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Autor Thema: Landwirte und Steuern  (Gelesen 20663 mal)

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guenni

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Landwirte und Steuern
« am: 28. November 2007, 19:27:14 »

Hallo,
habe da mal eine für manchen vielleicht etwas blöde Frage:
Wie ist das eigentlich bei den Landwirten mit den Steuern, optieren, pauschalieren, dann hört man  :frage:immer viel vom Maschinenkauf aus steuerlichen Gründen, Ansparrücklagen, Maschine ist abgeschrieben u.s.w
Kann mir das mal jemand in kurzen, einfachen Sätzen erklären????????????
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Biobauer

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #1 am: 28. November 2007, 19:45:11 »

puh,sind ja viele fragen auf einmal ,ich versuchs mal.
-optieren heisst ,man unterliegt der regelbesteuerung wie jeder andere gewerbetreibende auch , sprich man bekomm die umsatzsteuer für seine gekauften produktezurück,muss sie allerdings für die verkauften abführen. besonders interesant entweder bei grossen investitionen bzw für extensive ackerbauern  zur option zu wechseln.
-pauschalieren ,man bekommt weder umsatzsteuer zurück noch führt man welche ab
-maschinekauf aus steuerlichen gründen ist meist blödsinn,wird oft gemacht um keine einkommensteuer zahlen zu müssen, hilft aber wirklich nru bei dicken brocken ,weil die maschine wird ja abgeschrieben und wirkt dann eben nur mit ihren jährlichen abschreibungsbetrag gewinnmindernd. mein steuermensch sagt,wer keine steuern zahlt verdient auch nix und ist mittelfristig weg vom fenster. besonders blödsinnig wenn die neue maschine noch finaziert wird,dann fressen dann die zinsen die stuereerspraniss auf
-ansparrücklagen sind eine unternehmerische möglichkeit für eine geplante investition geld zurückzulegen ,da s in diesen jahr dann auch nicht versteuert werden muss, allerdings muss man diese rücklagen auch weider auflösen udn da kommt oft ein ganz dickes ende nach
- abschreibung heisst,der maschinenkaufpreis wird durch die anzahl der jahre geteilt in denen man sie nutzen möchte ,meist 10 jahre ,manchmal 5  oder 8,ist individuel festlegbar. diesen teilbetrag kann man dann jährlich in de rbilnz unter abschrebung buchen und wirkt gewinnmindernd. man geht davon aus ,das man alle jahre so einen teilbetrag zurücklegen muss um nach ende de rabschreibung wiede reine solche maschine zu erwerben, dazu kommt dann aber noch eine gewisse teuerungsrate,dafür benötigt man dann auch noch eine positive eigenkapitalbildung. das erklär ich aber nu nich mehr was das is. gebäude werden übrigedns längerabgeschrieben ,meist 20 jahre. sollte eine maschine nach ihrer abschreibungszeit veräussert werden und erlöst mehr als die summe mit der sie in der buchführung aufgeführt ist(nach ende steht sie da mit 1 euro) nennt man dies zeitraumfremden gewinn,der wiederum versteuert werden muss.
du siehst also,landwirte zahlen eigentlich nur stuern den ganzen tag.  ;)
servus
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Stubbendiek

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #2 am: 03. Januar 2008, 19:42:53 »




Zur Neuanschaffung zur Abschreibung muss ich sagen, dass das schon Sinn machen kann, aber nur dann, wenn die alte Maschine schon abgeschrieben ist



Hallo, versteh ich nicht. Wenn ich eine abgeschriebene Maschine verkaufe kommt doch sogar ein AO Gewinn!Und Gebäude auf 20 Jahre abschreiben ? Will ich auch, muss meine auf 33 Jahre abschreiben. Und Maschinen abschreiben unter 8 Jahre ? Geht nur wenn ich kürzere Lebensdauer erklären kann ( PC ). Besser geht dann einen gebrauchten Schlepper kaufen und bei 5 Jahre alt gleich auf 3 Jahre abschreiben. Darf man nur nicht wieder verkaufen dann.

