeeignet ist, dazu reichen auch Bodenkarten.
Die Datenerfassung aus dem Mähdrescher habe ich aber anderweitig genutzt, um ohne großen Aufwand zu lernen und zu experimentieren.
So wurden im Streifenanbau verschiedene Sorten getestet, oder aber mal eine Fahrgasse eine andere Düngestrategie oder Pflanzenschutzvariante oder Bodenbearbeitungsvariante gefahren.
Desweiteren wurde beim Dreschen alles Auffällige markiert (Distel, Quecke, Ackerfuchsschwanz, Trespe etc.) um später zu entscheiden wie großflächig der Besatz ist um dann eine gesonderte Behandlung teilflächenspezifisch oder als Tankmischung komplett auszubringen.

Heute nutze ich "nur" noch die automatische Lenkung und die automatische Teilbreitenschaltung, alles in Kombination mit PC-gestützter Schlaggrenzen und Spurverwaltung.

Teilflächenspezifische Düngung ist für mich kein Thema, da die Schläge zu klein und zu inhomogen inhomogen sind. Das hört sich etwas blöde an, will ich aber an einem Beispiel verdeutlichen :

Vor einigen Jahren hatte ich den Auftrag für jemanden noch recht spät die Spätdüngung durchzuführen, in Beständen die stark durch Trockenschäden gezeichnet waren, und die Bodenbeschaffenheit war gut an der Bestandesdichte und Wuchshöhe des Weizens zu erkennen.
Der Auftrag war ganz einfach : Spätdüngung im Schnitt X kgN wo Trockenschäden sind weniger (-50%) und wo der Weizen gut steht (+50%).

Bei der Arbeit bin ich dann aber fast verzweifelt, denn wenn ich rechts aus dem Fenster schaute war alles Top (also +50) aber links war alles Dürr (also -50) oder umgekehrt...
das ist das was ich mit inhomogen inhomogen meine ...
Das Problem betrifft so also Düngung nach Karte als auch nach N-sensor oder auch Wachstumsregler nach N-sensor.

Wenn eine Fläche homogen inhomogen ist, (z.B. auf 500m 100m Löß, dann 150m Sand und der Rest Ton) dann macht das Sinn, aber so ging es nicht.

Von Controlled Traffic bin ich außer dass die Fahrgassen immer jedesmal über einander liegen sollen, nicht überzeugt.
Das beginnt damit, dass in meinen Augen manche Arbeitsgänge schräg zur Fahrgasse besser sind und setzt sich über die Frage fort, ob man nicht in manchen Fällen auch das Überrollen des Ackers als Bodenbearbeitung sehen muss, die dann besser etwas verteilt ist als nur das auf wenige Streifen zu konzentrieren, wo dann u.U. bedingt durch die hohe Rückverfestigung und die sehr feine Krümelstruktur Erosionsrinnen entstehen können.

Das Sammeln von Daten hat immer nur dann einen Sinn, wenn man aus diesen Daten verwertbare Rückschlüsse ziehen kann.

Wenn ich auf einmal an anderswo einen flächenstarken Betrieb bewirtschaften sollte, dann sind viele Daten zum schnelleren Kennenlernen der Böden und Schlaggegebenheiten sinnvoll (Bodenkarten, Wasserhaltevermögen, Ertragspotential der letzten Jahre, Nährstoffgehalte etc.)

Je besser man seine Flächen kennt, eben auch Eigenheiten die man nicht so standardisiert erfassen kann, desto weniger bringt einen diese Datenerfassung voran.
Jeder Betriebsleiter hat andere Wünsche, für den einen gibt es da brauchbares für den anderen nicht. Das große Wunder ist dabei aber nicht zu erwarten.

