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Autor Thema: Landwirtschaft in den Printmedien  (Gelesen 9276 mal)

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Klaus

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Vielleicht wird es wieder möglich sein erst das Positive zu sehen, dann zu überlegen was negativ ist, sich als nächstes zu fragen ob das Negative jetzt kritisiert werden muss, und falls ja, wie wäre die sachlichste Form der Kritik realisierbar.

Stefan

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #1 am: 16. Juni 2012, 12:49:57 »

Ein sehr interessanter Artikel, wie ich finde. Da wird die Abwehrhaltung gegen die "industrielle" Landwirtschaft mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Die Frage ist nur was folgert man daraus. Hilft diese Erkenntnis den Konflikt zwischen dem was Landwirte sein sollen und was sie sein wollen (bzw. sind) zu lösen?
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Simon

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #2 am: 16. Juni 2012, 13:07:11 »

Moin,

der Artikel ist meiner Meinung nach rewcht gut geschrieben. Gut, die Leserkommentare waren zu erwarten. Nur frage ich mich, warum es dort wenig oder gar keine Landwirte gibt welche sich aktiv an der Diskussion beteiligen.

Gruss
M
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Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall.

tomtex

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #3 am: 16. Juni 2012, 13:55:44 »

Moin,

der Artikel ist meiner Meinung nach rewcht gut geschrieben. Gut, die Leserkommentare waren zu erwarten. Nur frage ich mich, warum es dort wenig oder gar keine Landwirte gibt welche sich aktiv an der Diskussion beteiligen.

Gruss
M
Weil die Landwirte was anderes zu tun haben als der Bevölkerung die Realität der Landwirtschaft zu erklären was diese wiederum gar nicht erklärt haben möchte da sie lieber im Glauben der Idylle lebt.
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euro

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #4 am: 20. Juni 2012, 00:49:02 »

Mache seit 20 Jahren bei "Gruppendiskussionen" eines lokalen Marktforschungsinstituts mit (TNS-Ilres).
Die sind an einem "ausgewogenen Bürgerdurschschnitt" interessiert, das bedeudet hierzulande 40% Ausländer und die kommen eher selten aus deutschsprachigen Ländern.
Interessant ist dass die negativen Aussagen zu konventioneller Landwirtschaft von hiesigen "Stockluxemburgern" kommen (Deutsch-TV-Seher), während die "Ausländer"  Aussagen zu "bio und sonst garnix" eher
ungläubig lächelnd hinnehmen.
Was ausserdem auffällt ist dass der "Bioglaube" klar germanisch geprägt ist, französisch sprechende Teilnehmer tendieren klar zu "lokal" erzeugt, ohne pseudoreligiöse Meinungsmache.

Hat sich die konventionelle deutsche Landwirtschaft nicht genug gewehrt oder weshalb ist dieser Irrsinn gerade dort so verbreitet?

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"Vertreter sind unerwünscht"

Spruch am Hoftor

Stefan

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #5 am: 20. Juni 2012, 11:30:51 »

Die "german Angst" ist ja weltbekannt. Insofern würde ich nicht ausschließen, dass wir sensibler auf Panikmache reagieren. Vielleicht wünschen sich die Deutschen auch mehr als andere die "guten, alten Zeiten" zurück. Das drückt sich dann scheinbar so aus, dass man den 50 zoll Flachbildschirm natürlich nicht eintauschen möchte gegen ne alte Röhre, aber ein Bauer hat gefälligst nichts mit HiTec am Hut zu haben. Der soll Kühe hüten und sein Heu von Hand aufladen. Und so ein Bauer ist auch nicht am Profit orientiert. Deswegen bekommt man nur bei denen hochwertige Lebensmittel. Alles andere ist mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwie verseucht... Dieses Denken hat sich doch regelrecht festgebrannt in den Köpfen. Da braucht man auch nicht mit rationalen Erklärungen kommen. Die Medien bedienen freudig diese Angst. So schaukelt es sich auf. Komisch ist nur, dass wir alle noch leben...
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Mettigel