Gruß Sd
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Thomas

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #3 am: 03. Januar 2008, 21:32:26 »

..
-maschinekauf aus steuerlichen gründen ist meist blödsinn,wird oft gemacht um keine einkommensteuer zahlen zu müssen, hilft aber wirklich nru bei dicken brocken ,weil die maschine wird ja abgeschrieben und wirkt dann eben nur mit ihren jährlichen abschreibungsbetrag gewinnmindernd. mein steuermensch sagt,wer keine steuern zahlt verdient auch nix und ist mittelfristig weg vom fenster. besonders blödsinnig wenn die neue maschine noch finaziert wird,dann fressen dann die zinsen die stuereerspraniss auf
-ansparrücklagen sind eine unternehmerische möglichkeit für eine geplante investition geld zurückzulegen ,da s in diesen jahr dann auch nicht versteuert werden muss, allerdings muss man diese rücklagen auch weider auflösen udn da kommt oft ein ganz dickes ende nach ..

Die Ansparrücklagen sind ja dafür gedacht, dass man die Investition auch durchführt. Dann ist das sinnvoll und positiv. Wird die Rücklage ohne Durchführung der Investition aufgelöst, war das nach alter Regelung zur Gewinnglättung ok (aber nicht einfach zu planen), nach neuer Regelung eindeutig nachteilig.

Maschinenkauf: Macht aus steuerlichen Gründen nur Sinn, wenn die Liquidität es auch hergibt und die Maschine auch betrieblich Sinn macht. Dann kann man schon sinnvoll investieren und dabei Steuern sparen, insbesondere, wenn man die erwähnte Ansparrücklage nutzt.

Gruß
Thomas
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Heiner

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #4 am: 04. Januar 2008, 08:08:34 »

Zur Neuanschaffung zur Abschreibung muss ich sagen, dass das schon Sinn machen kann, aber nur dann, wenn die alte Maschine schon abgeschrieben ist und auch die Rahmenbedingungen zur Senkung des zu besteuernden Einkommens passen.

Hallo,

heutzutage machen Neuanschaffungen zur Abschreibung hier in Deutschland wenig Sinn, da es ja keine Sonder AfA und keine Degessive Afa mehr gibt. Dazu kommt noch daß Monatsgenau abgeschrieben wird. Das heißt, wenn ich erkenne daß das laufende Wirtschaftsjahr sehr gut läuft, und ich dann eine Maschine bestelle, die dann auch irgendwann geliefert wird, habe ich in dem Wirtschaftsjahr ja nur wenige Monate Abschreibung. Wenn ich dann dafür noch eine abgeschriebene Maschine verkaufe und somit außerordentliche Gewinne produziere hab ich dadurch steuerlich gesehen nur Nachteile.
Wenn das funktionieren soll muß ich das vorahnen und im Jahr vorher erledigen...

Vielleicht ist das in Östereich ja anders ?

Gruß Heiner
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fons

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #5 am: 14. Dezember 2012, 16:21:53 »

Der Thread ist schon alt !! Aber das Thema der Zeit auch wichtig !!
Bei den momentanen Erzeugerpreisen werde ich mit meinen Steuerberater mal reden ob ich wieder pauschalieren soll ??
Wie war das gleich nochmal s gibt es da eine Laufzeit ich glaube es waren immer 5 Jahre oder irre ich mich?
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Mfg. Fons

Kanisterkopp

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #6 am: 14. Dezember 2012, 16:56:58 »

richtig, zurück alle fünf Jahre-wechsel zum optieren immer.
Wenn Du wieder zum Pauschalieren willst überleg dir dass früh genug.
Dann kannst Du noch einiges sparen (diese geschichte mit den Rechnungen unter 5000(oder waren es 2500 vielleicht weiss es ja jemand ?! Vielleicht brauchste ja kurz vorher noch neue Reifen nen Rasenmäher oder kauf dir nen Schlepper in Teilen  ;D.
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Stefan

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #7 am: 14. Dezember 2012, 19:18:48 »

Wenn Du wieder zum Pauschalieren willst überleg dir dass früh genug.
Dann kannst Du noch einiges sparen (diese geschichte mit den Rechnungen unter 5000(oder waren es 2500 vielleicht weiss es ja jemand ?!