Heiner
Gespeichert

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 563
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #6 am: 29. April 2014, 10:25:51 »

NIR-Luftbilder nicht zu vergessen.
Aber die Schlüsse, die daraus gezogen werden, sind meistens intuitiver Natur.
Diese Intuition konnte noch niemand sensorisch nachbilden.
Gespeichert

zetor

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 949
  • Beruf: Landwirt
    • www.doerr-agrar.de
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #7 am: 29. April 2014, 10:48:37 »

Jungs ich bin in der Thematik auch schon seid einigen Jahren recht engagiert mit dem eigenen Betrieb unterwegs und ich kann euch mit meiner Meinung nur bestätigen.

"Smart Farming" ist ja nur ein Oberbegriff für viele Unterbereiche, von denen die einen mehr und die anderen weniger Sinn für den einzelnen machen. Ich hatte schonmal in einem anderen Thread dazu meine Meinung gesagt und fasse die auch hier nochmal zusammen:

Pro:
+++ Feste Fahrgassen
+     Controlled Traffic Farming (oder zumindest abgespeckt einzelne Geräte auf einander abstimmen, wie z.B. die Ackerwalze im Fahrgassenrhythmus)
+++ Umfassende Schlagkartei mit Pacht- und Flächenverwaltung, GIS, Katasterverwaltung
+++ Zentrale Datenverwaltung mit eigenen Servern (Datenbankservern, Emailservern, Terminalserver usw.)
+/-   Mobiler Zugriff auf Schlagdokumentation (In meinen Augen mehr eine Spielerei, am besten ist immernoch das gute alte Bodenbuch)
++   Werbeeffekt: Ich nutze die moderne Technik gezielt als Werbeargument
+++ Lenksysteme. OK, ich denke das die Vorteile bringen darüber muss man nicht sprechen..

Contra:
--     Ertragskartierung. Ich kartiere seid 10 Jahren, aber einen wirklichen Nutzen habe ich nicht.
-      Automatische Dokumentation läuft bei mir seid 6 Jahren auf fast allen Maschinen, aber es macht unheimlich viel Arbeit die Daten zu sichten und zu verbuchen, aber detailiert auswerten? Macht zu viel Arbeit und ist zu fehleranfällig.
---   Teilflächenspezifische Düngung. Teuer und sehr schwierig in der Umsetzung, da die Erstellung der Applikationskarten sehr viel Arbeit macht und auch sehr gute Fahrer benötigt werden um die Onlinesensoren richtig einzusetzen. Und dann habe ich welchen Vorteil? Durch den Klimawandel werden die Schwankungen immer größer und jedes Jahr ist anders. Im Schnitt fahre ich mit einer geplanten Düngung wahrscheinlich besser
---   Wirtschaftliche Vorteile lassen nicht oder nur zu kompliziert messbar.

Fazit:
Ich und mein Vater verbringen 2-3 Monate im Jahr nur im Büro um die Flächenverwaltung zu pflegen (Pachtvertragsverwaltung und Kaufverhandlungen). Für mich und meinen Betrieb spielt hier die Musik, ich brauche eine leistungsfähige EDV, ein gut ausgestattetes Büro und will von überall aus darauf zugreifen können (von Zuhause aus, oder auch mobil). Teilflächenspezifische Bewirtschaftung macht zu viel Arbeit für einen eventuellen Mehrgewinn, wenn man die Zeit in den normalen Ackerbau steckt oder in die eigene Familie hat man mehr davon!
Nichts desto trotz mache ich trotzdem weiter, weil es mich eben interessiert ;-)
Gespeichert
Furchenbaron

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12 248
  • Munter bleiben!
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #8 am: 29. April 2014, 12:18:53 »

Bisher haben wir hier im Smart Farming überwiegend vom Boden gesprochen. Das scheint in der Tat einfach zu komplex und individuell zu sein um daraus irgendwelche generalisierten Rückschlüsse zu ziehen.