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #6 am: 20. Juni 2012, 12:01:28 »

Komisch ist nur, dass wir alle noch leben...
und dazu noch immer älter werden  :rolleyes:
Aber wenn man sich die Lage von jemandem versetzt, der keine Ahnung von der Landwirtschaft hat und nur durch Skandale in den Medien etwas von der Landwirtschaft mitbekommt wundert mich die Einstellung nicht.
Was für mich vorallem immer verwunderlich ist, ist zum einen die Einstellung das Landwirte die dummen Bauern sind und eigentlich nichts wissen müssen (du wirst Landwirt und studierst?) und auf der anderen Seite von Agrarindustrie gesprochen wird.
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Mettigel

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #7 am: 20. Juni 2012, 14:53:11 »

Grad mal drüber gestolpert, obwohl man die Bild ja eigentlich nie liest  ;)
Hat mich positiv überrascht, dort sind beide Seiten aufgezeigt mit den Problemen die auftreten und was es für die Landwirte bedeutet.

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/schweine-normen/eu-plant-mutterschutz-fuer-schweine-24736792.bild.html
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superuser

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #8 am: 29. November 2012, 02:21:47 »

Hallo,

hab jetzt nicht den richtigen Beitrag finden können, aber soviel zur Genmaisstudie aus Frankreich:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/genmais-efsa-legt-abschluss-bewertung-zu-seralini-studie-vor-a-869844.html

Grüße aus Cusco
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"Die Deutschen haben von jeher die Art, daß sie es besser wissen wollen, als der, dessen Handwerk es ist, und es besser verstehen als der, der sein Leben damit zugebracht." Zitat Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter

Grenzstein

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #9 am: 19. November 2015, 17:54:35 »

Hier mal ein weiterer Artikel über moderne Landwirtschaft.
Auch wie der Artikel des Threadstarters in der onlineausgabe der Zeit erschienen.
http://www.zeit.de/2015/44/landwirtschaft-bauern-digitalisierung-daten

Meiner Meinung nach sehr kurzweilig geschrieben und wesenliche Dinge sauber und ohne irgendwelche Vorurteile herausgearbeitet.

Viele Grüße
Simon
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Hat der Bauer Geld, hat es auch die ganze Welt!

charlie

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #10 am: 12. Dezember 2016, 14:29:42 »

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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Heico

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #11 am: 07. Januar 2017, 11:51:37 »

und er sitzt zwischen den Stühlen, der Landwirtschaftsminister Schmidt

http://www.spiegel.de/spiegel/christian-schmidt-landwirtschaftsminister-ignoriert-vorschlaege-fuer-nachhaltige-agrarnutzung-a-1128893.html

Provokativ fand ich den Satz: Die Bauern leben von Steuergeldern.
Hier wird suggeriert: Der Bauern lebt allein von den Steuerabgaben der Lohnempfänger, die die Landwirtschaft finanzieren und die Bauern machen trotzdem was sie wollen.

Ok - ich reg mich ab. Es sind Schlagzeilen, damit der Leser dafür bezahlt, dass die Printmedien noch über die Runden kommen.
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Schorsch

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #12 am: 07. Januar 2017, 12:46:17 »

Provokativ fand ich den Satz: Die Bauern leben von Steuergeldern.
Hier wird suggeriert: Der Bauern lebt allein von den Steuerabgaben der Lohnempfänger, die die Landwirtschaft finanzieren und die Bauern machen trotzdem was sie wollen.

Dann halt mit barer Münze zurück:
"Die Bevölkerung lebt nur von dem, was die Bauern erzeugen."
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Henrik

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309CA

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Re: Landwirtschaft in den Printmedien
« Antwort #14 am: 08. März 2018, 11:02:30 »

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Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.
Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt, sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. Leider gibt es Tierschützer die Tiere zum Ärger der freidliche Bürger wieder im Land ansiedeln und den Abschuss verbieten.
 

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