Was ist denn mit Rechnung unterhalb dieses Betrages?
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Jungbauer

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #8 am: 14. Dezember 2012, 19:26:21 »

Zumindest hier in AUT wurde diese "Lücke" nun auch geschlossen! Bis zum 30.6.2013 gehts noch. Für alles was danach gekauft wird muss die Steuer nach einem Wechsel in die Pauschalierung nach Abschreibungsdauer aliquot an den Fiskus zurück gezahlt werden!
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Jungbauer

Hon

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #9 am: 14. Dezember 2012, 20:15:18 »

Allerdings gilt für Gebäude die 10 jahre frist. Du kannst zwar nach 5 Jahren zurück zum pauschalieren, für Gebäude u ähnliche Investitionen, die jünger als 10 Jahre alt sind , musst du anteilig die MSt zurück zahlen.
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Kanisterkopp

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #10 am: 15. Dezember 2012, 15:47:22 »

ja für Gebäude und Maschinen die über 5 tsd. € gekostet haben muss anteilig die MWST züruck gezahlt werden. So kann es einem schon was bringen wenn man weiss dass man bald wechseln will nicht 100000€ für den schlepper bezahlt sondern 5 für die vorderreifen, 5 für die hinterreifen, 5fürs GPS, 5  Für die Fronthydraulik 5 für die Frontladerkonsolen und 5für die schwinge kauft. Dann haste schon mal 30% eines Schlepperkaufes wo du die MWSt nicht anteilig zurück bezahlen musst. AAAber natürlich werden diese kleinen beträge nicht (vomHändler/Hersteller)finanziert und nicht als anzahlung gerechnet. 
Viele meinen jetzt bestimmt "Spielerei"  aber wenn mans weiß kann man es nutzen.
Kann nicht sagen ob das noch Top aktuell ist, aber vor zwei drei Jahren war es noch so.
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fons

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #11 am: 26. Dezember 2017, 18:02:35 »

Auch wenn schon lang nichts mehr gepostet wurde mach ich mal hier weiter
Bei mir ist momentan das Problem das die alt Technik die ich in Zahlung gebe immer als Gewinn versteuert werden muß ist ja nix neues.
Leasing oder Mieten  hat da jemand Erfahrung ?
Sagt jetzt nicht rede mit deinen Steuerberater...bis zum 8.1. 2018 ist da dicht.
Am 2.1. rücken meine Gülle Fass Verterter wieder an....
evtl.gibts hier einige Schlaue Leute ?
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Mfg. Fons

Panta rhei

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #12 am: 26. Dezember 2017, 19:49:42 »

Lass dir die Varianten ergebnisoffen anbieten, dann kannst Du sicherlich auch nach dem 8.1. eine Entscheidung treffen.
Vermutlich willst Du uns nicht deine komplette finanzielle Situation hier schldern? Verbindlichkeiten, Guthaben, Liquiditätssituation, Gewinn der letzten Jahre, Steuerlast....etc. müßen schon im groben bekannt sein, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
Standort: westliches Moseltal

fons

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #13 am: 26. Dezember 2017, 19:57:11 »

Geld ist schon genug da bin halt ein vorsichtiger Mensch....mann weiss ja nie was kommt !
Mein gebrauchtes Annaburger hat mich 2011   43 600 € gekostet und jetzt würde ich 40 000 bekommen alles netto Zahlen das ist schon verlockend.
Händler würde mir am Papier 30 geben und für 10 ne Gutschrift ...ob das gutgeht mit Fa.
Gerne auch PN
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Mfg. Fons

Stanky

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Re: Landwirte und Steuern
« Antwort #14 am: 26. Dezember 2017, 20:00:34 »

Eine Gutschrift ist doch wie Geld, ich verstehe nicht, wie die steuerlich neutral sein soll?
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De een hett een Rittergut, de anner ritt dat Gitter rut.
 

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