Was ist denn mit der Technik selber und deren Einsatzoptimierung? Ich will da einfach mal so Stichpunkte in den Raum werfen, wie Überlappungsreduzierung, Einhaltung von Arbeitsqualität bzw. auch Zeitfenstern, jede Form von Logistik, Spritverbräuche, Stand-und Ausfallzeiten, angepasste Fahrgeschwindigkeiten, Maschineneinstellungen, Fehlbedienung uvm. -> also hier nicht im Vordergrund was ich mache, sondern wie ich es mache.

Das sind ja auch Faktoren die man schon einfacher nominell erfassen kann und eine entsprechende Auswirkung auf das Ergebnis seiner landwirtschaftlichen Arbeit hat.

Gefahr hier ist natürlich sehr schnell in eine "Kontrolle" zu geraten, gerade wenn Mitarbeiter unterwegs sind.
Gespeichert
MBtrac - Alles andere ist Behelf!

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 563
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #9 am: 29. April 2014, 12:44:07 »

Ja klar, Michi, das sind auch alles nette Hilfswerkzeuge, die auch sehr nützlich sein können.

Aber wenn ich mir ansehe, wie schwierig es ist, die richtige N-Düngemenge zu finden. Da weiß man ja noch nicht mal so recht, wie man das auf wissenschaftlicher Ebene einigermaßen effizient hin bekommen könnte.
Gespeichert

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12 248
  • Munter bleiben!
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #10 am: 29. April 2014, 13:20:47 »

naja, wenn ich sehe das ein traktor 1/3 seiner zeit im leerlauf gestanden hat, dann ist da sicher ein gewisses optimierungspotential. die frage ist ob man das ohne entsprechende technik erkennt.
Gespeichert
MBtrac - Alles andere ist Behelf!

BNT

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6 563
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #11 am: 29. April 2014, 14:04:44 »

Diese Entscheidung wird dir heute schon abgenommen. Viele LKWs schalten von selbst ab. ;)
Gespeichert

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12 248
  • Munter bleiben!
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #12 am: 29. April 2014, 16:04:48 »

Speditionen usw. sind da eh schon viel weiter, da fährt glaub ich keiner mehr ohne GPS Logger los.
Gespeichert
MBtrac - Alles andere ist Behelf!

zetor

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 949
  • Beruf: Landwirt
    • www.doerr-agrar.de
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #13 am: 29. April 2014, 16:11:37 »

Die Punkte die Michi nennt sind definitiv die interessanteren finde ich. Die Technik sollte meiner Meinung nach noch intelligenter werden und vor allem auch vernetzter. Die Schwarzmaler und Datenschützer werden jetzt wieder aufschreien wenn ich den Wunsch nach einer Cloud äußere in der alle Maschinendaten und Konfigurationen online gespeichert und verbreitet werden, aber ich wünsche mir das für die Zukunft um auch bei mehr Technik und Elektronik aber den selben Fahrern noch klar zu kommen.

Das hätte Einsparpotential, und zwar Einsparpotential an Stillstandszeiten und meiner Arbeitszeit als Betriebsleiter, wenn meine Fahrer nicht stehen weil sie Schwierigkeiten mit der Konfiguration oder der Optimierung der Geräte haben.. Auch wird sich die automatische Datenerfassung vielleicht irgendwann mal mehr durchsetzen wenn das leidige Thema Datenmanagement mit USB Sticks und Chipkarten überflüssig wird. Und wenn ich jetzt mal etwas träumen darf dann davon dass das auch herstellerübergreifend funktioniert.  ;)
Gespeichert
Furchenbaron

Michi

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12 248
  • Munter bleiben!
Re:Der "smarte Farmer" aus der letzten "profi"
« Antwort #14 am: 29. April 2014, 16:15:57 »

Das ist der Punkt, es muss in der Doku alles automatisch funktionieren. Sobald eine Eingabe zu machen ist, kann diese vergessen werden oder fehlerhaft sein.
Gespeichert
MBtrac - Alles andere ist Behelf!
 

Bild des Tages